Ayaan Hirsi Ali: „Europa ist nicht unbesiegbar“

Ayaan Hirsi Ali: Europa ist nicht unbesiegbar

Ayaan Hirsi Ali hat im Schweizer Monat, Juli/August 2011, ein Interview (nicht online) gegeben, das an Popper angelehnt den Titel “Die Feinde der offenen Gesellschaft” trägt. Darin befürchtet sie, daß sich Europa überschätzt. Hier ein Auszug:

Hirsi Ali:
… Das ist meine Kritik an europäischen Gesellschaften: Europäer sind sich zu wenig bewusst, dass die Freiheit erkämpft werden musste und noch immer muss. Selbstzufriedenheit und Gleichgültigkeit dominieren. Es gibt diese Wahrnehmung, unbesiegbar zu sein — als könne hier in Europa nichts Schlimmes passieren oder falsch laufen. In Europa leben 700 Millionen Menschen. Zum Vergleich: in den muslimischen Ländern leben 1,7 Milliarden Menschen. Europa ist eine Minderheit. Dessen ungeachtet halten die Europäer ihre bürgerlichen Freiheiten für selbstverständlich, nehmen sie als gegeben hin und vergessen: was gegeben wurde, kann auch wieder genommen werden. 

Monat:
Sie malen düster. Die Tatsache, dass wir hier ein solches Gespräch führen und Ihre Kritik am politischen Islam publizieren können, zeigt doch, dass die Korrekturmechanismen der offenen Gesellschaft funktionieren…

Hirsi Ali:
… aber diese werden auch von jenen benutzt, die diese Art von Gesellschaft in Frage stellen. Karl Popper sprach von den «Feinden der offenen Gesellschaft». Der Feind ist heute in Form einer totalitären Doktrin präsent: islamischer Totalitarismus, politischer Islam, radikaler Islam — nennen Sie das Phänomen, wie Sie wollen. Europa ist der ideale Nährboden für den neuen Totalitarismus. Paradoxer-weise machen es Errungenschaften einer offenen Gesellschaft wie Versammlungs- und Meinungsfreiheit den Extremisten leicht, freiheitsfeindliche Botschaften von Gewalt und Unterdrückung zu verbreiten. Sie nutzen die Rhetorik der Freiheit, um die Freiheit abzuschaffen. Ich kenne die Dschihad-Literatur und die Publikationen der Muslimbruderschaft. Sie machen mir Angst.

Für die meisten Europäer klingen diese Botschaften absurd, Wen sollen sie erreichen?

Hirsi Ali:
Die Islamisten haben es auf eine klare Zielgruppe abgesehen: heimatlose Immigranten, Menschen in Gefängnissen, Eiferer. Und die Europäer schauen zu. Ich sehe kein konkurrierendes Narrativ, mit dem die Europäer diese Menschen konfrontieren. Ich frage mich: haben die Europäer ihre Geschichte vergessen? 1945, nach dem Ende des Nationalsozialismus, riefen die Europäer zahlreiche Institutionen ins Leben, um neue Formen des Totalitarismus zu verhindern. Sie veränderten das Bildungswesen, machten Aufklärungskampagnen. Und heute? In bezug auf den radikalen Islam geschieht nichts dergleichen. Man schaut lieber weg.

Sie sind bekannt dafür, den Islam heftig zu kritisieren. Nicht alle teilen Ihre Einschätzung der Lage.

Hirsi Ali:
Das erwarte ich auch nicht. Was ich erwarte, ist eine offene Debatte über den neuen Totalitarismus — nicht bloss eine akademische Diskussion. Die entscheidende Frage ist doch: Was ist uns die Freiheit in Europa denn wert? Vergleichen Sie die Einstellung von Osteuropäern mit jener von Westeuropäern. Osteuropäer fortgeschrittenen Alters sind viel leidenschaftlicher, wenn es um Freiheit geht, weil sie den Sozialismus noch am eigenen Leibe erfahren haben. Umgekehrt steht der Sozialismus bei vielen westeuropäischen Intellektuellen und Politikern immer noch hoch im Kurs. Ebenso ist es mit dem Islam. Wer ihn nicht wirklich kennengelernt hat, versteht ihn nicht.

«Totalitarismus» ist ein grosses Wort. Und zugleich ein interpretationsbedürftiges. Inwiefern genau hat der radikale Islam totalitäre Züge?

