Frankreich hat ein Evakuierungsprogramm für 200.000 Pariser Juden für den Ernstfall erstellt

Das jüdische Viertel in Paris: Elle date du XIIIe siècle. Depuis toujours, la principale rue du quartier juif de Paris.  Sie datiert zurück bis ins 13. Jahrhundert. Schon immer war sie die Hauptstraße des jüdischen Viertels in Paris.

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Frankreich hat ein Evakuierungsprogramm für 200.000 Pariser Juden für den Ernstfall erstellt

Quelle: http://www.kybeline.com/2012/09/27/frankreich-hat-ein-evakuierungsprogramm-fur-200-000-pariser-juden-fur-den-ernstfall-erstellt/#comments

Die Meldung fanden wir im Israel-Forum. Der Link führt zum Blog HaOlam. So eine Schlagzeile schockiert und macht uns bewußt, wie wenig wir wahrnehmen, dass wir uns immer mehr dem Rande eines kollektiven Abgrunds nähern. Dank der  einlullenden Gutmenschen-Märchen in den Medien sehen wir die Realität gar nicht, bis wir dann so eine Meldung finden und mit einem Schock wachwerden:

Zweihunderttausend. Das ist die Zahl der Israelis mit französischem Pass, für die das französische Aussenministerium in Zusammenarbeit mit der Botschaft ein Evakuierungsprogramm im Kriegsfalle ausgearbeitet hat. (1) 

(...)

« Fliehen gehört nicht zu den Projekten der in Israel lebenden Franzosen », heisst es arrogant im Begleittext zu dem Video (1), in dem die Evakuierungspläne erklärt und kommentiert werden

Gilles-William Goldnadel (4), Vorsitzender der Vereinigung France-Israel (5), erklärt kategorisch: « Die französischen Bürger werden mit den Israelis solidarisch sein und nicht weggehen. »

Alain Sayada, für die Zeitschrift Israel Actualites (6), sagte mir: « Der Plan der französischen Regierung, der die Evakuation israelischer Bürger französischer Nationalität vorsieht, ist eine gute Sache, aber ich glaube nicht eine Sekunde, dass die französischer Bürger jüdischen Glaubens den Mut haben werden, ihre jüdischen Bürger zu verlassen, in diesen schwierigen Momenten. Sie würden den Eindruck haben, das Schiff zu verlassen und ihren Bruder in der Patsche zu lassen. Dieser Evakuationsplan wird nur den Angehörigen verschiedener französischer Verwaltungen und ihren Familien und den Expatriaten dienen, die für französische Unternehmen in Israel arbeiten … und die froh wären, die Gegend im Konfliktfall zu verlassen. Was mich selbst betrifft, trotz der Tatsache, dass ich nicht Israeli sondern französischer Staatsangehöriger bin, ich werde in Israel bleiben, um meine israelischen Brüder zu unterstützen und im Konfliktfall meinen Teil militärischer Kraftanstrengung zu leisten. (…) «

Wieweit diese Überzeugungen über das Verhalten der Franco-Israelis im Kriegsfalle kontrastieren mit dem, was dann tatsächlich geschehen wird, wird sich hoffentlich nicht herausstellen. Aber die Existenz dieser Evakuierungspläne ist ein sicheres Indiz dafür, dass Paris die Gefahr eines kommenden Krieges im Herzen Israels sehr ernst nimmt.

Oder existieren diese Evakuierungspläne gar nicht? Jacques Benillouche hat mit dem französischen Botschafter Christophe Bigot ein Video-Interview geführt; daraus geht hervor, dass es solche Evakuationspläne gar nicht gäbe, es handele sich um normale Schutzmassnahmen für Auslandsfranzosen ohne Zusammenhang mit dem Dossier Iran. Eine kleine von den Medien zu sehr breit getretene Affäre, wie Jacques Benillouche titelt. (7)

Aber gibt es überhaupt in der Geschichte Aussagen von Diplomaten, denen das Dementi nicht auf dem Fuss folgt ?

