Kissinger: “Ich habe den arabischen Frühling immer kritisch gesehen”


Kissinger über arabischen Frühling

Er ist fast 90 Jahre alt. Doch Henry Kissinger sieht den Islam wesentlich klarer als die meisten Politiker ud Journalisten der gesamten westlichen Welt: “Es ist so gut wie unmöglich, dass aus politischen Parteien, die das Scharia-Recht verteidigen, demokratische Parteien werden. Das ist das Dilemma, das wir im Moment haben, da sollten wir uns nichts vormachen.”

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Es gibt keinen “arabischen Frühling” solange der Islam herrscht

Islam und alles, was die Menschheit an positiven Werten hervorgebracht hat, sind nicht kompatibel: Der Islam ist gegen Freiheit, gegen Menschenrechte und gegen humanitären Fortschritt gerichtet. Der Islam verschlingt immense Ressourcen, weil er sich unproduktiv und parasitär verhält. Der Islam lähmt ganze Gesellschaften und friert sie im Mittelalter ein.

 

Henry Kissinger (89), geboren in Fürth, ausgewandert in die USA, ist einer der angesehensten Außenpolitiker unserer Zeit. Von 1969 bis 1973 war er Sicherheitsberater des US-Präsidenten, von 1973 bis 1977 US-Außenminister. 1973 erhielt er den Friedensnobelpreis. Heute engagiert er sich für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses: „Ein Symbol für die Geschichte und für die Zukunft Deutschlands.“ Er war Nationaler Sicherheitsberater, US-Außenminister (1973-1977) und gilt noch heute als einer der profiliertesten Köpfe der internationalen Politik. BILD.de traf Henry Kissinger zum Interview im Schlosshotel Grunewald.

BILD: In Libyen wird der US-Botschafter ermordet, in Ägypten, im Jemen, im Sudan attackiert ein wütender Mob westliche Botschaften, es gab Tote und Hunderte Verletzte. Müssen wir Angst vor einem neuen Krieg haben?

Henry Kissinger: Wir müssen zunächst mal erkennen, dass die Entwicklung in der arabischen Welt hin zur Demokratie ein sehr langsamer Prozess ist. Es ist so gut wie unmöglich, dass aus politischen Parteien, die das Scharia-Recht verteidigen, demokratische Parteien werden. Das ist das Dilemma, das wir im Moment haben, da sollten wir uns nichts vormachen.


BILD: Heißt das, Islam und Demokratie sind unvereinbar?

Kissinger: Das habe ich nicht gesagt. Aber wenn Staat und Religion nicht zu einem gewissen Teil getrennt sind, wenn man darauf besteht, dass Staat und Religion identisch sind, dann ist es fast unmöglich, dass sich andere Meinungen entfalten können. Es ist doch eine absurde Situation, dass ein kleines Video, das in Amerika niemand kannte, von dem die US-Regierung nichts wusste, zu solchen Gewaltausbrüchen führt!

BILD: US-Präsident Obama ist im Vergleich zu seinem Vorgänger George W. Bush mit offenen Armen auf die arabischen Staaten zugegangen. Wenn man sich den Hass anschaut, der jetzt aufflammt, scheint seine Strategie komplett gescheitert zu sein…

Kissinger: Auch Bush war sehr offen für gute Beziehungen mit der arabischen Welt, das wird oft fälschlicherweise nicht anerkannt. Obama hat angemessene Schritte getan. Jetzt muss von islamischer Seite ein Zeichen kommen.

BILD: Es scheint, als könnten die USA tun, was sie wollten – in der arabischen Welt werden sie gehasst. Ist das das Schicksal Amerikas?

Kissinger: Das Ziel von Außenpolitik ist nicht, geliebt zu werden, sondern eine Basis für gemeinsame Interessen und gemeinsames Handeln zu finden. Außerdem werden nicht nur die USA attackiert, sondern auch andere westliche Staaten, wie der Angriff auf die deutsche Botschaft im Sudan zeigt.

BILD: Viele Menschen sagen, der sogenannte arabische Frühling sei inzwischen zum islamistischen Winter geworden. Sehen Sie das auch so?

Kissinger: Ich habe den arabischen Frühling nie so wahrgenommen, wie er in weiten Teilen der westlichen Welt gesehen wurde. Nehmen wir Ägypten: Dort haben 75 Prozent der Wähler für Muslimbrüder und radikale Islamisten gestimmt. Das bedeutet nicht, dass man keine guten Beziehungen zu Ägypten haben kann. Ich hatte zu meiner Amtszeit sehr gute Beziehungen zu Präsident Sadat, das war und ist im nationalen Interesse beider Staaten. Dennoch leben wir nicht unbedingt in der gleichen Wertegemeinschaft.  (Quelle)

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