Hamed El-Samad wieder aufgetaucht: Was war da los?


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Hamed El-Samad lebt und ist offenbar auf freiem Fuß. Eine merkwürdige Geschichte, die so gar nicht in die Tradition des Islam passt, Apostaten unter allen Umständen und zur Abschreckung apostasiewilliger Muslime zu töten

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El-Samad ist frei. Was war da los?

Wie mittlerweile alle Medien berichten, ist der ägyptische Islamkritiker Hamed El-Samad, der seit Tagen verschwunden war, wieder aufgetaucht (ich berichtete). Nun, zuallererst ist das eine gute Nachricht und wir freuen uns aufrichtig, dass Samad gesund und wohlauf ist. Dennoch bleibt ein merkwürdiges Gefühl zurück:

Warum geht El-Samad, gegen den wegen seiner Kritik am Islam eine Todesfatwa erlassen wurde, gegen den ein ägyptischer Kleriker öffentlich in ägyptischen TV zum Mord aufgerufen hatte, in ein Land zurück, in dem die halbe Bevölkerung und stärkste politische Kraft – die Muslimbrüder – ihm den Kopf abschneiden wollen, überhaupt zurück nach Ägypten? Wer sich mit der Geschichte der Apostasie im Islam befasst hat, wer weiß, dass die Tötung von Islamkritikern DAS Gebot des Islam schlechthin ist, wem klar ist, dass alle historischen und gegenwärtigen Fatwas die Tötung von Apostaaten (als solcher wurde El-Samad gewertet) und Islamkritikern zwingend vorschreiben und sich dabei auf mehrere Aussagen Mohammeds berufen (“Tötet, wer den Islam kritisiert”), der wundert sich, dass ein Islamkenner wie El-Samad trotzdem nach Ägypten zurückkehrte.

Das ist in etwa so, als würde im Jahre 1942 ein jüdischer Exilant aus den USA nach Deutschland reisen, um dort sein neues Buch vorzustellen. Die Reise würde ihn direkt nach Ausschwitz führen.

Was mit El-Samad passierte, ob er überhaupt entführt wurde, warum er, sollte dies zutreffen, dann noch lebt, warum er wieder freikam und wer oder was für seine Freiheit verantwortlich war – das alles ist derzeit noch höchst spekulativ. An Spekulationen beteilige ich mich so gut wie nie, denn mir sind Verschwörunggstheorien zuwider.


Es bleibt abzuwarten, was die nächsten Tage an neuen Erkenntnissen bringen werden. Ob wir jemals die volle Wahrheit erfahren werden, ist mehr als fraglich. Denn sollte sich die Bundesregierung in irgend einer Form eingeschaltet und die Freigabe El-Samads erwirkt haben, werden wir aus (verständlichen) Gründen nicht darüber informiert werden.

Im merkwürdigen Kontrast zu El-Samads Unvewrsehrheit jedenfalls steht jedenfalls die Meldung, dass auf den bei Darmstadt lebenden islamkritischen Buchautor Zahid Khan gestern früh offenbar erneut ein Mordanschlag verübt wurde. Das berichten mehrere Medien. Khan, wie El-Samad ein Islamkritiker und Exs-Moslem, ist am frühen Dienstag Morgen von zwei Männern vor seinem Haus angegriffen worden. Es war der zweite Mordversuch an diesem tapferen Mann. Den ersten überlebte er, weil er auf seine Angreifer mit seiner Waffe schoss.

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