Hirsi Ali:
Sein Ziel ist die Errichtung eines totalitären islamischen Staats, eines Weltkalifats mit der islamischen Religion als Quelle der Gesetzgebung.

Wollen Sie damit sagen, dass alle, die sich zum Islam bekennen, ein solches theokratisches Regine anstreben?

Hirsi Ali:
Nein. Aber ich halte die von vielen Europäern in Unkenntnis der Lage übernommene Trennung zwischen den vielen guten Muslimen und den wenigen bösen Islamisten für falsch. Was ich sage, ist: der Islam als politische Ideologie trägt klar totalitäre Züge, im Popperschen Sinne einer kollektivistischen Ideologie, für die das Individuum als solches keinen Wert, keine Würde hat. Das sollten wir zur Kenntnis nehmen…

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12 Kommentare

  1. Hier ist ein Video wo gezeigt wird, wie die Kinder vorbereitet werden… und ihnen die richtigen Lehren gelehrt werden. Man fühlt sich 1500 Jahre in die Vergangenheit versetzt.

    http://www.youtube.com/watch?v=nqx2WWiusZ0&feature=youtu.be

    Einfach unbegreiflich, es wird geduldet und nichts wird politisch dagegen gemacht, obwohl alles offensichtlich ist. Hier ist eine (nichts Neues) Erklärung. The Cancer of Mankind by Shomer Moshea. Der Link ist hier:

    http://www.scribd.com/doc/61865643/Islam-The-Cancer-of-Mankind-By-Shomer-Moshea

  2. Man sollte bedenken, dass der Islam neben rituell-religiösen Bestandteilen, die man mit den so genannten „Fünf Säulen des Islams“ in Verbindung bringen kann, auch einen unabdingbaren politischen und einen ebenso wichtigen eschatologischen Aspekt wesenhaft mit einschließt.
    So wie Marx von einem paradiesischen Urzustand ausgeht, der atheistisch, klassenlos und konfliktlos gedacht wird, und der sich nach immanenten dialektischen Entwicklungsgesetzen entfaltet, bis er sich am Ende, nach langem Kampf zwischen den neu entstandenen Klassen und Religionen, zu einer erdumspannenden klassenlosen Brudergemeinschaft entwickelt, so liegt auch dem Islam die Idee und der Impuls einer zielstrebigen Menschheitsentwicklung mit einem Endzustand zu Grunde.

    Allah ist letztlich die Ursache allen Seins. Sein Wille ist der Antrieb für das menschliche Geschehen.
    Abgesehen davon, dass jeder der sich Allah unterwirft ein Moslem ist, und somit Adam, nach islamischer Auffassung, der erste Moslem war, liegt doch erst im so genannten „Medina Modell“ der Keim und das erkennbare Vorbild der künftigen Ausgestaltung und das Urbild des Endzustandes beschlossen.
    Gesetz und Antrieb sind die Scharia und der gottgewollte Djihad. Das Ziel aber ist die Menschheit als „umma“ mit einem Kalifen als Stellvertreter Allahs auf Erden an der Spitze.

    Der Djihad, der Einsatz für die Sache Allahs mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und der Kampf gegen alles Unislamische, ist somit ein immanenter, unverzichtbarer, dynamisch-expansiver Bestandteil des Islams und ausnahmslos jedem einzelnen Moslem als allzeit gebotener Auftrag und Antrieb von Allah mit auf den Lebensweg gegeben.

