Von der EU, den Deutschen, Griechen: Oder die Missachtung der Selbst-Bestimmtheit

Europa auf dem Stier

Europa: eine Gestalt der griechischen Mythologie, ist die Tochter des phönizischen Königs Agenor und der Telephassa. Zeus verliebte sich in sie. Er verwandelte sich wegen seiner argwöhnischen Gattin Hera in einen Stier. Sein Bote Hermes trieb eine Kuhherde in die Nähe der am Strand von Sidon spielenden Europa, die der Zeus-Stier auf seinem Rücken entführte.

Der Fluch der bösen Tat(en). Von der EU, den Deutschen und Griechen -Die Missachtung der Selbst-Bestimmtheit

16. 02. 2012

Essay von Bert Steffens
Freier Philosoph
Andernach

Selbst-Bestimmtheit und deren Verletzung, „Schritt für Schritt“

Die Begriffe das „Böse“ und der „Fluch“ gehören ins Reich des Mystik. Man kann aber beide in die Sprache der Realität, d. h. des Beobachtbaren überführen. Beispielsweise kann das „Böse“ als die Missachtung eigener oder fremder Selbst-Bestimmtheit und Selbst-Verantwortung begriffen werden und als „Fluch“ jenes, was die unvermeidlichen Folgen aus solcher Missachtung kennzeichnet.

In der Politik zeigt sich solch „böses“ Handeln beispielsweise als Arbeitsmethode zur schrittweisen Machtergreifung durch demokratisch nicht legitimierte Machtmenschen, die Herrenmenschenideen(1) anhängen.

Einer dieser Machtmenschen ist Jean-Claude Juncker, der Vorsitzender der Euro-Gruppe, Ex-EU-Ratspräsident und Premierminister von Luxembourg. Er offenbarte bereits im Jahre 1999 die Methode des „politischen Handwerks der Macht“, die gegenüber den Bürgern anzuwenden sei. Junckers bemerkenswerte Sätze wörtlich:

“Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”(2)

Juncker entlarvte und bekannte damit zugleich, was er und seine gleichgesinnten EU-Machtmenschen, die sich stets und gerne „Demokraten“ nennen, von den wesentlichen Elementar-Rechten der Bürger Europas, d. h. deren Selbst-Bestimmtheit und Selbst–Verantwortung halten – nichts! Das von den EU-Machtmenschen täglich geäußerte Bekenntnis zur Demokratie ist nur ein Vehikel der Täuschung, mit der sie ihre Macht erhalten wollen.

Kein Zurück mehr?

Waren Junckers Worte nun ein freimütiges Geständnis seines und seiner Mittäter „bösen“ Handelns oder war es einfach Dreistigkeit? Man wird – betrachtet man das Reden und Handeln der EU-Machtmenschen – an Schillers Worte, die er Octavio Piccolomini in den Mund gelegt hat, erinnert:

„Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, immer Böses muss gebären.“(3)

Heute, in der ersten Hälfte des Februar 2012 und angesichts der von Tag zu Tag sich steigernden EU-Finanzkatastrophe – nicht nur in Griechenland -, ist man versucht Juncker und seinen Unterstützern zuzurufen:

Lebe euren Machtwahn in eigener, jeweils persönlicher Verantwortung weiter – ohne uns, denn: Ihr habt von Anfang an ohne die demokratische Legitimation einer Mehrheit von uns Bürgern gehandelt!

Nur – leider wäre solch eine bloße Aufforderung völlig nutzlos. Aber: Den Bürgern stehen die Möglichkeiten aus freien Wahlen zur Verfügung und – wenn nichts mehr geht – jenes, was Art. 20 Abs. 4 GG zum Ausdruck bringt. Rechte müssen erkannt, genutzt und verteidigt werden.

Die Alternative

„…bis es kein Zurück mehr gibt“?

Es gibt zwar kein Zurück, aber: Ein Ende mit Schrecken, das immer besser ist, als ein Schrecken ohne Ende. Als Lohn winkt die Freiheit aus Selbst-Bestimmtheit und Selbst-Verantwortung, die Grundlagen der Freiheit und der Souveränität der Bürger sind.

