Islam und Meinungsfreiheit – ein klares Verhältnis


von Monika Kaufmann

Ein in Europa seit der Nazizeit ungewöhnliches Spektakel: Aufgebrachte Horden ziehen mitten durch eine europäische Stadt, brüllen Hasstiraden und verbrennen Bücher. Schauplatz ist die nordenglische Industriestadt Bradford im Jahr 1988. Der aus Indien stammende britische Autor Salman Rushdie hatte gerade seinen Roman The Satanic Verses veröffentlicht, und schon rauschte der mohammedanische Mob auf die Straße, um gegen das Buch Randale zu machen. Man hatte den Verleger Penguin Books (das Buch kam in dessen Hardcover Abteilung Viking Press raus) vorher eindringlich gewarnt, es würde massiven Ärger geben, wenn man dieses veröffentlichen würde. Aber mit einer derartigen Reaktion rechnete niemand in Europa, schon gar nicht in Großbritannien, wo man sich gern über alles Mögliche inklusive sich selbst lustig macht. Man denke nur an den wunderbaren satirischen Film der Truppe Monty Python Life of Brian, der 1979 herauskam, er hat mittlerweile Kultstatus.

Das Buch erzürnte die sensiblen Gemüter der Mohammedaner, weil darin der selbsternannte Prophet und die von ihm gegründete Religion nicht übermässig respektvoll behandelt werden. Die heilige Stadt Mekka heisst dort Jahiliya, was normalerweise die unwissende, vorislamische Welt bezeichnet, es gibt dort ein Bordell namens Hijab, das der Freier siebenmal umrunden muss wie der Pilger die Kaaba, bis er Einlass findet, und die dort ansässigen Nutten imitieren alle die Frauen Mohammeds. Jede hat sich eine zum Vorbild genommen. Derartige Beschreibungen sind den frommen Mohammedanern natürlich ein Gräuel. Aber ganz besonders dürfte sie erzürnt haben, dass der selbsternannte Prophet, im Buch Mahound genannt, als windiger Geschäftsmann dargestellt wird, der gerne Regeln nach eigenem Gusto ändert und erfindet. Das entspricht durchaus der Realität, siehe Robert Spencer The Truth about Muhammad, dort wird genau beschrieben, wie der selbsternannte Prophet immer wieder Eingebungen von seinem windigen Mondgötzen Allah erhält, die sich vor allem auf sein Privat- bzw. Sexualleben beziehen. Nur nebenbei, so etwas gibt es in der hebräischen Bibel nirgendwo.

Mit Chomeini (1979) begann die weltweite Re-Islamisierung

Diese Geschichte ist deswegen besonders wichtig, weil hier ein neues Zeitalter für das Vehältnis zwischen Abendland und Morgenland sprich Islam begann. Mit dem Ende des ersten Weltkriegs war der politische Islam mit seinem letztem Kalifat bzw. Sultanat, dem osmanischen Reich, zunächst einmal in die Welt der Vergangenheit befördert worden. In Europa spielte der Islam eine völlig untergeordnete Rolle. Die Re-Islamisierung begann dann 1979 mit Chomeinis Machtergreifung im Iran und mit dem Machtwechsel in Pakistan zugunsten der wahren Mohammedaner im selben Jahr. Pakistan war vorher relativ liberal gewesen. Nach Europa wanderte diese Entwicklung erst später. Aber mit den Protesten gegen Salman Rushdies Buch war die Re-Islamisierung  in Europa angekommen, denn das Verunglimpfen des selbsternannten Propheten steht nur in islamischen Staaten unter Strafe. Man muss also schließen, dass die Mohammedaner schon damals Europa als islamisches Gebiet erachtet haben, zumindestens was Großbritannien betrifft. Bat Ye’or lässt güßen –  sie hat das alles in Eurabia ganz klar beschrieben. Chomeini, der alte Lust-Ayatolla, erliess daraufhin, um die islamischen Ansprüche auf Europazu wahren, eine Fatwa, d.h. ein Todesurteil gegen Salman Rushdie und alle seine Unterstützer. Das wurde zwar später vom iranischen Präsidenten Chatami aufgehoben, aber für diverse Islamstiftungen nach sie wie vor gilt. Salman Rushdie wird seines Lebens niemals mehr sicher sein.

