Fundstelle des Tages: Hinrichtungen in Saudi-Arabien auf Rekord

International Business Times 16 Juni 2011

Saudi Arabien ist ein Land, das kaum in den Nachrichten erwähnt wird, und wenn dann wird meist nur gutes berichtet. Zu wichtig scheinen die Öllieferungen aus dem erzkonservativ islamischen Königreich zu sein. Doch nun kritisiert Amnesty International die immer häufiger werdende Todesstrafe.

Seit Jahresbeginn ist in Saudi-Arabien an 27 Menschen die Todesstrafe vollstreckt worden. Das sind soviele wie im ganzen Jahr 2010. Allein 24 davon wurden mit dem Säbel enthauptet.

Posted Juni 16th, 2011 by hd

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Saudi-Arabien

Alarmierende Zunahme von Hinrichtungen

 

Öffentliche Enthauptung in Saudi Arabien, 2008. | © Privat

Zehn Menschen wurden am 7. Oktober in Riad hingerichtet, acht davon waren Arbeiter aus Bangladesch. Von der Todesstrafe in Saudi Arabien sind vor allem EmigrantInnen aus armen Ländern betroffen.

Die acht Arbeiter aus Bangladesch wurden am 7. Oktober in der saudischen Hauptstadt Riad öffentlich geköpft. Sie waren wegen Mordes an einem Ägypter verurteilt worden. Laut Berichten wurde der Ägypter in einem Kampf getötet, als die Bangladeschi einen Diebstahl auf der Baustelle, auf der sie arbeiteten, verhindern wollten.

Tödliche Diskriminierung

Die Todesstrafe in Saudi Arabien trifft vor allem MigrantInnen aus armen Ländern, die in Saudi Arabien Arbeit suchen. Im Falle einer Anklage haben diese oft keine Verteidigung, sie sind schlecht über ihre Rechte informiert und vor Gericht verstehen sie die Ausführungen in Arabisch nicht. Ausserdem haben sie weder Zugang zu einflussreichen Persönlichkeiten noch zu Geld – beides ist in Saudi Arabien entscheidend, um Streitigkeiten zu schlichten.

Mit den neuen Exekutionen sind dieses Jahr bereits mindestens 58 Menschen in Saudi Arabien hingerichtet worden, mehr als doppelt soviel wie im ganzen letzten Jahr. Zwanzig davon waren AusländerInnen.

Amnesty International protestiert gegen die alarmierende Zunahme von Hinrichtungen in Saudi Arabien und fordert die Einrichtung eines Moratoriums.

10. Oktober 2011, Quelle

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Datum: Mittwoch, 4. April 2012 2:16
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12 Kommentare

  1. Bernhard von Klärwo
    Mittwoch, 4. April 2012 17:40
    1

    OT

    Es sei nur ein Gerücht gewesen

    04. April 2012, 16:39
    Real Madrid entfernt Kreuz im Wappen nicht

    http://kath.net/detail.php?id=35963

  2. Bernhard von Klärwo
    Donnerstag, 5. April 2012 21:01
    2

    OT

    Der kalte Arabische Frühling

    05.04.2012 | 19:25 | (DiePresse.com)

    Weil sie die Bilder auf Facebook veröffentlicht hatten, wurden zwei Männer wegen Verletzung religiöser Gefühle zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Derartige Prozesse häufen sich seit der Revolte vor einem Jahr.

    Mohammed-Karikaturen - Tunesier verurteilt
    http://diepresse.com/home/panorama/religion/746921/MohammedKarikaturen_Haft-fuer-junge-Tunesier?_vl_backlink=/home/index.do

  3. Bernhard von Klärwo
    Samstag, 7. April 2012 2:41
    3

    OT

    Ehrenmord an Mitarbeiter der dt. Botschaft in Pakistan
    http://koptisch.wordpress.com/2012/04/06/ehrenmord-erschuttert-deutsche-botschaft-in-pakistan/

  4. Bernhard von Klärwo
    Samstag, 7. April 2012 21:28
    4

    OT

    MALI

    ""...Für die Bevölkerung im Norden Malis ist der Vormarsch die Islamisten ein Schock. Die wenigen Zeugenaussagen, die derzeit noch telefonisch aus Timbuktu zu erhalten sind, zeugen davon, dass Frauen gezwungen werden, Schleier zu tragen statt Jeans, Selbst den Männern sei befohlen worden, die Hosenbeine zu kürzen, und so dem Beispiel des Propheten Mohammed zu folgen. „Das sind Irre, das kannst du dir gar nicht vorstellen“, sagte ein Bewohner Timbuktus dieser Zeitung...
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/malis-islamisten-am-ende-der-zusammenarbeit-11709708.html

  5. 5

    Wenn Schnarchberger u. Co. das Scharia-Recht einführen, werden dann in Folge diese Urteile im Hinterzimmer der Parallelwelt gefällt. In diesen Hinterzimmern werden seit Jahren unmündige Kinder zum Islam erzogen, ohne dass auch nur ein Politiker dies zur Kenntnis genommen hätte. Im Gegenteil, Islamunterricht wird staatlich gefördert. In welchem Teil Deutschlands will der Rest der Deutschen leben?

