1822: Das Türken-Massaker von Chios an über 100.000 griechischen Zivilisten

***

Bild: Eugène Delacroix, Das Massaker von Chios, 1824, Öl auf Leinwand 417x354 cm, Paris Musée de Louvre; Der Titel des Bildes lautet “ Das Massaker von Chios“. Dargestellt ist ein muslimischer berittener Soldat und Christen, die auf ihre Tötung warten.

Das Türken-Massaker von Chios an über 100.000 griechischen Zivilisten

Von Michael Mannheimer
(nach Quellen von Bat Ye`or:  "Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam", 2. Auflage 2005)

Wo heute Waldbrände, ausgelöst von der sengenden griechischen Sonne, aber auch entzündet von der griechischen Grundstücks-Mafia, die über diesen Weg an Bauland zu kommen versuchen, geschah vor 190 Jahren eines der schlimmsten Massaker der Neuzeit.

Eine muslimische Strafaktion nach den Gesetzen des Dschihad stürzte die Inselbevölkerung in ein großes Unglück, über 100.000 christliche Griechen wurden getötet oder versklavt. Dieses Gemetzel empörte das christliche Europa so, daß sie Griechenland von der islamischen Herrschaft befreiten. Eugène Delacroix stellte 1824 eine Szene auf einem riesigen Gemälde dar (s.o.).

Christen auf dem Balkan gaben die Hoffnung auf Freiheit nie auf

Trotz jahrhundertelanger brutaler Unterwerfung durch das Osmanische Reich hatten die christlichen Völker auf dem Balkan, in Griechenland und in Anatolien die Hoffnung auf Freiheit nie aufgegeben. Sporadische Erhebungen gegen ihre türkischen Unterdrücker, zu denen Russland und Österreich die Christen im Osmanischen Reich ermunterten, hatten stets blutige Repressalien durch die Hohe Pforte zur Folge.

Politischen Widerstand gegen das Osmanische Reich gab es zuerst in den Grenzprovinzen, vor allem in den Russland benachbarten moldau-walachischen Fürstentümern (heutiges Rumänien) sowie in Montenegro und in Kroatien - abwechselnd unterstützt von Russland und Österreich.

1711 schlug ein von Russland unterstützter Aufstand der Moldau-Walachai fehl. 1769 zettelten die Russen einen Aufstand auf der Peloppones an. Die russische Zarin Katharina II. änderte ihre Pläne jedoch rasch, als die Hohe Pforte ihr Vorteile zusicherte, wenn sie von der Unterstützung dieses Aufstands abließ. Was sie denn auch tat. (Vertrag von Kütschük Kaindardscha, 21. Juli 1774). Als Racheaktion entsandte der Kalif ein Entsatzheer an den Peloppones und ließ über 50.000 griechische Zivilisten ermorden (zum Vergleich: Der 10-jährige Vietnamkrieg kostete insgesamt 55.000 US-Soldaten das Leben).

Am Beginn des 19. Jahrhunderts begleitet die Widergeburt des Hellenismus die Aufstände der Klephten (Rebellen im Freiheitskampf der Griechen gegen die osmanische Herrschaft) in den griechischen Bergen und auf den Inseln Griechenlands. Einige Jahre später erhob sich der Peloppones. Am 11. April 1822 landete eine osmanische Flotte landet auf der Insel Chios im Ägäischen Meer und richtet ein Massaker unter den griechischen Einwohnern an:

„Die Osmanen beantworteten diese Dhimmi-Revolte und die Ermordung der türkischen Minorität mit den Gesetzen des Dschihad: Massaker und Versklavung der rebellierenden Christen,. Allein auf der Insel Chios entgingen 1822 von einer Bevölkerung von 113.000 nur 1.800 Menschen dem Tod oder der Sklaverei. Die allgemeine Entrüstung zwang Frankreich, Rußland und Großbritannien zum Eingreifen. Es gelang diesen Mächten, Griechenland in den Status einer autonomen Provinz zu erheben, mit einem christlichen Statthalter, der Vasall der Hohen Pforte war. Die Unabhängigkeit Griechenlands wurde 1830 offiziell anerkannt.“ Quelle: Bat Ye`or, Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam, 2. Auflage 2005, S. 210.

*******

Für die auf dieser Seite befindlichen Links gilt: Der Betreiber dieser Seite möchte ausdrücklich betonen, dass er keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten hat. Aus diesem Grund distanziert sich der Betreiber dieser Seite ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Internetpräsenz und macht sich deren Inhalte nicht zu eigen. Diese Erklärung gilt für alle Links.

Ferner gilt, dass Fremdbeiträge ausschließlich die Meinung des Autors des betreffenden Fremdbeitrags weidergeben. Dies gilt für alle Fremdbeiträge auf diesem Blog.

Tags »

Autor:
Datum: Dienstag, 21. August 2012 14:00
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Genozide des Islam, Osmanisches Reich, Tuerkenkriege gegen Europa, Widerstand und Widerstandsbewegungen gegen Islamisierung

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Kommentare und Pings geschlossen.

6 Kommentare

  1. 1

    Das ist ein richtig guter Beitrag geworden, Danke.

