Bettina Röhls Protest zum Nazi-Vorwurf gegen Lucke fruchtet: FAZ rudert nun zurück


 

Die “Nazi”-Denuntiation gegen politisch Missliebige nimmt immer absurdere Formen an. Nach dem komplett linksverseuchten STERN und der FAZ übernahm nun selbst der bislang stets souverän wirkende Plasberg (“Hart aber fair”) den Vorwurf gegen Lucke. Letzterer hatte es gewagt, eine Wahrheit zu sagen (“Die deutsche Politik ist entartet”), benutzte aber das “falsche” Wort (“entartet”). Aber Nazis sprachen nun mal deutsch. Soll man nun die deutsche Sprache verbieten? (MM)

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Nazivorwurf gegen Lucke: FAZ rudert zurück!

Von Bettina Röhl, 1. Oktober 2013

Gestern hatte ich die FAZ und den stern für ihre denunziatorischen, demagogischen Nazi-Assoziationswerke abgemahnt in meiner Notiz: FAZ und stern im Nazi-Rausch (s.unten).

Heute rudert die FAZ zurück und kritisiert einen gewissen Plasberg, der nassforsch nachgeplappert hat, was andere Talker schon breit getreten hatten, nämlich dass AfD-Gründer Lucke Rechtspopulist wäre.

Heute stellt die FAZ plötzlich fest: “Das war keine Glanzleistung der Plasberg-Redaktion.” und fragt:  “Kann man jemanden so einfach als verkappten Nazi darstellen? Oder ist das nicht billige Denunziation? “


Ganz schön schnell gewendet

Die massenhaften Fuchtler mit der Nazi-Nummer (hellbraun, mittelbraun, dunkelbraun) müssen darauf achten, dass sie sich nicht selber verdächtig machen. Wieso ist Plasberg auf Helmut Schmidt und Wolfgang Schäuble nicht eingegangen, die das Wort “entartet” in öffentlichen Reden verwendet haben? Was soll das überhaupt ein solches Wort wie “entartet” in der Art, wie es derzeit von den Medien praktiziert wird über Gut und Böse entscheiden zu lassen, über Richtig und Falsch oder über Nazi und Nicht-Nazi.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/faz-net-fruehkritik/fruehkritik-hart-aber-fair-sie-haben-entartet-gesagt-12598287.html

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Hier der Beitrag von Bettina Röhl auf ihrer Facebookseite:

 

FAZ und stern im Nazi-Rausch

29. September 2013 um 22:34  (Quelle)

6 Millionen in der Vernichtungsmaschinerie der Nazis ermordete Menschen würden der FAZ und dem stern und Forsa-Chef Güllner die Bude eigenhändig einreißen, wenn sie deren dumpfe und dämliche Assoziationskette heute gelesen hätten. Die FAZ bringt es fertig – über Kunst kann man streiten – einen künstlerischen Gag der AfD mit der Bücherverbrennung, ach was, mit der Verbrennung von Menschenleben in Korrelation zu bringen. Das eigentliche Zitat, auf das die FAZ anspielt, bringt indes der stern, in dem er Forsa-Chef Manfred Güllner so zitiert: (…)Güllner: “Wer wenige Schritte vom Bebelsplatz entfernt, wo Hitlers Propagandaminister Joseph Goebbels einst Bücher verbrennen ließ, Euro-Scheine verbrennt, hat entweder kein Gespür oder er macht es bewusst.”(…)

Kurz vor der Wahl hatten blaue Marsmännchen mit dem weißen Aufdruck AfD große, also falsche 500 Euro-Schein in eine Art Feuer-Eimer geworfen. Lucke stand auf einem Feuerwehrauto daneben und verkündete seine Botschaft, dass die gegenwärtige Euro-Politik der Bundesregierung mehr Geld vernichtete als die Welt-Inflation 1929.

Wie hasszerfressen und wie distanzlos müssen Schreiberlinge eines solchen Textes sein, und wie verquer muss der Geist in einer Redaktion sein, die so etwas durchwinkt? Dieselbe FAZ, derselbe stern haben sich über Jahrzehnte in Hymnen verausgabt über Aktionskünstler wie Schlingensief und Genossen, die auf den Bühnen alles mögliche verbrannten, auch Bücher von Walser verbrennen wollten, auch mal schrien: Tötet Kohl oder tötet Möllemannn! Und die auch als Aktionskünstler außerhalb der Theaterbühnen agierten. Schlingensief im Speziellen, ein Halbgott des deutschen Feuilletons hatte ja auch die grandiose Idee Geld zum Fenster raus zu werfen, echtes Geld, als Kritik an der Bank. Als zumeist einsame Schlingensief-Kritikerin weise ich daraufhin, dass Schlingensief viele Abstrusitäten zustande gebracht hat, die ich bei Bedarf gern näher erläuter.

Würden ein Beuys und ein Schlingensief heute noch leben, sie hätten nicht sehr unwahrscheinlich vielleicht echtes Geld verbrannt, um ihre Sorge über das Leid von hunderten von Millionen, wenn nicht Milliarden ärmeren Menschen mit einem kleinen Sparbuch Ausdruck zu verleihen. Sie wären als gute sozial verantwortliche Künstler bejubelt worden.

