Der Islam und das Versagen der USA

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Obamas bei seiner berühmten "Kairoer Rede"
 
 
Von Hugh Fitzgerald 
 
Mit einem Vorwort von Michael Mannheimer
 
In seiner "berühmten" Kairoer Rede hat der US-Präsident den Islam als friedfertige Religion angepriesen und betont, dass die USA niemals einen Krieg gegen den Islam führen würden und dies auch nie getan hätten.
Sowohl Amerika als auch der Islam seien "nicht einzigartig. Und müssen nicht in einen Wettbewerb miteinander treten. Stattdessen überlappen sie sich und teilen gemeinsame Prinzipien - Prinzipien der Gerechtigkeit und des Fortschritts, Toleranz und die Menschenwürde."
Mit dieser Rede hat Obama (dem in den USA vorgeworfen wird, Muslim zu sein)  dem Westen und dem Islam ebenso einen Bärendienst erwiesen. Denn an dieser Rede war inhaltlich so ziemlich alles falsch: angefangen von der irrigen Annahme, dass es im Islam ernstgemeinte Friedensverhandlungen auf Augenhöhe mit "Ungläubigen" geben könnte (es gibt nur taktische Friedensverträge, bis sich die islamischen Kräfte wieder gesammelt haben) bis zu der absurden Feststellung, dass der Islam die gleiche Vorstellung von Gerechtigkeit, Toleranz und Menschenwürde habe wie der Westen. Der Islam  kennt jedoch weder  Toleranz gegenüber den "Ungläubigen" (diese müssen sich zum Islam bekehren oder werden getötet), noch gibt es Gerechtigkeit und Menschenwürde im westlichen Sinn: in der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Islam" von Kairo aus dem Jahr 1990 hat der Islam seinen Begriff von "Menschenrechten" verbindlich vorgestellt: dieser ist nur denkbar innerhalb der Gesetze des Islam und der Scharia. Damit ist klar, dass es Menschenrechte im UN-Sinn genauswenig für Nicht-Muslime gibt wie auch, dass Frauen im Islam den Männern rechtlich jemals gleichestellt sein werden. Im Gegenteil: die barbarische und inhumane Behandlung der Frauen als Menschen zweiter Klasse wurde in der Kairoer "Menschenrechts"-Erklärung der Religion der Geschlechterapartheids auf ewig fortgeschrieben.
Mag die Intention von Obama durchaus gut gewesen sein: nämlich das angeschlagene islamische Selbstbewusstsein zu stärken.  Indem er den Islam jedoch als friedliche Religion pries und zudem auch noch als eine, die dem Westen "großartige wissenschaftliche Erkenntnisse und kulturelle Bereicherungen" beschert habe, klittierte  Obama jedoch in nicht hinnehmbarer Form die Geschichte: Weder gibt es nennenswerte wissenschaftliche Erkenntisse durch den Islam, noch war der Islam eine kulturelle Bereicherung für Europa.
 
Doch viel schwerwiegender als diese Unwahrheiten ist, dass Obama den von ihrer Religion geschundenen und unterdrückten Muslimen quasi von außen ein Islambild bestätigt, das ihnen so auch von ihren Unterdrückern (dem islamischen Establishment) vermittelt wird, nichtsdestoweniger aber eine Lüge ist:
 
Denn der Islam ist weder eine Religion im klassischen Sinne, sondern viel eher ein  Eroberungs-und Todeskult mit unbeugsamem Weltherrschaftsanspruch. Der Islam ist auch nicht friedlich, sondern im Gegenteil die mit Abstand kriegerischste und mörderischste Religion der Weltgeschichte: für ihr Ziel der Welteroberung erlaubt sie Ihren Gläubigen an über 2000 (!) Stellen von Koran und Mohammeds Überlieferungen (Hadithe)) die Ermordung aller Ungläubigen. Der Islam hat in seinen 1400 Jahren vermutlich mehr Menschen umgebracht als alle religiösen und weltlichen Krieg zusammengenommen. Allein In Indien ermordete er nach seinem Einfall über 80 Millionen Hindus und löschte den radikalpazifistischen Buddhismus aus: Millionen Buddhisten ließen sich unbewaffnet und ohne Gegenwehr schlachten wie Vieh. Der Islam ermordete auch bei seinem Einfall im Iran Millionen Iraner: ein Fakt, der vom iranischen Schiismus totgeschwiegen wird. Muslime schlachteten Millionen Christen im Mahgreb und Nahen und Mittleren Osten ab, bis sich die Christen (nach ganzen 450 Jahren ihrer Vertreibung und Vernichtung) entschieden, mit den Kreuzzügen die verlorenen christlichen Gebiete, vor allem aber Jerusalm und Bethlehem zurückzuerobern.
 
Michael Mannheimer
 
Der US-Autor Hugh Fitzgerald hat die Rede Obamas an der Universität in Kairo im folgenden Artikel analysiert.
 
