Freispruch! Mutter nennt ihren Sohn „Dschihad“ und „Bombe“

„Jihad“ – „Ich bin eine Bombe“

Von Monika Kaufmann

Die Süddeutsche Zeitung berichtete am 11.04.2013 in ihrer Printausgabe, dass ein Gericht in Avignon eine Mutter freigesprochen habe, die ihren dreijährigen Sohn ein T-Shirt mit der Aufschrift „Ich bin eine Bombe“ in der Vorschule tragen liess. Auf der Rückseite stand „Jihad, geboren am 11. September“.

Die SZ berichtet, der Junge sei tatsächlich auf den Namen Jihad getauft, benannt ist wohl eher das richtige Wort und am 11. September geboren. Aber die richtige Formulierung ist nicht unbedingt die Stärke der SZ-Schreiber. Derartige T-Shirts sind selbst im säkularen Frankreich nichts Neues mehr.

PI berichtete im Artikel „Hilferuf aus Frankreich“, dass Mohammedaner in Frankreich ungestraft T-Shirts mit der Aufschrift „Je niquerai la France, jusqu’à-ce-qu’elle m’aime“, d.h. „Ich werde Frankreich vögeln, bis es mich liebt“ tragen dürfen. Es handelt sich hier um eine ungezügelte Zurschaustellung der islamischen Machtposition. Das ist in Frankreich nichts Neues, schliesslich leidet dieses Land unter der größten muslimischen Minderheit in Europa. Man schätzt sie auf etwa 6 Millionen. Aber dass ein Dreijähriger ein derartiges T-Shirt trägt, ist schon eine Steigerung des islamischen Herrschaftsanpruchs.

Zur Geschichte: Die Lehrerin hatte die Mutter gebeten, dem Jungen das Corpus Delicti auszuziehen, was diese auch ohne Murren tat, aber sie meldete die Sache der Stadt Isle-sur–la-Sorge, deren Bürgermeister daraufhin die Mutter verklagte. Vor Gericht wurde dann darüber gestritten, ob es sich um einen dummen Scherz handelte, der von der Meinungsfreiheit geschützt ist, oder um die Glorifizierung eines Verbrechens.

Als ob die Aussage, „Ich bin eine Bombe“ eine Lappalie wäre, wie z.B. „Ich bin ein Hasilein“. Das Gericht entschied jedoch, dass eine Verurteilung nicht möglich sei. Es sei nicht nachweisbar, dass mit dem Aufdruck die Terroranschläge in New York vom 11.September 2001 gepriesen werden sollten. So die SZ.

Wahrscheinlich wollte man mit dem T-Shirt den Umsatz von Coca Cola steigern. Eine derartige gerichtliche Entscheidung im säkularen Frankreich, das die „Laïcité“ zu den Grundpfeilern seiner Kultur zählt, löst Betroffenheit aus. Man stelle sich einmal vor, ein christlicher Dreijähriger trüge ein T-Shirt mit der Aufschrift „Ich bin eine Bombe“ und „Tod den Moslems“. Das Geschrei wäre groß, die Eltern würden verurteilt, egal in welchem europäischen Land sie leben. Amnesty International und Human Rights Watch würden über antimuslimischen Rassismus geifern und sich vor Wut überschlagen.

Aber Mohammedaner scheinen in Europa unter Artenschutz zu stehen. Obwohl der Islam eben keine Rasse ist, sondern eine Naziideologie.

Das T-Shirt war übrigens ein Geschenk des Onkels, des Bruders der Mutter des missbrauchten Kindes. Er hatte es in einem Geschäft in Avignon käuflich erworben.

Es hat den Anschein, als ob das Gericht ein Zeichen gegen vermeintlichen Rechtsextremismus setzen wollte. Denn der Front National ist in der Gegend von Avignon recht stark, und man unterstellte dem konservativen Bürgermeister, er wolle sich gegen die Konkurrenz am rechten Rand profilieren. Es erregte allerdings Unmut, dass sich weder Mutter noch Onkel öffentlich für die T-Shirt Entgleisung entschuldigen wollten. Sie zogen es vor, den Vorfall herunterzuspielen und zeigten sich über den Freispruch erleichtert.

