Peter Helmes’ konservative Kommentare: “Wir haben einen Papst – und einen erbärmlichen öffentlich rechtlichen Rundfunk”


ARD

Konservative Kommentare März 2013

von Peter Helmes

 

Habemus Papam…..und einen erbärmlichen öffentlich rechtlichen Rundfunk

Ja, wir haben einen neuen Papst. Sein Name könnte Programm sein: Franziskus. Nichts Genaues  wissen wir aber noch nicht. Was wir aber jetzt auch wissen: Wir haben einen erbärmlichen öffentlich-rechtlichen Rundfunkt. Die Berichterstattung über die Papstwahl aus Rom war eine einzige Blamage des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland. Da sonderte der nach Rom entsandte ZDF-Chefredakteur (!) Peter Frey nichtssagende Sprechblasen ab der Güteklasse „Da ist weißer Rauch. Gleich werden wir wissen, wer der Neue ist“, oder: „Hier stehen viele Menschen und Pilger und warten…“ usw.

Darüber könnte man noch hinwegsehen. Skandalös war jedoch seine mehrmals getätigte Ansage: „Heute Abend haben wir zwei  Höhepunkte: Das Ergebnis der Papstwahl und das Spiel Arsenal London gegen Bayern München. Hoffentlich erfahren wir rechtzeitig das Ergebnis aus dem Konklave, dann schalten wir sofort um zum Fußball…“ Ich traute meinen Ohren nicht: Zwei abendliche „Höhepunkte“ – ein Fußballspiel versus Papstwahl. Tiefer kann eine Berichterstattung nicht sinken. Wenn man aber weiß, daß Peter Frey sich seine ersten journalistischen Sporen bei der Frankfurter Rundschau und der „Zeit“ verdient hat, wird vieles klarer.

ARD denunziert neue konservative Partei „Alternative für Deutschland” schon vor ihrer Gründung als “rechtsextrem”

Ein Einschub, ganz ohne Papst: Zur Borniertheit des öffentlich-rechtlichen Dudelfunks hier ein neuer Beweis: Obwohl die neue Partei „Alternative für Deutschland“ noch gar nicht gegründet ist, weiß die Tagesschau schon, daß sie „rechtsextrem“ sei (16.3.). Untadelige – wenn auch politisch durchaus umstrittene – Persönlichkeiten wie Prof. Henkel, Prof. Schachtschnabel, Prof. Lucke etc. in die rechtsextreme Ecke zu stellen, beweist nur eines: Wer nicht auf der politisch korrekten, also „richtigen“ Seite steht, ist per se rechtsradikal. Ja warum nicht gleich ein „Nazi“? Und solche Sender wollen uns über Glaubensprobleme belehren?

Was ist heute noch konservativ?


Auf enormen 2/3tel Zeitungsseiten ist am 2.3. (Samstag) ein SZ-Artikel (Süddeutsche Zeitung) erschienen unter der Überschrift “Alleingelassen” und der 2. Überschrift “Was ist heute noch konservativ?“ Alles Geseiche. Eine längere Analyse lohnt sich nicht; es steht absolut nichts Neues drin. Man merkt halt allzu deutlich, wo der Autor hin will. Kein seriöser Journalismus, paßt aber in die SZ eines Herbert Prantl!

Der Artikel (Autor: Käppner) ist absolut oberflächlich. Man merkt die Absicht und ist verstimmt. Käppner versucht (zu offensichtlich), der Definition “konservativ” (s)eine Meinung unterzujubeln. Typisches Beispiel:

“…Konservativ sollte es sein, Lebensformen mit Kindern zu fördern und sich nicht das Maul zu zerreißen, wie diese Lebensformen auszusehen haben…”

Ja, verflixt, was meint er mit “Lebensformen mit Kindern”? In diesen Begriff passen z. B. auch die adoptierten Homo-Kinder. Mit mir nicht zu machen! Für uns Konservative darf es doch nur die Lebensform “Ehe” geben! (Und wenn sie durch welche Umstände auch immer zerbricht, bleibt doch der Grundsatz “Ehe” bestehen.) Eine homosexuelle “Ehe” kann nach unserer (konservativen) Auffassung nie eine “Ehe” sein.

Oder ein anderes Beispiel: “(Konservatismus müßte sich besinnen“…, schreibt Käppner) „…auf unsere Verantwortung in der freien Welt, statt obsoleten Modellen der Wehrverfassung nachzutrauern…” Das ist ein besonders infames Beispiel der Dialektik dieses Autors. Wir sollen uns besinnen auf unsere Verantwortung in der “freien Welt”…und deshalb spiele die Wehrverfassung keine Rolle mehr (oder so ähnlich, meint Käppner). Frage: Wo gibt´s denn heute die Käpplersche “freie Welt”? Und natürlich brauche ich in einer “freien Welt” keine Wehrverfassung. Die brauche ich nämlich da, wo unsere Freiheit oder die Freiheit anderer bedroht ist. Ziemlich verquast das Ganze.

