Vor 60 Jahren starb der Massenmörder Stalin: Heute erlebt er eine ungeahnte Renaissance


Stalin Massenmörder

Ob Stalin, Mao oder Mohammed:
Es scheint so, dass Menschen die lieben,
von denen sie gequält werden

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60 Jahre nach seinem Tod wird der schlimmste Despot der  russischen Geschichte wieder vom Volk verehrt

60 Prozent der Russen sollen nach neuesten Umfragen Stalin für eine guten Menschen und einen der besten russischen Politiker halten.  Millionen Russen glauben wieder, dass Stalin nur das Beste für Russland wollte, und dass dazu manchmal auch harte Maßnahmen nötig gewesen seien. Heute feiert Stalin ein ungeahntes Comeback, seitdem er von Nikita Chruschtschow auf dessen legendärer Geheimrede beim XX.Parteitag der KPdSU (1956) demaskiert wurde. 

Der Stalin-Enkel Jewgeni Dschugaschwili klagte gegen die russische Zeitung Nowaja Gaseta, die 2009 über Stalins Massenmorde geschrieben hatte. Um „Ehre und Würde“ des Diktators wiederherzustellen, klagte er auf Unterlassung und ein Schmerzensgeld von 10 Millionen Rubel (220.000 €). Hunterttausende Stalin-Anhänger, alte, aber auch immer mehr junge, treffen sich immer wieder am Roten Platz, um ihres Idols zu gedenken. Es scheint, je mehr die Erinnerung an den schlimmsten Massenmörder der russischen  und der Menschheits-Geschichte verblasst, desto mehr wird er verklärt.

Stalins Tod führte zur Agonie eines ganzen Volks

Als der schlimmste  Despot der russischen Geschichte starb, fiel ein ganzes Land in Agonie. Frauen und Männer bekamen Weinkrämpfe auf offener Straße,  die Kinder in den tausenden Schulen Russlands weinten, Militärs aller Ränge schluchzten, unbekannte Menschen fielen sich um den Hals und trösteten sich angesichts des Dahinscheidens ihres russsichen “Väterchens”. Als besonders grotesk beschrieb Solschenyzin, dass besonders in den sibirischen Arbeits – und Vernichtungslagern, den berüchtigten Gulags Stalins, die Trauer am höchsten war. Sie, die Opfer der diversen Säuberungswellen Stalins, denen Zigmillionen Russen zum Opfer fielen, trauerten um ihren eigenen Schlächter.

Wie das? Solschneyzin beschreibt in seinen Büchern, dass gerade die Gulag-Insassen es sich nicht vorstellen konnten, dass ihr Vater, das “Väterchen Stalin”, der Gütige, der unendlich Weise, der Barmherzige, ausgerechnet Stalin, für ihr Schicksal verantwortlich sein soll. “Er hat das alles nicht gewusst”, war der häufigste Satz, den man in den Gulags vernahm. “Hätte er das gewusst, hätte er es sofort beendet”, war ein anderer Satz.


Dabei ging im Russland Stalins nichts ohne Stalin. Er unterschrieb alle Todeslisten persönlich, fügte diesen weitere Personen handschriftlich hinzu, manchmal auch Bemerkungen, dass viel zu wenige Namen auf den Todeslisten stünden und weitere 1.000, 10.000 oder mehr hinzugefügt werden müssten.

Stalins Verbrechen

Als Stalin ab 1927 alleiniger Herrscher in seinem Riesenreich war, mächtiger und unkontrtollierter als jeder Zar vor ihm, machte er sich sofort daran, seine zwei Hauptziele zu verwirklichen: 1: Russland sollte das mächtigste Land der Welt werden, die USA binnen 10 Jahren an Produktiviität und militärische Stärker überholt haben. 2. Die Festigung und den Ausbau seiner Alleinherrschaft. Neben ihm, Stalin, dürfte es niemanden geben, der ihm gefährlich werden könnte.

Im Zuge der nun folgenden sozialistischen Zwangskollektivierung wurden Millionen Bauern zwangsenteignet und Millionen als “wohlhabend” beschriebene Kulaken ermordet. Als Folge der zwischen 1929 und 1933 betriebenen Verhaftungen, Enteignungen, Todesurteile, standrechtlichen Erschießungen und Massenverschleppung Hunterttausender Kulaken – eingegangen in die russische Geschichte als “Entkulakisierung” – breitete sich eine riesige Hungersnot im ganzen Land aus, die mehrere Millionen Menschenleben kostete.