Hier hat der Islam in Frankreich einen Etappensieg errungen. Trotzdem ist der Counter Jihad eine starke Bewegung in Frankreich. Man lässt sich nicht einschüchtern. Auch wenn manche Richter vor dem Islam einknicken. So wie es in Frankreich eine Résistance gegen die Nazis gegeben hat, gibt es sie heute auch gegen den Islam.

Zur Autorin:
Monika Kaufmann ist eine jüdische Naturwissenschaftlerin und bekennende Linke. Im Islam sieht sie die derzeit größte weltweite Gefahr für Gleichheit und Freiheit aller Menschen

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9 Kommentare

  1. Na ja,solange niemand ‚Thor Steiner'(od.so ähnl.)
    Klamotten trägt – oder ein NSU-Moped fährt – von
    natürlichem Haarausfall ganz zu schweigen!- nun,
    so’n bißchen Hetze gegen die westliche Kultur u.
    die Aufforderung, eben DIESE auszurotten, was
    solls? Die 50% Ermäßigung auf Messer u.sonstige
    Waffen – natürlich N U R für Moslems! – die Uns
    bald aus Brüssel ins Haus stehen, sollten uns
    dann wohl besser NICHT groß überraschen!
    PS.
    Ich halte (nicht ganz grundlos!) Frankreich,
    Belgien, England und Schweden längst für
    islamisiert!Und Wir sind es wohl in Kürze auch!
    Aber die Hoffnung stirbt zuletzt!

  2. Die „kleinen Bomben“ werden jetzt schon so erzogen, dass sie mal später „große Bomben“ werden.

    Und niemand will die Wahrheit sehen, wie sie tatsächlich ist ! Traurig aber wahr.

  3. Wie wärs mal mit nem T-Shirt

    “ Moscheenpisser “

    oder mit dem Sprüchle

    In der Moschee, da tut den Irren
    der Allah stets den Kopf verwirren,
    und wenn sie sich den Arsch beglotzt
    sind sie von Allah angerotzt,
    das Morden und der Fick
    sind dann ihr ganzes Glück,
    zu Höllenengeln hier auf Erden
    läßt sie der Satan gerne werden
    die hohle Birne voll mit Hass
    das macht den Zombies einfach Spaß,
    und fließt der Blut der Menschen dann,
    nennen sie sich Muselmann !

  4. @Augensand

    Vielen Dank für diesen Beitrag. Ich kenne diese Geschichte seit langem durch eine Freundin aus Bonn, hatte aber bislang keinen Beleg dafür. Dank, dass Du den geliefert hast. Diese Sache muss unbedingt an die Öffentlichkeit, denn Islam ist die Religion des Friedens(TM).

  5. OT

    Als die Mauren damals in Cordoba eingefallen waren, verlangten sie die Hälfte der Kathedrale Heiliger Vinzenz als Moschee zu nutzen. Später ließen sie Sankt Vincent abreißen(!) und eine Protzmoschee hinbauen.

    Bei der Reconquista mußten die unterlegnen Mauren die Mezquita, nach Verhandlungen, an die Christen übergeben, die die Moschee nach und nach in die Kathedrale „Emfpängnis Unserer Lieben Frau“(Muttergottes Maria) verwandelten…

    VOR der Maurenmoschee, die natürlich nicht die Mauren selbst bauten, sondern Christen dafür schuften ließen, stand nämlich die Kathedrale Heiliger Vinzenz:

    „“Der Ort, an dem sich die Kathedrale befindet,

    diente schon zu Zeiten des Römischen Reiches der Religionsausübung. Es befand sich dort ein römischer Tempel,

    danach eine westgotische Kathedrale für Sankt Vincent von Saragossa““
    wikipedia.org/wiki/Mezquita-Catedral