Selbst dem Uneinsichtigsten wird immer deutlicher: Alle Bürger der EU-Mitgliedsstaaten, selbst die noch nicht geborenen, werden – Dank des Herrn Juncker und der zahlreichen, insbesondere deutschen EU-Machtmenschen – über sehr viele Jahrzehnte die wirtschaftlichen Folgen aus Schulden in vielfacher Billionenhöhe zu ertragen haben. Juncker hingegen, wie auch die zahlreichen Mittäter und Nutznießer, sind überwiegend privat bestens versorgt, mag sich die EU-Finanzkatastrophe auch noch so steigern. Zu den deutschen Mittäter gehören beispielsweise die Mehrheit der Mitglieder des deutschen Bundestages und die deutschen Mitglieder des sogenannten „EU-Parlaments“, das real nur ein enorm kostenträchtiges Scheinparlament ohne Staat ist, eine Art teurer „Wanderzirkus mit zwei festen Gebäuden zwecks abwechselnden Vorführungen in zwei entfernten Städten“.

Die Mehrheit der Verantwortlichen

Aber, so muss der Vollständigkeit und der Wahrhaftigkeit halber auch gefragt werden: Sind die Verantwortlichen dieser Finanzkatastrophe nur die vorbeschriebenen politischen Täter und deren Nutznießer?

Nein, diese sind nur eine Minderheit. Die übergroße Mehrheit der Verantwortlichen stellen die Katastrophenopfer selbst – auch in Deutschland.

Erschreckend ist, dass Junckers die Gleichgültigkeit und das Nichtwissenwollen der Mehrheit auch der deutschen Bürger richtig eingeschätzt hat, als er – man kann es nicht oft genug wiederholen – ausführte:

„Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”

Nein, es gab – bis jetzt – wirklich „kein großes Geschrei“. Keine Mehrheit der Bürger hat sich über die Missachtung ihrer Selbst-Bestimmtheit und –Verantwortung lauthals und mit Nachdruck beschwert. Kein Bürger hat bemerken wollen, dass mit der Missachtung seiner Selbst-Bestimmtheit und –Verantwortung auch und insbesondere seine Freiheit missachtet wurde und immer noch wird.

Widerstand der Griechen?

In Griechenland beginnt erst in jüngerer Zeit sich der Widerstand von Bürgern gegen das Diktat der EU zu regen. Die Bürger – so der bisherige Eindruck – demonstrieren in immer größer werdenden Zahl gegen einen weiteren finanziellen Einschnitt, der die „Troika“, d. h. die Finanzkontrolleure der Europäischen Zentralbank (EZB), der Europäischen Union (EU) und des Internationalen Währungsfonds (IWF), von ihnen abverlangt, nur um sie dann mit weiteren Krediten noch tiefer sinken zu lassen.

Aber – ein lautstarker, nachhaltiger Protest gegen die andauernde, schwere Verletzung ihrer Selbst-Bestimmtheit und –Verantwortung durch die EU, war bisher von einer Mehrheit der Griechen nicht zu vernehmen. Hilflos wirkt die Drohung des Vorstands der griechischen Gewerkschaft der Polizei vom 10.02.2012, die Mitglieder der „Troika“ festnehmen zu wollen.

Mea culpa, mea maxima culpa

Und die Deutschen? Es ging der Mehrheit der Deutschen doch viele Jahrzehnte so „wahnsinnig gut“. Wirtschaftswachstum und Wohlstand schienen kein Ende zu haben und – so die unterschwellige, allgemeine Stimmung – sollte es einmal ein Problem geben, dann werden „die da oben“ es schon irgendwie wieder richten. Kants im Jahre 1784 (!) veröffentlichter Aufsatz „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung“ hat über die Jahrhunderte auf die überwiegende Mehrheit des deutschen Volkes keinen Eindruck hinterlassen. Wer liest schon Immanuel Kants besten Text? Man hat besseres zu tun!