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Was getan werden muss

7. August 2009

von Hugh Fitzgerald                                         

Übersetzt von: BeforeDawn

Der Originalartikel erschien am 13. und 15. Juni 2009 unter dem Titel „What Must Be Done“ in: Jihad Watch (http://www.jihadwatch.org/archives/026563.php)

Die Obama-Administration, in ihrem verwirrten Bemühen, den Muslimen die Hand auszustrecken und dadurch an ihr Selbstwertgefühl zu appellieren, indem sie die Texte und die Glaubenssätze des Islam nicht nur den Muslimen, sondern auch, was noch sehr viel wichtiger und sehr viel schädlicher ist, den Nicht-Muslimen falsch darstellt – wie es auch die Bush-Administration vorher getan hat (aber in einer deutlicheren und selbstbewussteren Sprache) – weiß offenbar nicht, wie sie planvoll vorgehen soll. ...

Die Gewalt und die Aggression im Koran, in den Hadithen und der Sira, obgleich sie nach außen, gegen die Nichtmuslime, gerichtet sind, schaffen innerhalb der vom Islam durchdrungenen Gesellschaften etwas, das man die „spannungsgeladene Atmosphäre“ des Islam nennen könnte. Dazu gehört z. B. der Unwille, mit dem Gegner wirkliche Kompromisse einzugehen (mit den Ungläubigen oder, innerhalb des islamischen Lagers, mit anderen Gruppen von Muslimen, die sich durch ihre Glaubensrichtung oder ihre ethnische Zugehörigkeit unterscheiden, und die, als politische Feinde, ganz selbstverständlich in der Weise betrachtet werden, in der Muslime angehalten sind, die verfluchten Ungläubigen zu betrachten). Dies führt natürlich zu der Haltung, dass jede Übereinkunft mit Feinden, die sich als Ungläubige darstellen lassen, zu brechen ist, und dass es nur zwei Zustände gibt, in denen man am Ende eines Konflikts sich befinden kann, nämlich dem des Siegers oder dem des Besiegten. Und jedes Spiel, in dem einer, oder beide, der Spieler ein Homo islamicus ludens ist, ist immer ein Nullsummenspiel.

Unsere westliche Vorstellung, dass ein Kompromiss auf der einen Seite zu einem entsprechenden Kompromiss auf der anderen Seite führt, kommt dort nicht zur Anwendung. Das ist auch der Grund, warum z. B. der Glaube, dass, wenn Israel jetzt – nach einer langen Vorgeschichte des Verzichts auf konkrete Besitzstände in der Form von Land -  durch einen Stopp der „Siedlungen“  noch mehr Land aufgäbe, dann ein „echter“ Kompromiss von Seiten der arabischen Muslime folgen würde und nicht nur ein Waffenstillstandsabkommen oder eine „Hudna“ nach dem Modell, das Mohammed 628 n. Chr. im Abkommen mit den Mekkanern bei Hudaibiyya geschaffen hat, auf einer solchen falschen und deswegen gefährlichen Interpretation sowohl des Wortlauts wie auch des Geistes der islamischen Vorschriften beruht.

Die Fehlinterpretation des Islam in der Rede von Kairo, in ihrer ganzen ungeschickten und leicht zu durchschauenden Nachgiebigkeit gegenüber dem Bedürfnis der Muslime nach „Selbstachtung“, ist ein (wahrscheinlich bewusster) Versuch, den Islam den Muslimen falsch darzustellen, so dass sie selbst, durch diese Falschdarstellung in diesem Bedürfnis befriedigt, nun irgendwie die Wirklichkeit des Islam übersehen und stattdessen anfangen, sich so zu benehmen, wie ein Haufen amerikanischer Redenschreiber und Barack Obama, in seinem kruden Vortrag, es ihnen als gutes islamisches Benehmen beibringen. Also: hört auf Sure 5, Vers 22 und lasst Vers 33 außer acht, und vergesst die Pflicht zum Kampf oder „Dschihad“, der alles überwinden soll, was der Ausbreitung, und schließlich der Vorherrschaft, des Islam entgegensteht! Und ignoriert, was der Islam über die Rolle der Frauen lehrt, und vergesst, was der Islam über die Behandlung der Nicht-Muslime festlegt, und tut dies, und tut das, weil die Einfaltspinsel in Washington euch beigebracht haben, dass das es ist, was der Islam euch jetzt zu tun lehrt! Ja, und warum? Weil es anders nicht geht, denn wenn wir es nicht irgendwie auf diese Weise hinkriegen, wo stehen wir dann, was wären wir dann verpflichtet zu tun? Und ganz klar, die Muslime werden die Kleinigkeiten, die im Koran und in den Hadithen stehen, nicht mehr beachten wollen, und auch nicht das, was das Leben Mohammeds so reichlich illustriert, dieses Leben, das beispielhaft ist, das Leben des Perfekten Menschen, al-insan al-kamil, ein Vorbild für die muslimische Obrigkeit und für alle Zeit ein Modell für alle Muslime.

Lasst uns also, wenn es denn jetzt das Richtige ist, die ganze beschämende Falschdarstellung ignorieren, die von Barack Obama in Kairo mit so bewegenden Worten vorgetragen wurde. Lasst uns also den dadurch bedingten Schaden für die westliche Welt ignorieren, indem wir so tun, als unterstützten wir diese Idee, dass eine Falschdarstellung des Islam eine Strategie ist, den „Zusammenstoss der Zivilisationen“ zu vermeiden, was eine absurde Benennung ist, denn dieser Zusammenstoss ist in Wahrheit nur der Krieg, den der Islam gegen alles führt, was nicht islamisch ist, und alle Muslime, die ihren Islam ernst nehmen, sind verpflichtet, daran teilzunehmen – nicht nur mit Gewalt, sei es in der Form des Terrorismus oder sei es als konventioneller qital  [militärischer Kampf; d. Ü.] – sondern mit allen Mitteln, die zur Hand sind und sich als wirkungsvoll erweisen. 