    „“Da sie für ihren islamischen Gottesdienst sofort einen Raum brauchten, verhandelten sie mit den (geschlagenen!) Christen und erreichten, dass sie die Hälfte der Sankt-Vinzenz-Kirche, einer großen Kirche zur Ehren des Nationalheiligen, des Diakons Vinzenz von Saragossa und Märtyrers in Valencia (22. Jan. 303 / 1) zur Verfügung gestellt erhielten. Nachdem 756 das Emirat errichtet worden, begann erst 786 Abd ar-Rachman I. mit dem Bau der mezquita, der Großen Moschee, der die Vinzenzkirche ganz weichen musste.““
    http://www.heiligenlexikon.de/MRFlorilegium/3Juni.html

    +Heutzutage verlangen die Moslems erneut einen Teil der Kathedrale von Cordoba als Moschee nutzen zu dürfen…:

    „“07 November 2010, 08:23
    Bischof mahnt: Kathedrale von Cordoba nicht Moschee nennen!!!

    Das weltberühmte Bauwerk ist seit 8 Jahrhunderten eine Kathedrale und Bischofssitz, eine Begriffsverwirrung ist nicht hilfreich.

    Die ehemalige Moschee war der Nachfolgebau einer durch die Muslime zerstörten christlichen Basilika.

    Hintergrund ist der muslimische Vorstoß, die Kathedrale wieder mitzubenutzen…““
    http://www.kath.net/news/28806

  6. OT

    Gerade habe ich in meinen Zeitungsausschnitten gekramt, nur Fotos, denn ich suche ein hübsches Bildchen mit Kirche zum abmalen:

    Und was finde ich?
    Eine Kathedrale mit Zwiebeltürmen in Bulgarien!

    Was steht darunter?
    „Symbol der Freiheit:
    Als Dank an die russischen Befreier wurde 1880 in Varna mit dem Bau der Kathedrale Mariä Himmelfahrt begonnen – acht Jahre nach der Befreiung von den Osmanen.“

    Evtl. stimmt die Zeitangabe aus o.g. Reisewerbung nicht haargenau!

    Bei Wikipedia erfährt man einiges mehr über die BLUTRÜNSTIGEN TÜRKEN:

    „“…Während des bulgarischen Aprilaufstandes 1876 kam es zum Massaker von Batak, das zum Sinnbild der Grausamkeiten an der slawischen Zivilbevölkerung wurde, die sowohl in Bulgarien als auch in Serbien von der osmanischen Armee begangen wurden und die westliche Öffentlichkeit aufschreckte…““
    http://de.wikipedia.org/wiki/Russisch-Osmanischer_Krieg_%281877%E2%80%931878%29

    Gräueltaten der Osmanen in Bulgarien. Konstantin Makowski (1877), russischer Maler, Gemälde „Bulgarische Märtyrerinnen“:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0f/Konstantin_Makovsky_-_The_Bulgarian_martyresses.jpg

  7. LUTHER WOLLTE ERST NICHTS GEGEN(!) DIE TÜRKEN SAGEN

    Und hier die Artikel(Auszüge) aus dem ev. Sonntagsblatt(Nr. 18 und 20 von 2008), die ich längere Zeit nicht mehr fand, weil ich nicht mehr wußte, wo ich sie gelesen hatte:

    LUTHER UND DER ISLAM

    TEIL I

    „“Luther argumentiert – im Unterschied zu seinen Zeitgenossen, die nur politische und militärische Fragen sahen – streng theologisch: Er sieht in dem Vordringen der Türken eine Strafe Gottes. Das war nicht neu, wohl aber die Folgerungen, die Luther daraus zog, dass nämlich diese Strafe verdient ist und dass man deshalb kein Recht besitze, dagegen zu kämpfen…