Die islamische Todesmaschinerie gegen die Kritiker des Islam: Salman Rushdie, Michel Houellebecq, Theo van Gogh, Geert Wilders , Robert Spencer, Charlie Hebdo, Maurice Moshe Eisenstein, Kurt Westergaard et al.

Salman Rushdie meinte, kurzfristig wieder islamisch werden zu müssen, um die Mullahs zu beschwichtigen. Auch seine Ehe ging damals unter der enormen Belastung zu Bruch, denn die Todesmaschinerie war in Gang gesetzt. Sein japanischer Übersetzer musste sterben, der italienische Übersetzer wurde niedergestochen, und der norwegische Verleger überlebte schwerverletzt ein Bombenattentat. Die islamische Welt tobte und ächzte. Ein Mohammedaner meinte gar, was Salman Rushdie getan habe, sei schlimmer als wenn er seine Tochter vergewaltigt hätte. Nu, wenn einem ein selbsternannter Prophet wichtiger als die eigene Tochter ist, dann ist auch nicht viel zu erwarten.


Der französische Schriftsteller Michel Houellebecq veröffentlichte im Jahr 2001 vor(!) 9/11 seinen Roman Plateforme. Der Autor, bekannt für explizite erotische Darstellungen, liess auch in dieser Liebesgeschichte kein Detail aus. Aber diese Beschreibungen riefen nicht den Unmut der Mohammedaner hervor, es war vielmehr seine schockierende Klarsicht. Er sagte damals schon die Bombenattentate von Bali voraus, die erst 2002 geschahen. Michel Houellebecq lässt seinen Terrorangriff in Thailand spielen, aber das ist nur ein unwesentlich Detail. Wichtig ist, seine Attentäter begründen die Taten mit der Verderbtheit der westlichen Besucher, der Freizügigkeit der Frauen und der Zurschaustellung ihrer Sexualität haargenau so, wie es die Balibomber später getan haben. Soviel Weitblick vertragen die Mohammedaner natürlich nicht. Im Roman kommt bei dem Attentat die Geliebte des Protagonisten um. Zum Schluss lässt der Autor ihn sagen, „Der Islam hat mein Leben zerstört“. Eine Aussage, die wohl jeder machen wird, der durch Mohammedaner einen über alles geliebten Menschen verliert. Die englische Mutter, die ihre Tochter bei den Selbstmordattentaten von 7/7 in London verlor, gab danach ihre Arbeit als Vikarin auf. Es war ihr nicht mehr möglich das Wort Gottes zu verkünden. Erst kürzlich kam auf CNN eine nigerianische Mutter zu Wort. Sie hatte bei einem Massaker in Gombe im Norden des Landes einen Sohn verloren, den zweiten hatten sie in beide Beine geschossen. Auch sie dürfte derAussage des französischen Autors kaum widersprechen.

Michel Houellebecq bekam daraufhin Morddrohungen, er wurde sogar mit Salman Rushdie verglichen, was natürlich Schwachsinn ist, denn als westlicher Intellektueller kann er den Islam nur phänomenologisch beschreiben. Für die Analyse von innen heraus fehlt ihm Salman Rushdies Insiderwissen. Über derartiges Wissen verfügen nur sehr wenige Westler, wie z.B. der Religionswissenschaftler Robert Spencer, aber der schreibt bekanntlich Sachbücher und keine Romane. Eines haben die beiden Schriftsteller allerdings gemeinsam; sie haben beide die Wahrheit über den Islam gesagt und werden deswegen verfolgt. Michel Houellebecq hat die Konsequenzen gezogen, und in seinem folgenden Roman La possibilité d’une île kommt der Islam nicht mehr vor. Aber das nützt ihm natürlich nichts, denn wenn die Mohammedaner erst einmal festststellen, dass jemand an der ansteckenden Islamophobie erkrankt ist, dann kann der Betreffende nur durch den Tod geheilt werden.

Der niederländische Filmemacher Theo van Gogh drehte 2004 zusammen mit Ayaan Hirsi Ali seinen Kurzfilm Submission. Er zeigt eine nur mit einem Schleier bekeidete Frau, auf deren Körper die Koransuren geschrieben sind, die vom liebevollen Umgang der Mohammedaner mit ihren Frauen handeln. Theo van Gogh bezahlte seinen Mut mit dem Leben: Er wurde in Amsterdam auf offener Straße von einem Mohammedaner hingerichtet.

