Wegen Beleidigung im Knast: “Folteropfer” el Masri wieder vor Gericht


Der Deutsch-Libanese El Masri stand diese Woche wegen Angriffs auf Vollzugsbeamte vor Gericht.  So ordentlich sah der Islamist noch vor sechs Jahren aus

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14.10.2013

Der libanesisch-stämmige el Masri wurde wegen Beledidigung eines Vollzugsbeamten erneut verurteilt

Sah er vor wenigen Jahren noch ordentlich aus, so hat sich das Äußere des weltweit bekannt gewordenen “deutschen” CIA-Opfers Khaled el Masri (50) so unglaublich zu seinem Nachteil verändert, dass man nicht glauben mag, es handele sich um ein und dieselbe Person. El Masri ist in kaum einem halben Jahrzehnt nicht nur ergraut, sondern scheint um Jahrzehnte gealtert. Man mag dem Deutsch-Libanesen nicht alleine in einer hohlen Gasse begegnen, sieht man ihn, mit Handschellen gefesselt, auf dem Weg in den Gerichtssaal des Amtsgerichts in Kempten.

Vor Jahren wurde er von der CIA wegen des Terrorverdachts verschleppt und gefoltert. Doch Khaled el Masri ist kein Unschuldslamm. Er hat mehrfach selbst zugeschlagen und gedroht: Zum vierten Mal seit 2007 stand nun der Neu-Ulmer Autohändler vor Gericht. Die Kemptener Staatsanwältin Petra Wagner hatte den Prügel-Islamisten angeklagt, im Knast einen Beamten „Hurensohn“ und „Drecksau“ genannt zu haben, weil der ihm Zäpfchen anstatt verlangter Schmerztabletten angeboten hatte. Zudem soll er den Wärter geohrfeigt und Todesdrohungen ausgestoßen haben.

El Masri trifft auf gnädigen Richter

Im 57jährigen Joachim Redetzki fand der el Masri diesmal wieder einen gnädigen Richter: 1500 Euro Geldstrafe wegen Beleidigung und Bedrohung sowie  Aufhebung des Haftbefehls. „Die Körperverletzung war keine Körperverletzung. sondern eine Berührung mit zwei Fingern“, sagte der Richter. Redetziki: „Er ist auf übelste Weise misshandelt worden. Ohne diese Vorkommnisse säße er nicht hier.“ (Quelle)


Das Urteil: 1500 Euro für Beleidigung im Gefängnis. Der nun mehrfach verurteilte Schläger und Beleidiger durfte danach als freier Mann aus der JVA Kempten spazieren.

Dem 47jährigen Opfer und Justizvollzugsbeamten Matthias R. war das Urteil recht. Er wollte nicht, dass el Masri wieder zurück in den Knast musste. “Es ist eine Belastung, wenn Herr El Masri länger bei uns bleibt“, sagte er freimütig. (Quelle)

El Masri wurde vielfach straffällig

Immer wieder sorgte der Promi-Knacki in der JVA für Ärger. „Einmal zerquetschte er einen Käse, weil er ihn nicht mochte“, erinnert sich R. „Als ich ihm nicht sagen konnte, wer dafür verantwortlich ist, meinte er: ‘Da muss ich wohl Horst Seehofer eine aufs Maul hauen …’“
Bereits 2011 wurde el Masri wegen Übergriffen auf einen Beamten verurteilt. Bis vor kurzem saß er eine Haftstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung ab, wurde danach bis zum jetzigen Prozess in U-Haft genommen. Brisant: Seine Schließer rechnen fest damit, dass er in Freiheit wieder zuschlagen könnte.

 

El Masris Vorstrafenliste (Quelle)

Anfang Februar 2007 wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Ulm gegen al-Masri wegen vorsätzlicher Körperverletzung ermittelt. Al-Masri hatte einen Mitarbeiter der Prüfgesellschaft Dekra verprügelt. Dieser hatte ihn abgemahnt, weil er zu viele Stunden seiner Ausbildung zum LKW-Fahrer verpasst hatte, woraufhin al-Masri ausrastete und zuschlug. Über seinen Anwalt bedauerte er den Vorfall und kündigte an, sich bei seinem Opfer zu entschuldigen und die Verantwortung zu übernehmen, und gab als Grund für seinen Ausraster seine „schwere Traumatisierung“ an.