Wir, die Deutschen, die einstigen Exportweltmeister, die wir uns selbst als Bewohner eines „so reiches Land“ betrachten und selbstherrlich glaubten und glauben, selbst „Demokratie“ ließe sich wie Maschinen „exportieren“ – und sei es mit militärischer Gewalt.

Dabei haben die meisten Deutschen selbst nie begriffen, was Selbst-Bestimmtheit und die damit unlösbar verbundene Selbst-Verantwortung und so auch „Demokratie“ bedeutet. Sie haben diesen Begriff lieber zerschwätzt oder von „Experten“ zerschwätzen lassen(4), so lange, bis alles und jedes „Demokratie“ oder „demokratisch“ schien. Dass Demokratie, in der alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht – so der HAUPTSATZ  DER  DEMOKRATIE aus Art. 20 Abs. 2 S. 1 GG – sich nur auf der Selbst-Bestimmtheit und –Verantwortung jedes einzelnen wahlberechtigten Bürgers begründen lässt, das hat die Mehrheit der Deutschen nicht begreifen, nicht hören wollen und sie will es auch heute (noch) nicht.

Die Begriffe Demokratie, Selbst-Bestimmtheit und Selbst-Verantwortung – das war nicht das, was den meisten Deutschen durch den Kopf ging, wenn über diesen hinweg das Monstrum der EU samt Scheinparlament „Schritt für Schritt“ konstruiert wurde, „bis es kein Zurück mehr gibt“.

Ja, es trifft zu – die Begriffe Demokratie, „Menschenwürde“ und „Wertegesellschaft“ waren in aller Munde. Die fleißigsten Benutzer dieser Begriffe erfuhren geradezu eine „Veredlung“ ihrer öffentlichen Auftritte.

Die Realität ist: Gab es in Deutschland je eine Volksabstimmung über einen der EU-Verträge, so, wie es letztlich Art. 20 Abs. 2 GG bestimmt? Nein! Stattdessen haben sich die „Volksvertreter“ zu Herren des Souveräns, des Volkes gemacht! Wo war die Mehrheit der Bürger, die an diesen politischen Perversitäten Anstoß nahm, wie auch an der Tatsache, dass nur sehr, sehr wenige Mitglieder des Bundestages die EU-Verträge wirklich kannten und verstanden, bevor sie diesen auch noch grundgesetzwidrig zustimmten? Oder auch: Mochten auch nur 40 bis 60 Prozent der Bürger zur Wahl gegangen sein – kaum jemand störte es, dass die prozentualen Berechnungen der Wahlergebnisse, seien es jene von Wahlen zum Bundestag, zu den Landesparlamenten oder zum EU-Schein- und Wanderparlament, damit geschönt wurden, in dem man die Prozentzahlen der „erfolgreichen“ Urnengänger den aller Wahlberechtigten gleich setzte. So wurde auch aus 40 oder 60 Prozent, stets irreale 100 Prozent. Mit solcher Art irrealer „Prozentberechnung“ würden Parteien, selbst bei nur 10 oder 20 Prozent Wahlbeteiligung, eine „absolute Mehrheit“ für sich behaupten können. So wurde und wird das in einer Demokratie unverzichtbare Prinzip der Mehrheit mit Füßen getreten.

Aber – hatte man dies nicht schon immer so gemacht und war diese Scheindemokratie, zumindest zu der Zeit, als die Politik noch aus dem vollen Steuertöpfen schaufeln konnte, nicht immer gut gegangen?

Dass durch diese irreale Berechnung der Wahlergebnisse den meisten Parlamenten die demokratische Legitimation aus einem Auftrag der Mehrheit der Wahlberechtigten fehlt – was machte das schon und zudem: Jene, die zu Recht keiner der auf dem Stimmzettel vorgegebenen Parteien ihr Vertrauen schenken konnten, die sollen nach der Meinung der „erfolgreichen“ Urnengänger gefälligst den Mund halten. Basta!