Diese aus der Unkenntnis des Islam resultierende Verwirrung, sowie der spürbare Mangel an Intelligenz, Scharfsinn, Phantasie und Entschlossenheit bei denjenigen, die für die Politik in dieser Weltgegend verantwortlich sind, und jetzt diese unglaubliche, absichtliche Falschdarstellung der Fähigkeit des Westens, sich wieder von der Krise erholen, haben zu dieser Rede geführt. Es ist eine aktualisierte Version dessen, was Chamberlain und Daladier taten, als sie zu ihrer Zeit mit ihrer Weisheit am Ende waren und nicht mehr wussten, wie sie mit Hitler und seinen Nationalsozialisten umgehen sollten. Das erste, was sie versuchten, war Beschwichtigung, die sich nicht nur im Nachhinein als wirkungslos herausstellte, sondern von der man – zumindest all jene, die Hitler und die Nazis genau beobachtet hatten – von vornherein wusste, dass sie zu schrecklichen Ergebnissen führen würde, was ja auch eintrat. Diese Abwärtsspirale der amerikanischen Politik – wie viele weitere Hunderte von Milliarden sollen von der Regierung noch im Irak, in Afghanistan und Pakistan verschwendet werden? Wie weit soll noch das amerikanische Militär demoralisiert werden? Die Offiziere und Mannschaften wissen, dass es überhaupt keinen Zusammenhang gibt zwischen den Zielen, die sie angeblich zu erreichen suchen, und den Zielen, die als sinnvoll erkannt würden, wenn die Regierung ihre eigenen Erfahrungen mit den muslimischen Völkern zur Kenntnis nähme. Dieses Unverständnis erstreckt sich auch auf die vermeintlichen „Alliierten“, die immer so erfinderisch sind, wenn es darum geht, neue Wege zu finden, mehr, und immer mehr, Geld, Waffen und jede Art von Vorteilen, wann immer es geht, von jenen Amerikanern zu bekommen, die, weit entfernt in Washington, den normalen Offizieren und Mannschaften so unglaublich leichtgläubig erscheinen, so völlig ohne Verständnis der tiefgehenden, unnachgiebigen Feindschaft, die diese muslimischen Völker gegen Amerikaner und andere Ungläubige hegen, auch wenn sie immer für ein spontanes Lächeln bereit sind, diese perfekten Taschendiebe, wenn sie – und das tun sie laufend – um einen weiteren „Marshallplan“ bitten. („Marschallplan“ ist das am besten bekannte Wort im aktuellen englischen Vokabular der Araber und Muslime.)

Lasst uns also lieber versuchen, uns einen Weg aus dieser Misere, aus dieser politischen Abwärtsspirale zu erarbeiten. Zwei Dinge sind es, die getan werden müssen, von den Amerikanern und von anderen westlichen Regierungen, und sie gehen allen anderen Dingen vor, wenn weiterer Schaden für die nicht-muslimische Welt abgewendet werden soll – nicht nur für die USA, nicht nur für die USA und Kanada und Westeuropa, sondern  für die USA und Kanada und Westeuropa und Israel und Australien und Indien und all die anderen Länder der Ungläubigen in der ganzen Welt, die von außen, und sogar von innen, von den Angriffskräften derjenigen bedroht sind, denen ihr Islam eine Herzensangelegenheit ist.

Es sind diese zwei Dinge:

1) Muslimische Staaten, muslimische Völker, muslimische Gruppen und Splittergruppen daran hindern, Waffen von der Art zu erwerben, die wir Massenvernichtungswaffen nennen. Oder falls es ihnen bereits ermöglicht worden ist, solche Waffensysteme zu bekommen (wie im Fall Pakistans), aus krimineller Nachlässigkeit jener, die uns belehren, dass sie unsere Beschützer seien, dann müssen sie daran gehindert werden, die Mittel zu bekommen, um sie anzuwenden, oder um sie an andere weiterzuverbreiten.

Gerade zur Zeit ist die amerikanische Regierung stark beunruhigt, hinsichtlich Pakistan, weil sie fürchtet, dass dort eine Gruppe fanatischer Sunniten die Kontrolle über die Regierung an sich reißen könnte. Zur Zeit wird die Regierung von einer herrschenden Klasse sich abwechselnder oder die Macht teilender muslimischer Zamindars [einflussreiche Verwalter, bzw. Steuereintreiber der eigentlichen Großgrundbesitzer; d. Ü.] und Generäle gestellt, deren bewusste Feindschaft gegen alle Ungläubigen, und damit gegen den Westen, nur wenig ausgeprägter, deren Islam nur wenig unreiner ist als der der fanatischen sunnitischen Taliban, die die Alternative wären – und auch diese falsch eingeschätzte relative „Mäßigung“ könnte jederzeit über Nacht verschwinden.

