Ist Tayyip Erdogan der gefährlichste Politiker in unmittelbarer Nachbarschaft Europas?


Erdogan: Ist er der gefährlichste Politiker für Europa

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Erdogan: Für Politiker und Medien müsste er ein Islamist sein. Doch wir wissen: Es gibt keine Islamisten. Es gibt nur Moslems.

Er war schon in jungen Jahren ein ein überzeugter Moslem. Und als Bürgermeister Istanbuls vertrat er die Ansicht, dass ein gläubiger Moslem niemals gleichzeitig eine laizistische Einstellung haben könne. Er tritt für die Scharia ein – und führte konsequent in der damals noch halbwegs weltlichen Türkei  die Geschlechtertrennung in Schulen und den Badehäusern ein und verbot schariakonform den Ausschank jeglichen Alkohols. 

Die folgende Aufzählung beweist: Erdogan müsste von demokratischen Politikern gemieden werden wie die Politiker Nordkoreas oder Burmas

Er verriet seine wahre politische Einstellung mit der Zitierung eines Gedichts des türkischen Poeten Ziya Gökalp, derzufolge die Demokratie nur der Zug sei, in den Moslems einsteigen, bis sie am Ziel der Weltherrschaft des Islam seien.

Er wurde darauf vom Staatssicherheitsgericht Diyarbakir wegen Missbrauchs der Grundrechte und -freiheiten gemäß Artikel 14 der türkischen Verfassung nach Artikel 312/2 des damaligen türkischen Strafgesetzbuches (“Aufstachelung zur Feindschaft auf Grund von Klasse, Rasse, Religion, Sekte oder regionalen Unterschieden”) zu zehn Monaten Gefängnis und lebenslangem Politikverbot verurteilt.

Aus dem Gefängnis entlassen, stand er auf wie Phönix aus der Asche. Er gründete immer wieder neue Parteien, bis er so stark war, dass er über eine Verfassunsgänderung sein lebenslangen Politikverbot aufheben ließ.


Seit 10 Jahren ist er Ministerpräsident der Türkei. Unter seiner Präsidentschaft ließ er 17.000 neue Moscheen bauen. Dafür entmachtet er das Militär, das seit Atatürk die Wächterfunktion einer weltlichen Türkei erfüllte.

Er bestreitet die Tatsache, dass unter den Jungtürken der erste Genozid der Neuzeit stattgefunden hatte: In der Türkei wurden über eineinhalb Millionen christliche Armenier und weiter 500.000 christliche Syrer grausam ermordet. Dafür ließ er jeden, der auf diesen Punkt der Geschichte der Türkei hinwies, einsperren oder foltern. Und sorgte dafür, dass das Monument “Denkmal der Menschlichkeit” des türkischen Bildhauers Mehmet Aksoy), das auf diesen Völkermord hinwies, abgerissen wurde.

Er kritisierte die Haltung des Westens zum iranischen Atomprogramm und verbündete sich mit nahezu allen islamischen Terror-Organisationen wie der Hizbullah und der Hamas.

Er solidarisierte sich mit einem der schlimmsten Menschenschlächer der jüngeren Geschichte, dem sudanesischen Staatschef al-Baschir, der Millionen südsudanesischer Christen und Animisten abschlachten ließ und dafür vom Internationalen Strafgerichtshof in den Haag per Haftbefehl verfolgt wird mit der Bemerkung, dass “ein Moslem keinen Völkermord begehen” könne.

Er tritt für eine Nicht-Integration der Auslandstürken in die westlichen Aufnahmeländer ein (Erdogans berüchtigtes  Assimilationsverbot) und forderte auf einer Istanbuler Geheimkonferenz, zu der er alle im Ausland lebenden türkischen Politiker einlud, diese ungeniert dazu auf, sich in ihrem Neuländern vor allem für die Belange der Türkei einzusetzen.

Er bedroht jedes Land, das nicht seinen Vorstellungen von einer Subordination unter türkische Interessen entspricht. Er drohte Israel, Zypern, jetzt Syrien, er droht den USA und Deutschland wegen deren Kritik des Leugnens des türkischen Völkermords an Armeniern und Assyrern, er droht in- und ausländischen Journalisten und Publizisten, die dieses Thema ansprechen oder darüber schreiben.

