Manifest der 12: „Gemeinsam gegen den neuen Totalitarismus“

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Es ist ein Manifest der Tapferen und Weitsichtigen, eine eindringliche Warnung an die freie Welt vor dem Aufziehen eines neuen Totalitarismus, ein Manifest von Menschen, die sich weder von Morddrohungen (die meisten der 12 Unterzeichner des Manifests stehen auf den Todeslisten muslimischer Dschihadisten (was direkt auf Mohammed Befehl zurückgeht, "jeden zu töten, der den Islam  kritisiert") noch von der massiven Stigmatisierung als "Islamhasser", "Islamophobe" und dergleichen durch die  westliche Systempresse davon abhalten lassen, zu sagen, was gesagt werden muss. Sie haben heute bereits ihren Platz in der Geschichte.
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Hier ist ihr Manifest aus dem Jahre 2006, in dem die zwölf Unterzeichner - nach dem Sieg über Faschismus, den Nazismus und den Stalinismus -  vor dem neuen (und gleichwohl ältesten) Faschismus namens Islam warnen.

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WELT ONLINE
02.03.06

Manifest der 12 "Gemeinsam gegen den neuen Totalitarismus"

Von Jochen Hehn

Der indo-britische Schriftsteller Salman Rushdie, die aus Somalia stammende niederländische Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali, die im französischen Exil lebende iranische Schriftstellerin Chahla Chafiq, der französische Philosoph Bernard-Henri Lévy und weitere Intellektuelle, Schriftsteller und Journalisten gehören zu den Unterzeichnern eines Manifestes "gegen den neuen Totalitarismus: den Islamismus", das am Mittwoch in dem französischen satirischen Wochenmagazin "Charlie Hebdo" veröffentlicht wurde. Der Kampf gegen diese Bedrohung könne nur durch die Freiheit der Gedanken gewonnen werden, schreiben die Unterzeichner. "Charlie Hebdo" hatte nach den Protesten gegen die dänischen Mohammed-Karikaturen mit dem Abdruck eigener Karikaturen gegen den Islamismus Front gemacht.

Wir dokumentieren im Folgenden das Manifest.

Manifest der 12

Nachdem die Welt den Faschismus, den Nazismus und den Stalinismus besiegt hat, sieht sie sich einer neuen weltweiten totalitären Bedrohung gegenüber: dem Islamismus.

Wir Schriftsteller, Journalisten, Intellektuellen rufen zum Widerstand gegen den religiösen Totalitarismus und zur Förderung der Freiheit, Chancengleichheit und des Laizismus für alle auf.

Die jüngsten Ereignisse nach der Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in europäischen Zeitungen zeigt die Notwendigkeit des Kampfes für die universellen Werte. Dieser Kampf kann nicht mit Waffen, sondern muß auf dem Feld der Ideen gewonnen werden. Es handelt sich nicht um ein Aufeinanderprallen der Kulturen oder einen Gegensatz von Okzident und Orient, sondern um einen weltweiten Kampf der Demokraten gegen die Theokraten.

Wie alle Totalitarismen nährt sich der Islamismus aus der Angst und der Frustration. Auf diese Gefühle setzen die Haßprediger, um mit ihren Bataillonen eine Welt der Unfreiheit und Ungleichheit zu erzwingen. Wir aber sagen laut und deutlich: Nichts, nicht einmal Verzweiflung, rechtfertigt Massenverdummung, Totalitarismus und Haß. Der Islamismus ist eine reaktionäre Ideologie. Überall, wo er sich breit macht, zerstört er Gleichheit, Freiheit und Laizismus. Wo er erfolgreich ist, führt er nur zu einer Welt des Unrechts und der Unterdrückung: Der Frauen durch die Männer und aller anderen durch die Integristen.

Wir lehnen den "kulturellen Relativismus" ab, der im Namen der Achtung der Kulturen und der Traditionen hinnimmt, daß den Frauen und Männern der muslimischen Kultur das Recht auf Gleichheit, Freiheit und Laizität vorenthalten wird.

Wir weigern uns, wegen der Befürchtung, die "Islamophobie" zu fördern, auf den kritischen Geist zu verzichten. Dies ist ein verhängnisvolles Konzept, das die Kritik am Islam als Religion und die Stigmatisierung der Gläubigen durcheinanderbringt.

Wir plädieren für allgemeine Meinungsfreiheit, damit sich der kritische Geist auf allen Kontinenten gegen jeden Mißbrauch und gegen alle Dogmen entfalten kann.

Wir richten unseren Appell an die Demokraten und freien Geister aller Länder, damit unser Jahrhundert eines der Aufklärung und nicht eines der Verdummung wird.

Ayaan Hirsi Ali, Chahla Chafiq, Caroline Fourest, Bernard-Henri Lévy; Irshad Manji, Mehdi Mozaffari, Maryam Namazie, Taslima Nasreen; Salman Rushdie, Antoine Sfeir, Philippe Val, Ibn Warraq Aus dem Französischen von Jochen Hehn.

Quelle

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Die zwölf Unterzeichner des Manifestes sind:

  • Ayaan Hirsi Ali, niederländische Schriftstellerin, Politikerin und Frauenrechtlerin somalischer Herkunft
  • Chahla Chafiq, iranische Schriftstellerin im französischen Exil
  • Caroline Fourest, französische Schriftstellerin, Journalistin und Feministin
  • Bernard-Henri Lévy, französischer Philosoph und Publizist
  • Irshad Manji, Schriftstellerin, Journalistin und Feministin ugandischer Herkunft
  • Mehdi Mozaffari, Professor der Politikwissenschaft in Dänemark
  • Maryam Namazie, iranische Kommunistin im britischen Exil
  • Taslima Nasreen, bangladeschische Schriftstellerin und Ärztin
  • Salman Rushdie, indisch-britischer Schriftsteller
  • Antoine Sfeir, in Frankreich lebender libanesischer Schriftsteller, Politologe und Journalist
  • Philippe Val, Chefredakteur des Magazins Charlie Hebdo, das das Manifest veröffentlicht hat
  • Ibn Warraq (Pseudonym), indischer Schriftsteller und Islamkritiker

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Datum: Sonntag, 20. Mai 2012 0:06
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4 Kommentare

  1. 1

    auch ich hatte das Manifest gekannt. Es stellt sich die Frage, was nun daraus geworden ist. Nach Sieben Jahren scheint keine Öffentlichkeit geschaffen worden zu sein.

  2. 2

    DER ISLAM

  3. Bernhard von Klärwo
    Samstag, 26. Mai 2012 21:43
    3

    Islam beleidigt: Musiker in der “laizistischen” Türkei wegen Blasphemie angeklagt

    Dem bekannten türkischen Pianisten und Komponisten Fazil Say drohen Medienberichten zufolge bis zu eineinhalb Jahre Gefängnis wegen abfälliger Bemerkungen über den Islam.
    http://www.zukunftskinder.org/?p=23171

  4. 4

    Wenn Politiker (EU) Menschen nach Europa holt, die alles kurz und klein hauen müssen, wenn ihre Ideologie abgelehnt wird, dann erklärt sich eigentlich alles.