Die Nazi-Keule gegen Deutsche: Die Auferstehung der Methoden mittelalterlicher Hexenverfolgung


Der Nazivorwurf des politischen Establishments gilt nur vordergründig realen Neonazis. In Wirklichkeit ist dieser Vorwurf ein zentrales Instrument zur Kontrolle der politischen Linientreue der deutschen Volks an sich. Wer nicht so denkt wie es die Linken vorgeben, wird als Nazi gebrandmarkt. Wir hatten eine Gedankenkontrolle solchen Ausmaßes nur einmal in der deutschen Geschichte: Zu Zeit der Hexenverfolgung während der Inquisition. MM

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Der Nazihammer

Karl Schmitt, 28.11.12

1. Alte Problemlösung eines neuen Problems

Erschreckende Neuigkeiten. Nach mehr als 10 Jahren mit breit angelegten und großzügig finanzierten staatlichen Programmen im „Kampf gegen rechts“ haben Umfragen jetzt gezeigt, daß „rechtsextreme“ Positionen in Deutschland nicht abnehmen, sondern zunehmen. Jeder 6. Ostdeutsche vertritt laut Friedrich-Ebert Stiftung [1] rechtsextreme Positionen und – und das ist weitaus alarmierender – 60% vertreten „islamfeindliche“ Positionen, ebenfalls ein untrügliches Zeichen für politisch rechtsaußen Stehende

Was soll man jetzt noch machen, um dieses Problem zu lösen? Offenbar müssen neue Wege her.  — Warum eigentlich Neue? Manchmal muss man nur zurück blicken, um in der Vergangenheit sehr effektive Lösungen neu zu entdecken.

Schauen wir uns eine der erfolgreichsten und nachhaltigst wirkenden Problemlösungen der europäischen Geschichte an. Im 15. Jahrhundert sah eine wachsende Zahl von Menschen die Ursache von Krankheiten von Mensch und Vieh und auch Wetterprobleme hervorgerufen durch den Schädigungszauber, den meistens Frauen, aber auch Männer bewirken konnten. Mit der Veröffentlichung des ‚Hexenhammers‘ gegen 1486 war den Verfolgern der verhassten Hexen ein Mittel gegeben, wie man diese erkennen, verurteilen und ‚einäschern‘ konnte.

Dieses Buch fand etwa 200 Jahre durch den neu erfundenen Buchdruck weite Verbreitung und somit kam es an vielen Orten zur Umsetzung der im Buch beschriebenen Vorgehensweisen (lateinisch „Malleus Maleficarum“, nachfolgend wird er zitiert mit MM N-n, N für Teil-Nr. des Buches und n für Kapitel-Nr. – mit MM wird das irritierende HH-Kürzel für Hexenhammer vermieden – Quelle: Übersetzung von Heinrich Kramer, online publiziert bei Spiegel online- Projekt Gutenberg).


Im ‚Kampf gegen rechts‘ können leicht Parallelen zur Bekämpfung der Hexen ausgemacht werden. In beiden Fällen geht es um Ausgrenzung, Entmenschlichung und Zerstörung der als gefährlich erkannten Zeitgenossen – sowie auch Abschreckung derer Sympathisanten. Somit dürften sich im Hexenhammer auch nutzbare Hinweise zur Bekämpfung von Nazis finden lassen.

2. Wie bei der Hexenverfolgung müssen auch bei der Nazi-Verfolgung Ängste geschürt werden

Ob Hexen- oder Nazivorwurf: Es endet stets mit dem Tod/Zerstörung des Leumunds der Beschuldigten

Zur Verfolgung von Nazis müssen, ebenso wie bei den Hexen, starke Gefühle bei den Menschen mobilisiert werden.

Das Verlangen der Menschen nach einfachen Erklärungen ließ sie gerne glauben, daß eine Gruppe, die Hexen, mit Schadzaubern Krankheiten und andere Leiden bei ihren Mitmenschen hervorgerufen hätte. Hierbei wurden die Erklärungen im Hexenhammer als ganz zweifelsfreie Wahrheiten angeboten – damit war klar, wer der Feind war. Der musste beseitigt werden, damit alles gut werden konnte. Das läuft nach dem Prinzip der Zugehörigkeitsfindung durch diametrale Distanzierung: Wir sind gut und die Anderen sind böse. Wenn die böse Gruppe recht klein ist, dann kann sie sich erstens nicht wehren, d.h. es gibt keinen Krieg auch mit eigenen Opfern, und zweitens müssen nicht so viele zerstört werden.