Auf alten Fotografien aus dieser Zeit kann man sehen, wie verarmte Bauern selbst ihre eigenen, an Hunger  verstorbenen Kinder auf den Märkten als Fleisch verkauften. Die vom Wahn der Moskauer Sozialisten Entrechteten waren im wahrsten Sinne des Wortes gezwungen, aus Mangel an Nahrung sich selbst zu essen. Nur noch ein anderer roter Despot, Mao, toppte diesen staatlich erzwungenen Hunger-Massenmord:  Während seiner Kulturrevolution 1968 (und folgende Jahre) starben über 60 Millionen Chinesen  an Hunger und Seuchen, die durch Hunger ausgelöst wurden. Auch hier hat derselbe sozialistische Wahn, demzufolge erst die Enteignung von Produktionsmitteln aus privater Hand und deren Überführung in die Hand des alles zentral regelnden Staates  die Ausbeutung des Menschen über den Menschen beenden werde. Dieser Mythos, an dem sämtliche bisherigen sozialistischen Experiment kläglich geschietert sind, geht unmittelbar auf die Schriften von Karl Marx zurück – und spukt dennoch bis heute in den Köpfen von Sozialisten aus aller Welt noch herum.

Schauprozesse, Massenerschießungen, Ausschaltung jeglicher Opposition

Parallel zur Etablierung einer sozialistischen Planwirtschaft, die der Massenenteignung von Millionen Bauern folgte, machte sich Stalin daran, seine Herrschaft mit einem in der Moderne nie gesehenen Terror-Apparat zu festigen. In drei großen Schauprozesse, in deren Verlauf Sinowjew, Kamenew und Bucharin zum Tode verurteilt wurden, (sie waren aufgrund vieler Ungereimtheiten in den Aussagen der Angeklagten von der Weltöffentlichkeit als Inszenierung entlarvt worden) bildeten nur den Auftrakt für zahllose wietere Schauprozesse, bei denen das Urteil bereits vor Beginn feststand und die allein den Zweck hatten, dem Asuland einen Rechtsstaat vorzutäuschen, den es in der Sowjetununion nie gab.. Weiterhin wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein Prozess gegen die Führungsspitze der Roten Armee geführt. Alle vier Prozesse waren der Auftakt zu allgemeinen, von Stalin gesteuerten „Säuberungen“, die jegliche Opposition in der UdSSR ausschalten sollten.

Stalin überließ dabei zuerst Genrich Jagoda und späterNikolai Jeschow, die beide während der Zeit des Großen Terrors Chef der Geheimpolizei NKWD waren, die Durchführung seiner Instruktionen. Diese liefen meist darauf hinaus, dass die betreffenden Personen zumindest verhaftet, häufig aber erschossen wurden. Die von der Geheimpolizei verwendeten Straftatbestände wegen „antisowjetischen Verhaltens“, trotzkistischer oder anderer Opposition gegen die KPdSU sowie einer Vielzahl anderer Verschwörungstheorien waren allesamt Verstöße gegen den Paragraphen 58 des Strafgesetzbuches der UdSSR, der die rechtliche Grundlage für die Verfolgungen bildete.

Am 5. Dezember 1936 wurde eine neue Verfassung, die sogenannte Stalin-Verfassung vom Sowjetkongress angenommen.

Allein zwischen September 1936 und Dezember 1938 wurden schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen umgebracht. Umstritten bleibt in der Forschung, inwieweit die Verfolgungen von zum Teil treuen Anhängern einen rationalen Kern hatten oder ob man von reinen Wahnvorstellungen Stalins reden muss. Das Ergebnis der „Säuberungen“ war, dass Stalin nach 1938 wirklich die absolute Macht in der Sowjetunion innehatte. Nach dem Ende der Tschistka und der Ersetzung Nikolai Jeschows durch Lawrenti Beria (s.u) wurden die willkürlichen Verhaftungen zwar nicht gestoppt, die verhafteten Menschen wurden aber meist zu Haftzeiten in Straflagern verurteilt, deren Dauer zehn Jahre betrug. Durch eine Gesetzesänderung wurde die Frist im Jahr 1949 auf 25 Jahre hinaufgesetzt.