Zur gleichen Zeit kontrollieren nun im Iran Fanatiker – und diese unterscheiden sich von den Taliban darin, dass sie Schiiten sind – die Regierung (während Pakistan noch nicht von Fanatikern kontrolliert wird) und es gibt keine wirklichen Anzeichen, dass sie ersetzt werden. Was – im Gegensatz zu Pakistan diese aber noch nicht haben, sind Massenvernichtungswaffen. Und es ist deren Bau, den sie mit Entschlossenheit vorantreiben.

Und die amerikanische Regierung erscheint bislang unwillig, ihrer Verantwortung gerecht zu werden, als Weltmacht und als Führer der nicht-muslimischen Welt, dieses nukleare Projekt zu zerstören – nicht durch eine „Invasion“ des Iran mit großen Truppenteilen, sondern mit Raketen und Flugzeugen, um das zu tun, was nur das winzige, belagerte, aber tapfere Israel bereit ist, ohne die Hilfe von anderen zu tun. Die amerikanische Regierung ist nicht nur unwillig, seiner Verantwortung gerecht zu werden (aus Furcht, seinem glänzenden Unternehmen im Irak irgendwie einen Image-Schaden zuzufügen – was im Vergleich zum Image des Iran völlig lachhaft ist, und auch in der idiotischen Überzeugung, dass der Iran umworben werden muss, in Afghanistan zu helfen, wobei sie übersehen, dass der schiitische Iran selbst auch gute Gründe hat, den Wiederaufstieg der radikalsunnitischen Taliban zu fürchten), sondern tut auch alles, was möglich ist, Israel die Mittel zu verweigern, die technische und die geheimdienstliche Unterstützung, die es braucht, um selbst in der Lage zu sein, dass iranische Projekt zurückzustutzen, so wie Israel es schon einmal, vor Jahrzehnten, mit dem entsprechenden Projekt im Irak gemacht hat.

2) Mit Mitteln, die für eine intelligente Selbstverteidigung erforderlich sind, zugleich diese aber auch rechtfertigen, die muslimische Einwanderung, sowie Kampagnen zur Verbreitung des Islam (Da´wa), in den Ländern der Ungläubigen, also im Dar al Harb („Haus des Krieges“), erst stoppen und dann umkehren. Barack Obama meint, er wisse alles über den Islam. Schließlich war sein Vater, der die Familie verließ, als er zwei war, „ein Moslem“. Und schließlich hat er, Barack Obama, im Alter zwischen sechs und neun im überwiegend muslimischen Indonesien gelebt. Und schließlich trägt er, Barack Obama, einen muslimischen Namen. Und dann kommt noch hinzu, er kann die Elite der Muslime mit Salam Aleikum begrüßen. Er ist so wie ein Freund von mir, dessen Vater vor Jahrzehnten in Biophysik promoviert wurde, und der in einer Familie aufgewachsen ist, in der alle seine Geschwister Naturwissenschaftler sind, aber er selbst weiß nichts, aber auch wirklich nichts, über die Naturwissenschaften. Aber er ist davon überzeugt, dass er die Naturwissenschaften versteht, dass er gar nicht die Grundlagen der Biologie, der Physik, der Chemie zu studieren braucht, weil er sie ja „in seiner Umgebung aufgesogen hat“. Davon ist er  überzeugt, obwohl er schon beim ersten Abschnitt irgendeines Artikels im „Scientic American“ völlig in der Luft hängt. Er hat sich entschieden, seine eigene Ahnungslosigkeit zu ignorieren, denn: „Ich komme aus einer Familie von Naturwissenschaftlern“.

Diese Heiterkeit erregende Überzeugung von seinem „naturwissenschaftlichen Verständnis“ durch familiäre Osmose ist nicht sonderlich verschieden von der Barack Obamas von seinem Verständnis des Islam. Sein Vater bezeichnete sich als Muslim, praktizierte aber anscheinend vor einem halben Jahrhundert eine entspannte, synkretistische, sub-saharische Version, die es dort noch gab, bevor das Geld der Saudis ankam, um die Moscheen und Medressen zu vergrößern und zu verschönern und die wahabitischen Imame zu bezahlen. Und Obama verbrachte drei Jahre seiner Kindheit – vom sechsten bis zum neunten Jahr – in Indonesien, in einer Schule, an der bezeichnenderweise sowohl muslimische wie christliche Kinder waren (was bedeutet, dass die muslimischen Eltern von der Art gewesen sein müssen, wie man sie in allen Metropolen muslimischer Länder findet, nämlich welche, die, wenn sie nicht insgeheim säkular sind, dann doch wenigstens die Unzulänglichkeiten muslimischer Schulen kennen und deswegen für ihre Kinder wünschen, dass sie so viel Bildung wie möglich außerhalb des geistigen Gefängnisses des Islam erhalten). Obama zeigt keine Anzeichen – weder jetzt noch irgendwann zuvor -, dass er die Texte und Glaubenssätze des Islam studiert hat. Dass er „Salam aleikum“ sagen kann oder sich erinnert, wie schön der Azan (Gebetsruf) in Jakarta klang, ist nun einfach kein Beweis. Er hat nicht den Koran, die Hadithen, die Sira gelesen, studiert und sich angeeignet. Er hat nicht Schacht oder Snouck Hurgrinje, Lammens oder St. Clair Tisdall, Vajda oder K. S. Lal oder hundert andere Gelehrte gelesen, nicht einmal und schon gar nicht mehrmals, sondern hat sich auf Leute wie Esposito verlassen, oder auf diejenigen gläubigen Muslime, die – nicht weniger käuflich wie jene – den Islam nicht anderen Muslimen, sondern den Ungläubigen in der Absicht erklären, sie völlig in die Irre zu führen (die aber, wenn sie mit anderen Muslimen über den Islam reden und denken, kein Ungläubiger höre zu, dann für gewöhnlich die Wahrheit reden). Es stimmt: „Krieg heißt Täuschung“. Und so stimmt auch: Taqiyya ist die Lehre von der erlaubten Täuschung über den islamischen Glauben. Und es stimmt auch: Kitman, die Praxis der „mentalen Zurückhaltung“, wenn ein Muslim bewusst Dinge verschweigt, hat dasselbe Ziel, und sowohl Taqiyya (die ihren Ursprung in dem Bedürfnis der Schiiten hat, sich vor der Verfolgung der Sunniten zu schützen) als auch Kitman finden ihre Rechtfertigung im Text des Koran.

