Mehmed II.: Der brutale Erober von Konstantinopel wollte auch Rom erobern

Bild: Mehmet II. bei seiner Eroberung Konstantinopels.
Unmittelbar danach ließ er die Bevölkerung  in einem historisch beispiellosen Blutbad abschlachten

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Zuerst Konstantinopel. Dann Rom. Die Türken wollten das Christentum vernichten

Mehmed II. zielte nach der Eroberung Konstantinopels auf Rom; er verfolgte das Ziel, auch das Erste Rom zu erobern und den Petersdom in einen Stall für seine Pferde zu verwandeln. 

Im Juni 1480 lenkte er sein Eroberungswerk gegen das eigentliche Rom, nachdem die Eroberung der Insel Rhodos am hartnäckigen und heldenhaften Widerstand der Ritter des Johanniterordens (heute Malteserorden) gescheitert war. Die türkische Flotte segelte Richtung Westen und nahm Ziel auf Otranto an der südlichen Adria. Die südöstlichste Stadt Italiens war ein wichtiger Hafen zwischen Ost und West.

Beim Angriff mußte die Bevölkerung ihre Stadt aufgeben und sich in die befestigte Burg flüchten, in der sich lediglich 400 Soldaten befanden, die mit der Bevölkerung auf sich allein gestellt waren. 

Türkisches Massaker forderte 17.000 Menschenleben

Nach 15tägiger Belagerung gelang es den türkischen Angreifern am 11. August durch konzentriertes Kanonenfeuer eine Bresche in die Befestigungsmauer zu schlagen. Gedik Ahmed Pasha ordnete an, alle männlichen Bewohner über 15 Jahren umzubringen, während die Frauen und Kinder versklavt wurden. Ein Teil der Bewohner, 800 Christen, konnte sich vor dem Massaker mit dem Klerus in die Kathedrale der Stadt flüchten.