Er ist ein Lieblingskind deutscher Politiker und deutscher Medien, die nichts darüber sagen oder schreiben, was Erdogan in Wirklichkeit ist: eine große Gefahr für die Freiheit und die Menschenrechte in seinem Land und für ganz Europa.

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Zitate von Recep Tayyip Erdogan (*1954), einem türkischer Politiker, der den türkischen Traum einer islamischen Weltherrschaft wiederbelebt:

Assimilierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ich verstehe sehr gut, dass ihr gegen die Assimilierung seid. Man kann von euch nicht erwarten, euch zu assimilieren.”
Aus der Übersetzung einer Rede in der Kölnarena vor rund 20.000 Landsleuten am 10. Februar 2008, zitiert u.a. in “Welt online”, Welt.de und Welt.de sowie bei ntv.de und “Focus online”,Focus.deZitate mit Quellenangabe

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  • “Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.”
    Auf einer Wahlveranstaltung am 6. Dezember 1997, zitiert in “Die Welt”, 22. September 2004, “Recep Tayyip Erdogan: Der Islamist als Modernisierer”,debatte.welt.de*

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  • “Die türkische Gemeinschaft und der türkische Mensch, wohin sie auch immer gehen mögen, bringen nur Liebe, Freundschaft, Ruhe und Geborgenheit mit sich. Hass und Feindschaft können niemals unsere Sache sein. Wir haben mit Streit und Auseinandersetzung nichts zu schaffen.”
    Zitiert in: welt.de, 14. Februar 2008***
  • “Gott sei Dank sind wir Anhänger der Scharia.”
    1994 in einem Interview mit der Zeitung Milliyet, zitiert in: “Das System von Recep Tayip Erdogan”, welt.de, 20. Juli 2007***
  • “Man nennt euch Gastarbeiter, Ausländer oder Deutschtürken. Aber egal, wie euch alle nennen: Ihr seid meine Staatsbürger, ihr seid meine Leute, ihr seid meine Freunde, ihr seid meine Geschwister!”
    Rede am 27. Februar 2011 vor 11.000 Türkeistämmigen in Düsseldorf, zit. bei: spiegel.de*

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  • Wir müssen die europäische Kultur mit der türkischen impfen.”
    Mit diesem Ausspruch eröffnete Erdogan die Euro-Türken-Konferenz zu der türkischstämmige Politiker geladen wurden, spiegel.de, Erdogan umgarnt deutsch-türkische Politiker

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Erdogan: Zur Biografie eines islamischen Machtmenschen

Alle nachfolgenden Inhalte sind folgender Quelle entnommen: http://de.wikipedia.org/wiki/Tayyip_Erdogan

1970 wurde Erdogan für den Bezirk Beyoclu zum Vorsitzenden der Jugendorganisation von Erbakans Nationaler Ordnungspartei (MNP) gewählt. Die Partei wurde jedoch bereits 1971 durch einen Eingriff des Militärs verboten. Bereits am 11. Oktober 1972 gründete Erbakan die Nationale Heilspartei (MSP), die dem Spektrum der religiös-konservativen Rechten zugeordnet wird und bis Ende der 1970er Jahre an drei Koalitionsregierungen beteiligt war. Erdogan schloss sich auch dieser Partei an, bei der er als Funktionär eine zunächst bescheidene Karriere machte und ansonsten in kleineren privaten Betrieben arbeitete.

1984 rückte er in den Vorstand der inzwischen gegründeten Nachfolgepartei, die Wohlfahrtspartei (RP), auf und wurde stellvertretender Vorsitzender. Nach dessen Verbot gehörte er der nächsten Nachfolgepartei, der Tugendpartei, bis zu seinem Austritt 1998 an. 2001 gründete er mit anderen ehemaligen Mitgliedern der Tugendpartei die AKP; zuletzt wurde er Ende September 2012 als Parteichef bestätigt.