Die Rede in Kairo sollte Zeile für Zeile auseinander genommen werden von wirklich gut vorbereiteten Fachleuten, und nicht nur von Analysten, die zu leicht zufrieden zu stellen sind, die keine Angst haben, oberflächlich zu sein, weil sie sich darauf verlassen können, dass ihre Zuhörer noch oberflächlicher sind, die die Details vernachlässigen und von den Fakten nichts wissen, weil sie an ihnen nicht interessiert sind.

Obamas Rede war ein Mischmasch aus missverstandenen Passagen aus dem Koran, äußerst einseitiger Zitierung und dem völligem Aussparen von so vielem, z. B. den mehr als 100 Dschihad-Versen im Koran, den Tausenden von Hadithen, die die permanente Feindschaft zwischen Muslimen und Ungläubigen festschreiben, von denen nicht ein einziger zitiert wurde, ebenso nicht ein einziges Detail aus der Sira. Es war eine abscheuliche Veranstaltung, eine, die die Ungläubigen in die Irre führt, und eine, die viele der Irregeführten am Ende denken lässt, dass „die amerikanische Regierung sicherlich weiß, was sie tut“. CAIR [die einflussreichste Lobby-Gruppe der am. Muslime; d. Ü.]  könnte nicht glücklicher über diese Rede sein. Es war grotesk. Und wenn sie analysiert wird und mehr und mehr von dem Unverständnis, den Missdeutungen geschichtlicher Ereignisse und den sich daraus ergebenden Dummheiten deutlich wird, dann wird sie als ein Monument des Unwissens und des Leichtsinns dastehen.

Und wenn genügend viele von uns, den Ungläubigen, die Texte lesen, die westlichen Wissenschaftler  lesen, die vor dem Beginn des Zeitalters der Selbstzensur (ungefähr um 1970) geschrieben haben, auf die wachsende Heerschar der beredten Apostaten hören (Wafa Sultan, Ayaan Hirsi Ali, Ibn Warraq, Ali Sina und hundert andere) und sogar islamische Internetseiten besuchen, dann werden wir verstehen, dass der Islam ausschließlich Regeln festlegt, aber niemals Fragen zulässt.

Der Islam besteht darauf, dass wir „die Diener Allahs“ sind. Keine Frage, wenn sie beantwortet ist, lässt ein weiteres Nachdenken und ein weiteres moralisches Ringen mehr zu. Die übliche abschließende, für die Ungläubigen so schreckliche, Formulierung lautet: „Allah weiß es am besten“.

Wir können lesen. Wir können alle jene großen Männer lesen, die, wie John Quincy Adams und Tocqueville und Churchill, aufgrund ihrer immensen Gelehrsamkeit und aufgrund ihrer persönlichen Beobachtung und Erfahrung das Wissen hatten. Sie und Hunderte von anderen sind zu einem weit besseren Verständnis des Islam gekommen als die, die über uns herrschen und erwarten, dass wir auf sie hören. Mehr und mehr wird uns klar, wie wenig sie wissen, wie gering ihre Bildung ist, wie leichtgläubig sie sind, wenn sie die heutigen Deutungen der Geschichte akzeptieren, diese hinterhältigen Narrative, die erbärmliche Unehrlichkeit jener Araber und Muslime, die über Jahrzehnte eine Regierung nach der anderen in den USA und in der ganzen Welt hinters Licht geführt haben. Dabei haben sie durchaus ein wenig Hilfe erhalten von solchen Freunden wie der ARAMCO-Lobby oder all jenen Ex-Diplomaten und Ex-Geheimdienstagenten in arabischen Ländern, die viele Jahre lang als „internationale Business Consultants“ oder ähnliches heimlich die Interessen der Araber und Muslime vertreten haben. Sie haben ihre Kommentare in den Medien geschrieben, haben in Washington in den Korridoren der Macht ihre Runden gedreht, sind -, so abwägend und nachdenklich wie käuflich – in Radio- und Fernsehprogrammen aufgetreten, um Dinge in einer Art und Weise zu „erklären“,  gegen die selbst die Propagandisten Saudi-Arabiens oder der Arabischen Liga nicht einmal ein i-Pünktchen an Einwänden vorgebracht hätten.