  6. Bernhard von Klärwo
    Montag, 9. April 2012 14:23
    6

    OT

    Tödliche Anschläge auf Christen in Nigeria

    Kaduna (www.kath.net/ red/ idea)
    Blutiger Ostersonntag in Nigeria: Im Norden des Landes sind bei einem Bombenanschlag gegenüber einer Kirche mindestens 38 Menschen getötet worden. Das Attentat ereignete sich in der Stadt Kaduna, berichteten nigerianische Medien. Zwei mit Sprengstoff präparierte Autos detonierten während des Ostergottesdienstes einer evangelikalen Gemeinde...
    http://kath.net/detail.php?id=36013

    Abuja (www.kath.net/ KAP)
    Nigeria ist an den Osterfeiertagen von zwei Explosionen erschüttert worden. Wenige Stunden, nachdem am Sonntag in der Stadt Kaduna nahe einer Kirche eine Bombe explodiert war und mindestens 20 Menschen in den Tod gerissen hatte, gab es erneut einen Anschlag in der rund 200 Kilometer entfernten Stadt Jos. Hier gab es "mehrere Verletzte, aber keine Toten", zitierte die "Austria Presse Agentur" einen Sprecher des Katastrophenschutzes in der Nacht auf Montag. Im Zentrum Nigerias, in Adambge, war am Samstag bei Sturm und starkem Regen eine Kirche eingestürzt: Dabei sollen 22 Menschen getötet worden sein...
    http://kath.net/detail.php?id=36017

  7. Bernhard von Klärwo
    Montag, 9. April 2012 14:28
    7

    Im September will der Heilige Vater das Land im Nahen Osten besuchen.

    Vatikanstadt (www.kath.net/ KNA)
    Papst Benedikt XVI. besucht vom 14. bis zum 16. September den Libanon. Das berichtete „Radio Vatikan“ am Sonntag unter Verweis auf offizielle Mitteilungen des libanesischen Präsidialamtes und der katholischen Bischofskonferenz des Landes. Anlass der 24. Auslandsreise des Papstes ist die Veröffentlichung des Abschlussdokumentes der Bischofssynode über den Nahen Osten im Jahr 2010. Vorgesehen sind laut den Angaben auch Treffen mit den religiösen und staatlichen Spitzen des Landes und eine große Messe in Beirut...
    http://kath.net/detail.php?id=36012

  8. 8

    Aussage des Bildes: die Umstehenden fühlen sich im Recht und somit in Sicherheit. Eines der bezeichnensten Gegebenheiten in unberechenbaren diktatorischen Verhältnissen. Das einzig Berechenbare in dieser Glaubensverschwörung: DER KORAN.

  9. Bernhard von Klärwo
    Dienstag, 10. April 2012 17:52
    9

    Wiedereinmal ein Artikel(zeit.de) voller Lügen:

    Ist der Schreiber Murtaza ein Taqiyya-Meister oder bloß ein naiver Nichtkenner seiner eigenen Religion?

    Immerhin, der Islamit* will Verantwortung tragen - angeblich!

    ARTIKEL IN DER ZEIT:

    Von Muhammad Sameer Murtaza
    Datum 09.04.2012 - 18:15 Uhr
    http://www.zeit.de/2012/15/P-Muslime

    ""Islamismus
    Töten in Allahs Namen

    Warum wir Muslime Verantwortung tragen, wenn Islamisten morden...""

    +++

    Nein, er sagt nicht sofort "Islam ist Frieden", er sagt es gleich danach mit anderen Worten!

    Murtaza liefert gekürzte Suren - wer die ganzen Suren mit den Tötungsbefehlen umsetze, sei kein richtiger Moslem, denn ein Moslem dürfe nicht töten.

    Und wer sei schuld? Die "bösen Araber und Ölscheichs"! Mit ihrem Wahhabismus hätten sie den Islam verformt und mißbraucht. Böse böse Wahhabiten, gell!

    Ich frage mich, seit wann gibt es den Wahhabismus? Wikipedia weiß es:
    ""Muhammad ibn Abd al-Wahhab ibn Sulaiman ibn Ali ibn Muhammad ibn Ahmad ibn Raschid at-Tamim; auch Abdul Wahhab; * 1703 in Aiyaina im Nadschd, Saudi-Arabien; † 20. Juli 1792""

    Menschen wie Mohammed Merah würden den Koran selektiv verstehen. Also nur das Böse lesen?