Erdogan als Bürgermeister von Istanbul: “Laizistisch und gleichzeitig ein Moslem zu sein, ist nicht möglich”

Die Wohlfahrtspartei nominierte Erdogan 1994 gegen den Willen Erbakans als Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters von Istanbul. Er gewann überraschend die Wahl. In der frühen Phase seiner Amtszeit verfolgte er eine konservative Politik, die der Ausrichtung seiner im religiös-konservativen Milieu verhafteten Wählerschaft entsprach.

So wird seit seiner Amtszeit in städtischen Lokalen kein Alkohol mehr ausgeschenkt (in der privaten Gastronomie ist dies jedoch weiterhin möglich). In seine Zeit als Bürgermeister fällt eine viel zitierte Aussage Erdogans bei einer Pressekonferenz: Laizistisch und gleichzeitig ein Moslem zu sein, sei nicht möglich (“Hem laik hem Müslüman olunmaz”). In einem Interview mit der Zeitung Milliyet bezeichnete er sich als Anhänger der Scharia.

Erdogan lässt gesonderte Badezonen für Männer und Frauen einrichten. Weitere religiöse Vorhaben betrafen die Einführung gesonderter Badezonen für Frauen oder getrennter Schulbusse für Jungen und Mädchen.

Erdogan wird vom türkischen Verfassungsgericht wegen “Aufstachelung zur Feindschaft auf Grund von Klasse, Rasse, Religion, Sekte oder regionalen Unterschieden” zu zehn Monaten Gefängnis und lebenslangem Politikverbot verurteilt

Im Januar 1998 verbot das türkische Verfassungsgericht die Wohlfahrtspartei. Ihr wurden Sympathien zum Dschihad und zur Einführung der Scharia vorgeworfen, was dem staatlichen Grundprinzip des Laizismus widersprach.

Der Gründer der Wohlfahrtspartei, Necmettin Erbakan, wurde mit einem fünfjährigen Verbot politischer Betätigung belegt. Erdogan wechselte daraufhin in die Nachfolgepartei Tugendpartei, in die fast alle Abgeordneten der bisherigen Wohlfahrtspartei eintraten und für deren Vorsitz er als ernsthafter Kandidat galt, den letztlich aber Recai Kutan übernahm.

Im April 1998 wurde Erdogan voStaatssicherheitsgericht Diyarbakir wegen Missbrauchs der Grundrechte und -freiheiten gemäß Artikel 14 der türkischen Verfassung nach Artikel 312/2 des damaligen türkischen Strafgesetzbuches (“Aufstachelung zur Feindschaft auf Grund von Klasse, Rasse, Religion, Sekte oder regionalen Unterschieden”) zu zehn Monaten Gefängnis und lebenslangem Politikverbot verurteilt.

Anlass war eine Rede bei einer Konferenz in der ostanatolischen Stadt Siirt, in der er aus einem religiösen Gedicht, das Ziya Gökalp zugeschrieben wurde, zitiert hatte:

“Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.”

Am 24. Juli 1999 wurde Erdogan aus der Haft entlassen. Manche Beobachter sind der Ansicht, er habe sich seinerzeit von seinem politischen Ziehvater Erbakan gelöst.Ein Diplomat in Ankara verglich Erdogans islamistische Vergangenheit mit den Steinwürfen des jungen Joschka Fischer. Kritiker werfen Erdogan und seiner AKP dagegen vor, sie wollten die „Herrschaft des Islam“ in der Türkei durchsetzen.

Als die Tugendpartei am 22. Juni 2001 aus den gleichen Gründen wie ihre Vorgängerin verboten wurde, sammelte Erdogan demokratische Reformkräfte unter den Religiösen und gründete wenig später die AKP, die sich von den politischen Überzeugungen Erbakans deutlich absetzte.

