Islamische Erfindungen? Baden

http://www.hros-bad-laer.de/2001_2002/Projekte/roemer/Therme.jpg

Bild: Römisches Themalbad um 100 n.Chr.

In den vergangenen Jahren hat es viele Artikel darüber gegeben, in denen fälschlicherweise Erfindungen islamischen Erfindern zugeschrieben wurden, die entweder schon in vor-islamischen Zeiten existierten oder von anderen Kulturen erfunden worden waren, oder beides . So wird (seitens des Islam) behauptet, dass die Kultur des täglichen Bads auf den Islam zurückgehe. Was natürlich völliger Unsinn ist. Bereits tausend Jahre vor der Erfindung des Islam hatten antike Zivilisationen wie die römische oder phönizische eine Badekultur auf höchstem Niveau

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EuropeNews • 15 Oktober 2013, Original: Wikiislam , Übersetzt von Anja Freese, Quelle: http://europenews.dk/de/node/72864

 

Islamische Erfindungen? Folge 5: Baden

Die Legende geht folgendermaßen: Waschen und Baden sind eine religiöse Pflicht für Muslime. Dies ist wohl der Grund warum sie die Rezeptur für die Seife, die wir noch heute verwenden, perfektioniert haben. Die alten Ägypter hatten eine Art Seife, wie auch die Römer, die sie aber eher als Pomade verwendeten.

Allerdings waren es die Araber, die pflanzliche Öle mit Natriumhydroxid und Aromastoffen wie Thymianöl kombinierten. Für die arabischen Nasen war eines der auffallendsten Merkmale der Kreuzritter, dass diese sich nicht wuschen. Shampoo wurde in England durch einen Muslim eingeführt, der Mahomed’s Indian Vapour Baths an der Küste von Brighton im Jahre 1759 eröffnete. Dazu wurde er zum Shampooing Surgeon von Kings George IV und William IV ernannt[1] …

Die Realität:

Die erste Tatsache, die wir hier ansprechen müssen, ist der Moslem, auf den sich den Paul Vallely bezieht. Sein Name war Sake Dean Mahomed und er war kein Moslem, sondern ein Konvertit zum Christentum [2]. Geboren 1759 als Sohn muslimischer Eltern war er zum Christentum konvertiert und heiratete 1786 in einer anglikanischen Zeremonie die vornehme anglo-irische Dame Jane Daly[3] (lange bevor er 1821 „Mahomed’s Indian Vapour Baths“ eröffnete [4]). Zwei seiner Kinder (Amelia and Henry) wurden auch im Namen des anglikanischen Glaubens getauft und einer seiner Großenkel, Rev. James Kerriman Mahomed, wurde zum Vikar von Hove in Sussex ernannt [5].

Erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass der Islam nicht die einzige Religion ist, welche Regeln zur persönlichen Hygiene vorschreibt. Auch die Juden haben Hygieneregeln.

Ein seifenähnliches Material welches in Tonzylindern bei einer Ausgrabung im alten Babylon gefunden wurde ist der Beweis, dass die Herstellung von Seife schon 2800 Jahre v. Chr. bekannt war.

Inschriften auf den Zylindern beschrieben, dass Fette mit Asche gekocht wurden, was eine Methode der Seifenherstellung ist. Allerdings dienten diese Fette nicht dem Zweck der Seife, sondern wurden später als Hilfe zum Hairstyling benutzt.

Für die antiken Römer war, ebenso wie vor ihnen für die Ägypter, das tägliche Bad ein wichtiger Tagespunkt[6]. Während des Mittelalters war das Baden auch in Japan ein verbreiteter Brauch. Hinzu kommt, dass auch in Island Becken mit gewärmtem Wasser aus heißen Quellen beliebte Versammlungsplätze am Samstagabend waren.

In Europa war ab dem 7. Jahrhundert die Seifenherstellung ein anerkanntes Handwerk.

Seifenmacher Gilden schützten ihre Geschäftsgeheimnisse vor der Öffentlichkeit. Pflanzliche und tierische Öle wurden mit der Asche von Pflanzen und Duftstoffen verwendet. Allmählich kamen mehr Seifensorten für das Rasieren und Shampoonieren auf den Markt.

Dazu entstanden das Badehaus und die Wäscherei. Während des 12.Jahrhunderts fingen die Engländer an Seife herzustellen. Das Seifengeschäft lief so gut, dass 1622 König James I einem Seifenmacher ein Monopol für umgerechnet $100.000 pro Jahr versprach. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde Seife als Luxusgut in verschiedenen Ländern hoch besteuert.