Und dann haut uns der Autor zum Schluß noch eine “biblische” Weisheit um die Ohren – wie früher meine Oma: “Kind, paß auf Dich auf”. Käppler: “…Konservativ sein, das könnte im Guten bedeuten: einen konstruktiven Standpunkt zu haben, statt einer guten alten Zeit nachzutrauern, die es niemals gab.”

Wie gesagt, man merkt die Absicht. Jedenfalls mache ich diesen Modernisierungskram nicht mit, auch nicht – nein, erst recht nicht – wenn er von der CDU kommt. Umso angenehmer ist der Kommentar, den mir Wolfgang Thüne, promov. Philosoph und „Wetterfrosch“, gestern zu dieser Frage zukommen ließ:

„Konservativ ist aktiver lebensbejahender Schöpfungsschutz. Konservativ sein ist für mich das Natürlichste auf der Welt. Es ist eine Verpflichtung, die sich aus der biblischen Schöpfungsgeschichte ergibt und als ewige Verpflichtung gilt. Als Gott sah, daß sein Werk gelungen war und optimal funktionierte, stellte er den Menschen in die Natur mit dem Auftrag, die Schöpfung zu bewahren – die Erde zu bebauen, zu hegen und zu pflegen.

Das Leben war von Beginn abhängig von der Sonne. Damit deren Energie gleichmäßig über das Erdenrund verteilt werden konnte, schied Gott Tag und Nacht und stellte die Erdachse schief. Damit schuf er die Jahreszeiten, an die sich alles Leben anpaßte. Auf der Erde entwickelte sich eine Lebensvielfalt ohnegleichen.

Das lateinische Wort ‚conservare‘ bedeutet bewahren, erhalten, retten. Dazu muss man die Naturgesetzlichkeiten ebenso akzeptieren wie die Vergänglichkeit. Die Zeit flieht. Alles ist in Bewegung. Alles fließt. Nichts ist statisch. Alles ist dynamisch. Nichts ist gleich. Nichts ist im Gleichgewicht. Konservative sind keine Agenten des Stillstandes! Das Gegenteil ist wahr! Konservative lieben das Leben in all seiner außerordentlichen Schönheit und Vielfalt. Sie sind Feinde der Monotonie, von Eine-Welt-Bewegungen.

Konservative stehen aktiv im Leben, bejahen es und fügen sich in die natürlichen Lebenszyklen ein. Sie wollen nicht die Natur anhalten, streben kein völlig unnatürliches „Gleichgewicht“ an, denn Gleichgewicht bedeutet Bewegungslosigkeit, Stillstand, ja Tod. So betörend schön auch die Parole „ökologisches Gleichgewicht“ klingen mag, nur Ungleichgewicht garantiert die Vielfalt des pflanzlichen und tierischen Lebens, die Vielfalt des Wetters, die Vielfalt der Völker und Kulturen. Konservative sind tolerant. Sie sind Garanten für Freiheit und Würde des Menschen. Sie bejahen den Fortschrift, verneinen aber ideologischem Größenwahn und Intoleranz.“

SZ gegen Thüne: Manipulation versus schlichte Wahrheit! Intoleranz versus Toleranz! Ecco!

Igittigitt, Pferdefleisch!

Noch so´n Thema, das man auch unter christlichen Aspekten behandeln darf: der Pferdefleisch-Skandal. Wirklich? Skandalös daran ist der Betrug der Verbraucher durch falsche Etikettierung, also ein klarer „Etiketten-Schwindel“. Es ist Betrug – aber dadurch wird das (gesunde) Pferdefleisch nicht zum „Schweinefraß“. Die öffentliche Debatte wird aber nach dem Motto geführt: Wir werden vergiftet. Als ob dort minderwertiges Fleisch verwendet wurde. Die Sau, die jetzt durchs Dorf getrieben wird, heißt Pferd. Und jeder ordentliche Pferdemetzger wird in Mithaftung genommen.

Bizarr, ja unwürdig, wird die Diskussion über das falsch etikettierte Pferdefleisch aber, wenn die versammelte Medienmeute über den CDU-Politiker Hartwig Fischer herfällt, weil der es gewagt hatte, den Vorschlag zu machen, diese Lebensmittel könnten doch den Armen und den „Tafeln“ angeboten werden. Ein Sturm der Entrüstung der „Anständigen dieses Landes“ brach über Fischer herein, als ob er Euthanasie-Produkte verteilen wollte. Man nimmt den Menschen, die Fischer meint, nicht die Würde, sondern man bietet ihnen Hilfe an. Sie können selbst entscheiden, ob sie sie annehmen. Von Zwang oder Vorschrift war nie die Rede. Sie müssen es nicht essen, aber sie können. Mag der Hinweis auch platt klingen: In vielen Ländern dieser Erde verhungern Menschen. Sie wären froh, wenn sie wenigstens ein paar Happen dieses „Schweinefraßes“ bekommen könnten. Wir sind arrogant geworden. Der „Anspruchsstaat“ hat die Bürger, die er verdient – nämlich die, die Ansprüche stellen, weil es „mir ja zusteht“.