    MM. 🙂

  2. Bernhard von Klärwo
    Dienstag, 21. August 2012 17:38
    2

    Apropos Waldbrände

    Griechenland: 45 Millionen an türkischen Strafzahlungen für Brandstiftung
    Deutsch Türkische Nachrichten | Veröffentlicht: 05.01.12, 15:29
    Ein einziges Interview des ehemaligen türkischen Ministerpräsidenten Mesut Y?lmaz bringt die türkischen Politiker in Erklärungsnot. Jetzt soll die Türkei über 45 Millionen Entschädigung zahlen...

    Der Regionalbezirk Penteli im Norden Athens fordert gerichtlich 46.587.500 Euro Entschädigung (zuvor hatte bereits die Stadt Zacharo angekündigt Entschädigung zu verlanden – mehr hier) . 1995 fielen 25.000 Hektar Wald den Bränden zum Opfer. Mit dem Geld wolle die Bezirksregierung neue Bäume pflanzen. In den kommenden Tagen würden noch weitere griechische Städte gerichtlich vorgehen wollen, berichten türkische Medien...
    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/01/50242/griechenland-45-000-euro-an-tuerkischen-strafzahlungen-fuer-brandstiftung/

    +++

    Freitag, 4. Mai 2012
    Neue Terrorstrategie: Al-Qaida ruft Islamisten zu gezielten Waldbränden auf
    http://zoelibat.blogspot.de/2012/05/terrorstrategie-al-quaida-waldbraende.html

    +++

    Wenn´s brennt - da werden die Freiburger Antifa aber glücklich sein!

  3. Bernhard von Klärwo
    Freitag, 24. August 2012 22:40
    3

    Zunehmende Islamisierung der Türkei

    ""Frankfurt-Ankara, 24.08.2012 (KAP) Auch die christlichen Armenier beklagen Islamisierungstendenzen in der Türkei durch die Hardliner in der Regierungspartei AKP und ihre Helfer im Religionsamt (Diyanet). Das Betreiben um eine Dauernutzung der Basilika Hagia Sophia in Trabzon als Moschee sei ein beunruhigendes Zeichen, sagte der Vorsitzende des Zentralrats der Armenier in Deutschland (ZAD), Azat Ordukhanyan, am Freitag in Frankfurt. Ordukhanyan sieht Religionsfreiheit und die Sicherheit nichtmuslimischer Bürger in der Türkei immer mehr eingeschränkt...

    Der aktuellen Auseinandersetzung um die Hagia Sophia in Trabzon ging heuer bereits die Rückumwandlung der Hagia Sophia in Isnik (Nicäa) in eine Moschee voraus. In der aus dem 4. Jahrhundert stammenden Kirche hatte im Jahr 787 das Zweite Konzil von Nicäa getagt, das letzte Konzil der ungeteilten Christenheit...""
    http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/48719.html

  4. Bernhard von Klärwo
    Dienstag, 28. August 2012 1:25
    4

    Erdogan und Sein Vizepremier Bülent Arinc betreiben die

    Re-Osmanisierung in der Türkei

    ""Museum wird Moschee
    Türkische Religionspolitik im Rückwärtsgang

    Auch die armenischen Christen teilen die Bestürzung des Ökumenischen Patriarchat in Istanbul über die Absicht der türkischen Regierung, die griechisch-orthodoxe Sophien-Kirche von Trabzon am Schwarzen Meer aus dem derzeitigen Museum wieder in eine Moschee zu verwandeln...""
    http://www.jesus.ch/magazin/international/europa/221465-tuerkische_religionspolitik_im_rueckwaertsgang.html
    Letztes Jahr war bereits die Hagia Sophia von Nizäa dran.
    Demnächst auch die Hagia Sophia von Istanbul? Garantiert!
    http://www.katholisches.info/2011/11/12/kirche-des-konzils-von-nizaa-wird-wieder-moschee-%E2%80%9Edie-hagia-sophia-ist-beute-unserer-eroberung-deshalb-haben-wir-ein-recht-auf-sie%E2%80%9C/

  5. Bernhard von Klärwo
    Dienstag, 28. August 2012 2:35
    5

    Erzbischof von Smyrne(Türkei) Franceschini:

    "Ich denke, daß man inzwischen auch im Vatikan verstanden hat, daß ich recht habe: Der Mord an Bischof Padovese hat nämlich ausschließlich mit dem Islam zu tun...

    In Anatolien greifen sie die Christen an und jeder Angriff erfolgt im Namen des Islam...

