Die DDR war ein stalinistischer Staat. Heute ist die Nachfolgepartei der SED drittstärkste politische Kraft in Deutschland


http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e6/Bundesarchiv_Bild_183-1989-1007-402,_Berlin,_40._Jahrestag_DDR-Gr%C3%BCndung,_Ehreng%C3%A4ste.jpg

“Der Begriff Stalinismus war in der DDR verpönt und mit kleinen Ausnahmen zu Beginn der 60er Jahre bis zur Wende 1989/90 in Publikationen der SED praktisch nicht zu finden. Schon wegen Mangels an Substanz bildete der “Stalinismus” keine eigene ideologische Richtung, am ehesten eine auf Stalin zugeschnittene grobe Vereinfachung des Leninismus. Gleichwohl war Stalin in den Anfangsjahren der DDR allgegenwärtig, auch über seinen Tod 1953 hinaus, und die am sowjetischen Vorbild orientierten Herrschaftsstrukturen existierten weiter” Quelle

Heute sind die SED-Stalinisten mitten unter uns. Die SED-Nachfolgepartie “Die Linke” hat sich nach 23 Jahren zur drittstärksten politischen Kraft Deutschlands entwickelt. 

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Im Ggensatz zur Sowjetunion fand eine Entstalinisierung in der DDR nie statt

Mangels einer grundsätzlichen Stalinismus-Definition als zu bekämpfendem Irrweg und wegen des zögerlichen Eingestehens von Fehlern der Stalin-Ära war die Entstalinisierung  in der DDR höchst inkonsequent. Sie wurde schnell wieder beendet; den ultimativen Schlussstrich zog das 11. Plenum des ZK der SED 1965. Fortan wurde das Thema tabuisiert. Exponierte Stalin-Kritiker wie etwa Robert Havemann wurden ins Abseits gedrängt bzw. mit Publikationsverbot belegt.

Aufmerksame DDR-Bürger konnten an Nuancen der Auseinandersetzung mit den Fehlern der Stalinzeit in offiziellen Verlautbarungen aus dem Einflussbereich der SED (vgl. Hager) in den 70er/80er Jahren Anzeichen des sprichwörtlichen Tauwetters  oder neuer politischer “Eiszeiten” ablesen. Nicht zufällig war es das Sputnik-Verbot 1988 nach Stalin-kritischen Artikeln, das die Bürger von der unverändert harten Linie der SED überzeugte. Viele nahmen das zum Anlass, die “nicht reformierbare” DDR zu verlassen. Tausende überlieferte Ausreiseanträge enthielten exakt diese Begründung.

Der Stalinismus begleitete somit die DDR von ihrem Anfang bis zu ihrem Ende und bestimmte ihr Schicksal entscheidend. Gleichzeitig gehörte das Terrorsystem Stalins zu den größten Tabus der “offiziellen Öffentlichkeit”, also in den von der SED und den ihr verbundenen Organisationen kontrollierten Medien, in Auseinandersetzungen zwischen SED-Mitgliedern und -Nichtmitgliedern sowie in der Geschichtsschreibung und gesellschaftswissenschaftlichen Publikationen. (Quelle)


Härteste Unterdrückung in der DDR/SBZ

In der DDR wurde ein mir bekannter Mann zu zwei Jahren Haft verurteilt, weil er an Gerhard Löwenthal einen Brief geschrieben und sich lobend über das damals von Löwenthal moderierte ZDF-Magazin geäußert hatte. Kontaktaufnahme zum Klassenfeind, nach dem Strafgesetzbuch der DDR strafbar. Christian Worch 22.08.2013 bei http://www.freiheitlich.me/?p=10491#comment-52317

Genossen Kommunisten einen Sonderstatus im KZ Buchenwald?

„Als die US-Soldaten 1945 das KZ Buchenwald befreiten, trafen sie auf erstaunlich gut genährte deutsche Kommunisten!“ (Sender 3Sat in 1993)

Laut dort inhaftiertem französischen links-sozialistischen Widerstandskämpfer Paul Rassinier haben die Kommunisten dort –-in ihrer Machtstellung als von den NS-Wächtern eingesetzte Häftlings-SV (Selbstverwaltung)– den Mithäftlingen die Nahrung gestohlen und so manchen Tod verschuldet.

Und laut OLG Frankfurt mit endgültigem Urteil mußte sich der ewiggestrige Erz-Kommunist und VVN-Aktivist Emil Carlebach, nach 1945 einige Zeit Chefredakteur der FR (Frankfurter Rundschau), anrechnen lassen laut einem österreichischen Historiker, im KZ Buchenwald (Thüringen) einen Mithäftling ermordet zu haben!!