Die „erfolgreichen“ Urnengänger können nunmehr ihren „Erfolg“, beispielsweise an der EU-Finanzkatastrophe, besichtigen. Ein „mea culpa, mea maxima culpa“ wird kaum zu hören sein.

Das richtige Maß fehlt

Ja, es trifft zu. Wegen der Missachtung von Bürgermeinung wurde und wird auf Stuttgarts Straßen gegen einen Bahnhofsneubau protestiert. Wo aber war die Mehrheit der Bürger, als es um sehr viel Bedeutenderes, nämlich um den Bestand ihres demokratischen, sozialen Bundesstaates Deutschland ging? Wo war die Mehrheit der Bundesbürger, als die sagenhafte „EU-Verfassung“ die über ihre Köpfe hinweg und unter Missachtung des Art. 20 Abs. 1 – 3 GG, weil ohne demokratische Legitimation, unterzeichnet wurde?

Haben deutsche Bürger nicht immer und immer wieder die gleichen Parteien gewählt, deren Personal sich der Macht des Geldes mehr verpflichtet sah und sieht, als dem Volk und dem Grundgesetz, demgemäß alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht?

Wo war die Mehrheit der deutschen Bürger, die gegen die schleichende, aber dennoch leicht erkennbare Übernahme politischer Entscheidungsmacht durch Banken, Energieversorger und Versicherer protestiert hat?

Wo waren die protestierenden Bürger, als von pflichtvergessenen Mitgliedern der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages „notleidende Banken“ mit dem Steuergeld der Bürger „gerettet“ und gleichzeitig sklavenartige Arbeitsverhältnisse(5) als „Geschäftsmodell“ gefördert wurden und werden?

Und vor allem: Hat die Mehrheit der deutsche Bürger gegen die andauernde, grobe Missachtung ihres höchsten Gutes, ihrer Selbst-Bestimmtheit und Selbst-Verantwortung, die auch durch Art. 20 Abs. 2 S. 1 GG verbrieft ist, auf der Straße und an der Wahlurne nachhaltig protestiert?

Panem et circensis

Nein, das hat sie nicht! Die überwiegende Mehrheit des Volkes, des einzigen Souveräns, hatte Besseres zu tun, wenn sie nicht gerade mit ihrem Broterwerb oder – ganz so, wie es die Medien ihr vorgaben – mit Sportereignissen, mit der Welt der Schlager oder einer fragwürdigen Glitzerwelt beschäftigt war. Auch vergeht kaum ein Tag, an dem deutsche Bürger nicht mit Hochzeiten von sogenannten „Prinzen“ und „Prinzessinnen“ oder mit Geburtstagen oder Jubiläen von „Königs“ unterhalten und beschäftigt werden. Hierfür halten die mit Bürgergeldern zwangsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Medien eigens teure „Adelsexperten“ und „Adelsexpertinnen“ bereit(6). Panem et circenses! Das funktioniert auch heute noch bestens.

Die Griechen

Gewiss: Derzeit protestieren griechische Bürger gegen die Macht der Banken und gegen die demokratisch durch nichts legitimierte EU, die den selbstverschuldeten finanziellen Niedergang ihres Staates noch beschleunigt, obwohl diese doch vorgeblich „helfen“ will. Nur – wem soll hier tatsächlich „geholfen“ werden?

Gegen die Missachtung ihrer Selbst-Bestimmtheit und -Verantwortung, die auch sie als Mitglieder der Spezies Homo sapiens haben erkennen können – dagegen protestiert die Mehrheit der Griechen nicht, ganz wie die Deutschen und andere. Im Gegenteil – sie missachten weiter ihre Selbst-Bestimmtheit und –Verantwortung und damit die Souveränität ihres eigenen Staates, die den mehr und mehr zerstörerischen, weil niemals rückzahlbaren Krediten geopfert wird!