Schweizerische „CDU“: Anpassung an den Zeitgeist

Nach 150 Jahren verloren die Christdemokraten der CVP (Schwesterpartei der CDU) am 3. März ihre bisherige absolute Mehrheit im Kanton Wallis. Eine ähnliche Entwicklung gab es zuvor schon im Kanton Basel, im Kanton Solothurn und anderen Regionen. Seit dem Jahr 2001 verlor die CVP im Wallis 13 Mandate (von 74 auf 61), am 3.3. gleich 7 Sitze.

Die SVP (Schweiz. Volkspartei des allseits bekämpften Dr. Blocher) vergrößerte ihre Mandatszahl bei der März-Wahl um 190 Prozent zur vorherigen.

Die Entwicklung in Holland und Belgien ist ähnlich. Wann fängt die CDU an, darüber nachzudenken? Die SVP kämpft dezidiert gegen den Zeitgeist, die CVP versucht sich anzubiedern. Die CDU…(?)

Neue Personenstands-Erfassung

Aus dem Innenministerium erhielt ich einen vertraulichen Hinweis zu der geplanten Änderung der Personenstands-Erfassung, den ich aber noch nicht prüfen konnte. Deshalb erfolgt hier eine Vorschau ohne jegliche Gewähr. Das neue Formular unterscheidet sich zu dem bisherigen vor allem durch die Prioritätensetzung bei den einzelnen Fragen und die stringente „Gender-Ausrichtung“:

Personenstand des Menschen (früher „Mann/Frau“): Name, Vorname….

o  weiblich

o  männlich

o  ohne Angabe

o  Geburtsdatum und –Ort: …

Hausstand (bisher „Familienstand“):

o  allein lebend

o  in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft

o  in Mehrfach-Partnerschaft

o  (noch in): o  Ehegemeinschaft

                     o  gleichgeschlechtlich             o  hetero

o  Kind(er): ….(Zahl)

                    o eigene…

                    o adoptierte…

Beruf:

o  Hartz (Stufe):…

o  arbeitend    o  angestellt      o  selbständig      o  Rente/Pension

Religiöses Bekenntnis:

o  ohne

o  kirchlich (o  buddhistisch,  o  hinduistisch,   o  jüdisch,   o  protestantisch,  o  röm.kath,   o  andere:.)

Weitergabe dieser Informationen:

O  ja, erlaubt

O  ja, erlaubt, aber nur an polit. korrekte Institutionen

O  nein

Ich weiß nicht, ob´s so kommt, aber es wäre denkbar – dank Gender Mainstreaming.

Liebe Freunde, das mag für heute genügen. Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit, einen schönen Frühling, eine besinnliche Karwoche, ein gesegnetes Osterfest und uns allen eine bessere Politik.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr

Peter Helmes

P. S.: Auf meine Kommentare erhalte ich immer wieder z. T. herzerfrischende Reaktionen (natürlich auch Kritik). Hier ist eine, über die ich mich besonders gefreut habe. John Sm., Berlin, schreibt in seinem Internet-Dienst in übergroßen Lettern:

„Hilfe, der Helmes denkt kritisch! Kann die CDU ihn nicht ´mal verbieten?“

(Habe die Ehre! Hat mich gefreut. P. H.)

18.03.2013

***

 

SPENDEN AN MICHAEL MANNHEIMER

Überweisung an:

OTP direkt Ungarn
 Kontoinhaber: Michael Merkle/Mannheimer
 IBAN: HU61117753795517788700000000
 BIC (SWIFT): OTPVHUHB
 Verwendungszweck: Spende Michael Mannheimer
 Gebühren: Überweisungen innerhalb der EU nach Ungarn sind kostenfrei
Seit Jahren arbeite ich meist unentgeltlich an der Aufklärung über die Islamisierung unseres Landes und Europas. Für meine Vorträge bei Parteien nehme ich prinzipiell kein Honorar: niemand soll mir nachsagen, dass ich im Dienste einer Partei stehe. Ich bin radikal unabhängig und nicht parteigebunden. Doch das hat seinen Preis: meine finanziellen Reserven sind nun aufgebraucht. Ich bin daher für jeden Betrag, ob klein oder größer, dankbar, den Sie spenden. Sie unterstützen damit meine Arbeit an der Aufklärung über die Islamisierung und meinen Kampf gegen das politische Establishment unseres Landes.
36 Comments
Oldest
Newest
Inline Feedbacks
View all comments