Ministerpräsident seit 2002

Bei den Parlamentswahlen 2002 errang er mit seiner AKP einen überragenden Wahlsieg, konnte allerdings aufgrund des bestehenden Politikverbots das Ministerpräsidentenamt nicht übernehmen, da nach damaliger Rechtslage nur ein Parlamentsabgeordneter zum Ministerpräsidenten gewählt werden durfte. Stattdessen wurde sein Stellvertreter Abdullah Gül Ministerpräsident. Erst nach einer Verfassungsänderung, die sein Politikverbot aufhob, wurde Erdogan am 12. März 2003 Ministerpräsident der Türkei. Gül war bis zu seiner Wahl zum Präsidenten sein Stellvertreter und Außenminister.

Die AKP erreichte unter Erdogans Führung bei der Parlamentswahl 2007 46,58 Prozent der Stimmen und damit die absolute Mehrheit im Parlament. Als wesentliche Ziele seiner Politik in der nächsten Legislaturperiode nannte Erdogan, wirtschaftliche und demokratische Reformen weiter vorantreiben zu wollen, um den Lebensstandard des Volkes anzuheben und Kontinuität in der Außenpolitik zu wahren. Ab dem 29. August 2007 führte er das zweite Kabinett Erdogan an.

Bei der Parlamentswahl 2011 erzielte die AKP unter Erdogan 49,84 Prozent und damit 327 Sitze in der Nationalversammlung, verfehlte aber die angestrebte Zweidrittelmehrheit, die notwendig gewesen wäre, um ohne andere Parteien und Volksbefragungen die Verfassung ändern zu können. Trotz einer Steigerung um 3,26 Prozent entfallen auf die AKP aufgrund einer Änderung der Einteilung der Wahlbezirke weniger Sitze im Parlament als bei den Wahlen im Jahr 2007 (2007: 341 Sitze).

Einstellung zum Völkermord an Armeniern

Die Anerkennung des Völkermords an den Armeniern wird wie schon unter Vorgängerregierungen unter der Regierung Erdogan durch Anwendung des international kritisierten Artikels 301 des türkischen Strafgesetzbuchs unterdrückt. Das Kabinett Erdogan ließ 2008 die Strafverfolgung mit Hilfe dieses Paragraphen unter Einwilligungsvorbehalt des Justizministers stellen. Nach Erdogans Auffassung habe es in der Epoche des Osmanischen Reiches keinen Genozid gegeben. Er hält im Gegenteil Armeniern vor, Türken unterdrückt, misshandelt und getötet zu haben.

Anfang des Jahres 2011 wurde von Erdo?an der Abriss des weitgehend fertiggestellten und zur Versöhnung zwischen Türken und Armeniern aufrufenden Denkmals “Denkmal der Menschlichkeit” des türkischen Bildhauers Mehmet Aksoy gefordert. Auf Erdogans Anordnung wurde Ende April 2011 mit dem Abriss des Kunstwerks begonnen. Der Künstler Mehmet Aksoy verglich die Aktion mit der Zerstörung der Buddha-Statuen von Bamiyan durch die Taliban. Aksoy, Einwohner von Kars und andere Künstler kündigten Proteste an. Der Abriss der zur Versöhnung aufrufenden Skulptur stieß inner- wie außerhalb der Türkei auf heftige Kritik..

Beziehungen Erdogans zu den Nachbarstaaten

Im Gegensatz zu seinen Vorgängern misst Erdogan guten Beziehungen zu den östlichen Nachbarn der Türkei erhebliches Gewicht bei. In seiner Regierungszeit kam es zu einer wesentlichen Aufwertung der Beziehungen zu Syrien und zum Iran. Erdoan moniert, der Iran werde im Streit um das iranische Atomprogramm vom Westen ungerecht behandelt. Wer selber über Atomwaffen verfüge, könne nicht das Nuklearprogramm Teherans kritisieren. Mahmud Ahmadinedschad sei „ohne Zweifel unser Freund”.

Eine kritische Haltung nimmt Erdogan zu Israel ein. Wegen ihres Vorgehens gegen die Gaza-Hilfsflotte bezichtigte Erdo?an die israelische Regierung des „inhumanen Staatsterrorismus“ und der Verletzung internationalen Rechts. Die Palästinenserbewegung Hamas aus dem Gazastreifen wird von Erdogan nicht als Terrorgruppe eingestuft.