Die getürkten Mohammed-Karikaturen

Die dänische Zeitung Jyllands Posten veröffentlichte 2005 zum ersten Mal 12 Mohammedkarikaturen. Die dänischen Imame protestierten sofort lautstark, aber sie erhielten nicht die gewünschte Resonanz. Es wurde anfangs nur spärlich über die Karikaturen berichtet, denn wie Henryk M. Broder schon bemerkte, „die Karikturen sind von erstaunlicher Harmlosigkeit“. Daraufhin packten die Imame die Karikaturen und fuhren nach Ägypten, um dem Volkszorn ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Da die Sammlung ihrer Meinung nach unvollständig war, ergänzten sie sie freundlicherweise um drei weitere Karikaturen, die bei weitem nicht so harmlos waren, unter anderem auch eine, die den Propheten als Schwein darstellt. Auf diesem Bild ist allerdings ein Franzose mit Schweinenase zu sehen, der in Südfrankreich an dem Schweine-Imitations-Wettbewerb Le cri du cochon teilgenommen hatte. Der Mann ist auf dem Bild klar erkennbar und auch namentlich bekannt. Dies ist ganz klar ein Verstoss gegen sein Recht am eigenen Bild, aber das kümmert die Imame natürlich nicht, denn wenn es um die gute islamische Sache geht, muss man schon Opfer bringen. Auf dem Höhepunkt des Karikaturenstreits brachte die BBC eine Sondersendung in ihrer Reihe Hardtalk. Dort unterhält man sich immer mit Personen des Zeitgeschehens über aktuellen Ereignisse. Zu Gast waren in der Sondersendung der Chefredakteur von Jyllands Posten und der Oberimam. Auf die Frage des Moderators, warum sie denn die drei schlimmen Karikaturen angefügt hätten, antwortete der Imam mit: {  }Keine Antwort ist eben auch eine Antwort. Der Moderator liess es dabei bewenden, denn er wollte die Gefühle des sensiblen Imams nicht durch weiteres Nachfragen verletzen. Als Geert Wilders mal bei Hardtalk zu Gast war, wurde er bei weitem weniger sanft behandelt. Aber als Ungläubiger muss er das eben vertragen können. Dieser Streit ist auch so eine unendliche Geschichte, denn jedesmal, wenn die Karikaturen irgendwo veröffentlicht werden, springen die Mohammedaner wieder im Achteck. Kurt Westergaard, der Zeichner des berühmtesten Karikatur Mohammed mit Bombenturban, wurde anfang 2010 von einem Somalier mit der Axt bedroht. Er konnte sich nur retten, weil es in seinem Badezimmer einen Sicherheitsraum gibt. Allerdings hatte es der Täter nicht auf das Leben des Karikaturisten abgesehen, er wollte ihn nur entschrecken und sagen „Du, Du, das darst Du aber nicht“.

Nachdem der niederländische Politiker Geert Wilders 2008 seinen Film Fitna herausbrachte, wurde er unter anderem wegen Volksverhetzung angeklagt und musste seinen Film rechtfertigen. Geert Wilders ist kein Künstler und erhebt auch nicht den Anspruch einer zu sein. Sein Film ist vielmehr eine schlichte Aufklärungsdemonstration. Er stellt ganz einfach den direkten Zusammenhang zwischen Koran und Terrorismus dar und zwar so, dass es auch der letzte Depp begreifen muss. Da schäumen die Mohammedaner natürlich wieder vor Wut. Aber Geert Wilders ist in allen Anklagepunkten vom Gericht freigesprochen worden. Er hat eben recht. Die Staatsanwaltschaft wollte ihn erst gar nicht anklagen, sie wurde aber von den Anhängern der Religion des Friedens™dazu gezwungen. So weit ist man schon in Europa. Nur muss Geert Wilders ständig eine kugelsichere Weste tragen, kann nicht mehr ohne Bodyguards unterwegs sein und muss auch immer wieder woanders übernachten, manchmal, so heisst es, schläft er auch im Gefängnis. Was das für sein Familienleben bedeutet, soll hier nicht weiter erörtert werden. Das kann sich jeder selbst denken.

Das französische, satirische Wochenmagazin Charlie Hebdo veröffentlichte 2011 in einer Sonderausgabe mit dem Titel Charia Hebdo, in Anlehnung an das französische Wort charia für Scharia eine Mo-Karikatur, auf der der selbsternannte Prophet sagt 100 coups de fouet, si vous n’êtes pas morts de rire. – 100 Peitschenhiebe, wenn ihr nicht vor Lachen sterbt. Die Botschaft ist klar, Mohammedaner haben keinen Humor, was dann auch prompt durch ein Bomben attentat auf die Redaktion von Charlie Hebdo bestätigt wurde.