  3. Für mich ist nicht mehr vorstellbar, dass die politisch Verantwortlichen, wohl unterrichtet über den Islam und seine Folgen, dies ohne das Wahlvolk zu befragen, jetzt den Deutschen für ewige Zeiten aufbürden. Ihre Selbstbeweihräucherung aufgrund ihrer „guten Taten“ wird unerträglich durchschaubar.
    Ein Auszug aus Ingeborg Bachmanns Gedicht ( Alle Tage ):
    Der Krieg wird nicht mehr erklärt, sondern fortgetzt.
    Das Unerhörte ist alltäglich geworden. Der Held bleibt den Kämpfen fern.
    Der Schwache ist in die Feuerzone gerückt.
    Die Uniform des Tages ist die Geduld, die Auszeichnung der armselige Stern der Hoffnung über dem Herzen…
    Diese Politikerriege hat keine Ahnung, dass sie Dynamit in unsere Welt legen, wenn sie die körperlichen und psychischen Erziehungspraktiken und die Vermittlung verbrecherischer Koraninhalte an Kinder fördern und ausdrücklich für wertvoll und absolut integrationswürdig dem mittlerweile angeekelten Wähler als Normalität in einem ach so großzügigen, toleranten Land, das schon lange keine solch schönen Koranverse mehr kennenlernen durfte, vermitteln. Ich hoffe, dass jeder der für die Einführung der 2. Staatsform Islam-Koran verantwortlich zeichnet, diese Verse ganz persönlich den Rest seines Lebens so aufdringlich begleiten, wie sie mittlerweile jeden in jeder Ecke Deutschlands verfolgt. Natürlich ist aus jeder Rede, jeder Grundsteilegung der „Mächtigen“ herauszulesen: Wir sagen euch, was ihr zu denken und zu fühlen habt. Wenn nicht, wir bringen es euch bei. Ja, wenn das so ist?
    Th.Heuss(1949):
    DIE ÄUßERE FREIHEIT DER VIELEN, BERUHT AUF DER INNEREN FREIHEIT DES EINZELNEN.
    Wer hat nach der Gehirnwäsche des Korans ab Kindesbeinen noch innere Freiheit? Darauf sollten die Verantwortlichen mal endlich eine ehrliche Antwort geben.
    Die Islamisierung Deutschlands ist eines der größten Verbrechen der Nachkriegszeit.

  4. Das die Europäer nicht ihrer Freiheit bewusst sind, sieht man leider auch wie abfällig viele Deutsche sich über die USA und ihre Gesellschaft äußern. Wenn ich an den Antiamerikanismus währende der Bush Ära denke, kann ich die Kritik diese Frau gut nachvollziehen. Jede Kommisympatisant oder Sympatisant von Saudi Arabien oder des islam. Extremismus fühlte sich als was besseres. Wenn aber einer mit Bush oder die USA sypmatisiert, wurde er gleich dumm angeschaut.

  5. Nachtrag Komm.4
    Folgendes Zitat aus Karl R. Poppers Buch “ Auf der Suche nach einer besseren Welt „:
    – Voltaire begründet die Toleranz damit, dass wir einander unsere Torheiten vergeben sollen. Aber eine weitverbreitete Torheit, die der Intoleranz, findet Voltaire, mit Recht, schwer zu tolerieren. In der Tat, hier hat die Toleranz ihre Grenzen. Wenn wir der Intoleranz den Rechtsanspruch zugestehen, toleriert zu werden, dann zerstören wir die Toleranz und den Rechtsstaat. Das war das Schicksal der Weimarer Republik. –

  6. Radikaler Islamist: Diözese greift ein

    Der radikale Islamist Shaker Assem, der für März eine Kalifatskonferenz in Vösendorf plant, hat bisher die Freitagspredigt im muslimischen Gebetsraum des Afro-Asiatischen Instituts (AAI) gehalten. Kardinal Christoph Schönborn hat ihm das nun untersagt. http://wien.orf.at/news/stories/2522337/

  7. “”Ich bin gerade mal wieder ein bisschen erstaunt… Erst kürzlich sprach das islamophobe Pack davon, dass sich mit der BIG-Partei die erste muslimische Partei Deutschlands gegründet hätte, nun legt die taz nach und erklärt den Lesern, die erste muslimische Partei sei in Osnabrück gegründet worden. [1] Fakt ist jedoch, dass die MDU, die in dem Artikel erwähnt wird und auch die BIG-Partei, wenn sie sich denn überhaupt als islamisch sieht, gar nicht die erste muslimische Partei in Deutschland sein können…”“
    http://www.akifsahin.de/2011/09/09/erste-muslimische-partei-deutschlands/

    Wer ist der Autor dieser Zeilen? Hier:
    Besuch der Koran-Schule der Centrum Moschee Hamburg für ca. 10 Jahre. Wurde klassisch nach der hanefitischen Rechtsschule und der maturidischen Theologie ausgebildet. Späteres Selbststudium im Bereich des islamischen Verfassungsrechts, dem Thema der Vernunft in der islamischen Rechtsfindung sowie der Geschichte der Propheten (as)…
    http://www.akifsahin.de/about/

    Hier der studierte hemdsärmliche Taqiyya-Meister Akif Sahin – mit der einen Hand malt er die Gefahr durch „Islamisten“ an die Wand, mit der anderen verwischt er ihre und seine Spuren:
    http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1899940/Ich-will-keinen-deutschen-Pass-haben.html