Als nächstes ist die Angst der Menschen zu nutzen. Wenn sie sich nicht sogleich von den angeklagten Hexen distanzierten, dann konnten sie selbst als Kumpane der Hexen verdächtigt werden. Dies lässt sich in der gleichen Weise zur Bekämpfung von Nazis nutzen. Auf dieser Grundlage lassen sich Distanzierungsrituale entwickeln, mit denen die Nazis zu ‚Unberührbaren‘ werden und auch liberale oder konservative Stimmen kommen nicht auf die Idee nach Mäßigung im Kampf gegen rechts zu rufen, da sie sich damit sehr schnell selbst in der Gruppe der erklärten Nazis wiederfinden können.

Als drittes wird den Menschen ihr Verlangen nach Unterhaltung erfüllt. Zur Zeit der Hexenjagden war es sehr unterhaltsam, wenn es zunächst viel Gesprächsstoff mit Gerüchten zu den Festgenommenen gab, bei der phantasievolle Mitbürger dann auch noch ihre Geschichten hinzufügen konnten. Das spannende Geschehen kulminierte dann schließlich in der öffentlichen Hexenverbrennung.

“Peinliche Befragung” einer Hexe

Oftmals wurden den Hexen bei der Folter die Namen von anderen Hexen herausgepresst. Dies führte dann zu zahlreichen Folgeprozessen und schließlich vielen weiteren Verbrennungen. – Zu den Nazis gibt es bereits fast allabendliche Fernsehunterhaltung, im Jahr 2012 wenig neue, aber sich ständig wiederholende Berichte zu den Gräueltaten der NSU. Auch junge Aktivisten der Antifa haben viele Gelegenheiten, „die Sau raus zu lassen“ und sich in gemeinschaftlichen unterhaltsamen Aktionen auf vielerlei Art als ‚Kämpfer gegen rechts‘ zu gerieren.

3. Heutige Nazi-Jagd arbeitet nach demselben psychologischen Strickmuster wie die  mittelalterliche Hexenjagd

Es kann nun wirklich nicht gesagt werden dass die Nazijäger von heute im Vergleich zu ihren historischen Vorbildern völlig erfolglos dastehen. So wie damals der Vorwurf ‚Hexe‘ zu reflexartiger Angst und damit sofortiger Distanzierung zu anderen Personen, die als Hexen genannt wurden, führte, so gelang es, mit der Bezeichnung „Nazi“ ähnlich reflexartige Distanzierungen und Zurückweichen zu erreichen. – „Nazis raus“ – Rufe werden auf Demonstrationen von allen Seiten laut. Somit geben die sich als national- konservativ Bezeichnenden den Linken recht, wie man mit Nazis zu verfahren hat. Es geht allein nur noch der Streit darum, wer denn nun eigentlich die Nazis sind.

Hexenbefragung: Wer noch nicht gestehen wollte, dem wurden halt die Knochen gebrochen. Das “Geständnis” ließ dann nicht mehr lange auf sich warten

In einigen Details können die heutigen Nazijäger sich aber aus dem Hexenhammer noch weitere wertvolle Hinweise holen. Es wird dort klargestellt, dass bei den Anforderungen an die Zeugen deutlich andere Maßstäbe anzulegen sind als bei sonstigen Rechtsstreitigkeiten.

Das wird auf den Punkt gebracht mit

»So groß ist der Schandfleck des Verbrechens der Ketzerei, daß zu dessen Verhandlung auch Knechte gegen ihre Herren und jedwede Verbrecher und auch Infame gegen jedweden zugelassen werden« (MM 3-6)

So muss es auch bei der Nazijagd sein. Der Zweck heiligt die Mittel! – Außerdem wird beschrieben, dass die Denunzianten in jedem Fall zu schützen seien (MM 3-11). Bei Verhandlungen müssen die Angeklagten mit dem Rücken zu den Verhandelnden und den Zeugen stehen und wurden zuvor an allen Körperteilen rasiert und kahl geschoren – auch keine schlechte Idee zur Behandlung von Nazis.