Ebenso verteidigte Erdogan den sudanesischen Staatschef al-Baschir, gegen den der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag einen Haftbefehl wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen im anhaltenden Darfur-Konflikt erlassen hatte, mit den Worten: „Ein Muslim kann keinen Völkermord begehen“.

Haltung zur türkischen Diaspora: “Keine Assimilation” “Benachteiligung der Türken” “Warum hassen uns die Deutschen?”

Eines der wesentlichen Merkmale von Erdogans Politik ist die Erhaltung der Verbundenheit zur türkischen Diaspora, insbesondere in Europa. Erdogan befürwortet eine Integration türkischer Migranten in Gesellschaft und Kultur des Aufnahmelandes, lehnt jedoch eine Assimilation ab. Diese Haltung machte er bei seinem Deutschland-Besuch im Februar 2008 deutlich. Dort bezeichnete Erdogan die Assimilation türkischer Einwanderer in Deutschland als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Kurz zuvor hatte Erdogan bereits in einer Diskussionsrunde mit Kanzlerin Merkel die Schaffung türkischer Schulen und Universitäten in Deutschland angeregt, da derartige deutsche Einrichtungen in der Türkei bereits existierten.

Die Aussagen Erdogans lösten heftigen Widerspruch in Deutschland aus, nachdem Erdogans Rede auf der Trauerfeier für die Opfer der Brandkatastrophe von Ludwigshafen noch als positiv wahrgenommen wurde. Nachdem seine Vorschläge bei Bundeskanzlerin Merkel auf Ablehnung stießen, verschärfte Erdo?an im Jahr 2010 seine Rhetorik:

„Warum dieser Hass gegen die Türkei? Ich verstehe es nicht. Das hätte ich von der Bundeskanzlerin Merkel nicht erwartet. Ist die Türkei ein Prügelknabe?“ Rückendeckung erhielt Erdogan in dieser Frage im eigenen Land. Oppositionsführer Deniz Baykal sagte aus Verärgerung über die Haltung der Kanzlerin ein gemeinsames Treffen ab.  

Istanbul-Konferenz: Erdogan will im Ausland lebende türkische Politiker dazu bewegen, die Interessen der Türtkei massiv zu vertreten

Erdogan versucht außerdem, Beziehungen zu türkischstämmigen Politikern in europäischen Ländern aufzubauen. Im Februar 2010 lud er türkischstämmige Politiker aus mehreren europäischen Ländern nach Istanbul ein. Zahlreiche Parlamentarier folgten seiner Einladung. Einige deutsche Abgeordnete schlugen die Einladung mit dem Hinweis auf die fragliche Neutralität der Veranstaltung aus. Während der Veranstaltung forderte Erdogan die Politiker Medienberichten zufolge eindringlich dazu auf, die politischen Interessen der Türkei in den verschiedenen europäischen Ländern aktiv zu vertreten.

Politische Einflussnahme im Sinne der Türkei sei durch den Erwerb der Staatsbürgerschaft des Gastlandes zu erreichen. In einer Rede wiederholte der türkische Premier den umstrittenen Satz aus seiner Rede in Köln 2008: „Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Laut Recherchen der Zeitung Welt Online war die Veranstaltung entgegen Erdogans üblichen Auftritten vor der Öffentlichkeit geheim gehalten worden, was zu Verstimmungen in diplomatischen Kreisen führte.

Im Februar 2011 forderte Erdogan Türken in Deutschland in einer Rede in Düsseldorf dazu auf, ihre Kinder zunächst die türkische und erst danach die deutsche Sprache erlernen zu lassen. Diese Forderung stieß bei deutschen Politikern auf Ablehnung, da das frühe Erlernen der deutschen Sprache Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Integration sei.

Erdogan fordert Einführung der Todesstrafe

Erdo?an setzt sich für eine Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei ein, was er damit begründet, dass sie in Staaten wie den USA, Japan und der Volksrepublik China in Kraft sei. Die Türkei hatte die Todesstrafe 2002 im Zuge ihrer EU-Beitrittsbemühungenabgeschafft, eine Wiedereinführung würde das Ende der türkischen EU-Kandidatur bedeuten.