    +Und? Wer Suren kürzt, um nur das Gute vorzulesen, präsentiert den Koran jedenfalls in "selektiver Lesart".

    +Zeitartikel-Autor Murtaza unterschlägt die "Abrogation" völlig.

    Vom kriegerischen 7. Jh. springt er direkt mitten ins 18.Jh. Dabei erwähnt er den "Propheten", dessen zwingenden Vorbildcharakter und seine grausamen Kriegszüge gar nicht. Anscheinend war dieser im 7.Jh. schon Jahrtausende tot oder was??? (Mohammed geb. ca. 570 - gest. 632, also im 7.Jh.)

    Anschließend jongliert der Artikelautor Murtaza munter mit den "bösen Ölscheichs", den bösen Wahhabiten direkt ins 20. Jahrhundert, zurück ins frühe 19. und landet beim Heute.

    (Anm. Ich fragte, vor zwei Jahren, einen durchaus fleißigen Schüler von 14 J., wann denn Mohammed gelebt habe, er meinte vor 200 Jahren.)

    Schnell wird Murtaza vollends abenteuerlich, er vergißt sein "Muslime müßten Verantwortung übernehmen" völlig:
    Am islamischen Antisemitismus seien die europäischen Christen schuld, sie seien dem islamischen Antisemitismus Vorbild gewesen.
    Sajjid Kutb sei der ganz ganz Böse von den Bösen gewesen.(Anm. Waren es nicht die Ölscheichs?) (Anm.: Said Qutb, 1906 geb., 1966 gest., Gründer der Moslembruderschaft)

    "...Dafür brauchen wir Imame aus Deutschland...", meint der Autor Murtaza

    Also wann wurde der ewig vorhandene und ewig gültige Koran jetzt von Allah geschrieben und dem Mohammed offeriert? Und da sind ja auch noch die Hadithe. Ebenfalls mit Vorbildcharakter. Bis die Wahhabiten auftraten, wurden doch schon zig jüdische Stämme durch Islamiten gemetzelt, von anderen Kriegsverheerungen in Indien, Italien, Iberien, Einfälle vor Wien usw. noch gar nicht gesprochen.

    Zum Schluß: Verflixt nochmal, wer den Mondgötzennamen Allah mit Gott übersetzt und ihn mit dem der Juden und dem der Christen(Hl. Dreifaltigkeit) gleichsetzt, lügt bereits, wenn er nur den Mund aufmacht!!!

    *Islamiten = "veraltet", (alle) Anhänger des Islam; nicht zu verwechseln mit "Islamisten", einer künstlichen Wortschöpfung für radikale Islamiten.

  10. Bernhard von Klärwo
    Dienstag, 10. April 2012 17:56
    10

    (Anm. Ich fragte, vor zwei Jahren, einen durchaus fleißigen Schüler von 14 J., wann denn Mohammed gelebt habe, er meinte vor 200 Jahren.)

    Zur Verdeutlichung: Besagter Schüler ist ein Exil-Iraker, ein Islamit.

  11. Bernhard von Klärwo
    Dienstag, 10. April 2012 23:07
    11

    Kann bzw. darf man den Islam bzw. den Koran modern interpretieren ohne geköpft zu werden? Wem muß ein "moderater" Moslem vorher signalisieren, es sei nur Taqiyya, damit er, der "Moderne", in jedem Falle überleben kann?

    Taqiyya oder wer einmal lügt dem glaubt man nicht und wenn er auch die Wahrheit spricht:

    ""10. April 2012, 11:57
    Türkisches Religionsamt nimmt Christen in Schutz

    Istanbul (kath.net/KNA) Der Leiter des staatlichen Religionsamtes in der Türkei, Mehmet Görmez, hat den saudischen Großmufti wegen dessen Äußerungen gegen Christen scharf angegriffen. Die Forderung von Abd al-Aziz Ibn Abdullah Al asch-Schaich, alle Kirchen auf der Arabischen Halbinsel zu zerstören, stehe in Widerspruch zur islamischen Lehre und zur Tradition der Toleranz, sagte Görmez der türkischen Zeitung «Today's Zaman» (Freitag). Der Großmufti als höchste religiöse Autorität Saudi-Arabiens habe «dunkle Schatten» auf die Lehre von Rechten und Freiheiten im Islam geworfen. Er müsse seine Aussage so schnell wie möglich revidieren...""
    http://kath.net/detail.php?id=36025

  12. 12

    Wir haben es hier mit einer ganz anderen Kultur zu tun. Ich verachte jede Form der Todesstrafe, finde es aber noch viel schrecklicher wenn ein demokratisches, freies und westliches Land wie die USA es anwenden. Ich war schockiert über dieses Grafik!

    http://www.infografiken.com/portfolio/infografik-hinrichtungen-usa/

    Darüber sollte diskutiert werden!