Fundstelle des Tages: Hinrichtungen in Saudi-Arabien auf Rekord


Saudi Arabien ist ein Land, das kaum in den Nachrichten erwähnt wird, und wenn dann wird meist nur gutes berichtet. Zu wichtig scheinen die Öllieferungen aus dem erzkonservativ islamischen Königreich zu sein. Doch nun kritisiert Amnesty International die immer häufiger werdende Todesstrafe.

Seit Jahresbeginn ist in Saudi-Arabien an 27 Menschen die Todesstrafe vollstreckt worden. Das sind soviele wie im ganzen Jahr 2010. Allein 24 davon wurden mit dem Säbel enthauptet.

Posted Juni 16th, 2011 by hd

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Saudi-Arabien

Alarmierende Zunahme von Hinrichtungen

 

Öffentliche Enthauptung in Saudi Arabien, 2008. | © Privat

Zehn Menschen wurden am 7. Oktober in Riad hingerichtet, acht davon waren Arbeiter aus Bangladesch. Von der Todesstrafe in Saudi Arabien sind vor allem EmigrantInnen aus armen Ländern betroffen.

Die acht Arbeiter aus Bangladesch wurden am 7. Oktober in der saudischen Hauptstadt Riad öffentlich geköpft. Sie waren wegen Mordes an einem Ägypter verurteilt worden. Laut Berichten wurde der Ägypter in einem Kampf getötet, als die Bangladeschi einen Diebstahl auf der Baustelle, auf der sie arbeiteten, verhindern wollten.

Tödliche Diskriminierung

Die Todesstrafe in Saudi Arabien trifft vor allem MigrantInnen aus armen Ländern, die in Saudi Arabien Arbeit suchen. Im Falle einer Anklage haben diese oft keine Verteidigung, sie sind schlecht über ihre Rechte informiert und vor Gericht verstehen sie die Ausführungen in Arabisch nicht. Ausserdem haben sie weder Zugang zu einflussreichen Persönlichkeiten noch zu Geld – beides ist in Saudi Arabien entscheidend, um Streitigkeiten zu schlichten.


Mit den neuen Exekutionen sind dieses Jahr bereits mindestens 58 Menschen in Saudi Arabien hingerichtet worden, mehr als doppelt soviel wie im ganzen letzten Jahr. Zwanzig davon waren AusländerInnen.

Amnesty International protestiert gegen die alarmierende Zunahme von Hinrichtungen in Saudi Arabien und fordert die Einrichtung eines Moratoriums.

10. Oktober 2011, Quelle

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