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Datum: Freitag, 12. Oktober 2012 8:00
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Antisemitismus und Judenhass im Islam, Bürgerkriegsgefahr wegen Islamisierung, Frankreich und Islam

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8 Kommentare

  1. 1

    Ende August wurde ganz in der Nähe des Hauses, in dem ich wohne (in Berlin-Friedenau) ein Rabbi von einer Horde Rabauken zusammengeschlagen und schwer verletzt, seine kleine Tochter wurde bespuckt, beschimpft und bedroht. Der Fall - nicht der erste seiner Art in diesem unserem Lande (ich rede nur von der “neueren” Zeit) - ging durch die Medien und rief naturgemäß ein heftiges Echo hervor. Unter anderem waren Stimmen zu vernehmen, die den Juden rieten, auf jüdische Accessoires (Kippa, Schläfenlocken, Davidstern…) zu verzichten, wenn sie sich in die Öffentlichkeit begeben.

    Dies gab mir den Anstoß zu folgendem Gedicht, das ich hier veröffentlichen möchte - selbstverständlich mit dem Warnhinweis: Vorsicht! Sarkasmus!

    HURRA, WIR KIPPAPITULIEREN !

    Man hält’s wirklich nicht für möglich,
    und doch ist es leider wahr:
    Bist du Jude, schwebst du täglich
    hierzulande in Gefahr!
    Kriegst das Nasenbein gebrochen,
    wirst wie’n Ferkel abgestochen -
    und trotz alledem sagst Du:
    „Ich bin Jud’ und steh dazu!“

    Aber lasst Euch doch mal fragen:
    Weshalb seht Ihr Euch nicht vor?
    Wieso müsst Ihr Kippa tragen?
    Schläfenlocken dicht am Ohr?
    Noch dazu den Davidstern -
    den sieht mancher gar nicht gern!
    Faust geballt, kalt knallt Gewalt -
    Kopf aufs Straßenpflaster prallt…

    Dass dies heut in diesem Lande
    wieder vorkommt dort und hier:
    DAS IST EINE RIESENSCHANDE !
    Aber schuld dran seid auch Ihr!
    Ja - durch Euren Auftritt immer
    macht Ihr Juden es noch schlimmer!
    Wer als Jud’ Dich nicht erkennt,
    Dich kaum jemals „Saujud“ nennt…

    Deshalb möchte ich Euch warnen
    (wenn Ihr dieses mir erlaubt):
    Ihr müsst Euch als Gojim tarnen!
    Kippa ab! Und überhaupt
    seid Ihr Burschen ohne Vorhaut
    allzu gerne reichlich vorlaut.
    Und kein Wunder ist’s bestimmt,
    dass man Euch dies übelnimmt…

    Das fängt - will ich mal so sagen -
    schon im Kindergarten an.
    Schwierig ist es zu ertragen,
    wenn’s wen gibt, der’s besser kann.
    Wenn Sally Goldblum triumphiert,
    wo Mehmet Öztürk sich blamiert,
    dann macht ungehemmt sich breit
    dumpfer Hass, genährt durch Neid.

    Also zieht daraus die Lehre
    und seid ständig auf der Hut:
    damit keiner sich beschwere,
    tarn’ als Döskopp sich der Jud’!
    Eure Klugheit - mal ganz ehrlich -
    ist für viele brandgefährlich.
    Nehmt mir diesen Rat nicht krumm:
    Liebe Juden, stellt Euch dumm!

    Um auf Dauer zu verhindern,
    dass man Euch hasst, tritt und schlägt,
    impft es ein auch Euren Kindern,
    wie als Jud’ man sich beträgt.
    Selbstbewusstsein? Nebbich: Demut!
    Optimismus? Ach was: Wehmut!
    Und tief wird der Blick gesenkt,
    wenn an Israel man denkt…

    Wird das nächste Mal verkündet,
    dass ein frommer Muselmann
    seinen Sprengstoffgurt gezündet,
    zwanzig Juden mitnahm - dann
    dürft Ihr dieses zwar bedauern,
    solltet jedoch nicht groß trauern,
    müsst in Sack und Asche geh’n
    und den frommen Mann versteh’n…

    Wenn fortan statt Geistesblitzen
    Ihr nur trübe Funken schlagt
    und Euch fragt: „Was soll das nützen?“
    sei Euch eines klar gesagt:
    Sich in Bescheidenheit zu üben,
    bewirkt noch nicht, dass sie Euch lieben,
    doch dient’s im Notfall eben
    vielleicht dem Überleben…

    (17.9.2012)

  2. 2

    Es geht doch bei diesem Evakuierungsplan um die in Israel lebenden Juden mit französischen Pass und nicht um die Pariser Juden oder sehe ich das falsch.
    Die Überschrift ist demnach irreführend.

