Michael Naumann zum neuen Antisemitismus in Deutschland: „Die Stimme des Muftis auf den Schulhöfen“

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Vorwort von Michael Mannheimer
Über den zunehmenden Antisemitismus in Deutschland habe ich mehrfach berichtet. Waren im Dritten Reich fast ausschließlich die National-Sozialisten antisemitisch, so befindet sich die Judenfeindlichkeit heute in einer beängstigenden, vor wenigen Jahren noch als undenkbar gehaltenen Renaissance: Neben den Rechten sind es heute vor allem die Linken und zahlreiche immigrierte Muslime, die man als die tragenden Säulen des wiederentflammten Antisemitismus zu sehen hat.
Wenige wissen, dass der Antisemitismus im Islam eine feste Größe ist: Mohammed hat die Juden mindestens so gehasst wie Hitler. Sein erster Massenmord galt dem jüdischen Stamm der Banu Kureiza, dessen Männer (700-1000 an der Zahl) er ohne Ausnahme alle hinrichten ließ und dessen Kinder und Frauen er in die Sklaverei verkaufte. Ihr Vergehen: Sie weigerte sich, den Islam als Religion anzunehmen.
Nun hat sich dieses Themas endlich einer der führenden deutschen Intellektuellen angenommen. Der Journalist, Publizist, Politiker (SPD) und Verleger Michael Naumann, seit 1. Februar 2010 Chefredakteur des Monatsmagazins Cicero, beschreibt im Folgenden den Antisemitismus der Muslime Deutschlands.
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Antisemitismus

Die Stimme des Muftis auf den Schulhöfen

von

19. März 2012
Quelle: http://www.cicero.de/weltbuehne/michael-naumann-grossmufti-jerusalem-antisemitismus-antizionismus-stimme-des-muftis/48695?seite=1
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Das Schmipfwort "du Jude!" verweist auf eine besondere Tradition des Antisemitismus

Verblasst auf deutschen Schulhöfen die Kenntnis um das Jahrtausendverbrechen? Neue antisemitische Beleidigungen kommen dort in Mode und zeigen eine alte Verbindung zwischen deutschem Antisemitimus, dem historischen Großmufti von Jerusalem und der PLO auf.

Auf manchen Berliner Schulhöfen, auf denen Söhne muslimischer Einwanderer den Ton angeben, hat sich neben „du Opfer!“ die antisemitisch konnotierte Beleidigung „du Jude!“ verbreitet. Staatliche Integrationsbemühungen für islamische Bürger stoßen hier auf ein besonderes Problem: Wer deutscher Staatsbürger wird, der sollte auch die deutsche Schuldgeschichte des Antisemitismus und seiner Folgen kennen. Daran hapert es.

Die grundsätzliche Frage, ob die politische, gesellschaftliche Verantwortung einer Nation – im deutschen Fall diejenige für den Holocaust – übertragbar ist in ein persönliches Verantwortungsgefühl, verblasst im Generationenwechsel. Was jedoch bleiben sollte, ist die historische Kenntnis des Jahrtausendverbrechens. Es zu erinnern, obliegt auch eingebürgerten Immigranten, die sich entschieden haben, in der Bundesrepublik zu leben. Aus jener Kenntnis wächst die Verpflichtung, Antisemitismus zu bekämpfen – in der eigenen Familie und im eigenen Kulturkreis.

Unter dem Deckwort des „Antizionismus“ ist er in islamischen Organisationen hierzulande virulent. Viele Schulkinder (nicht nur die muslimischen) reden wie ihre Eltern. Jenes Schimpfwort, „du Jude!“, verweist auf eine besondere Tradition des Antisemitismus, die Deutschland geschichtlich mit dem arabischen Raum verbindet. Eine ideologische Hass-Linie führt von Adolf Eichmann über den historischen Großmufti von Jerusalem, al Husseini (einem SS?Mitglied), bis zu dessen Nachfolger in unseren Tagen.