Eine Bewegung griechischer Bürger, die sich und ihren Staat wieder in Selbst-Bestimmtheit und –Verantwortung führen wollen, weg von einer EU, die nie von einer Mehrheit der griechischen Bürger legitimiert wurde, ist bis jetzt nicht erkennbar. Stattdessen ist eine widersprüchliche Haltung des Handaufhaltens und gleichzeitigen Handwegstoßens zu erkennen. Gefährliche Narren, die glauben mit Zerstörung und Brandsätzen etwas bewirken zu können, ergänzen das Elend.

„Stolz“ – was ist das?

Wo ist der vielbesungene „Stolz griechischer Bürger“ – wo? War dies nur der „Stolz“, der aus Selbstverliebtheit und Egoismus entspringt?

Am 15.02.2012 donnerte Griechenlands 82-jähriger Staatspräsident Karolos Papoulias:

„Ich kann nicht hinnehmen, dass Herr Schäuble mein Land beleidigt!“

 Papoulias weiter:

„Wer ist Herr Schäuble, dass er Griechenland verhöhnt? Wer sind die Niederländer? Wer sind die Finnen?“

Es darf bezweifelt werden, dass der Staatspräsident weiß, dass Freiheit nur Ausdruck von Selbst-Bestimmtheit und Selbst-Verantwortung ist. Solcher Art Freiheit bedeutet auch Unabhängigkeit. Die Frage ist hier: Kann man unabhängig sein, wenn man hunderte Milliarden Euro annimmt, die man noch nicht einmal zurückzahlen kann?

Papoulias ist nicht besser oder schlechter als die meisten Politiker Europas, was man auch an seinen weiteren Äußerung vom 15.02.2012 erkennen kann. Die könnten von jedem anderen europäischen Politiker stammen:

„Wir waren stets stolz, nicht nur auf die Verteidigung unserer Freiheit, sondern auch auf diejenige Europas“

 Papoulias weiß ganz offensichtlich nicht, was Freiheit wirklich bedeutet.

Hinter das 14. Jahrhundert zurück

Deutlich erkennbar ist: In Deutschland, Griechenland und in anderen EU-Mitgliedsstaaten ist die Mehrheit der Bürger betreffend ihrer Vorstellungen zu den Begriffen Freiheit, Demokratie und Mehrheitsprinzip noch hinter denen des 14. Jahrhunderts zurück. Im Jahre 1324 hatte Marsilius von Padua sein Hauptwerk(7) „Defensor Pacis“ („Verteidiger des Friedens“) abgeschlossen. Aufbauend auf seinem Wissen über die aristotelische (!) Staatslehre und über italienische Stadtdemokratien, legt Marsilius in seiner berühmten wie radikalen Streitschrift dar, dass nur das „Volk“ der eigentliche Gesetzgeber und Herrscher, der Souverän sein könne. Sehr modern anmutend führte er aus:

„Der Gesetzgeber oder der erste und eigentliche Entstehungsgrund des Gesetzes ist das Volk oder die Gesamtheit der Bürger oder ihr stärkerer Teil durch seine Wahl oder seinen in einer allgemeinen Versammlung der Bürger ausgesprochenen Willen, der bei weltlicher Strafe etwas gebietet, das heißt anordnet, das im gegenseitigen menschlichen Verhalten etwas zu geschehen oder zu unterbleiben hat.“

Marsilius’ Traum ist im Grundsätzlichen auch heute noch der Traum von Demokraten geblieben.

Verteidiger der Freiheit verzweifelt gesucht

Wo sind heute – rund 700 Jahre nach Marsilius – die Verteidiger des Friedens, der Freiheit und der Demokratie?

Wo ist eine Mehrheit der Bürger Europas, die begriffen hat, dass Freiheit nichts anderes ist als das Bewusstsein und das Leben der Selbst-Bestimmtheit und Selbst-Verantwortung und deren Verteidigung?

FREIHEIT ist nicht die Freiheit der Narren!

Anmerkungen und Quellen:

(1)  Steffens, Bert, „Herrenmenschenideen“, aus „ZEIT DER AUFKLÄRUNG

       ZWEITER TEIL“, 1. Bd. „Die Entdeckung der Selbst-Bestimmtheit’’.