„Die DDR war ein stalinistischer* Staat”

“Und der Stalinismus .. bildete eine zum Faschismus komplementäre Erscheinung. Die Übereinstimmungen sind beklemmend. Sie schließen Auschwitz und den Gulag ebenso ein wie den Missbrauch des Sozialismus.

Die Ähnlichkeit wird beglaubigt durch den problemlosen Frontwechsel von Leuten wie Mussolini, Céline und Driot, von den vielen Rot-Front-Kämpfern, die 1933 in SA-Uniformen schlüpften, zu schweigen. Bei den blutigen Gegensätzen zwischen Rechts und Links, kulminierend im Zweiten Weltkrieg, handelte es sich wesentlich um einen Konflikt feindlicher Brüder.“

Der Schriftsteller Ralf Schneider in einem Beitrag für ’DIE WOCHE’, Hamburg, 8.5.1998, S. 9

* Als Stalinismus bezeichnet man

  1. die Herrschaft Josef Stalins (1927–1953) in der Sowjetunion und in der Komintern,
  2. die von Stalin geschaffene theoretische und praktische Ausprägung des Marxismus-Leninismus,
  3. die darauf aufbauende Form des Totalitarismus,
  4. einen mithilfe marxistischer Argumente begründeten kritischen Begriff.

https://i0.wp.com/reflexion.blogsport.de/images/stalin1950.jpg?resize=375%2C258

DDR-Plakat: “Von Stalin lernen heißt siegen lernen”

Betrachtet man die unumschränkte Herrschaft der SED-Führung mit der im Politbüro konzentrierten Macht über sämtliche Vorgänge im Lande als entscheidendes Kriterium, so muss man den Staat DDR sehr wohl stalinistisch nennen – zumal mangels Entstalinisierung die während Stalins Regentschaft geschaffenen Machtstrukturen in der DDR bis 1989 bestehen blieben.

Zu diesem Befund würde auch die vielfach belegte Beobachtung passen, dass praktisch alle Handlungen der Judikative (Gerichte), alle Festlegungen der Legislative (Gesetze der Volkskammer) und Vorhaben der Exekutive (Weisungen des Ministerrats) durch Eingreifen des Politbüros bzw. des Generalsekretärs übersprungen, geändert oder rückgängig gemacht werden konnten.

Man muss anmerken, dass diese Einschätzung einer erweiterten Stalinismus-Definition folgt. Die konkreten Auswirkungen des Stalinismus in der DDR bedeuteten Leid und Unterdrückung, vielfach Verfolgung und auch die physische Vernichtung von Menschen, die “dem Apparat” (d.h. der SED samt ihrem Machtinstrument MfS) als Störfaktoren erschienen und zu Feinden erklärt wurden. Dennoch erreichte der Terror nie die Ausmaße wie in der Sowjetunion, und der – offenkundig aus Selbsterhaltungstrieb – von der SED zum typischen Merkmal des Stalinismus bestimmte Personenkult wurde im Großen und Ganzen vermieden.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/contentblob/1374298/timg644x363blob/4396855

Stalinistische Aufmärsche in der DDR

Eine abschließende historische Einordnung des Stalinismus bleibt damit jener Zukunft vorbehalten, wenn möglichst frei von politischen Augenblicksinteressen und Prägungen sowie hoffentlich unter Rückgriff auf noch verschlossene Archive in Ost und West über die Bedingungen, Ursachen, Auslöser und handelnden Personen befunden werden kann. In der kollektiven Erinnerung bedeutet “Stalinismus” derzeit überwiegend Entrechtung, Willkür und Terror – Unmenschlichkeit im Namen einer versprochenen menschlicheren Gesellschaft.

Zitat:

“Die Partei ist mehr als du und ich … Die Partei ist die Verkörperung der revolutionären Idee in der Geschichte. Die Geschichte kennt kein Schwanken und keine Rücksichtnahme. Sie fließt schwer und unbeirrbar auf ihr Ziel zu. An jeder Krümmung lagert sie Schutt und Schlamm und die Leichen der Ertrunkenen ab. Aber – sie kennt ihren Weg. Die Geschichte irrt sich nicht. Wer diesen unbedingten Glauben an die Partei nicht hat, gehört nicht in ihre Reihen.

Aus Arthur Koestlers Roman Sonnenfinsternis

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