Die Marsmännchen-Nummer der AfD war gegen das, was die umjubelte bundesdeutsche Protestkunst der etablierten Häuser und Künstler seit den sechziger Jahren zustande gebracht hat, ein kleiner Gehversuch einer munteren Truppe aus einem Mädchenpensionat.

Das jetzt aus derselben Ecke Assoziationsketten aus der 500-Euro-Nummer über Bücherverbrennungen und schlimmeres vollführt werden, zeugt nicht nur von schlechtem Stil, sondern von einer eigenartigen Affinität zu braunem Gedankengut.

Das Brandenburger Tor, The Brandenburg-Gate, unter dem Obama bekanntlich unbedingt sprechen wollte, weil das Brandenburger Tor nunmal der symbolische Nabel der deutschen Hauptstadt ist, als einen Ort zu bezeichnen, der dem Ort, an dem die Nazis Bücher verbrannten, sehr nahe sei, ist mit Verlaub gesagt, krank.

Wenn einer das Gefühl hat die Sau mal ungestraft rauslassen zu dürfen, dann scheint bei Manchen die Gefahr groß zu sein, dass sie es auch tun.Täglich diskutieren die Menschen vom Penner bis zur Spitze der Federal Reserve darüber, dass den Kleinsparern aufgrund der Finanz-und der Eurokrise und deren Management eine tägliche Geldentwertung zugemutet wird. Gegen diese Entwertung relativiert sich das damalige Inflationsgeschehen. Das ist eine Tatsache, die alternativlos in diesem Land so nicht benannt wird und die Merkel und Schäuble beschweigen. Dass man auf politische Tatsachen öffentlich werbewirksam hinweisen darf, ist glücklicherweise ständige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes im Rahmen zu Entscheidungen zu den unterschiedlichsten Streitfällen.

Spielgeld symbolisch verbrennen, und das auch noch, um einem totgeschwiegenen Mißstand Gehör zu verschaffen, ist nichts als Spielgeld symbolisch zu verbrennen. Eine solche Aktion zur Verböserung von Menschen zu geradezu archetypischen braunen Socken heran zu ziehen und darüber großkotzig herum zu schwadronieren, geht entschieden zu weit. Dass der Zeitgeist so etwas eiskalt goutiert, ist eine Katastrophe.

Wie so oft in der jüngsten Zeit, in der es so viele ähnliche Katastrophen geht, ganz andere Themen betreffend, ist der Herr Bundespräsident Gauck, der hier eine Bringschuld hat, aufgerufen die unselige Sucht deutscher Medien mit Nazi-Vergleichen um sich zu werfen, als das zu geißeln was diese Sucht ist: eine gesellschaftliche Verwerfung ersten Ranges.

Das hat nicht im Geringsten etwas mit Parteipolitik zu tun. Parteiübergreifend müssten die Verantwortlichen sich dem unseligen Trend der Instrumentalisierung der Naziverbrechen entgegen stellen. Gauck scheint nach seinem Satz, dass der Islam nicht zu Deutschland gehörte, verblüht zu sein und gibt nicht mehr her als ein irgendein guter Onkel mit weisen Sprüchen.

 FAZ entgleist auch in Bezug auf die Beleidigung “Lügen-Lucke”

 Die FAZ vermarktet ihr Ding mit der Unterüberschrift “”Lügen-Lucke” ist zulässig”, was so nicht einmal stimmt.

Abgesehen davon, dass die Pressekammer Hamburg für schräge Entscheidungen anfällig zu sein scheint, gewährt das Recht zum Gegenschlag dem Betroffenen, in diesem Fall Herrn Güllner ( Forsa) in einem konkreten Einfallfall, in einem bestimmten Kontext, Herrn Lucke, soweit dieser Herrn Güllner angegriffen hat, im Gegenschlag zu attackieren.

Weder Forsa-Chef Güllner darf Herrn Lucke ab jetzt mit der Vokabel “Lügen-Lucke” bis ans Ende des Lebens traktieren und beleidigen, noch durfte die FAZ  dies je tun. Die FAZ vermittelt den Eindruck, dass ab jetzt Lucke ad infinitum “Lügen-Lucke” nennen dürfte und es wirkt auch regelrecht wie ein Aufruf, was eine gewisse Hetzkomponente deutlich macht. Schließlich ging es um einen einzelnen Streit zwischen zwei gestandenen Männern. Und es könnte sich der Eindruck aufdrängen, dass hier Berichterstattung zu dem Zwecke mißbraucht wird, noch mal selber genüsslich “Lügen-Lucke” sagen zu können.

Die ganze Suche der FAZ und des stern nach der politischen Verortung der neuen Partei, um die die AfD nicht herum käme, ist ein Gründeln in den herein assoziierten braunen Abgründen.

 Im Übrigen hat die FAZ eine Schwäche für solcherlei Entgleisungen.

Da gibt es nun eine neue Partei, die gemäß ersten Umfragen nach der Wahl bereits bei 6 % liegt und es wäre angebracht sich einen normalen Ton  anzugewöhnen und  sich mit normaler Argumentation zu dieser Partei zu äußern, statt diese Partei zu dämonisieren.

 

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/afd-einfache-loesungen-viele-fragen-12593233.html

http://www.stern.de/politik/deutschland/afd-chef-lucke-biedermann-oder-brandstifter-2060931.html

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Siehe auch:

Bernd Lucke und unsere vollkommen entartete Journaille

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