Gedenkveranstaltung zum Genozid an Armeniern: Katholische Kirche versagt erneut


SDIM0039
Anstelle sich in  die Gedenkveranstaltung zum Genozid der Türkei an den christlichen Armeniern einzureihen, hat die katholische nichts anderes zu tun, als sich politisch überkorrekt von der Veranstaltung des bayerischen Landesverbands der “Freiheit” zu distanzieren
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Gedenkveranstaltung Zum Völkermord an den Armeniern – Katholische Kirche mauert 

23. April 2013

Am 24. April 1915 begannen die Vertreibungen und Tötungen der Christen in der Türkei

Diesem systematischen Genozid fielen bei Massakern und Todesmärschen, die im Wesentlichen in den Jahren 1915 und 1916 stattfanden, etwa 1,5 Millionen Menschen zum Opfer. Die Türkei leugnet bis heute, dass es sich um einen Völkermord handelt und verharmlost die Vorfälle als “kriegsbedingte Sicherheitsmaßnahmen”, die Todesfälle werden mit “ungünstigen Umständen” und “vereinzelten Übergriffen” erklärt.

Nach dem Holocaust: Schon wieder versagt die katholische Kirche angesichts eines Genozids an Christen

In Frankfurt und München fanden am letzten Mittwoch große Veranstaltungen im Gedenken an diese fürchterlichen Geschehnisse statt.
Und was macht die Katholische Kirche? Nichts – außer sich von der Münchner FREIHEIT-Veranstaltung zu distanzieren. Dieser Völkermord wurde von Raphael Lemkin, dem Schöpfer der 1948 von der UN verabschiedeten Anti-Genozid-Konvention, als der erste systematisch ausgeführte Völkermord des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Er wird allerdings bis heute von den Nachkommen der Verantwortlichen geleugnet und von der Welt weitgehend verdrängt. Wie konfliktgeladen das Thema des armenischen Völkermords noch immer in der Türkei ist – und für diejenigen, die es kritisch in die Öffentlichkeit tragen, oft sogar lebensgefährlich – zeigen die Ermordung des armenisch-türkischen Journalisten Hrant Dink am 19. Januar 2007 und die Anklagen gegen den Nobelpreisträger Orhan Pamuk.
Wie grausam das ablief und in einigem dem Vorgehen der Nazis gegen Juden erinnert, berichtet die Junge Freiheit in ihrem hochinteressanten Artikel “Da gibt es nichts zu leugnen”:

“Von August 1915 bis Juli 1916 wurden auch die Armenier im übrigen Reich verfolgt und in Zügen nach Aleppo im heutigen Syrien deportiert. Weil aber Tunnel der Bagdad-Bahn noch im Bau waren, mußten diese zu Fuß umgangen werden. Von Aleppo aus wurden sie in syrische Todeslager wie Dair-as-Zur (oder armenisch Der Zor) getrieben. Dieses hat für die Armenier heute etwa den gleichen Klang wie Auschwitz für die Juden. Wer durchhielt, den brachten die Schergen im Juli 1916 um oder jagten ihn ohne Überlebenschance in die Wüste. Andere wurden auf bestialische Weise in Höhlen mit Benzin übergossen und lebendig verbrannt. Insgesamt fanden so mindestens eine Million Armenier den Tod. Außerdem wurden etwa 100.000 junge Frauen und Kinder verschleppt und gezwungen, mit einer muslimischen Identität zu leben.”

Fast vergessen: Bis zur Ankunft der Türken waren weite Teile Kleinasiens christlich

Weite Teile Kleinasiens waren bekanntlich christlich, bis die osmanisch-moslmeischen Heere einfielen und die Gegend islamisierten: Nach dem 4. Jahrhundert n. Chr. nahmen die Armenier das Christentum an. Als aber Anfang des 16. Jahrhunderts die türkischen Osmanen die armenischen Gebiete eroberten, waren Christen in dem moslemischen Staat nur noch Untertanen niedrigeren Ranges. Sie mußten eine zusätzliche Kopfsteuer, seit 1856 eine Militärbefreiungssteuer zahlen. Die innen- und außenpolitischen Schwierigkeiten Ende des 19. Jahrhunderts führten im osmanischen Vielvölkerreichs zur zunehmenden Drangsalierung der christlichen Minderheiten, Mitglieder neuer nationalistischer Turk-Parteien begannen um 1890, gezielt die armenischen Institutionen zu terrorisieren.

Umfangreiche Morde an Christen wurden schon weit vor 1915 durchgeführt: 

Im Jahr 1891 stellte Sultan Abdul Hamid II. (1842–1918) irreguläre Kavallerieeinheiten auf, die „Hamidiye“, die als Kampftruppe gegen die Armenier eingesetzt werden sollten. Es ist bis heute unklar, ob der Sultan die Massaker von 1894 bis 1896 befohlen hatte, bei denen Zigtausende Armenier ermordet wurden. Laut Forschungen des türkischen Historikers Taner Akçam kann die Opferzahl sogar mit über 80.000 Armeniern beziffert werden.

Im Juli 1908 erzwangen nationalistische „Jungtürken“ im Osmanischen Reich ein konstitutionelles Regime. Unter ihrem massiven Druck wurden 1909 in Kilikien weitere 30.000 Armenier ermordet.

Nach der Niederlage in den Balkankriegen errichtete das „jungtürkische Triumvirat“ Talât Bey, Cemal Bey und Enver Bey 1913 ein diktatorisches System, das entschlossen war, künftig die „inneren Feinde“ zu bekämpfen.


Vor dieser Invasion stellten Christen auf dem Gebiet der heutigen Türkei fast 100% der Bevölkerung, Anfang des 20. Jahrhunderts waren es nur noch  25% und heute verschwindende 0,2%. Äußerst lesenswert hierzu der ArtikelDie Ausrottung der Christen in der Türkeivon Michael Mannheimer.

Wie ist nun in diesem Zusammenhang die Androhung des türkischen Ministerpräsidenten Abdullah Gül zu verstehen, es würde einen “neuen Holocaust” gebenwenn die Europäer dem Islam nicht mit “Toleranz” begegneten?

Quelle: http://koptisch.wordpress.com/2013/04/23/gedenkveranstaltung-zum-volkermord-an-den-armeniern-katholische-kirche-mauert/

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