Metro

Am 17. Mai 2007 wurde al-Masri wegen Brandstiftung festgenommen und danach in eine psychiatrische Klinik in der Stadt Memmingen eingeliefert. Ihm wurde vorgeworfen, einen Brand in einem Metro-Großhandelsmarkt in Neu-Ulm gelegt zu haben. Er richtete einen Schaden von knapp 90.000 Euro an. Laut Staatsanwalt sei allerdings das Feuer so laienhaft gelegt worden, dass es sich nie zu einem Großbrand hätte ausweiten können. Al-Masri hatte sich zuvor mehrfach mit Angestellten der Großhandelskette über einen defekten iPod gestritten, soll eine Verkäuferin angespuckt und Drohbriefe geschrieben haben. Der Leiter der Abteilung für Forensische Psychiatrie an der Universität München Norbert Nedopil, von al-Masris Anwalt Manfred Gnjidic mit der psychiatrischen Begutachtung seines Mandanten beauftragt, sieht in al-Masris Verhalten Reaktionen, die für Folteropfer typisch seien.

In einem Artikel der Jungen Welt äußert sich Manfred Gnjidic, der Anwalt al-Masris, folgendermaßen: Geheimdienste vermutlich US-amerikanischer Provenienz hätten al-Masri in den Monaten zuvor immer wieder eingeschüchtert und zur Mitarbeit erpressen wollen. „Bei der Festnahme vor dem Metro-Markt sagte al-Masri wörtlich: Wäre ich damals nur auf das Angebot der Amerikaner eingegangen, hätte ich jetzt nicht die Schwierigkeiten.“ Da er und seine Familie häufig von Unbekannten verfolgt wurden, hätte er Angst um seine Kinder gehabt und sie wochenlang nicht in den Kindergarten gehen lassen. Einmal seien al-Masri Ende 2006 bei einer nächtlichen Autofahrt nach Biberach auf der vierspurigen Bundesstraße fünf Wagen 20 Kilometer lang gefolgt und hätten ihn von vorne und hinten eingekeilt. Ein anderes Mal habe ihm ein älterer Herr in einem türkischen Lebensmittelgeschäft, wo ansonsten kein Deutscher hingeht, hinter den Regalen aufgelauert und ihn bedroht.

Am 11. Dezember 2007 verurteilte das Landgericht Memmingen al-Masri wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung, Hausfriedensbruch und Brandstiftung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die aber unter der Auflage, seine Therapie fortzusetzen, auf Bewährung ausgesetzt wurde. Das Gericht hob die Ereignisse vor al-Masris Straftaten strafmildernd hervor, sagte jedoch, dass auch selbst widerfahrenes Unrecht keine Berechtigung sei, selbst Unrecht auszuüben. Strafmildernd wurde al-Masri sein umfassendes Geständnis, seine familiäre Situation und dass er vor der CIA-Entführung nie eine Straftat begangen hat, angerechnet. Der psychiatrische Gutachter geht davon aus, dass er ohne die vorherigen traumatischen Erlebnisse die ihm vorgeworfenen Straftaten nicht begangen hätte. Da auf die Revision verzichtet wurde, ist das Urteil rechtskräftig.

Oberbürgermeister Noerenberg

Am 11. September 2009 überfiel al-Masri den Neu-Ulmer Oberbürgermeister Gerold Noerenberg in dessen Büro und schlug ihn so, dass Noerenberg anschließend ärztlich versorgt werden musste. Al-Masri hatte bereits kurz zuvor versucht, Zugang zu Noerenbergs Büro zu bekommen, konnte aber von Rathausmitarbeitern daran gehindert werden. Al-Masri wurde zwei Stunden nach seiner Flucht festgenommen und in der Justizvollzugsanstalt Kempten inhaftiert. Über sein Motiv gibt es keine klaren Erkenntnisse. In einem Schreiben aus der Haft äußerte er sich erzürnt darüber, dass die Stadt Neu-Ulm immer neue Bordellbetriebe genehmigte und dadurch inzwischen die Räumlichkeiten des Multikulturhauses als solches genutzt werden.

Am 30. März 2010 wurde al-Masri vom Landgericht Memmingen wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt.

JVA Kempten

Während der Verbüßung dieser Haftstrafe schlug er im Juli 2010 in der Justizvollzugsanstalt Kempten einem Bediensteten so heftig ins Gesicht, dass der Mann fünf Wochen lang dienstunfähig war. Dafür wurde al-Masri im April 2011 zu weiteren vier Monaten ohne Bewährung verurteilt. Mitte 2012 beantragte eine Journalistin Besuchsgenehmigung zur Durchführung eines Interviews. Der Antrag wurde von der JVA Kempten abgelehnt. Die Strafvollstreckungskammer beim LG Kempten verpflichtete am 10. Oktober 2012 die Anstalt den Besuch zu genehmigen. Dagegen legte die Anstalt Rechtsbeschwerde ein, welche am 28. Februar 2013 vom OLG München zurückgewiesen wurde. Es könne nicht “generell davon ausgegangen werden, ein Presseinterview mit einem Strafgefangenen werde regelmäßig dessen Eingliederung i.S.v. Art 28 Nr. 2 BayStVollzG behindern” Im Oktober 2013 wurde er nach einem Gerichtsurteil aus der Haft entlassen

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