    Seine Gegner unterstellten ihm daraufhin, er habe den Christen verboten, sich am Türkenkrieg zu beteiligen. Damit wollten sie Luther seine Popularität rauben. Diese Behauptung taucht sogar unter den »Irrlehren« auf, die ihm die Bannandrohungsbulle von 1520 vorwarf. Luther versuchte in seiner Antwort darauf, das richtigzustellen: Er habe nicht den Türkenkrieg widerraten, sondern gefordert, »dass wir uns zuvor(!) bessern und einen gnädigen Gott machen.«…

    Luther wiederholt, dass »man nicht gegen die Türken unter dem christlichen Namen Krieg führen solle«, denn Christus wolle schwach sein und leiden auf Erden mit den Seinen. Die weltlichen Oberherren sollten den Krieg führen, und wer sich daran beteiligt, der solle »mit Freuden die Faust regen und getrost dreinschlagen«. Das war angesichts der Gräueltaten, die die Türken bei ihrem Vormarsch begingen, verständlich und berechtigt. Dabei hat Luther aber nicht vergessen, dass die Türken »gleichwohl Gottes Rute und eine Plage über die Sünde sind«…
    http://www.sonntagsblatt-bayern.de/news/aktuell/2008_18_24_01.htm

    TEIL II

    „“Die erneute Bedrohung Wiens durch die Türken im Jahr 1541 ließ Luther in einen tiefen Pessimismus verfallen. Er sah das Weltende gekommen, rief zu Buße und Gebet auf – machte sich aber auch daran, den Gegensatz des Evangeliums gegen den Koran voll herauszukehren…““

    HEUTE RELATIVIEREN DIE EVANGELEN LUTHER AUCH NOCH, WAR ER DOCH DAMALS SCHON SCHWANKEND GENUG – MAN SCHEINT SICH POLITKORREKT ZU SCHÄMEN bzw. ZU ENTSCHULDIGEN

    „“Kann Luther für die Begegnung mit dem Islam heute Wegweisung und Hilfestellung geben? Wenn man mit dieser Fragestellung an Luther herangeht, erlebt man eine große Ernüchterung. Der Ton Luthers in seinen Schriften zu diesem Thema ist schroff, polemisch und polarisierend. Für unsere Bemühungen um Verständnis und Dialog hätte er wohl wenig Verständnis aufgebracht…

    Darum führen wir einen gottseligen Krieg gegen die Türken und sind heilige Christen und sterben selig.« Selbst wenn man berücksichtigt, dass für Luther mit den Türkenkriegen der endzeitliche Kampf »der Kinder des Lichts gegen die Kinder der Finsternis« beginnt, so ist es doch bedauerlich, dass er hier in die Nähe der vorreformatorischen Konzeption des Glaubenskriegs gerät…““

    DER WANKENDE ALTE LUTHER

    „“Für den alten Luther rücken der Türke (der Islam) und der Papst immer mehr in enge Nachbarschaft als die beiden großen Feinde der Christenheit: der Türke als der grobe, äußere Feind, der den Glauben mit dem Schwert bekämpft; der Papst als der innere, geistige und geistliche Feind. Dabei sei der eigentliche Antichrist nicht der Türke, vielmehr der Papst, der im Heiligtum selbst herrscht und sein Unwesen treibt…““

    ABER LUTHER ÄUSSERTE AUCH SEHR RICHTIGES

    „“Luther stellt mit aller Deutlichkeit die Gegensätze zwischen Islam und christlichem Glauben heraus und damit die Unvereinbarkeit beider Religionen.