Vor 50 Jahren, im Mai 1962, wurde der zum Tod verurteilte Eichmann als Organisator des Völkermords an Europas Juden in Israel gehängt. Seine Asche wurde vor der Küste des Landes im Meer verstreut. Eichmanns Verteidigungsstrategie in Jerusalem – er sei nur ein winziges Rad in der Verwaltungsbürokratie des Genozids gewesen – hatte den verharmlosenden Begriff des „Schreibtischtäters“ durchgesetzt. Dass der SS?Hauptsturmbannführer in Wirklichkeit keineswegs der gehorsame kleine Beamte war, hat die Autorin Bettina Stangneth in ihrem Buch über „das unbehelligte Leben eines Massenmörders“, „Eichmann vor Jerusalem“, herausgearbeitet. Er reiste oft durch die Schreckenslandschaft des Holocaust und kannte die von ihm und seinesgleichen beschickten Vernichtungslager.

Nicht erst im argentinischen Exil rühmte sich der Teilnehmer der Endlösungskonferenz in Wannsee seiner Bekanntschaft mit dem Großmufti von Jerusalem, al Husseini, der 1941 in Berlin auf der Flucht vor der britischen Kolonialmacht ein Asyl gefunden hatte, eine teilweise muslimische SS?Brigade rekrutierte und der in Radiosendungen im arabischen Raum verkündete: „Tötet die Juden, wo immer ihr sie findet. Das gefällt Gott, der Geschichte, dem Glauben.“ Nach dem Krieg lebte er unbehelligt in Kairo, wo er 1974 starb – ein unerbittlicher, antisemitischer Feind Israels.

Sein gleichgestimmter, gegenwärtiger Nachfolger im hohen geistlichen Amt ist Jerusalems Großmufti Muhammad Hussein. Eingesetzt hat ihn der Nachfolger Arafats und Regierungschef des autonomen Palästina, Mahmud Abbas, inzwischen gern gesehener Gesprächspartner der Bundesregierung.

Als Abbas’ Fatah-Organisation Anfang des Jahres ein Gründungsjubiläum feierte und ihrer terroristischen „Märtyrer“ gedachte, zitierte der Mufti in einer Fernsehsendung eine „Hadith“ – eine überlieferte Anweisung – des Propheten Mohammed: „Der jüngste Tag wird nicht kommen, bis die Muslime gegen die Juden kämpfen und sie töten, sodass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken. Und jeder Baum und jeder Stein wird sagen: ‚Oh Muslim, oh Diener Gottes, da ist ein Jude hinter mir, komm und töte ihn.‘“

Die Abbas-Regierung lehnte es ab, sich von dem Mufti zu distanzieren. Er sei aus dem Zusammenhang zitiert worden. Aber der TV?Moderator, der ihn einführte, hatte den Zusammenhang in klaren Worten hergestellt: „Unser Krieg gegen die Nachfahren der Affen und Schweine ist ein Krieg der Religion und des Glaubens.“ Der Sender wird, wie andere palästinensische Institutionen auch, mit EU?Mitteln kofinanziert. In Schulbüchern der PLO, in Großbritannien gedruckt, fehlten Israels Grenzen.

Europas Politiker ringen die Hände angesichts der obstinaten Politik des israelischen Premiers Netanjahu – als hinge der Fortgang des sogenannten Friedensprozesses einzig und allein von seinem guten Willen ab. Es bedarf allerdings keiner außerordentlichen Vorstellungskraft, um sich in die Gemütslage eines israelischen Zuhörers zu versetzen, der solche Mordaufrufe an der realen Geschichte der Juden misst.

Auf eine kritische Stellungnahme der islamischen Verbände in Deutschland zu hoffen, wäre vergebliche Liebesmüh. Auf den Schulhöfen von Berlin spricht die Stimme des Muftis – und nicht nur seine – in scheinbar kindlicher Unschuld.?

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Datum: Dienstag, 27. März 2012 22:57
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10 Kommentare

  1. 1

    Und was mich an der Sache stört ist, das wir als deutsche gezwungen sind die Kinder in die Schule zu schicken.
    Homeschooling in Deutschland ist kriminell, Eltern die sich das nicht gefallen lassen wollen werden in diesem Land kriminalisiert.
    Es ist immer mehr eine Schande, wie sehr sich dieses Land dem Islam beugt und keiner will es hören.
    Das Erwachen wird vielen den Verstand rauben, aber dann ist es zu spät.