    Viele Links bezeugen seine listigen Umtriebe. Er gibt sich modern, moderat, aufmüpfig und ist doch Mitglied bei Milli Görüs:
    http://www.islamische-zeitung.de/?id=15214

  8. LÄNGERES INTERVIEW

    http://www.domradio.de/aktuell/80069/fundamentalismus-ist-kein-zukunftsmodell.html
    24.2.2012
    Autorin Necla Kelek über Muslime zwischen Aufbruch und Tradition
    „Fundamentalismus ist kein Zukunftsmodell“

    Die Soziologin Necla Kelek hat sich gegen islamische Verbände gewandt, die sich als Wächter eines konservativen Islam gerierten und Muslime vor allem in der Opferrolle darstellten. Das Unbehagen, das eine Mehrheit der Deutschen mit dem Bild eines traditionell geprägten Islam habe, müsse ernst genommen werden, sagt Kelek im Interview.

    KNA: Frau Kelek, wann waren Sie das letzte Mal in einer Moschee?
    Kelek: Vor kurzem bin ich zwei Monate durch Nordafrika gereist, zuletzt war ich in der Großen Moschee in Casablanca. In Kairo habe ich in der Al-Azhar-Moschee sogar am großen Freitagsgebet teilgenommen.

    KNA: Andererseits belegen Umfragen, dass eine Mehrheit der Deutschen den Islam tatsächlich sehr negativ beurteilt. Das Extrem sind Auswüchse wie die rechtsextreme Terrorzelle NSU, die gezielt Muslime tötete.
    Kelek: Mich hat die Mordserie sehr schockiert. Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas möglich ist. Diese Neonazis sind aber eine kriminelle Minderheit, ihre Taten darf man nicht instrumentalisieren nach dem Motto: Seht her, so etwas ist das Ergebnis, wenn die Gesellschaft ein kritisches Islambild hat. Das Unbehagen der Mehrheit muss ernst genommen werden, sonst erschwert man in Wahrheit die Integration islamischer Migranten…

  9. Frau Hirsi Ali sagt, was gesagt werden muss. Meine Hochachtung. Eine kleine Frau mit soviel Mut gegenüber einer Politikerriege, die schweigt, weil sie mittlerweile nicht mehr wissen, wie sie die friedensbringenden Koraninhalte der verunsicherten deutschen Bevölkerung vermitteln sollen. Das gestammelte Frieden, sie bringen den Frieden, Vielfalt, Bereicherung und nochmals Frieden glaubt ihnen mittlerweile kein Mensch mehr. Man kann diesen Friedensförderern nur bei ihrer emsigen Arbeit zuschauen und auf den Frieden, den sie erarbeiten, warten. Warten auf den Islam. Welche Bereicherung. Welches Glück. Wer hat soviel bereicherndes Glück angeordnet?

  10. Das schlägt dem Faß den Boden aus!

    Unsere Dhimmis – Verräter u. Verkäufer Europas:

    London (kath.net/KNA) Das Christentum verträgt nach Auffassung von BBC-Generaldirektor Marc Thompson einen raueren Umgang in den Medien als andere Glaubensrichtungen. Die christliche Religion besitze als etablierter Teil der kulturellen Landschaft «ziemlich breite Schultern», sagte der Chef des britischen Senders laut «Daily Mail» (Montag). Andere Glaubensrichtungen seien hingegen mit ethnischen Minderheiten verbunden und müssten daher weitaus sensibler behandelt werden. So werde der Islam «fast gänzlich» von Menschen praktiziert, die sich bereits anderweitig isoliert oder Vorurteilen ausgesetzt fühlten, zitiert ihn die Zeitung…
    Für gläubige Muslime hat eine satirische oder herabsetzende Darstellung des Propheten Mohammed nach Thompsons Worten eine vergleichbare Wirkung wie eine kinderpornographische Abbildung…

    Hier alles:
    http://kath.net/detail.php?id=35387

  11. Der Chef des britischen Senders hat doch die sensible Behandlung seiner Landsleute durch die ethnischen Minderheiten schon kennengelernt. Da ist es natürlich verständlich, dass jetzt Satire über Minderheiten mit Kinderpornographischen Abbildungen zu vergleichen sind. Dass die Engländer überhaupt noch Satire aufbringen können ist mir unverständlich.

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