Offener Brief von Gudrun Eussner an Volker Kauder (CDU) wegen dessen falscher Unterscheidung von Islam und Islamismus


Wie das übrige politische Establishmet macht auch Kauder den fatalen Fehler,
den Islamismus vom Islam zu separieren.
Damit wird Kauder selbst zum Teil der Bedrohung durch den Islam
– vmtl. ohne dies selbst zu wissen.

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Der tragische Irrtum des Herrn Kauder bezüglich seiner “Islamismus”-Kritik

Der CDU-Politiker Volker Kauder ist eine der wenigen deutschen Politiker , die sich überhaupt noch kritisch mit dem Islam auseinandersetzen. Angesichts der jüngsten bedrohlichen Entwicklung in den arabischen Ländern (von Medien als “arabischer Frühling” bejubelt) äußerte sich Kauder besorgt über die Bedrohung, die der “Islamismus” fürToleranz und Religionsfreiheit bedeute: Kauder wörtlich:

“Die Religionsfreiheit wird weltweit durch den Islamismus bedroht. Überall dort, wo muslimische Extremisten die Mehrheit haben, wird es für andere Religionen schwierig.”

Doch in seiner Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus wird Kauder zum Teil dieser Bedrohung – vermutlich, ohne sich dessen bewusst zu sein. Denn der Islamismus ist nicht anderes als der reine Islam zur Zeit Moohammeds. Islamisten sind danach die treuesten und gläubigsten Nachfolger Mohammeds und leben den Islam so, wie dies von Koran und Hadith gewünscht ist.

Der erste Islamist war Mohammed

Mohammed war und ist in den Augen nicht nur der Islamisten, sondern auch in denen der moderaten Muslime, die ideale Verkörperung des wahren Gläubigen, gilt damals wie heute als der beste aller Menschen und wird von beiden Gruppierungen des Islam – der radikalen und der moderaten – oft bis ins Detail nachgeahmt und zur Nachahmung empfohlen.

Damit ist klar, dass Mohammed – der Dutzende von Angriffskriegen führte, Dutzende Karawanen überfallen ließ, um sie auszurauben, der Tausende Kritiker hatte ermorden lassen, der Frauen steinigen und Gefangene foltern ließ, um Verstecke von Geld und Schmuck herauszupressen, der die Scharia parktiziert hatte, einen ganzen jüdischen Stamm schlachten ließ, weil dieser sich weigerte, sich zum Islam zu bekehren –  der erste Islamist des Islam war, damit auch der erste Terrorist seiner Religion – und damit wird klar, dass die gemäßigten Muslime eben nicht den Islam leben, der von ihnen gewünscht wird.

Islamisten sind die religiösen Leithammel. Die übrigen Muslime folgen ihnen wie Schafe

https://i1.wp.com/4.bp.blogspot.com/_b_FwLrfM6Ng/RfS6z4Mq4fI/AAAAAAAAAAk/4BKavVtMNSk/s320/junge-koran-osama-bild.jpg?resize=313%2C239

Das Sagen hatten bis heute stets die radikalen Muslime, da sie sich stets auf den Koran und Aussagen Mohammeds berufen konnten. Der Islamismus hat den Islam so gestaltet wie er heute ist, und er wird ihn auch weiter federführend gestalten. Die Islamisten sind mithin die Leithammel, und die moderaten Muslime die Schafe, die ihnen folgen.

Kauders Kritik müsste damit genauso den moderaten Muslimen gelten. Doch entweder gebietet es seine political correctness, dies nicht zu tun. Oder Kauder hat den Islam genauso wenig verstanden wie die übrige Gesamtheit des politischen Establishment. MM


Die brillante Dr. Gudrun Eussner widmet sich in einem eigenen Artikel zu Kauders Aussagen und Kritik gegen den Islamismus und kritisiert eben dieses gedankliche Versagen des Spitzenpolitikers, das ich oben angesprochen haben. Lesen Sie ihre Ausführungen nun in der Folge:

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 Quelle: http://eussner.blogspot.fr/2012/12/islam-offener-brief-volker-kauder.html#more

8. Dezember 2012

Islam. Offener Brief an Volker Kauder

Sehr geehrter Herr Kauder,

wie der WELT-Artikel von Robin Alexander Religionsfreiheit weltweit durch Islamismus bedroht zeigt, machen auch Sie leider den Fehler, die Ursache der Bedrohung nicht korrekt zu benennen. Aus welchen Gründen das geschieht, wissen Sie selbst am besten. In Frage kommen Unwissen oder Wissen, das von Ihnen bewußt nicht eingesetzt wird. Die Religionsfreiheit ist nicht durch “Islamismus”, sondern durch den Islam bedroht. Es ist die totalitäre Ideologie des Islam, der andere Religionen nicht neben sich duldet. Ein Blick in die Geschichte der islamischen Eroberungen, ab dem 7. Jahrhundert, könnte hilfreich sein.

Juden und Christen werden im islamischen Machtbereich nur dann als Dhimmis geduldet, wenn sich die Herrscher davon finanziellen und Machtgewinn versprechen. Kalifen und Sultane machen über Hunderte von Jahren Rechnungen auf, wie sie sich besser stehen, wenn sie die Juden und Christen ermorden, vertreiben, ihre Güter konfiszieren, oder wenn sie sie leben lassen und die jährliche Kopfsteuer einziehen. Sie hindern konversionswillige Juden und Christen, zum Islam überzutreten, wenn der Wegfall der Kopfsteuer ihnen zu große Verluste einbringt.

