Scharia: Wenn Linkshänder als Satanisten gesehen werden


Innerhalb des Islam regelt die Scharia das gesamte Verhalten der Muslime. Besonders strenggläubige Muslime richten ihr Leben danach. Eine dieser Vorschriften besagt, man dürfe nicht mit der linken Hand essen oder trinken. Hier berufen sich Muslime auf eine Aussage Mohammeds, der Linkshänder als vom Teufel geleitet bezeichnete.

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Scharia: wenn Linkshänder als Satanisten gesehen werden

11. August 2013, Wien. (HN, Cahit Kaya) Innerhalb des Islam regelt die Scharia das gesamte Verhalten der Muslime. Besonders strenggläubige Muslime richten ihr Leben danach. Eine dieser Vorschriften besagt, man dürfe nicht mit der linken Hand essen oder trinken. Hier berufen sich Muslime auf eine Aussage Mohammeds, der Linkshänder als vom Teufel geleitet bezeichnete.

Umerziehung zu Rechtshändern

Moderne Erkenntnisse besagen, dass eine Umerziehung zum Rechtshänder große Probleme mit sich bringen kann. Bis in die 70-er Jahre hinein war es auch in Deutschland und Österreich üblich, die Kinder ab Schulbeginn zur Rechtshändigkeit zu zwingen. Die Folge für die Kinder war oft, dass danach vermehrt psychische Probleme auftraten, die zu weiteren Störungen wie Legasthenie, Bettnässen oder Sprachstörungen führten, die sich sich wiederum in weiterer Folge auch negativ auf die Schulleistung auswirkten und das gesamte Leben beeinträchtigen.

Die linke Hand des Satans

Es wird geschätzt, dass etwa 10–15% der Weltbevölkerung Linkshänder sind. Während sich in Europa die Meinung durchgesetzt hat, dass Linkshänder nicht umerzogen werden sollen, um unnötige Folgeschäden zu verhindern, ist in islamischen Ländern die gängige Meinung, es sei gottgewolt die rechte Hand zu verwenden. Das lässt sich auf die Zeit Mohammeds zurückführen.

“Allahs Prophet, Muhammad –  Allahs Segen und Heil seien auf ihm – sagte: ‘Wenn einer von euch [Muslimen] isst oder trinkt, darf er nicht mit der linken Hand essen oder trinken, denn der Teufel isst und trinkt mit der linken Hand.” Mit dieser Aussage Mohammeds wird eine islamische Umerziehung zum Rechtshänder begründet.

Früher war es unter Arabern üblich, sich nach dem Toilettenbesuch mit der (linken) Hand den Hintern mit Wasser zu waschen. Um die zumeist ungebildete Bevölkerung dazu zu bringen nicht mit ihrer “schmutzigen” Hand auch zu essen, wurde der Aberglaube der Menschen genutzt um sie mit einer angedrohten Bestrafung dazu zu bringen. In diesem Fall wurden Linkshänder als Anhänger des Teufels bezeichnet, was sie als Feinde Allahs machen würde.


Linkshändigkeit als “schlechte Angewohnheit”

Wer mehr über die Denkweisen gläubiger Muslime erfahren ist, sollte sich islamische Internetforen ansehen (zum Beispiel hier). Anbei ein Beispiel eines besorgten Onkels, der um Rat bittet.

“Wegen der schlechten Angewohnheit meines Neffen hat er große Schwierigkeiten, mit seiner rechten Hand zu essen. Im Moment benutzt er seine linke Hand, wenn keiner da ist, um ihn zu erinnern. Ich mache mir Sorgen darüber. Was ist das Fiqh-Urteil bzgl. einer Person, die daran gewohnt ist, mit der linken Hand zu essen?”

Die Antwort folgt schnell.

“Gutes zu tun ist eine Angewohnheit und Schlechtes zu tun ist eine Angewohnheit. Der Mensch macht immer entweder Fortschritte, oder er fällt zurück. Wenn eine Person sich daran gewöhnt, etwas zu tun, wird er sehr versessen darauf und liebt es, und lehnt alles Andere ab. Dann denkt er, dass die Sache, an die er nicht gewöhnt ist, nicht möglich ist, aber diese Art des Denkens ist nicht richtig und es geht sowohl gegen die Gesetze des Islams als auch gegen die Fakten der Realität.

Folglich sollten demjenigen, der seine linke Hand zum Essen und Trinken benutzt, die islamischen Regeln beigebracht werden und er sollte an den Hadith des Propheten (Frieden und Segen Allahs seien auf ihm) bezüglich dieser Angelegenheit erinnert werden. Als ein Mann in seinem Dasein mit der linken Hand aß, sagte der Prophet (Frieden und Segen Allahs seien auf ihm), „Iss mit deiner rechten Hand.“ Er sagte, „Ich kann nicht.“ Er sagte, „Mögest du es niemals können!“ Nichts hinderte ihn außer seiner störrischen Arroganz, und er führte nachdem seine rechte Hand nie wieder zu seinem Mund. (Berichtet von Muslim, 3776)”

Und es geht weiter.

“Einige Leute mögen ein wirkliches Problem haben, welches sie daran hindert, ihre rechte Hand zu benutzen, wie z.B. gelähmt zu sein usw. In diesem Fall sind sie entschuldigt und es ist keine Schande für sie. An-Nawawi (möge Allah barmherzig mit ihm sein) sagte: „Wenn er eine Entschuldigung dafür hat, dass er nicht mit seiner rechten Hand isst und trinkt, wie eine Krankheit oder eine Verletzung, dann ist es nicht makrûh…“

Am wahrscheinlichsten ist das Problem des Jungen, über den Du fragst, mit Gewohnheit verbunden, so versuche, ihn an das Essen mit seiner rechten Hand zu gewöhnen und damit fortzufahren, ihn zu belehren und ihn daran zu erinnern, dies zu tun. Du könntest die Hilfe von Psychiatern aufsuchen, denn einige von ihnen könnten einige nützliche Ideen haben. Wir bitten Allah, Dir Standhaftigkeit zu geben. Möge Allah unseren Propheten Muhammad segnen.”

Per Psychiater zur Scharia

Hier setzt sich ein Scharia-Moslem über sämtliche neuere Erkenntnisse hinweg und riskiert die Gesundheit eines Kindes, um ein “gottgefälliges” Leben zu führen. Wenn die Umsetzung religiöser Vorschriften erzwungen wird, obwohl jede Vernunft dagegen spricht, dann ist das mehr als bedenklich. Er versucht den Onkel sogar dazu zu überreden, mit Hilfe eines Psychiaters das Kind auf Scharua zu trimmen. Aber das ist nun mal die Scharia. Fromme Muslime streben danach alles umzusetzen, was diese vorschreibt. Noch heute lernen Kinder in den Moscheen Europas, dass die linke Hand des Teufels ist und eine Umerziehung einfach zu ihrer Religion gehört. Vermutlich sind es eher sie, die eines Tages einen Psychiater benötigen werden. Besonders wenn sie umgelernte Linkshänder sind.

http://www.humanist-news.com/scharia-wenn-linkshander-als-satanisten-gesehen-werden/

Über den Autor

Cahit Kaya

Früher war ich Moslem, heute bin ich Humanist. Meine Schwerpunkte: Islam, Menschenrechte und Migration. Ich engagiere mich auch für die Initiative Ex-Muslime www.exmuslime.at

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