Bundestagswahl 2013: Ganze 30 Prozent der Wähler regieren den Rest Deutschlands !


Der alternative Wahlsieg

Von Vera Lengsfeld   23.09.2013

Die Alternative für Deutschland hat knapp den Einzug in den Deutschen Bundestag verpasst. Die Enttäuschung , bzw. die Häme über dieses Ergebnis lässt leicht aus dem Blickfeld geraten, dass es sich um den spektakulärsten Wahlerfolg einer neu gegründeten Partei seit sechzig Jahren handelt.

Die Alternative für Deutschland hat in nur einem halben Jahr 2 Millionen Wählerstimmen gewonnen, ohne Stammwählerschaft, bekanntes Spitzenpersonal, ohne Parteivermögen.

Vor ihr hat nur eine kleine Partei bei ihrer ersten Bundestagswahl mehr Wähler mobilisieren können: der Bund der Heimatvertriebenen bekam 1953 5,9% der Stimmen. Allerdings war er da schon drei Jahre alt und konnte sich auf ein spezielles Wählerklientel stützen.

Die Grünen schafften es bei ihrem ersten Versuch im Gründungsjahr 1980 auf 1,5%, die Piraten bekamen 2009 2,00%, ebenso wie die NPD oder die aus der KPD hervorgegangene Friedensunion.

Die SED-PDS-Linke schaffte es 1990 trotz eines von der SED überkommenen, gigantischen Parteiapparates und eines Riesenvermögens, die für eine regelrechte Materialschlacht benutzt wurden, nur auf 2,4%. Selbst bei der Bundestagswahl 1994 wäre die SED-PDS-Linke mit 4,4% an der Prozenthürde gescheitert, wenn sie nicht durch den Gewinn von vier Direktmandaten in den Bundestag eingezogen wäre.


Vor diesem Hintergrund kann man erst den Riesenerfolg der AfD ermessen. Die Partei muss jetzt nur aufpassen, dass sie sich diesen Erfolg nicht kleinreden lässt. Wenn es bei der AfD Enttäuschung gibt, liegt das nur daran, dass die Erwartungen zu hoch waren. Es wäre einem kleinen Mauerfall gleichgekommen, wenn sie den Einzug geschafft hätte.

Bemerkenswert ist, dass die Wähler der Neuen Bundesländer durchaus zu dieser revolutionären Tat bereit waren. Bis auf Sachsen- Anhalt hat die AfD überall die Prozenthürde deutlich übersprungen. Gebremst hat der Westen, aber das kann sich ändern. Wenn es nach dem Westen gegangen wäre, hätte die Mauer noch eine Weile gestanden. Aus alter Gewohnheit hätte der Westen auch die abgewirtschaftete FDP wieder in den Bundestag geschickt. Hier haben sich die Wähler aus dem Osten aber durchgesetzt.

Was ist noch bemerkenswert? Trotz einer leichten Erhöhung der Wahlbeteiligung bleibt die Partei der Nichtwähler die stärkste Kraft. Von den abgegebenen Wählerstimmen fallen diesmal 15,7% unter den Tisch. Das schreit nach einer Reform des Wahlrechts, denn insgesamt sind fast 40% der Wahlberechtigten im Deutschen Bundestag nicht repräsentiert. Die undemokratische Prozenthürde muss fallen. Das ist das wichtigste Projekt in den nächsten Jahren.

 http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_alternative_wahlsieg

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6 Kommentare

  1. Hallo die AFD ist doch zb, durch diese Grüne Jugend scharf angegriffen worden.Diese Jugend ist doch ideologisch verseucht.Kleine Parteien haben es schwer, wie man an den Republikanern sieht,wo an derem Schicksal diese Nazihetze auch mit Schuld ist.

  2. Die AfD mit Prof. Lucke (ehemals CDU) kommt und die Freiheit mit Herrn Stadtkewitz (ehemals CDU ) geht!

    http://www.spiegel.de/thema/rene_stadtkewitz/

    Langsam könnte man auf den Gedanken kommen das eine Inszenierung aller erster Klasse mit den deutschen Wahl-Bürgern/innen veranstaltet wird, wo System unerwünschte politische Strömungen kanalisiert werden um
    alles unter Kontrolle zu behalten!

    Was wird denn jetzt aus dem einsamen islam-kritischen Kämpfer Stürzenberger, ein Freiheitsmitglied?
    Übrigens Stadtkewitz muß da auch erst noch einen heuchlerische Auflösungsbeschluss erwirken und dann dem Stürzenberger eine Empfehlung geben! 🙂

    Auch der Zeitpunkt ist verräterisch so kurz nach der Bundestagswahl!

    Was wäre wenn dieser Stadtkewitz ( U – Boot)
    vor der Wahl mit seiner “Neuigkeit” gekommen wäre, möglich das die AfD dann im Parlament gewesen wäre!

    So gibt es eine Parte i- AfD die anfangen will und eine Partei – Freiheit die ihre Aufgabe beendet, eine schöne gewollte System freundliche Uneinigkeit !

    Mal abwarten was uns dieser Prof. Lucke, wenn er denn als Parteivorsitzender gewählt wird anbieten wird, nach seinen Worten:
    “Die AfD wird, wenn es nach mir geht, immer eine Partei bleiben, die sich einer schematischen rechts-links Etikettierung entzieht, sondern sich am abendländischen Wertekanon, am Grundgesetz und am gesunden Menschenverstand orientiert.”

    Mit freundlichen Grüßen
    Bernd Lucke
    http://www.freiheitlich.me/?p=10676

    Viel Spass noch bei den kommenden Politspielchen:
    “verarscht Du mich, verarsche ich Dich!”

    Hauptsache der dumme deutsch-migrantische Michel bemerkt es nicht! .-) ) )

  3. Daher bin ich für allgemeine Wahlpflicht. Denn dann haben die linken Parteien keine Chance mehr. Und wir werden nicht von 30 Prozent, sondern von 50 Prozent regiert.

  4. Und eine vorherige Festlegung welche Partei mit wem Kopoli…. Kopulir…. Koalalieren nein, verdammt äähhh zusammenarbeiten will, soo.

  5. Vera Lengsfeld:
    “”…drangen Vermummte in die Ausstellung „Die heile Welt der Diktatur? Herrschaft und Alltag in der DDR“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ein…
    Die SAntifaschisten faseln davon, dass die „Entnazifizierung in der DDR konsequent vonstatten ging“, während in der BRD die Nazis „in hohen Ämtern in Staat und Wirtschaft blieben“…

    Die Vermummten, die nicht genug Mumm haben, ihr Gesicht zu zeigen und sich der Diskussion zu stellen, sind auch nicht fähig, wenigstens bei Wikipedia nachzuschlagen, um ihre Behauptungen zu prüfen. Dort hätten sie unter „Braunbuch“ am Ende einen Absatz über das „Braunbuch der DDR“ gefunden, das mehr als 1000 Namen von Nazis in hohen und höchsten Positionen im DDR-Staat aufführt, gefunden…””
    http://achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/dumm_duemmer_santifa

    +++

    Kann Volker Beck retten, was kaum noch zu retten ist?
    In einem Brief an seine Parteifreunde, den Volker Beck an die Kreisverbände von Bündnis 90/Die Grünen in NRW geschrieben hat, gestand der Grünenpolitiker nach der Bundestagswahl ein, dass es ein Fehler war, seinen Artikel für das Buch “Der pädosexuelle Komplex” zu “relativieren”…
    http://www.medrum.de/content/kann-volker-beck-retten-was-kaum-noch-zu-retten-ist

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