Wenn es Zeugen gibt, die bestätigen können, der oder die Angeklagte habe Dinge gesagt wie “wenn du das jetzt tust, dann wirst Du keine gute Zeit mehr haben” dann führte dies sehr schnell zum Schuldspruch, beziehungsweise zum Beschluss dass der/die Angeklagte dem peinlichen Verhör in der Folterkammer zu unterziehen sei. Neben der Wahrung der Anonymität der Denunzianten gab es in der Hexenjagdpraxis auch die Möglichkeit, dass Denunzianten mit einem Teil des Vermögens der entlarvten Hexen oder Hexer belohnt wurden. – Auch dies könnte ein Beitrag zur Vervollkommnung der Nazijagd seien, wobei allerdings festzustellen bleibt, dass die meisten Nazis nur arme Schlucker sind.

Der Autor schreibt im Hexenhammer immer nur von „den Hexen“ und wie diese zu überführen seien. Das heißt, es ist von vornherein klar, dass es die Hexen sind, die es zu überführen gilt und es sich nicht bei ihnen um Verdächtige handelt, die möglicherweise auch unschuldig sein könnten.

Mit diesem Hinweis für den richtigen Sprachgebrauch im Kampf gegen Nazis ist verständlich, warum es richtig ist, in den Medien und der linken Propaganda sich mit Bürgern, die Masseneinwanderung und Islamisierung kritisieren, nicht auf den Austausch von Argumenten einzulassen. Dies ist nicht nötig und könnte die Ziele dieser Leute fördern. Richtig ist es, sie bei jeder Gelegenheit ständig als Nazis oder Rassisten zu bezeichnen, damit kein Zweifel an der Schuld dieser Leute aufkommen kann.

4. Vorgehensweise: List, Täuschung, Zeugniszwang

Hexenvorwurf: Am Ende stand immer der Scheiterhaufen. Beim Nazivorwurf heutzutage ist das kaum anders.

Weitere interessante Hinweise finden sich z.B. in MM 3-5 zum Zeugniszwang. Dort steht „Wenn aber vielleicht welche von diesen die Eidesverpflichtung in verdammungswürdiger Hartnäckigkeit verachtend nicht schwören wollen, sollen sie schon deshalb als Ketzer erachtet werden.“  – so geht das! Für die moderne Nazijagd heißt das: Wer nicht bereit ist, gegen Nazis auszusagen, der ist selber einer.

Zur Wahl einer rechtsanwaltlichen Vertretung für die Hexen steht bei  MM 3-12:

„Ein Advokat nämlich muß zuerst die Beschaffenheit der Sache prüfen, und wenn er gesehen hat, daß es eine gerechte ist, dann übernehme er sie, wenn er will; wenn er sie aber als ungerecht erkennt, weise er sie von sich; weshalb er sich sorgsam hüten muß, eine ungerechte und verzweifelte Sache zu übernehmen.“

Weiter unten steht dann geschrieben:

„macht er sich noch dadurch, daß er ungehörigerweise einen der Ketzerei schon Verdächtigen verteidigt, gleichsam zu seinem Gönner, und zwar nicht leicht, sondern heftig, gemäß der Verteidigung, die er geliefert hat, und muß öffentlich vor dem Bischof abschwören“

Das sind interessante Hinweise. Nazi-Anwälten muss klar sein, dass sie ihre Reputation verspielen, wenn sie Nazis verteidigen. Im zivilen Bereich klappt das schon ganz gut. Jederman hütet sich, in irgendeiner Weise mit Nazis in Verbindung gebracht zu werden. Die Verweigerung eines Handschlags und deutliche räumliche Distanz ist ein Muss, da später auftauchende Fotos, auf denen man einem Nazi die Hand gegeben hat oder auch nur neben ihm steht, unverzeihlich sind.