Position zum Alkoholkonsum

Jeglicher Alkoholausschank und Konsum auf Universitätsgeländen wurde auf Anweisung Erdogans hin ab August 2012 verboten. Erdogan begrenzt die Meinungsfreiheit: Türkei am unteren Ende der weltweiten Pressefreiheit;

Im Zusammenhang mit Medienberichten über einen Geldspendenmissbrauchs-Prozess gegen den der AKP nahestehenden Verein Deniz Feneri versuchte Erdogan Medienberichten zufolge, durch Drohungen die Presse einzuschüchtern und vor weiterer kritischer Berichterstattung abzuschrecken.

Daraufhin schrieben Gavin O’Reilly, Vorsitzender der World Association of Newspapers, und Xavier Vidal-Folch, Vorstand des WEF (Weltforum der Chefredakteure), einen gemeinsamen Brief, in dem sie Erdogan aufforderten, die Pressefreiheit zu schützen und von Einschüchterungsversuchen Abstand zu nehmen.

Laut einem Zeitungsartikel der FAZ vom 17. September 2008 mahnte die Parlamentarische Versammlung des Europarates, dass die Pressefreiheit durch Erdogans Drohungen in Gefahr sei. Auf dem Press Freedom Index lag die Türkei in der Erhebung für 2010 (!) auf dem 138. Platz von 176 untersuchten Ländern. Der Weltspiegel des öffentlich-rechtlichen Senders Das Erste der ARD berichtete in einer Sendung am 10. April 2011 von Einschüchterungen und Verhaftungen kritischer Journalisten in der Türkei.

Erdogan zenisert das Internet

Im Juni 2011 führten von Erdogan unterstützte Einschränkungen des Internetzugangs (Filterung von Inhalten) zu heftigen Protesten innerhalb und außerhalb der Türkei. Im Index für Pressefreiheit der Organisation Reporter ohne Grenzen sank das Land auf Platz 138.

Der britische EU-Abgeordnete Richard Howitt kritisierte, dass der Kampf der Regierung Erdogan gegen Meinungsfreiheit im Internet die Türkei diskreditiere und das Land auf eine Stufe mit Ländern wie China und Iran stelle. Es sei Zeit für Europa, klare Worte zu finden. Die niederländische EU-Abgeordnete Marietje Schaake kritisierte die geplanten Maßnahmen als „Einschränkung der Meinungsfreiheit“ und „Gefahr für die Demokratie“.

Einem Artikel in der türkischen Tageszeitung Cumhuriyet zufolge gehen die Einschränkungen der Pressefreiheit soweit, daß wiederholte Drohungen und Beleidigungen durch Erdogan gegen Journalisten und Medienfirmenbesitzern zur Selbstzensur geführt hätte.

EU: Unter Erdogan keine Fortschritte bei den Grundrechten

Im Fortschrittsbericht 2012 der Europäischen Union wurde im Oktober 2012 kritisiert, dass es unter der Regierung Erdogans keine Fortschritte im Hinblick auf die Grundrechte gab, sondern die Medienfreiheit eingeschränkt und Gerichte nicht unparteiisch urteilen würden.

Erdogan steuert die Türkei zurück in einen vorkemalistischen Islamstaat

Laut Türkei-Experte Gareth Jenkins tendiert Erdogan wieder in Richtung Islam. Auf die in einem Interview im Januar 2010 gestellte Frage, Was will er denn? Wenn er freie Hand hätte?, antwortete Jenkins:

“Er würde eine muslimischere Gesellschaft in der Türkei herbeiführen, und die Türkei als Führer der muslimischen Welt etablieren. Mit dem Westen würde er gute nachbarschaftliche Beziehungen anstreben, aber „nicht im selben Haus“, er würde eine Distanz suchen.”

Der Spiegel berichtete 2010 in einem Artikel von einer neu geplanten Verfassungsreform Erdogans, in der das politische System der Türkei in eine Präsidialdemokratie umgewandelt werden soll. Weiter heißt es in dem Artikel, dass Kritiker vor der Gefahr warnen, dass Erdogan dadurch unbeschränkte Machtbefugnisse genießen würde.