(2)  DER SPIEGEL 52/1999, S. 136.

(3)  Schiller, Friedrich (1799) Wallenstein-Trilogie, „Die Piccolomini“, V,1.

(4)  Steffens, Bert “Demokratie – der zerschwätzte Begriff“, 12.12.2011

      Readers Edition.

      (5)  Steffens, Bert „Legale Verbrechen gegen Mitglieder der eigenen Spezies“,

      11.02.2011, ZEIT ONLINE.

(6)  Steffens, Bert „Von zufriedenen Sklaven und deren Anbetung der Narren“,

      07.07.21011, bürgermeinungen.de; eine andere öffentlich-rechtliche Pflege von

     „Narrenschiffen“, siehe auch: „ZDF Royal“ oder ARD.de „Royality“; ähnliches

      bietet auch der DLF und zahlreiche Regionalprogramme; hinzu kommen die

      privaten TV-Programme, von der Vielzahl einschlägiger Presseprodukte ganz zu

      schweigen.

(7)  Marsilio dei Mainardini, auch Marsilius von Padua (Padua 1275 – München

      1342/43), Mediziner und Staatstheoretiker, lehrte in Paris; Hauptwerk “Defensor

      Pacis”; „Marsilio Mainardi – Marsilio da Padova“, Übers. Walter Kunzmann,

      Rütten und Loening, Berlin 1958.

Seit Jahren arbeite ich meist unentgeltlich an der Aufklärung über die Islamisierung unseres Landes und Europas. Für meine Vorträge bei Parteien nehme ich prinzipiell kein Honorar: niemand soll mir nachsagen, dass ich im Dienste einer Partei stehe. Ich bin radikal unabhängig und nicht parteigebunden. Doch das hat seinen Preis: meine finanziellen Reserven sind nun aufgebraucht. Ich bin daher für jeden Betrag, ob klein oder größer, dankbar, den Sie spenden. Sie unterstützen damit meine Arbeit an der Aufklärung über  die Islamisierung und meinen Kampf gegen das politische Establishment unseres Landes.
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6 Kommentare

  1. Aber wie will Gauck uns klarmachen, daß er zwar seit 1992 von seiner Frau getrennt lebt, aber nicht geschieden ist, weil er ev. Pastor ist und für diese eigentlich auch gilt: bis daß der Tod euch scheidet.
    Will er also mit seiner Lebensabschnittsgefährtin ins Schloß Schönblick(Bellevue)?
    Im Prinzip bin ich aber auch für Gauck.
    Doch wie steht er zum Islam und wie zu Griechenland, Rettungsschirmen u. dgl.?
    Brauchen wir überhaupt einen Grüßaugust?

    Aufgaben und Befugnisse:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bundespr%C3%A4sident_%28Deutschland%29#Aufgaben_und_Befugnisse

  2. Als das linksliberale Schmierenblatt Stern den Wulff hochjubelte und den Gauck hämisch Rechten nannte:

    „“Reden zum Tag der Deutschen Einheit Wulff überholt Gauck links

    „Der Islam gehört zu Deutschland“. Hat das Grünen-Chefin Roth gesagt? Nein, Bundespräsident Wulff. Er hielt eine erstaunliche Rede zur Deutschen Einheit – und war liberaler als Ex-Konkurrent Gauck. Von Lutz Kinkel, Berlin…““

    http://www.stern.de/politik/deutschland/reden-zum-tag-der-deutschen-einheit-wulff-ueberholt-gauck-links-1610034.html

    „“…Er sprach über Integration, wohl wissend, dass auch Wulff über Integration sprechen würde, schließlich hatte er die „bunte Republik“ schon in seiner Antrittsrede zum Leitmotiv seiner Präsidentschaft ausgerufen. Gauck jedoch intonierte seine Ausführungen zu Migranten nahezu ausschließlich aus der Perspektive des starken Staats, der dieser Gruppe Anpassung, Deutschkenntnisse, Gesetzestreue und wirtschaftliche Unabhängig abfordert…““

    Hoffentlich bleibt er dabei!