    Wie starb Padovese? „Murat Altun hatte alles genau geplant. Er vollzog einen islamischen Ritualmord. Er ging mit einer solchen Gewalt vor, daß er den Bischof fast enthauptete. So tötet jemand, der zeigen will, daß er ein wirklich radikaler Moslem ist.“

    Sie kennen den Mörder persönlich? „Ich habe ihn sogar angestellt. Ich kenne auch seine Familie. Er hat sich nicht zum katholischen Glauben bekehrt. Wer dies behauptet, lügt. Er ließ sich nie taufen. Es war ein großer Fehler, ihn anzustellen. Es ist immer ein Risiko Moslems des Ortes zu beschäftigen. Diese Lehre haben wir teuer bezahlt.“...""
    http://www.katholisches.info/2010/06/14/so-totet-ein-radikaler-moslem-mord-an-bischof-padovese-papst-wurde-schlecht-beraten/

    ""Rätseln um Flugstornierung

    Wie die spanische Zeitung "El Pais" schreibt, hatte Padovese, der aus Italien stammende Vorsitzende der türkischen Bischofskonferenz, nur wenige Stunden vor seiner Abreise nach Zypern seinen Flug und den seines muslimischen Chauffeurs Altun storniert. Padovese hätte einer Einladung von Papst Benedikt XVI. folgen sollen, der alle Bischöfe der Region zu einer Vorbereitungsmesse für eine Sondersynode für den Nahen Osten nach Zypern eingeladen hatte.

    Der Vatikan-Kenner Filippo di Giacomo meinte dazu, Padovese sei sich offenbar der Gefahr bewusst gewesen, die von Altun ausgehe. Er habe daher riskiert, "selbst zum Opfer zu werden, um eine größere Tragödie zu verhindern, also ein Attentat auf den Papst". Auch in der katholischen Gemeinde in der Türkei gab die Stornierung des Zypern-Flugs Anlass zu Spekulationen. Vielleicht wollte sich Altun dafür rächen, dass er nicht an den Papst herankommen konnte.
    Mehrere Täter?

    Zudem gibt es Behauptungen, dass der Täter nicht allein war, als er Padovese mit 20 Messerstichen ermordete. Altun soll nach Angaben von Augenzeugen und katholischen Würdenträgern in der Türkei in Begleitung von ein oder zwei Personen in das Privathaus Padoveses in Iskenderun eingedrungen sein.

    Wie der Erzbischof von Smyrna (Izmir), Ruggero Franceschini, gegenüber der italienischen Zeitung "La Stampa" erklärte, glaube nunmehr selbst die Polizei, dass der Bischof von "mindestens zwei Personen" ermordet wurde. Augenzeugen berichteten, der Mörder habe eine kugelsichere Weste getragen und sei von der Militärpolizei - und nicht von regulären Sicherheitsbeamten - verhaftet worden.""
    http://diepresse.com/home/panorama/religion/572071/Mord-an-tuerkischem-Bischof_PapstAttentat-geplant

    http://www.asianews.it/news-en/Archbishop-of-Smyrna:-The-martyrdom-of-bishop-Padovese-we-want-the-truth-and-not-pious-lies-18639.html

    +++

    Es nimmt kein Ende und wird immer schlimmer! Wann endlich hört man bei uns auf, sogar in der Kirche (!), den Islam und den militanten Atheismus zu unterschätzen?

    2010

    Irak, Vietnam, Nigeria, Philippinen, Pakistan, Afghanistan, Pakistan, Pakistan, Irak, Irak, Irak, Irak, Türkei, Usbekistan, Guinea, Sudan, Saudi Arabien, China, Bosnien-Herzegowina, Kuwait, Pakistan, Turkmenistan, Indonesien, Nahost/Palästina, Sri Lanka, Indonesien, Malaysia, Indien, Indien, immerwieder Indien durch nationalistischen Hindu-Mob:
    24.12.2010 Indien:
    Die Christen im Bundesstaat Orissa bereiten sich auf ein wenig friedliches Weihnachtsfest vor. Hindu-Extremisten haben für den 25. Dezember zu einer Demonstration im Gedenken an einen von ihnen aufgerufen, der zu Weihnachten 2007 bei Ausschreitungen gegen Christen in Kandhamal getötet wurde. Bei den Attacken kamen auch mindestens zehn Christen ums Leben, 400 Häuser und fast hundert Kirchen wurden verwüstet. Sechs Monate später begann eine extreme Welle der Gewalt gegen Christen in Kandhamal mit mehreren hundert Toten und 50.000 Vertriebenen. In den beiden vergangenen Jahren fand Weihnachten in Kandhamal unter Polizeibewachung statt. Einige christliche Organisationen beobachten dennoch wachsende Panik unter ihren Gläubigen. Sie rufen die Regierungsautoritäten zu höchster Wachsamkeit auf. (apic) (NL Radio Vatikan, 24.12.2010)...
    http://gerdhagedorn.de/62.html

    Anm.: In Indien spielt ein Rolle, daß Katholiken sich auch um niedere Kastenmitglieder und um Unberührbare kümmern. Das erregt den Zorn der Hardcore-Hindus. Mindestens an der Kastenfrage kann man sagen: Hinduismus ist Hinduismus!

    Lustig ist das Dhimmileben:

    In Pakistan können die Europäer lernen, was Dhimmistatus bedeutet: Christliche Frauen oder Ehepaare, die für einen reichen Moslem arbeiten werden dauernd genervt zum Islam überzutreten, vergewaltigt und schließlich ermordet.
    Ja das kennen wir doch noch aus dem "Goldenen" Al-Andalus. Aus Ägypten hört man es auch. Und in den Islamischen Ländern, woraus man wenig oder nichts hört, herrscht die Zensur.