Im April 2011 wurde Erdogan vor das Europäische Parlament geladen, um sich zu demokratischen Defiziten und zunehmender Einschränkung der Pressefreiheit in der Türkei zu äußern.

Erdogan will Kritik am Islam weltweit unter Strafe stellen

Im Februar 2013 wurde Erdogan von Seiten der USA und Israels heftig für seine Aussage kritisiert, Zionismus sei ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Wörtlich hatte er am 27. Februar 2013 auf einer Konferenz der Vereinten Nationen in Wien gesagt: „Genauso wie es bei Zionismus, Antisemitismus und Faschismus ist, wurde es nötig, auch Islamophobie als Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzusehen.“

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Weiterführende Links:

  1. Die Türkei bewegt sich in Riesenschritten zurück zu einem fundamentalistischen Islam-Staat
  2. Das Ende des Kemalismus: Erdogan ließ siebzehntausend (!) neue Moscheen bauen
  3. Ankara will Millionen Auslandstürken für seine Zwecke mobilisieren
  4. Cem Ödzemir, Vorsitzender der “Grünen”, will aus Deutschland eine türkische Provinz machen
  5. Die türkische Kolonialverwaltung DITIB: Über die planvolle Islamisierung Deutschlands durch die Türkei
  6. TÜRKISCHE GIGANTOMANIE UND WELTMACHTSTREBEN: Istanbul soll höchste Minarette der Welt erhalten
  7. 100 Millionen Türken als Ziel: Türkei will größte Nation Europas werden
  8. Patriot-Einsatz: Türkischer Mob attackiert Bundeswehrsoldaten
  9. Türkei: Junge Patientin fast verhungert: sie weigerte sich, Essen von christlichen Angestellten anzunehmen
  10. Gazaflotilla: Israelischen Offizieren droht Anklage in der Türkei
  11. EU-Mitgliedschaft: Brüssel fällt hartes Urteil über die Türkei
  12. Erzbischof von Smyrne spricht Klatext: “Der Mord an Bischof Padovese hat ausschließlich mit dem Islam zu tun”
  13. Türkei entscheidet über Inhalte im Islamunterricht in NRW
  14. Türkische Armee soll hinter der Ermordung des Priesters Andrea Santoros, des armenischen Journalisten Hrant Dink und den Malatya-Morden stecken
  15. Wie reiche Türken den deutschen Staat ausnehmen
  16. Deutschland und Holland: Milliardenschäden durch muslimische Sozialbetrüger
  17. Ist Helmut Kohls Sohn längst Muslim?
  18. 2000 Jahre türkische Vergewaltigungskultur
  19. TÜRKISCHER GEHEIMDIENST: ERPRESSER IM FREUNDESLAND
  20. Deutscher Jurist: Die Türkei islamisiert Deutschland systematisch
  21. Ralph Giordano an Altbundeskanzler Schröder: “Sie machen sich zum Laudator des Brandstifters Erdogan!”
  22. Bombardements und Giftgaseinsatz gegen Landsleute: Böse Kratzer auf der Ikone Atatürks
  23. Augenzeuge berichtet von unvorstellbaren Massakern der Türken bei der Eroberung Konstantinopels 1453
  24. “Deutsche umbringen ist keine Sünde!”
  25. Die verschwiegenen Völkermorde der Araber und Türken (Tabelle)
  26. “Deutschland gehört nicht den Deutschen”
  27. “Türkland”: Deutschtürken planen die Übernahme Deutschlands
  28. Türkei: Wieder ein Kritiker des türkischen Genozids an Armeniern verhaftet
  29. Die Türkei gehört nicht zu Europa
  30. Hoher baden-württembergischer Beamter und Milli-Görüs Funktionär will zukünftig überwiegend muslimische Schulleiter einsetzen. Das Endziel ist die islamische Machtübernahme in Deutschland.
  31. 1821-1827: Der Aufstand der Griechen gegen die türkische Besatzung
  32. Die Ausrottung der Christen in der Türkei
  33. Systematische Christenverfolgung in der Türkei

 

 

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