  3. Bernhard von Klärwo
    Freitag, 12. Oktober 2012 13:49
    3

    ""Achtung! Sie stehen vor türkischem Territorium“. Ein solches Schild müsste eigentlich vor dem Rohbau der Kölner Zentralmoschee an der Inneren Kanalstraße stehen. Denn der Bauherr, die Türkisch-Islamische Union (Ditib), geht mit ihrem deutschen Partner um, als handele es sich bei dem Gotteshaus um türkisches Hoheitsgebiet...""
    http://quotenqueen.wordpress.com/2012/10/12/die-ditib-bruskiert-deutschland/
    Stimmt ja auch, wo eine Moschee steht ist für immer und ewig Islamland!

  4. 4

    In dem angeführten Artikel geht es um die mögliche Evakuierung von französischen JudenPa aus Israel, falls es von seinen arabischen Nachbarn unter Duldung des Friedensnobelpreisträgers EU angegriffen und mit der Vernichtung bedroht wird. Von einer Evakuierung der in Frankreich oder Paris lebenden Juden ist nicht die Rede, obwohl diese seit einiger Zeit von Israel eingeladen werden, aus Sicherheitsgründen nach Israel auszuwandern. Leider stehen weltweit für Juden die Zeiten auf Sturm und es gibt weder in Europa noch in Israel eine sichere Zuflucht.

    PS: "JudenPa" sollte keine Abkürzung für Judenpack sein, sondern ist ein Überbleibsel von "Juden mit französischem Pass", was ich umformuliert und versehentlich nur unvollstädnig gelöscht hatte.

  5. Bernhard von Klärwo
    Freitag, 12. Oktober 2012 21:16
    5

    kopp-verlag.de
    Schock: Ägyptische Moslembruderschaft ruft zum Heiligen Krieg auf

    Der Führungsstab der Muslimbruderschaft, dem der ägyptischen Präsidenten Mohamed Morsi angehört, hat am Donnerstag zum Jihad (heiliger Krieg) aufgerufen, um Jerusalem von der israelischen Herrschaft zu befreien. Mehr... s.u.

    Dschihad gegen Israel

    ""11 October 2012 - 20H21

    AFP - The supreme guide of the Muslim Brotherhood, from which Egypt's President Mohamed Morsi emanated, called on Thursday for a jihad (holy war) to liberate Jerusalem from Israeli rule.

    "Jerusalem is Islamic ... and nobody is entitled to make concessions" on the Holy City, said Sheikh Mohammed Badie in his weekly message to supporters...
    http://www.france24.com/en/20121011-egypts-brotherhood-heads-urged-jihad-jerusalem

  6. Bernhard von Klärwo
    Freitag, 12. Oktober 2012 21:31
    6

    ""Stimmt es wirklich, so oft wie die europäische und amerikanische Presse es seit Jahren berichtet, dass jüdische „Siedler“ in der „Westbank“ (korrekter heißt es Judäa und Samaria) auf Land leben, das sie palästinensischen Arabern gestohlen haben?"" http://koptisch.wordpress.com/2012/10/11/sind-judische-siedlungen-auf-arabischem-land-gebaut/#comment-38366

  7. 7

    so sind eben die Menschen, was sie uns nämlich dauernd für einen Schuldkomplex suggerieren wegen einem Antisemitismus, den ich nirgends beobachten kann und wenn dann Juden von Moslems mißhandelt werden, dann hilft man ihnen nicht. Diese heutigen Linken, das sind wirkliche Charakterstummel. Aber sogar die Juden selber. In den Gehsteigen werden Gedenktafeln eingeweiht von denen die im KZ umgekommen sind und alle haben eine Entschädigung bekommen, auch wenn sie reich waren, aber einem Halbjuden, der in Not geraten war und dem die Delogierung drohte, haben sie eiskalt im Stich gelassen. Und drum diese Heiligtuerei der Kirchenfeinde, das ist der letzte Dreck.

  8. 8

    @ Herr Foltyn - was ist denn bitte ein "Halbjude"? Jude zu sein ist ein Glaubensbekenntnis, dies kann man nicht "halb" ablegen.