    +++

    Selbst wenn der Islam nicht so gefährlich wäre, wie er ist, warum muß bei 80 Mio. Einw. der BRD, ständig für 6 Mio. Moslems Lobhudelei u. Bevorzugung betrieben werden? Bringen diese Moslems soviele Milliarden und wissenschaftlichen Fortschritt in unser Land? Oder sind einfach nur eine Menge darunter, die unseren Politikern besonders viele Vorteile gewähren(Bakschisch, Bestechungsgelder)?

  3. Der Bericht gibt die Wahrheit frei. Die prozentuale Wahlbeteiligung ist beschämend niedrig, der Nichtwähler ist der Teil der Bürger, der sich entmündigt fühlt. Weder die Wiederaufnahme von Kriegshandlungen in fremden Ländern, der Missbrauch der Rentengelder, die verantwortungslose ungesteuerte Zuwanderung diktatorischer Ideologien, die ungezügelte Zuwanderung von Menschen ohne jegliche Selbstverantwortung konnte von den Bürgern in Deutschland nicht verhindert werden, da deren Meinung mit Abgabe des Wahlzettels nur noch belächelt wurde. Volkes Stimme, was ist das schon? Jahre die ewige Wachstumspropaganda. Beschämt schaut man heute oft weg wenn man die Realität in den Ballungsgebieten sieht.
    Menschen, die mal geäußert haben, man solle doch Maß halten, wurden nicht gehört – die Wachstumshetze fortgesetzt. Wir leben jetzt mit Schuldendimensionen, die selbstverschuldet sind. Maßlosigkeit, die gelebt wurde und die grenzüberschreitend natürlich auch Ansporn für gewisse Menschen war an dieser Maßlosigkeit teilzunehmen, da dies ohne die geringste Eigenleistung zu erreichen war und ist. Mit vollen Händen haben wir erreicht, dass seit Jahren in Deutschland eine Neidkultur entsteht, die ekelerregend ist. Die Folge beginnende soziale Unruhen, da die Anspruchshaltung derjenigen, die immer glauben zu kurz gekommen zu sein, ausgegrenzt zu sein, diskriminiert zu sein, in einer Art und Weise an den Leistungserbringern in unserer Gesellschaft klebt, dass auch in den gegenwärtigen hochverschuldeten Zeiten solche Erpressungsmethoden noch gesteigert werden. Und gerade in diesen Zeiten werden die Betreiber dieser Szene hartnäckig ihre Erpressungsmethoden verfeinern. Der Heilsbringer, die EU? Tonnenweise Papier unter dem der einzelne Mensch erstickt? Machen wir uns nichts vor, die Masse Mensch muss verwaltet werden, d.h. schüre soziale Unruhen ( Masseneinwanderung in Länder, denen es noch einigermaßen gut geht ) in Zeiten massiver Überbevölkerung und das Überleben der geplanten Diktatur ist gesichert. Wie sonst kann man sich die gewollte Demontage einiger noch in Frieden lebenden Länder erklären. Und bei aller Hilfe, die diese noch demokratischen Länder in gigantischem Ausmaß haben den ärmeren Ländern zukommen lassen, was kann es anderes sein, als eine maßlose Inanspruchnahme des Leistungsertrages von Mitmenschen, wenn ich die Einwanderung solcher Gesinnungen millionenfach betreibe und damit rechtfertige, dass das Angebot der sozialen Hängematte unsere christliche Verpflichtung ist. Wenn das so ist, dann können wir gleich bei der Geburt alles enteignen. Wer kommt dann für die fixen Kosten auf? Bestimmt nicht die, die von der EU eingeschleust werden. Allein die Lohnentwicklung durch die massenhafte Einschleusung aus Billiglohnländern verbunden mit den immer höher werdenen fixen Kosten für den deutschen Leistungserbringer stellt ein kaum zu bewältigendes Problem dar. Mein Nachbar kann seit Monaten die Miete nicht mehr zahlen – es kotzt mich an.

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