Was die Muslimbrüder, Marke Hassan al-Banna, und die Salafisten, Marke Muhammad Abdul Wahhab, angeht, so werden die einen von Katar, die anderen von Saudi-Arabien finanziert, diverse Scheichtümer finanzieren mal die einen, mal die anderen, je nach kurzfristigem Interesse. Was die Radikalität der Strömungen betrifft, so ist die bei beiden gleich, es muß von den Muslimbrüdern nur eine andere Strategie und Taktik eingesetzt werden als von den Salafisten. Das ist der jeweiligen Zahl der Unterworfenen im Einzugsbereich sowie den jeweiligen Geldgebern geschuldet.

Katar ist der Staat, in dem Bundespräsident a.D. Christian Wulff neulich auf dem Weg zum Emir war, der Staat, der sich in Frankreich eben mit  mindestens 50 Millionen Euro zur besseren Islamisierung in die Vorstädte einkauft und mit 10 Milliarden Euro in die Unternehmen Frankreichs. So erspart sich Staatspräsident François Hollande, Strukturreformen durchzuführen, er schönt den Jahreshaushalt durch Finanzspritzen aus Katar.

Bei der heutigen Gemengelage in den arabischen Staaten ist es für die Herrscher nicht ratsam, Christen zu dulden oder gar zu fördern. Es widerspricht ihren finanziellen Erwägungen. Katar und Saudi-Arabien bezahlen nicht dafür, daß sich die Christen in Ägypten profilieren und allein durch Anwesenheit, ihre Lebensart, durch ihre Aktivitäten, zeigen können, daß der Islam ein in den Untergang führendes totalitäres System ist. Die Christen dort, Juden sind ja eh schon seit Jahrzehnten vertrieben, sie haben die gleiche Rolle wie Israel inmitten der arabischen Staaten. Sie demonstrieren, daß der Islam eben nicht die überragende Religion ist, daß Allah nicht auf Seiten der Muslime steht oder gar für sie arbeitet.

Präsident Mohammed Mursi kann nur die Politik betreiben, die er heute betreibt, alles andere brächte ihm das Ende seiner Herrschaft. Ob der Tourismus dabei einbricht oder nicht, das ist keine Kategorie des Islam, so denken die Muslime nicht. Ihr Drohen mit Konsequenzen entlockt ihnen ein müdes Lächeln.

Was ein Fraktionschef der CDU Volker Kauder, ja, was eine Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu meint, das geht ihm am Arsch vorbei (sorry!). Es ist nicht Deutschland, das antritt mit Milliarden Dollar/Euro, um die Muslimbrüder und die Salafisten zu finanzieren. Die USA weiß er auf seiner Seite. Barack Obama hat mit seiner Rede vom 4. Juni 2009 Islamgrünes Licht gegeben: Barack Hussein Obama in Kairo. Die Aufhetzung der “drei Kreise”. Er hat Hosni Mubarak entgegen dessen Willen genötigt, die Muslimbrüder einzuladen. Seine Beraterin, die Muslimschwester Dalia Mogahed, hat ihm Verdrehungen und Lügen über Islam und Koran in die Rede geschrieben.

Es geht nicht um moderaten Islam im Gegensatz zu Islamismus, wie Ihnen die Muslime, von Recep Tayyip Erdogan bis zum geringsten Imam der Al-Azhar-“Universität”, immer wieder zu erklären versuchen. Es gibt im Islam einander bekämpfende, um die Vorherrschaft ringende Strömungen, der Islam ist ein Nullsummenspiel, wie NS und Sozialismus: Die oder wir, das ist die Losung im Kampf gegen die Ungläubigen sowie im Kampf untereinander. Solange Sie das in die Leerformel “Islamismus” entsorgen, solange werden Sie den Feind nicht erkennen.

Bitte, hören Sie nicht auf falsche Berater, die Ihnen weismachen wollen, daß Islamismus = Mißbrauch des Islam. Es handelt sich um Augenwischerei. Gerade jetzt meldet sich Prof. Bassam Tibi wieder mit solchem Schmarrn, und diejenigen, die auf die eine oder andere Weise am Tropf des Petrodollarstromes hängen, sind ganz begeistert, allen voran Kreise um Barack Obama, seine Außenministerin Hillary Clinton und ihre Beraterin Huma Abedin.

Sehr geehrter Herr Kauder, im Interesse unserer, der deutschen Gesellschaft, wäre es angebracht, daß Sie sich sachkundig machen darüber, daß es Islamismus nicht gibt, daß diese Leerformel von denjenigen eingebracht wird, die sich Islamisierung und Einführung der Scharia weltweit zum Ziel gesetzt haben.

Mit freundlichen Grüßen!
Dr. Gudrun Eussner


Weiterführende Links:

  1. Islam und Islamismus – Zwei Seiten derselben Medaille namens Islam
  2. Es gibt keinen gemäßigten Islam
  3. “Islamismus ist die konsequente Formgebung des orthodoxen Islam”
  4. Woran kann man “Islamisten” von “moderaten” Muslimen unterscheiden?
  5. Das Festhalten an der unsinnigen Unterscheidung Islam-Islamismus wird zur Zerstörung Europas durch den Islam führen
  6. Wie moderater und radikaler Islam zusammenhängen
  7. Wenn Islamismus nicht identisch ist mit Islam: Worin unterscheiden sich Islamisten dann von Mohammed?
  8. Imame – oder der Mythos vom islamischen Hassprediger

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