Als die Steuer verschwand wurde Seife auch für normale Leute verfügbar und der Hygienestandard wurde verbessert. Die kommerzielle Seifenherstellung begann in Amerika 1608 mit der Ankunft von mehreren Seifenmachern auf dem zweiten Schiff von England nach Jamestown in Virginia.

Die Wissenschaft der modernen Seifenherstellung wurde um 1820 mit der Entdeckung des französischen Chemikers Michel Eugene Chevreul über die chemische Natur von Fetten, Glycerinen und Fettsäuren geboren. Seine Forschungen etablierten die Basis sowohl für die Fett- als auch für die Seifenchemie [7].

1.  Paul Vallely – How Islamic inventors changed the world – The Independent, March 11, 2006

2.  The Travels of Dean Mahomet – University of California press, ISBN 9780520207172

3.  Deen Mahomed (1759–1851): soldier, writer, businessman – The Oxford Dictionary of National Biography

4. Tracing Your Roots > South Asian > Tracing South Asian Roots: Dean Mahomed Shampooing Surgeon in Brighton – Moving Here

5.  Ansari, Humayun (2004), The Infidel Within: The History of Muslims in Britain, 1800 to the Present, C. Hurst & Co. Publishers, pp. 57–8, ISBN 1850656851

6.  Barbara F. McManus – Roman Baths and Bathing – The College of New Rochelle, revised July, 2003

7.  Soaps & Detergent: History – The American Cleaning Institute, Washington, DC

 

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Video: 1001 angebliche Erfindungen der Muslime?

Islamische Erfindungen? Folge 1: Camera Obscura

Islamische Erfindungen? Folge 1: Der Kaffee

Islamische Erfindungen? Folge 3: Schach

Islamische Erfindungen? Folge 4: Fliegen

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Posted Oktober 15th, 2013 by hd

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5 Kommentare

  1. BADEN IM MITTELALTER:

    “”Im Mittelalter badete man nackt. Hölzerne Waschzuber dienten als Gemeinschaftsbadewanne. In den Hinterhöfen der engen mittelalterlichen Städte fanden sich viele Badebütten, in denen man sich zu lustvollen Gemeinschaftsbädern traf. Während der Bader in öffentlichen Bädern angehalten war, für Zucht und Ordnung zu sorgen, planschten und amüsierten sich in den vielen privaten Wannen Frauen und Männer gemeinsam. In höfischen Badestuben hatte der Zuber teils sogar einen Baldachin aus Stoff, sodass man auch ein Dampfbad darin nehmen konnte.”“ (wdr.de)

    Im Mittelalter hätten die Leute sich nicht gewaschen und gestunken

    „“Nicht nur ist das ein totaler Mythos, er ist so weit verbreitet, dass er sich auf andere Mythen auswirkt, so soll z.B. der Weihrauch der Kirche dafür gewesen sein um den Gestank so vieler Menschen an einem Ort zu überdecken. Tatsächlich war bzw. ist der Weihrauch ein kirchliches Ritual, das aus der jüdischen Religion kommt, welche ebenfalls Weihrauch in ihren Opfergaben benutzten.

    Dieser Mythos führt auch zu der sonderbaren Idee, dass die Menschen normalerweise zwischen Mai und Juni heirateten da sie zu der Zeit nicht besonders stanken – wegen des jährlichen Bades um die Zeit.

    Das ist natürlich Schwachsinn. Die Menschen heirateten zu dieser Zeit, da das Heiraten in der Fastenzeit nicht erlaubt war.

    So, zurück zu den (angebl.) stinkenden Menschen. Im Mittelalter gab es Badehäuser in den meisten Städten. Tatsächlich war Sauberkeit und Hygiene dort hoch angesehen – so hoch, dass Baden in verschiedene Zeremonien, der Einstand in das Rittertum, mit eingebracht wurde.

    Einige Personen badeten täglich, andere weniger oft – aber fast alle badeten. Weiterhin benutzen sie heißes Wasser – sie mussten es nur selber aufheizen, nicht wie wir mit unseren modernen Durchlauferhitzern,…““
    http://www.ritter-nerd.de/2010/mittelalter/top-10-mythen-des-mittelalters/

  2. Lese gerade diese Fakten und Fiktionen.
    Das wäre doch Stoff für ein Quartett-Spiel oder?

    Ich stelle mich gern zur Mitarbeit zur Verfügung, man müsste nur einen smarten Verleger finden.

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