Wertvolle Hinweise gibt der Hexenhammer auch für den Umgang mit besonders hartnäckigen Leugnern. Wenn erkennbar ist, dass mit der Folter kaum Geständnisse zu erreichen sind, dann soll ihnen zunächst mit milden Worten im freundlichen Gespräch versichert werden, dass sie nur gestehen müssen und ihnen geholfen wird. Hierbei soll durch den Richter selbst ihnen ihr Leben versprochen werden (MM 3-18). Wenn sie dann erleichtert gestehen, dann sind sie umgehend auf dem Scheiterhaufen „einzuäschern“.

Wenn auch das nichts nützt, dann sind die Hexen an einen anderen deutlich schöneren und bequemeren Ort zu verlegen. Dort sollen sie dann Gelegenheit zu langen Gesprächen mit persönlich Bekannten erhalten. Der Autor geht davon aus, dass bei derartigen Gesprächen die Hexen dann arglos ihre Schuld zugeben werden, womit man sie dann aburteilen und “einäschern” kann (MM 3-16). Er betont auch, dass derartige List bei der Überführung vielleicht nicht schön ist, aber für den guten Zweck, der Identifizierung und Einäscherung der Hexen, in Kauf zu nehmen ist.

Leicht umsetzbar ist auch die Idee, den Leumund eines Beschuldigten als wichtigen Gesichtspunkt zur Beurteilung der Schwere des Verdachts heranzuziehen. Da bei schwerem Verdacht die peinliche Befragung in der Folterkammer folgt, aus welcher kaum jemand als unschuldig hervorgegangen ist, ist somit über den Leumund eine sehr wichtige Vorentscheidung gegeben. –

Für die heutigen Menschen bedeutet dies, dass sie bei nichtangepasstem Verhalten oder gar mangelnder Distanz zu Nazis und anderen Auffälligkeiten in ihrer Lebensführung und daraus folgendem schlechten Ruf sehr schnell die Zuordnung als Nazi erfahren und damit ihre Vernichtung folgen kann.

5. Sonderbehandlung

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Der Hexenhammer zählt zu den verheerendsten Büchern der Weltliteratur und hatte katastrophale Konsequenzen für die Gesellschaft in Europa.  Oben ist die Anzahl der Opfer pro Land aufgezeigt (Quelle)

Auch zu diesem Punkt muss man sagen, dass in der modernen Nazijagd hier schon schöne Fortschritte erzielt wurden. Auch bei der Nazijagd reicht bereits der Vorwurf beziehungsweise der Verdacht, damit die Nazis eine Sonderbehandlung erfahren, die deutlich von der anderer Bürger abweicht. Als relativ harmloses Beispiel sei der Fall eines Sängers einer Nazi-Band genannt, der 2006 bei einem Konzert in Berlin ins Mikrofon rief, dass er stolz sei, ein Nazi zu sein. Dies führte zu sofortiger Festnahme. So muss es sein. Die aufrechten Bürger dürfen ihn als Nazi bezeichnen. Wenn er es selbst tut, dann muss ihn die Härte des Gesetzes treffen.

Deutlicher wird die Sonderbehandlung, wenn es sich bei den Nazis um Personen des öffentlichen Interesses handelt, an denen nun ein Exempel statuiert werden muss. Ein Beispiel hierzu ist die Nazibraut Beate Zschäpe, die einzige Überlebende der berüchtigten NSU Terrorzelle, zu der spätestens seit der Bergung einer Beweis-DVD und eines Datensticks aus der niedergebrannten Wohnung der Terroristen in Zwickau bewiesen werden konnte, dass Frau (Hexe) Zschäpe mit ihren  Mordkumpanen ihre ausländerhassenden Taten vollbracht hatten.

Aufgrund der Niedertracht dieser Morde ist es natürlich auch gerechtfertigt, dass unsere Exekutive die Nazi-Mörderin Zschäpe nicht entkommen lassen darf.  Somit musste die Ermittlungs-Praxis erweitert werden. Die (Frau) Hexe Zschäpe wurde kürzlich im Fernsehen nochmals den Zuschauern mit Bildern aus verschiedenen Perspektiven vorgestellt. Und dann wurde die Frage gestellt, ob jemand sie vor einigen Jahren an dem einen oder anderen Tatort gesehen hat. Den Zeugen wird somit erspart, nach dieser Zeit nun ihr Antlitz aus einer Anzahl von möglichen Personen herauszusuchen.