Aber es sind nicht nur Künstler, die Schwierigkeiten mit der islamischen Interpretation der Meinugsfreiheit bekommen. Hier noch zwei andere Beispiele:

Die österreichische Islamkritikerin Elisabeth Sabaditsch-Wolf wurde 2011 von einem österreichischen Gericht verurteilt, weil sie es gewagt hatte, den selbsternannten Propheten als pädophil zu bezeichnen. Dabei spielte der Wahheitsgehalt ihrer Aussage eine untergeordnete Rolle, denn gegen denIslam darf man nichts Böses sagen, weil die Mohammedaner doch alle so sensibel sind und sich darob grämen könnten. Und das wollen wir doch nun wirklich nicht.

Die Studenten der Purdue University in Indiana protestierten 2011 gegen den Politologie-Professor Maurice Moshe Eisenstein, weil er es gewagt hatte, auf seinem Privatblog über die Massaker an Christen durch Mohammedaner in Nigeria zu berichten und auch genaue Zahlen zu nennen. Mit der Uni hatte das überhaupt nichts zu tun. Kurz darauf verschwand die Facebook-Seite des Professors. Ob er sie selbst gelöscht hat, oder ob es von Facebook ausging, entzieht sich unserer Kenntnis. Der Privatblog existiert glücklicherweise noch. Professor Eisenstein hat die hat Proteste der Studenten ganz richtig als blanken Antisemitismus gedeutet, er ist gläbiger Jude und demonstriert das auch durch Tragen einer Kippa. Auch das erzürnt natürlich die sensiblen islamischen Gemüter. Besonders aufgebracht waren die Studenten natürlich auch, weil sie meinten der Professor würde seinen Status als Festangestellter der Uni ausnützen, um Böses über die Religion des Friedens™ zu verbreiten. So was aber auch, den kann man nicht so einfach kündigen.

Aber, es staunt der Laie und der Fachmann wundert sich, es gab 2011 auch einen Fall, da nahmen die Mohammedaner die Meinungsfreiheit für sich in Anspruch und warfen einem westlichen Land vor, dieselbe zu beschneiden. Das französische Parlament hatte 2011 beschlossen, die Leugnung des Genozids an den Armeniern durch die Osmanen unter Strafe zu stellen. Nun mag man darüber streiten, ob es sinnvoll ist, die Leugnung historischer Tatsachen als Straftatbestand zu werten. Tatsache ist, dass die Opfer ein Recht darauf haben, als solche wahrgenommen zu werden. In diesem Fall warfen die Türken doch allen Ernstes den Franzosen vor, sie würden das Recht auf freie Meinungsäußerung nicht achten. Dabei beschreibt der französische Autor und Mitarbeiter von RiposteLa?que Maurice Vidal in seinem Buch La colère d’un français wie eine Gruppe von friedlich gegen den Türkeibeitritt in die EU demonstrierenden Armeniern von einer Horde Türken niedergeknüppelt wurde.

Die Türken schrien dabei: „Was unsere Grossväter nicht geschafft haben, bringen wir jetzt zu Ende.“ Aber nun ja – wenn Ungläubige so etwas behaupten , ist das natürlich etwas völlig Anderes. Denn der Genozid anden Armeniern wurde nicht ausgeführt, weil die Armenier eine andere Hautfarbe als die Osmanen haben, nein sie wurden ermordet, weil sie sie Christen, also Ungläubige sind. Selbiges gilt natürlich auch für die Opfer in Nigeria, wie sich die Tatbestände gleichen.

Wer also bislang geglaubt haben sollte, Mohammedaner seien grundsätzlich gegen die Meinungsfreiheit, ist durch das letzte Beispiel eines Besseren belehrt. Man darf nur nicht die Wahrheit über den Islam verbreiten, da hat dann das sensible Empfinden Vorrang vor der Meinungsfreiheit. Wenn man hingegen die Leugnung eines von den Anhängern der Religion des Friedens™ begangenen Verbrechens unter Strafe stellt, dann ist das natürlich als böse Beschneidung der Meinungsfreiheit zu werten. Das heisst also für uns Kuffar, wir müssen erstmal das logische Denken neu lernen, denn im Islam funktioniert alles anders.

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