    Er begründet das mit schwerwiegenden theologischen Aussagen: Mohammed stellt sich als »Siegel der Propheten« (letzten, endgültigen Propheten) über Christus und degradiert ihn damit zu seinem Vorläufer, kritisiert ihn und macht aus ihm einen Gesetzesprediger, wie er selbst es war. Mohammed leugnet den Kreuzestod Jesu und damit natürlich auch die Heilsbedeutung des Kreuzes; überhaupt die Notwendigkeit einer Erlösung für den Menschen aus Sünde und Schuld. Mohammed leugnet im Zusammenhang damit auch, dass Jesus Christus Gottes endgültige Offenbarung, Gottes geliebter Sohn ist, und wirft dem Glauben an Christus vor, Götzendienst (»Beigesellung«) zu sein…““

    HANNS LEINER, DER AUTOR BEIDER ARTIKEL SCHREIBT AUCH NOCH SEHR WICHTIGES ÜBER DIE LAGE DER CHRISTEN IM ORIENT UND OKZIDENT UND DAS CHISTENTUM ÜBERHAUPT

    „“Wir können auch nicht die Augen davor verschließen, dass der Islam einen weltweiten Missionsanspruch erhebt, ferner ausdrücklich einen Weltherrschaftsanspruch: Er will die ganze Erde zum »dar alislam« (Haus des Islams) machen. Das gilt übrigens besonders für Europa, das von islamischen Fundamentalisten als besonders günstiges Missionsgebiet angesehen wird, da eine große Vorhut von Muslimen schon hier lebt und die christliche Religion sich – nach ihrer Meinung – sowieso in Auflösung befindet.

    Wir haben auch in Deutschland keine Garantie dafür, dass wir in Zukunft ein mehrheitlich von Christen bewohntes Land bleiben werden. Das Wort Martin Luthers, dass das Evangelium ein fahrender Platzregen ist, der heute hier und morgen da niedergeht, gilt auch in heutiger Zeit…““
    http://www.sonntagsblatt-bayern.de/news/aktuell/2008_20_22_01.htm

    (Artikel gesamt, siehe Links. Hervorhebungen und Zwischenkommentare in Großschrift durch mich.)

  8. Stichwort: Bulgarien –
    Von hieraus kaum beachtet – den Deutschen Politikern zur Warnung.

    Bulgarien, angeblich seit ca. 120 Jahren von den Osmanen befreit und doch bis heute mit einer Türkischen Minderheit (etwa zehn Prozent der Einwohner Bulgariens sind (autochthone) Türken) gesegnet. Die sich, unter Einbeziehung „Erdogans des Großen“, Machtkämpfe liefern und ihr eigenes türkisches Süppchen kochen:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/tuerkische-minderheit-in-bulgarien-kolonne-fuenf-antwortet-nicht-12188757.html

    … „In dem Balkanstaat, der Jahrhunderte Teil des Osmanischen Reiches war, bilden sie seit dem Zusammenbruch des Kommunismus einen maßgeblichen, oft entscheidenden Faktor der politischen Willensbildung. Mit beeindruckender Geschlossenheit stimmen sie seit 1990 bei jeder Wahl für die bis zum Januar dieses Jahres von Dogan geführte „Bewegung für Rechte und Freiheiten“ (DPS), in Bulgarien ob ihrer Klientel oft als „Türkenpartei“ bezeichnet. In den neunziger Jahren und von 2001 bis 2009 war die „Türkenpartei“ an mehreren Regierungen beteiligt.” …

    Erdogan hatte, 2010, jedoch seinen bisherigen „Ansprechpartner“, Dagan, der seit 1974 Mitarbeiter des kommunistischen Geheimdienstes in Bulgarien gewesen war, plötzlich fallengelassen und dessen frommeren Rivalen, Gal, unterstützt, der, weil er sich in der alten Partei nicht behaupten konnte, prompt eine weitere Türkische Partei gründete.

    Wie die Türkei, bzw. ihr politischer Arm Erdogan, in Bulgarien mitregiert, sollte uns hier in Deutschland deshalb eine ernsthafte Warnung sein.