Wir Ungläubigen, die wir uns noch die Fähigkeit zum Studieren bewahrt haben und es auch getan haben, wir haben uns ein Verständnis des Islam erarbeitet. Wir kennen nicht nur seine Texte, Glaubenssätze, Einstellungen und seine „Atmosphäre“, sondern kennen auch die 1350jährige Geschichte der islamischen Eroberung von ausgedehnten nicht-muslimischen Ländern  und ihren Völkern, und auch die sich anschließende Unterdrückung der Menschen in all diesen Ländern. Viele von ihnen wurden getötet oder in immer wiederkehrenden Kampagnen zum Konvertieren gezwungen. Andere traten im Laufe der Jahrhunderte vom jüdischen, vom christlichen, vom zoroastrischen, vom hinduistischen, vom buddhistischen, vom konfuzianischen Glauben zum Islam über, einfach um diesem glimpflichsten der Schicksale zu entgehen, das ein Nicht-Moslem unter islamischer Herrschaft zu erwarten hat: dem des Dhimmi, dem Zustand permanenter Demütigung, Erniedrigung und Angst um Leib und Leben.

Und während wir uns diese Kenntnisse aneigneten, unter anderem auch mit Hilfe von Webseiten wie dieser, ist uns bewusst geworden, anfangs nur einfach mit Abscheu, aber dann mit wachsendem Horror, welche Bedrohung der europäischen Zivilisation von der Islamisierung ausgeht. Und es ist uns auch klar geworden, dass die Bush-Regierung, die in ihrem sentimentalen Sendungsbewusstsein „ganz gewöhnlichen Muttis und Papis die Freiheit bringen“ wollte, unmöglich damit Erfolg haben konnte. Dieser Versuch, sieben Jahre und drei Billionen Dollar später, ist nun gescheitert, und  Bushs Ziele – „Wohlstand“, „Freiheit“ und „nationale Einheit“ – sind keine Ziele, die, würden sie erreicht, den Interessen der Ungläubigen dienen oder das Lager des Islam schwächen würden.

Und die Obama-Administration, die noch mehr als die Bush-Administration sich weigert, die Ideologie des Islam zu erkennen, zu studieren oder sich darüber Sorgen zu machen, schwätzt noch immer vom Terrorismus und tut noch immer so, als wäre Armut der „eigentliche Grund“. Armut? Was ist mit bin Laden? Mit Al-Zawahiri? Was ist mit den dekadenten Plutokraten Saudi-Arabiens und der Scheichtümer, die dadurch ihr Gewissen beruhigen, dass sie große Summen ausgeben, um den Islam zu verbreiten? Armut? Armut ist das, was Muslime daran hindert, ihre Feindseligkeit gegen die Ungläubigen auszuleben. Armut ist das, was sie, wie die analphabetischen Dorfbewohner im hintersten Afghanistan, in ihrer Subsistenzwirtschaft mit dem Überleben beschäftigt hält. Eher sind es doch die diskreten Zahlungen für Waffen und Moscheen und Medressen in der ganzen Welt, sowie für ihre Reisen in die Länder der Ungläubigen, die die Moslems jetzt zu der Bedrohung machen, die sie 1960, 1940 oder 1900 nicht waren.

Obama, genau wie Busch, konzentriert sich nur auf einen Aspekt des Dschihad – den Terrorismus. Und natürlich wird alles getan, dass wir nicht merken, dass die Moslems tatsächlich in einer ganzen Serie von lokalen Dschihads gegen ungläubige Nationalstaaten (wie Israel oder Indien) engagiert sind, oder gegen ungläubige Teilpopulationen in ungläubigen Nationalstaaten (Buddhisten im Süden Thailands, Christen im Südsudan und auf den südlichen Philippinen) oder in muslimischen Staaten (Assyrer und Chaldäer im Irak, Kopten in Ägypten, Maroniten und andere Christen im Libanon, Christen und Hindus in Pakistan, Bangladesch und Indonesien, usw.). Und niemand in der Busch-Administration und niemand in der Obama-Administration hat jemals angedeutet, dass das Hauptziel des Dschihad heutzutage die Länder Westeuropas sind, die Heimat und das geschichtliche Herz  des Westens, ohne das Amerika nicht  seinen kulturellen Zusammenhang bewahren kann. Und in diesen Ländern haben die politischen und kulturellen Eliten weggeschaut oder sich die Entwicklung mit Ignoranz und Gleichgültigkeit angesehen, als es den Moslems erlaubt wurde, sich mitten in nicht-muslimischen Ländern anzusiedeln, hinter den feindlichen Linien, so wie es den Moslems selbst gelehrt wird, hinter den Grenzen zum Dar al Harb. Die Mitglieder dieser Eliten trauen sich nicht, sich zu dem kolossalen Schaden zu bekennen, den sie in ihrer Sorglosigkeit, ihrer Ignoranz, ihrer platten und selbstgefälligen Dummheit angerichtet haben.