Es darf z. Zt. davon ausgegangen werden, dass sich aufrechte Bürger finden werden, die mit ihrer Zeugenaussage verhindern werden, dass die Hexe Zschäpe durch das Netz der Gerechtigkeit unserer Justiz schlüpfen kann.

An dieser Stelle ist anzumerken, daß es unverständlich ist, warum die Nazijäger sich nicht längst, wie von den Hexenjägern erfolgreich vorgemacht, auf die Hilfe Gottes berufen. Es ist evident, dass Gott bei dem Auffinden der wichtigen Daten in der abgebrannten Wohnung ein veritables Wunder bewirkt hat, da ansonsten keine Fälle bekannt sind, bei denen DVDs und Daten-sticks sich als feuerfest erwiesen haben. Mit diesem Wunder wäre sogar die wichtigste Voraussetzung erfüllt, um mittelfristig ein Verfahren zur Heiligsprechung für eine der NazijägerInnen (oder gar eine Gruppen-Heiligsprechung?) im Vatikan zu eröffnen. – – Wobei es heute vielleicht besser ist, um interreligiöse Konflikte zu vermeiden, hier vom Wunder des Allmächtigen zu sprechen. Auch bei der Erhöhung der Nazijäger auf die spirituelle Ebene sollte dann nach einer interreligiösen Lösung gesucht werden.

Angesichts der eingangs genannten hohen Prozentsätze, u.a. der Zustimmung zu islamfeindlichen Aussagen, wird deutlich, wie wertvoll die Hinweise aus dem Hexenhammer sind. Auch heute muss mit List und Verschlagenheit das Problem gelöst werden. Die anfangs hier genannten 60% der Biodeutschen dürfen nicht merken dass sie selbst im Fadenkreuz der Nazijagd stehen. Sie könnten sonst auf die Idee kommen, mit ihrer großen Zahl die dringend notwendige Hygienisierung der Bevölkerung in Deutschland zu verhindern.

Bei einer großen Zahl von Nazis bedarf es effektiverer Methoden, um die Bevölkerung von diesen zu reinigen. Auch hierfür lassen sich dem Hexenhammer wertvolle Lösungen entnehmen. Damals gab es einen Konsens in der Vorstellung, dass Hexen besonders leicht sein müssen, da sie ja fliegen konnten. Deshalb wurde in der Wasserprobe festgestellt, ob eine Hexe unterging oder nicht. Wenn sie nicht aufschwammen, sondern untergingen, dann war dies für die Verdächtigten entlastend – wobei sie allerdings auch oftmals ertranken. Ebenso war es mit der Probe mit dem glühenden Eisen. Es waren die Hexen, die mittels versteckten Zaubermitteln dieser Probe widerstanden (MM 3-19). Auch generell bei der Folter können es nur Hexen gewesen sein, die mittels Zauberkräften auch nach mehrtägiger Folter immer noch hartnäckig leugneten. — Mit ähnlichen Erklärungen und Lösungen sollte sich auch heute das Problem der notwendigen Bevölkerungsreinigung durch erkennen und liquidieren aller Nazis lösen lassen.

6. Innovationen

Es waren es die Innovationen, die in der Vergangenheit bis in die Neuzeit bei Kriegen über Gewinn und Niederlage entschieden. So herrschten die Römer nicht nur allgemein aufgrund ihrer hochentwickelten Technik, sondern speziell mit ihren Stahlschwertern, mit denen sie die Bronzezeit beendeten. Napoleon siegte mit seiner überlegenen Artillerie und Hitler anfangs mit der neuartigen hochmobilen Panzerwaffe.

Der Hexenhammer wurde mit dem neu erfundenen Buchdruck verbreitet, womit seine detaillierten Anweisungen vielerorts umgesetzt werden konnten.