Stalin umgab sich in dieser Zeit mit einem immer größere Maße annehmenden Personenkult. Dieser äußerte sich unter anderem in der Kunst (Lobpreisungs- und Ergebenheitswerke in Literatur und bildender Kunst im Stil des Sozialistischen Realismus) und in seiner allgegenwärtigen öffentlichen Präsenz. So wurden in fast allen Sowjetrepubliken und Ostblockstaaten einige Städte in Stalinstadt umbenannt, daneben öffentliche Gebäude, Werke, Sportstätten, Straßen und anderes mehr.

Ohne Frage: Stalin war schlimmer als Hitler. Unter Hitler gab keinen Personenkult, der auch nur annähernd an den des religiös verklärten des Stalin oder auch seines Kollegen aus China, Mao Tse Tung, heranreichte. Auch war der innerstaatliche Terror Hiterls gegen die deutsche Bevölkerung bei weitem nicht so massiv, so tödlich und so uneingeschränkt wie unter Stalins Zeiten. Ja: Deutsche wurden bespitzelt, durften ihre Meinung  nicht laut verkünden und waren stets bedroht, bei Kritik an Hitler oder an der NSDAP verhaftet zu werden. Doch der Stalin’sche Terror übertraf den Hitler’schen um ein Mehrfaches, war allgegenwärtig, war unberechenbarer als der Hitlers und hat während dessen Diktatur naheuzu jede russsische Familie getroffen.

 

Der Tod des Despoten

Als am 5. März 1953, nicht das gewohnte Klingelzeichen aus Stalins Schlafzimmer kam, mit dem er den Wachen signalisierte, dass er aufgewacht ist und dass man sein Zimmer betreten durfte, herrschte zuerst Ratlosigkeit, dann immer mehr Panik unter seiner Bediensteten. Denn es stand der Tod auf ungerufenes Betreten von Stalins Schlafgemach. Gerade zu seinem Lebensende verstärkte sich die Paranoia des Depoten so sehr, dass er sich immer seltener in der Öffentlichkeit aufhielt und immer häufiger zu seinen Doppelgänger entsandte, wenn sein persönliches Erscheinen unungänglich war.

Stalin hatte am Abend des 28.Februar 1953 noch Besuch von  Lawrenti Beria,Georgi Malenkow, Nikolai Bulganin und Nikita Chruschtschow auf seiner Datscha in Kunzewo, der bis vier Uhr morgens andauerte und bei dem Stalin die Gelegenheit nutzte, wie üblich seine Mitarbeiter in einem nicht enden wollenden Dialog zu kritisieren.

Nach der Verabschiedung der Gäste erlitt der Despot in seinem Schlafgemach unbemerkt einen Schlaganfall. Das Klingeln aus seinem Gemach blieb also am folgenden Morgen aus, und auch am Mittag gab es kein Zeichen aus seinem Zimmer. Erst gegen 23 Uhr desselben Tages wagte sich der diensthabende Mitarbeiter M. Starostin zu Stalin und fand ihn in der Pyjamahose und im Unterhemd au dem Fußboden liegen. Stalin war bei Bewusstsein, konnte aber nicht sprechen.  Als man ihn auf einen Diwan legte, verlor Stalin das Bewusstsein.

Der herbeigeeilte Lawrenti Beria, berüchtigter Sicherheitschef Stalins und Chef der sowjetischen Geheimdiensts, verbot den Leibwachen und Hausbediensteten zu telefonieren und entfernte sich mit Malenko gegen Moskau. Er erschien um 9 Uhr desselben Tages mit Mitgliedern des Politbüros und einigen Ärzten. Der Tod Stalins wurde auf den 5. März 1953 um 9:50 festgelegt. Was aller Wahrscheinlichkeit jedoch eine Lüge war. Denn man fand Stalin ja bereits am Abend des 1. März mit Schlaganfall vor. Historiker gehen heute eher davon aus, dass Stalin bereits am 2. März verstarb. Doch dann  wäre die Verschleppung der Untersuchung durch die Bediensteten und vor allem, durch Beria herausgekommen. Keiner von ihnen hätte dies überlebt.

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