Die Hauptwaffen des Dschihad in Westeuropa sind, wie ich schon tausendmal zuvor geschrieben habe: die Installation der Geldwaffe – Zahlungen für Moscheen, Medressen, Lehrstühle und Institute, wo alles, was einer wahren Darstellung des Islam nahe kommt, verbannt ist; und natürlich Zahlungen für Armeen von bestochenen Westlern, damit sie die Propagandakampagne für den Islam insgesamt bzw. für einzelne Familien oder Regime führen, wie z. B. für die unheilvolle Al-Saud-Familie. Ferner gibt es die sorgfältig geplanten Da´wa-Kampagnen [ar. da´wa: Einladung zum Islam; d. Ü.], die sich an die richten, die wirtschaftlich oder psychisch  ausgegrenzt sind, in erster Linie an Strafgefangene, aber auch an andere. Vor allem aber ist es die demographische Eroberung, die ungehindert weitergeht. Inzwischen aber ist es deutlich geworden: die Anwesenheit der Muslime im gegenwärtigen Maßstab hat zu einer Situation geführt, die bei weitem unangenehmer, teurer und gefährlicher für Leib und Leben der nicht-muslimischen indigenen Europäer und für nicht-muslimische Einwanderer ist, als sie es ohne deren Anwesenheit wäre. Die Menschen wachen auf, schütteln ihre Locken und beginnen sich zu rühren, aber es ist ein Wettlauf mit der Zeit: werden sie noch rechtzeitig in genügender Zahl aufwachen? Und wird die amerikanische Regierung auf ihre am besten informierten Bürger hören, die in ihrem Verständnis der Materie die Mitglieder der Regierung inzwischen weit hinter sich gelassen haben? Wird sie die Gefahr in Europa erkennen, die in erster Linie eine militärische ist, denn die europäischen Nationen haben Waffensysteme in ihrem Besitz, die niemals in die Hände der Moslems geraten dürfen, und dann, was vielleicht noch wichtiger ist: wird sie die Gefahr des kulturellen Zusammenbruchs erkennen, zuerst im historischen Herzen des Westens, und dann in seinem transatlantischen Ableger, den Vereinigten Staaten von Amerika?

Unsere herrschende Klasse ist sehr verschieden von, sagen wir, der zu F. D. Roosevelts Zeit. Viele hatten damals einen Hintergrund wie er: das Eliteinternat Groton School, gegründet von Endicott Peabody, die Studentenheime der „Gold Coast“ in Harvard, die Mitgliedschaft in der „English-Speaking Union“, Reisen nach Europa, aber nicht nur als einmalige Wanderjahre, sondern zu wiederholten Malen, und die Kenntnis der französischen Sprache. Diese Kenntnis – französische Konsuln, die, wo auch immer in der Welt, die „Frankophonie“ fördern, sollten aufmerken!  - ist wichtig, weil der Erwerb der französischen Sprache sehr viel impliziert, was über den reinen Spracherwerb hinausgeht. Er beinhaltet und vermittelt die Idee Europas und bringt quasi von selbst eine Vertrautheit mit der europäischen Geschichte, Kunst und Literatur mit sich. Die ist bei unserer herrschenden Klasse verschwunden, deren Kinder – wie sie in ihren Bewerbungsschreiben auflisten – ihre geforderten Auslandsaufenthalte wohl eher damit verbracht haben, mit minderjährigen Prostituierten in Kambodscha zu arbeiten, oder in einem Frauenhaus in Marokko oder Madagaskar, als mit dem Studium der westlichen Zivilisation und der der USA als einem Teil dies Westens. Ich habe mir eine beträchtliche Anzahl von Büchern in französischer Sprache angesehen, die früher Angehörigen der Boston Brahmins oder der Dutch Knickerbockers  [Bezeichnung für die wohlhabenden und einflussreichen Familien, die sich auf die ersten europäischen Siedler in Neuengland  zurückführen und die gesellschaftliche Elite Neuenglands bilden; d. Ü.] gehört haben, und habe in vielen von ihnen Randnotizen gefunden, die klar zeigen, dass die früheren Besitzer die französische Sprache gründlich beherrscht haben. In Ruth Drapers „Monologen“ der zwanziger und dreißiger Jahre, ist, wo es um reiche Amerikaner geht, von Reisen von Schulmädchen in die Museen Europas, vor allem Italiens, die Rede.

