Die Bundestagswahl 2013 aus dänischer Sicht

 

„Dem Autor des Artikels sei empfohlen, mal hinter die Fassade zu schauen. Neuwagen der oberen Klasse werden fast nur noch von der Generation 50 + gekauft. Junge Leute können sich selbst Gebrauchtwagen kaum noch leisten, weil die höhnisch grinsende Mama aus Deutschland ein Billiglohnland mit prekären Beschäftigungen gemacht hat. Von den Billiglöhnen müssen sehr hohe Steuern abgedrückt werden, sodass oft nichts mehr zum Leben bleibt und die Leute trotz Vollzeitjob beim Amt betteln müssen.“ (PI-Kommentator)

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Die Bundestagswahl aus dänischer Sicht

Ein erleichtertes Seufzen ging gestern Abend durch Europa, als klar war, dass Angela Merkel – die wohl langweiligste und unattraktivste Politikerin der Welt – den Kanzlerposten im wichtigsten Land Europas behält: nicht in Frankreich, nicht in Großbritannien, bestimmt nicht in Spanien oder Italien, aber im guten alten Deutschland.

(Von Michael Jalving, Jyllands Posten / Leicht gekürzte Übersetzung von Alster)

Deutschland ist die am besten organisierte Gesellschaft Europas und wenn ich mit meiner Familie die Grenze überquere, um Berlin oder Hamburg zu besuchen oder nur um ein wenig Autobahn ohne die Geschwindigkeitsbegrenzung des Fahrrad-Sozialismus zu genießen, dann strahlen auf den hinteren Sitzen meine Kinder wie kleine Sonnen. Endlich befinden sie sich in einem Land, wo Mutter und Vater es sich leisten können, mit ihnen in ein Café zu gehen und einen warmen Kakao mit “das ganze Sweinerei” zu bestellen.

Meine Kinder haben Recht: Die klügsten Erwachsenen der ganzen Welt sprechen deutsch und lassen andere Deutsche soviel wie möglich vom eigenen Geld behalten, im Gegensatz zu fast allen anderen Orten in Westeuropa, um nicht den alles überragenden Steuerstaat Dänemark zu nennen.

Es ist mit Deutschland wie mit den PC`s und Windows, ein Vergleich, den ich vom amerikanischen Autor Jonathan Franzen geliehen habe: Apple und Mac könnten Italien oder Paris sein: elegant, wohlduftend, feminin.

Der PC – jedenfalls der aus den frühen Tagen – ist dagegen reine Funktion, sozusagen die Inkarnation von Merkel-Deutschland. Hier gibt es keinen Gorgonzola, keine Mätressen oder gar Ducati. Es ist eben Windows, ein potthässliches Design und eine Arbeitsmoral, die immer noch dem idealtypischen Protestantismus eines Max Weber ähnelt.

Deshalb können sich die Deutschen ihren BMW, Mercedes und Audi leisten. Und zwar ohne Kredit und Schulden, für die am Ende andere aufkommen müssen. Sie können es sich leisten, weil sie mindestens fünf Tage in der Woche arbeiten – und sparen. Erst Alltag, dann Luxus (erst die Arbeit, dann das Vergnügen).

Mit anderen Worten: Windows, hat gestern die Wahl gewonnen und Apple hat mit Karacho verloren. Die rot-grünen Hipster und die violetten Sozialdemokraten wurden von einer satten Mehrzahl heimgeleuchtet, die gleichzeitig die liberalen Sahnetörtchen hinauswarfen. Herrlich.

Schade nur, dass die eurokritische Partei Alternative für Deutschland (AfD) knapp an der Fünfprozenthürde gescheitert ist. Das hätte den so dringend benötigten Sand in die EU-Maschinerie gestreut.

Merkel veränderte sich in den vergangenen vier Jahren nicht, und präzise das ist es, was ihr den Sieg gesichert hat. Merkel ist zur Markenware geworden. Das einzige Mal, als die “Eisenkanzlerin” Hipster spielen wollte, war, als sie die Atomkraft abschaffte. Das war ein eklatanter Bruch ihrer logos-gesteuerten Person und bescherte ihr keinen Pathos, sondern einen pathetischen Schimmer. Angela wollte Apple sein. Lächerlich.