Der Nazihammer soll natürlich nicht als Buch Verbreitung finden, sondern mit der heute aktuell innovativen Technik umgesetzt werden. Mit dem Internet lassen sich viele neuartige Methoden in der Nazibekämpfung realisieren: Mit spezialisierten Programmen lassen sich Internet-Foren, mails und auch die Inhalte von privaten Computern scannen, um Nazigesinnung auszukundschaften. Mit einfachen Mitteln können über die Audio- und auch Videotechnik von Computern und Smart Phones permanente Überwachungen fast aller Bürger realisiert werden, um nazi-verdächtige Gespräche und Mitteilungen aufzeichnen und auswerten zu können. Der hohe Grad der infamen Nazibedrohung gegen ein friedvolles Miteinander in der modernen antirassistischen Gesellschaft rechtfertigt hierbei auch ein hohes Maß zum Einsatz moderner Verteidigungsmethoden gegen die Feinde unserer Bevölkerung.

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Nachwort des Autors:

Wenn Ihnen beim vorstehenden Text die Haare zu Berge stehen, dann ist das gut so. Das war die Absicht. Auch die Irritationen, die durch scheinbare Positionswechsel in den Aussagen des Autors sowie durch bekannt klingende Begriffe wie ‚Hygienisierung‘, ‚Sonderbehandlung‘ oder ‚auszukundschaften‘ hervorgerufen sein mögen.

Es kommt auch nicht so sehr darauf an, ob in allen Einzelpunkten der Vergleich Hexenwahn – Naziwahn stimmt; auch nicht, wie hoch nun tatsächlich der Anteil der ‚Einäscherung‘ bei der Verfolgung der Hexen war.

Ebenso sollen die obigen Zeilen zu Frau Zschäpe nicht als Behauptung ihrer Unschuld gedeutet werden. Kritisiert wird hier nicht, dass gegen sie ermittelt wird, sondern wie gegen sie ermittelt wird – und das hier eine Intensität der Ermittlung möglich ist, die es bei deutschen Opfern und migran­ti­schen Tätern nichtmals andeutungsweise gibt. Dies verdeutlicht, dass Migration, auch gegen den Willen der Mehrheit des deutschen Volkes, längst zur Staatsräson gehört. Dies gilt offenbar auch in den anderen westeuropäischen Ländern.

Was allein zählt, ist die Parallelität der Vorgehensweisen: die Intensität der Menschenjagd, die Befreiung von Logik und Vernunft, die Entmenschlichung der zu vernichtenden Feinde, die Aufgabe der Gleichbehandlung vor Gericht – alles gerechtfertigt mit der wahnhaften Einbildung einer nicht vorhandenen Gefahr – als Instrument der Mächtigen, die ihre Macht ausbauen und damit möglichen Opponenten mit Vernichtung drohen können.

Gut 100 Jahre nach den letzten Hexenverbrennungen wurden die Autoren des Hexenhammers in der öffentlichen Meinung scharf kritisiert. Der Historiker Joseph Hansen schrieb  1901 »Aber zu der schonungslosen und unerbittlich konsequenten Brutalität dieser Vorgänger, ihrer an Stumpfsinn grenzenden aber mit theologischer Eitelkeit durchsetzten Dummheit tritt hier noch ein kaltblütiger und geschwätziger Cynismus,  ….« (MM 1-2)

Als optimistischer Mensch glaube ich, dass in nicht allzu ferner Zukunft ebenfalls erkannt werden wird, wie dumm, undemokratisch, volkszerstörend und unrechtmäßig der moderne Naziwahn ist.

Realistischerweise muss gesagt werden, dass es aber auch eine andere Möglichkeit gibt. Der Naziwahn könnte in Zukunft auch zum Gründungsmythos eines Vielvölker- Europas gehören und damit die Wirkungsdauer des Hexenhammers von 2 Jahrhunderten noch übertreffen.

Karl Schmitt, 28.11.12


[1] http://www.fes-gegen-rechtsextremismus.de/pdf_12/ergebnisse_mitte_studie_2012.pdf

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Hinweis von Michael Mannheimer: Wie bei allen Fremdbeiträgen gilt auch ier, dass dieser aussschließlich die Meinung des betreffenden Autors wiedergeben

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