Ich weiß, dass es einmal eine Zeit gab, in der man nicht Mitglied der Daughters of the American Revolution oder der Society of the Cincinnati [Patriotische Organisationen, die die Erinnerung an den Unabhängigkeitskrieg wach halten sollen; d. Ü.] oder ein Zweig der First Families of Virginia oder ein Mitglied der English-Speaking Union sein musste, um zu erkennen, dass die Gesetze und die politischen Institutionen, die Sprache und die Literatur der Vereinigten Staaten alle ihrem Ursprung nach englisch sind. Jedem war das bewusst, jeder hatte das gelernt, weil es die Wahrheit war. Die USA sind deswegen weitgehend ein Kind Englands, ganz gleich, was auch immer die  Herkunftsländer seiner Einwohner sind. Und nun zu sehen, wie England sich islamisiert, zu sehen, wie England, mit seinen Universitäten und Museen und seiner ganzen Geschichte, die auch unsere Geschichte ist, sich der Islamisierung ergibt, das sollte als schmerzlich empfunden werden, das sollte erschrecken. Und so sollte auch der Verlust Italiens, das zwei Drittel der westlichen Kunst in Besitz hat, empfunden werden, sollte es denn tatsächlich so weit kommen. Und Frankreich, und all die anderen Länder, die, mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, aber in ähnlicher Weise von einem demographischen Wandel bedroht sind, den die europäischen Eliten jetzt anscheinend endlich anfangen, – wenn auch bislang nur vage – zu erkennen. Jedoch, mit Ausnahme von Leuten wie Geert Wilders, scheinen sie unfähig oder unwillig zu sein, über naheliegende Maßnahmen nachzudenken, jene tausend völlig legitimen Maßnahmen, die es gibt, um die Bedrohung zu vermindern, anstatt über Wege nachzudenken, um dieses Sich-ergeben für alle weniger unangenehm, für alle annehmbarer zu machen.

Man stelle sich das perfekte Beispiel eines typischen Amerikaners vor – typisch allerdings, nach den Kriterien der Zeit vor hundert Jahren: William James oder Charles Sanders Pierce oder Josiah Royce oder George Santayana – oder irgendeinen anderen Professor der Philosophischen Fakultät -, wie er beobachtet, dass Europa, gleichsam in Zeitlupe, in eine islamische Welt aufgeht, die mit Recht einmal als hoffnungslos primitiv gesehen wurde, und dabei völlig unbewegt, völlig gleichmütig bleibt. Diese Einschätzung der islamischen Welt hat sich jetzt nur deshalb geändert, weil die reichen arabischen und moslemischen Ölstaaten allein seit 1973 mehr als 12 Billionen Dollar erhalten haben, und weil es Millionen von Moslems in einem Anfall der Unaufmerksamkeit erlaubt worden ist, sich in den Ländern Westeuropas anzusiedeln, weit hinter den auch von Moslems als feindliche Linien angesehenen Grenzen.

Europa ist für Obama, den Weltbürger, von keinem besonderen Reiz. Und wenn man nicht einer der hochkarätigen Meritokraten ist, die eine Verbindung nach Europa haben, vielleicht ein Sommerhaus in der Provence oder der Toskana, dann ist es unwahrscheinlich, dass Europa, in Hinsicht auf seine Kultur, einem als etwas erscheint, dem man Beachtung schenken sollte. Und sogar jene aus den oberen Rängen des Pentagon, die die fortbestehende Bedeutung der NATO verstehen (der NATO ohne die jetzt als kontrovers beurteilte Türkei), haben letztlich nur ein miltärisches Interesse, und die tiefe kulturelle Verbindung wird von ihnen gering geschätzt.

Die herrschende Klasse schaut nicht mehr nach Europa, kennt keine europäischen Sprachen mehr, ist nicht mehr vertraut mit Europa, und sieht und fühlt nicht mehr, was der Verlust Europas an den Islam für die Zukunft der Kunst, für die wissenschaftliche Forschung, für die Weiterentwicklung oder auch nur den Erhalt der Menschenrechte und für die Idee des Individualismus bedeuten würde. Wer aber sieht, was dieser Verlust bedeuten würde, wird mit allen Mitteln all jene in Europa unterstützen, die wach geworden sind und jetzt für die gleichen Ziele arbeiten, aus der gleichen begründeten zivilisatorischen Furcht – Furcht um die Kunst, um die Wissenschaft, um die menschliche Freiheit und aus Sorge um die Individualität des einzelnen. Oder wird unsere neue herrschende Klasse den Nationen Westeuropas keine Aufmerksamkeit mehr entgegenbringen, keine besondere Zuneigung oder tiefe Sympathie ihnen gegenüber mehr empfinden, wie einige aus dieser herrschenden Klasse bereits angedeutet haben in Hinsicht auf Israel, einem weiteren unentbehrlichen Teil des Westens? Einige sind ohne Zweifel bereit, nicht nur das Konzept der NATO zu verkaufen, sondern selbst die gesamte Vorstellung einer besonderen Verbindung zwischen Europa und Amerika, weil sie es nicht fühlen, es nicht spüren, weil es nicht Teil ihres eigenen „persönlichen Narrativs“ ist. Bei ihnen überlagern die eigenen „persönlichen Narrative“ die Geschichte, die umfassende nationale und supra-nationale Geschichte unserer Zivilisation, die des nicht-muslimischen Westens.

Und das ist der Punkt, an dem wir uns jetzt befinden. Und deshalb haben wir jeden  Grund, uns Sorgen zu machen. Ignoranz, zusammen mit einer selbstgewissen Arroganz (die sich in einer höchst gewinnenden Weise ausdrückt, oder besser gesagt, die auf diese Weise getarnt wird), ist in der letzten Zeit zur Schau gestellt worden. Die Gabe des leeren Geschwätzes, mit noch weniger dahinter, wie wir jetzt anfangen zu sehen, als unsere Augen und Ohren zunächst vermutet haben. Wir haben Grund, niedergeschlagen zu sein, wir haben Grund, Abscheu zu empfinden. Es besteht Grund zur Sorge.

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