Aber nun ist Merkel zurück, wiedergewählt und darin bestärkt, dass die Deutschen an den Logos und die Vernunft glauben. Wieweit das auch dazu führen könnte, dass die Deutschen ihre „Guten Werke“ in der herzensguten Einwanderungspolitik mindern, die natürlich dadurch geschuldet sind, dass sie (immer noch) versuchen, das Böse der Nazis wiedergutzumachen, das wird sich zeigen.

Als ausgebildetete Physikerin wird die Kanzlerin wohl früher oder später verstehen, dass man auf Dauer die Wirklichkeit, Gravitationskraft und Nitroglyzerin nicht verdrängen kann, ohne dass das Labor in Brand gerät.


Mikael Jalving (geb. 1968) ist ein dänischer Journalist, Verfasser und politischer Kommentator. Er schreibt für die dänische Zeitung Jyllands-Posten. Seine Website: „Wortediewirken“.

http://www.pi-news.net/2013/09/die-bundestagswahl-aus-danischer-sicht/ | , 23. Sep 2013 |

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6 Kommentare

  1. Das Grinsen der Merkel wir noch in 50 Jahren die Briefmarken zieren, welche einst an diese DDR Göre erinnern werden.

  2. Schade nur, dass die eurokritische Partei Alternative für Deutschland (AfD) knapp an der Fünfprozenthürde gescheitert ist. Das hätte den so dringend benötigten Sand in die EU-Maschinerie gestreut………….
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    So isses!

    Hoffentlich platzen alle Koalitionsverhandlungen und es gibt Neuwahlen!

  3. Hier platzt nix , alles schon vorab geplant von diesen Erbärmlichen , auch die massive Wahlfälschung und der Michel bleibt still ! Die AfD hätte es locker geschafft , wenn nicht diese Tausenden von Wahlzetteln in Aufzügen und auf anderen Wahlisten für Gegen Parteien gut geschrieben worden wären . Bin ich froh das ich nicht zur Wahl gegangen bin , habe das schon kommen sehen , diesen Betrug !

  4. Koalitionspoker setzt Unwürdigkeit des Wahlkampfes fort

    Die Parlamentswahlen sind ein Kulminationspunkt der Demokratie. Und es ist deswegen eine mittlere Katastrophe, wenn Bundestagswahlen zu einer Farce und einer Bürgerveralberung, an der der Wähler allerdings höchst aktiv teilnimmt, verkommen. Der Wahlkampf 2013 war unter Demokratiegesichtspunkten eine würdelose Veranstaltung, denn alle wichtigen Themen wurden der politischen Korrektheit geopfert und ausgeklammert, und die Wähler und die Republik wurden mit zufällig zum Thema gewordenen Nebensächlichkeiten unterhalten…
    http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-das-grosse-versagen-der-deutschen-parteien-seite-all/8899878-all.html

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    „NSU“-Prozeß
    …und wie sah die „Doppelgängerin“ vor 7 Jahren aus? Wenn sie damals schlanker war und auf Entfernung sieht sie Zschäpe wirklich ähnlich.
    http://www.bild.de/news/inland/nsu/doppelgaengerin-im-nsu-prozess-verwechselte-zeugin-zschaepe-mit-dieser-frau-32718124.bild.html

  5. Kritik des Mehrheitsprinzips

    = Kritik der Demokratie

    Wie schon Friedrich Schiller im „Demetrius“ schrieb:

    „Die Mehrheit? Was ist die Mehrheit?

    Mehrheit ist der Unsinn;

    Verstand ist stets bei Wen’gen nur gewesen.

    Bekümmert sich um’s Ganze, wer nichts hat?

    Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl?

    Er muß dem Mächtigen, der ihn bezahlt,

    Um Brot und Stiefel seine Stimm’ verkaufen.

    Man soll die Stimmen wägen, und nicht zählen;

    Der Staat muß untergehen, früh oder spät,

    Wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.“

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