  2. 2

    http://www.amsterdampost.nl/aanklacht-tegen-michael-mannheimer/
    Sehr wichtig! Der Islam kann nicht beleidigt oder verletzt werden. Der Islam ist kein juristische Person. Der Islam ist nur ein System
    von Gedanken, Islam ist kein Moschee, kein Kopftuch.Die Anklage gegen Sie Herr Mannheimer ist sinnlos. Eine Anklage gegen Gedanken ist lächerlich.

  3. Bernhard von Klärwo
    Mittwoch, 28. März 2012 7:54
    3

    OT

    Von diesem Wahnsinn haben wir alle schon gehört.
    Jetzt lese ich, daß sogar 3 Werbeagenturen beauftragt wurden. Über die finanziellen Kosten der “Unterwerfung unter den Großtürkenwahn” las ich noch nichts, müßte mal googeln. Unsere ideellen Kosten sind zigfach! Wir müssen uns ins “Türkische Großreich” integrieren!
    http://www.medrum.de/content/tuerkischer-name-fuer-mannheimer-stadtviertel-im-gespraech

  4. 4

    Irgendwie muss ich an Gauck denken. Die 68 er haben die Verbrechen der Nazis aufgeklärt?

  5. Bernhard von Klärwo
    Mittwoch, 28. März 2012 16:50
    5

    Marsch auf Jerusalem
    http://www.idea.de/nachrichten/detailartikel/artikel/palaestinenser-rufen-zum-marsch-auf-jerusalem-auf-1.html

    Die linksrotgrünen Verleumder marschieren mit
    http://www.jerusalem-marsch.de/demo-bern-de.html

    Die Liste der antijüdischen Wahrheitsverdreher
    http://www.jerusalem-marsch.de/unterstuetzer.html

  6. Bernhard von Klärwo
    Donnerstag, 29. März 2012 14:13
    6

    Berliner U-Bahnhetzer zu Bewährungsstrafe verurteilt!!!
    http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article106134115/Todeshetzjagd-Bewaehrungsstrafe-fuer-Bahn-Schlaeger.html

    Ein "heißes Eisen"???

    Das Opfer Giuseppe stand Israel sehr sehr nahe. Er wollte Jude werden, beschützte jüdische Einrichtungen und trug einen Anhänger mit Davidstern:
    http://giuseppemarcone.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Foto0016.jpg

    Schon in den 90erJahren wurden Leute in dt. Städten von Moslems angegriffen, wenn sie einen Davidstern, der ihnen abgerissen wurde, trugen..., aber auch hier:
    http://antiislam.wordpress.com/2011/05/19/rassistische-attacke-wegen-davidstern/

    Ich habe schon zigmal auf den eigenartigen Zufall im Fall der Jagd auf Giuseppe hingewiesen, aber der öffentliche Friede wird hier anscheinend geschützt...

    "...so kam es, dass er im Jahre 2007 in die Misgeret
    eintrat und damit der einzige Nichtjude war, der zusammen mit den israelischen Sicherheitsmännern deutsche Synagogen und andere jüdische Institutionen sicher hielt, indem er das Sicherheitspersonal unterstützte ein weiteres Paar Augen auf den näherliegenden Straßen zu haben und sogar Personenkontrollen durchführte..."
    http://www.jg-berlin.org/beitraege/details/auf-der-flucht-vor-gewalttaetern-verunglueckt-i464d-2011-09-19.html

  7. Bernhard von Klärwo
    Donnerstag, 29. März 2012 14:38
    7

    Die linksradikale Taz und ihre moslemischen antijüdischen Genossen

    http://www.taz.de/Kolumne-Das-Schlagloch/!90491/

    Das Schlagloch
    Zwickau, Toulouse und wir

    Kommentar von Hilal Sezgin

  8. 8

    Israel,Islam und Armagedon

    Video: http://www.youtube.com/watch?v=hGelfLcVWgI&feature=relmfu

  9. 9

    Daß der Prophet Mohammed (s.a.s.) die Juden "mindestens so gehasst" haben soll wie Hitler und ein Antisemit gewesen war, ist eine Lüge. Ein Antisemit und Judenhasser würde auf keinen Fall sich so verhalten, was folgende Hadithe über den Propheten Mohammed (s.a.s.) aussagen. Wie Ihnen aus der Geschichte sicher bekannt sein dürfte, hatten die Nazis (Hitler war der Hauptverantwortliche) die Juden boykottiert, aber ganz bestimmt nicht Lebensmittel auf Kredit bei ihnen gekauft und nicht ihre Panzerhemden (bzw. technisch vergleichbares) bei ihnen als Pfand zurückgelassen. Es darf auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, daß Hitler und die Nazis im Falle eines jüdischen Trauerzuges aufgestanden wären.