    … „Die Bewegung für Rechte und Freiheiten, (also die alte „Türkenpartei“) habe es nicht verstanden, gute Beziehungen zur Türkei aufzubauen, sagte der AKP-Parlamentarier Mustafa Öztürk aus Bursa, Vorsitzender der türkisch-bulgarischen Freundschaftsgruppe in Ankaras Parlament. Bursa ist der Hauptort der bulgarischen Emigration in die Türkei.

    Bis zu 500.000 bulgarische Türken, so wird geschätzt, sind seit 1990 in die Türkei ausgewandert. Da viele die doppelte Staatsangehörigkeit besitzen, sind sie auch bei Parlamentswahlen in Bulgarien wahlberechtigt und verstärken dort den „türkischen Faktor“.

    Der AKP-Abgeordnete Öztürk ist selbst aus Bulgarien eingewandert, er wurde in der bulgarischen Türkenhochburg Kardschali geboren. Dogan, so kommentierte Öztürk den bulgarischen Wahlkampf, habe weder den Interessen der türkischen Minderheit gedient noch zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Sofia und Ankara beigetragen: „Ich hoffe, die Gründung einer anderen Partei wird in dieser Hinsicht einen positiven Beitrag leisten.“

    Die Türken Bulgariens „wollen aktive, bemerkbare, angesehene Bürger sein und dabei ihre ethnische und religiöse Identität bewahren.

    Wir wollen eine Bewegung, die unser Volk dabei unterstützen wird, seine Rechte durchzusetzen“. Korman Ismailow sekundierte aus Sofia, Dogans Partei stehe im Dienste der „Assimilationspolitik“ des bulgarischen Staates gegenüber den Türken. (…) „Für uns ist es das wichtigste, uns nicht von der Türkei zu entfernen“, versicherte Ismailow.” …

    Das meinte Erdogan also mit seiner Aussage: Auch ohne EU-Mitgliedschaft wäre die Türkei schon in Europa vertreten; nämlich über diejenigen Türken, die, mit und ohne Doppelpaß, in den Europäischen Ländern leben.

    … „Ognjan Mintschew, der bekannteste Politologe Bulgariens, warnte hingegen im Gespräch mit der F.A.Z. vor dem „zweifelhaften Vergnügen, künftig zwei türkische Parteien zu haben.“ Er befürchtete ein „nationalistisches Wettrüsten“ zwischen beiden Parteien. In Bulgariens Nachbarstaat Mazedonien lassen sich die Folgen davon bereits besichtigen. (…) Dort ringen bei jeder Wahl mehrere Parteien der etwa ein Viertel der Bevölkerung stellenden Albaner um den Zugang zur Macht.” …

    Dogan, der den Erdogan fallen ließ, rettete hingegen ein merkwürdiger Vorfall (der auch hier durch die Schlagzeilen ging), und stark an alte kommunistische Intrigen und Ränkespiele erinnert, den Wahlsieg

    … „Während Dogan auf der Bühne des Sofioter Kulturpalastes eine Rede hielt, stürmte ein junger Mann die Bühne, hielt ihm eine Pistole an die Schläfe und – tat nichts. Dogan schlug dem vermeintlichen Angreifer mit einigen linkischen Bewegungen die Pistole aus der Hand, der Mann wurde überwältigt. (…)

    Der vermeintliche Attentäter, ein 25 Jahre alter bulgarischer Türke aus der Schwarzmeerstadt Burgas, gab bei seiner Vernehmung denn auch an, er habe Dogan nicht töten, sondern „nur erschrecken“ wollen. Er hatte Dogan auch nur eine nicht geladene Gaspistole an den Kopf gehalten.” …

    Das wiederum zeigt uns und läßt hoffen, daß sich die Kontrahenten, Kommunisten/Sozialisten/Linksextreme und „der Islam“, wenn sie sich nicht Grün sind, mit denselben Mitteln und Strategien aller totalitären Ideologien angreifen, nämlich der Desorientierung und Diffamierung, wenn es einmal gegeneinander um die Macht geht.

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