    Beweise:

    1.

    Dschabir Ibn `Abdullah, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Ein Trauerzug ging an uns vorbei. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, stand dessentwegen auf, und demnach standen wir auch auf. Wir sagten: O Gesandter Allahs, es handelt sich um einen Trauerzug eines Juden! Er erwiderte: Wahrlich, der Tod ist ein Zustand der Bestürzung. So wenn ihr einen Trauerzug seht, dann steht auf!

    [Sahih Muslim, Nr. 1593]

    2.

    Der Hadith von Qais Ibn Sa`d und Sahl Ibn Hunaif, Allahs Wohlgefallen auf beiden: Ibn Abu Laila berichtete: Als Qais Ibn Sa`d und Sahl Ibn Hunaif in Al- Qadisiyya waren, kam ein Trauerzug an ihnen vorbei. Da standen sie auf. Es wurde zu ihnen gesagt, dass es sich um einen Trauerzug eines ungläubigen Einheimischen handelt. Sie sagten: Als ein Trauerzug an dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, vorbeikam, stand er auf. Es wurde zu ihm gesagt, daß der Tote ein Jude war. Er erwiderte: War er kein Mensch?!

    [Sahih Muslim, Nr. 1596]

    3.

    `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, kaufte von einem Juden Lebensmittel auf Kredit und ließ bei ihm sein Panzerhemd als Pfand zurück.

    [Sahih Muslim, Nr. 3007]

    MM

    Ja, wir wissen alle längst, dass der koran und die Hadith im Gegensatz zur Selbstauassage des Islam voll von Widersprüchen ist. Dass Mohammed sich bei Juden bediente, ihre Fähigkeiten ausnutzte, die die der Araber um ein Vielfaches übertrafen, ist absolut kein Wisderspruch zum mörderischen Antisemitismus des Islam. Muslime haben es stets bestens verstanden, die Völker und menshen, die sie erobert und zu Sklaven gemacht haben, auszunutzen und auszubeuten. Sie aber verkaufen uns "Ungläubigen" dies hier als ein Zeichen angeblicher Toleranz Mohammeds gegenüber den Juden. Doch die Zeit, in der sich Muslime wie Sie der Taqiya: der bewussten Täuschung und Lügen bedienen konnten, um uns "Ungläubige" hinters Licht zu führen, ist definitiv vorbei. Die Pseudo-Religion Islam ist abgrundtief böse, Mister Abdullah. Und es interessiert mich wenig, ob Sie dem zustimmen oder nicht.

    Ihre Hadithbeispiele beeindrucken mich absolut nicht. Ich könnte Ihnen hier hunderte, ja Tausende von Gegenbeispielen zu den angeblich judenfreundlichen Stellen des Islam anbringen. Überall in den islamischen Ländern herrscht ein ungeheuerer Judenhass. Hisbollah, Hamas, der Iran, Ägypgten und viel andere Länder wollen Israel vernichten und die Juden vom Antlitz der Erde auslöschern. Sie beziehen sich dabei nicht auf den Nahostkonflikt, sondern auf entsprechende Suren im Koran und Aussagen des von Ihnen verteidigten Masssenmörders Mohammed.

    Im Islam selbst herrscht ein schlimmerer Judenhass als selbst im "Mein Kampf" von Hitler. Wesenltich mehr Textsstellen des Koran enthalten judenfeindliche Stellen als das Buch Hitlers. Das hat selbst Alice Sschwarzer, einer der führenden Intellektuellen Deutschlands, Linke und Feministin, zur Aussage bewogen: "Der Koran ist rassisitscher als Hitlers "Mein Kampf" und müsste sofort verboten werden."

    Wer sich über den Antisemitismus, über judenfeindliche Koran-und Hadithstellen, über jüngtse Fatwas zur Pflicht des Judenhasses informieren will, kann dies hier tun.