Grünen-Politiker Özdemir (“Wir wollen, dass Deutschland islamisch wird”) verteidigt Erdogan


Cem Özdemir zog 1994 als erster Abgeordneter mit türkischen Wurzeln in den Bundestag. (Foto: Flickr/"Plastik? Nein Danke!", Cem Özdemir auf dem Markt am Maybachufer/ BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN/CC BY 2.0)

Özdemir sieht in den Deutschen ein rassistisches Volk. Das verrät er immer wieeder in Interviews, wo er keine Gelegenheit auslässt., den Deutschen einen immanenten Rassismus vorzuwerfen. Damit meint er vor allem die Skepsis des Großteils der Deutschen gegenüber der Gewaltreligion Islam. Nun spielt sich Özdemir zum Verteidiger des bekennenden Islamisten Erdogan (“Unsere Gläubigen sind unsere Soldaten”) auf: Dieser habe alles nicht so gemeint, wie es in den Medien dargestellt wurde. Dass er -Özdemir – selbst für ein islamisches Deutschland kämpft, veschweigt er

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Unheilige Allianz: Özdemir verteidigt Erdogan

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir ergreift überraschend Partei für den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Er lässt einer unheiligen Allianz die Hintertür offen. Özdemir sagt, dass er kein Fan Erdo?ans sei. Doch im Punkt der Gründung von türkischen Schulen in Deutschland sei Erdo?an schlichtweg falsch verstanden worden.

Cem Özdemir zog 1994 als erster Abgeordneter mit türkischen Wurzeln in den Bundestag

Auf der Diversity Konferenz 2013 hat Grünen-Politiker Cem Özdemir gesagt, dass der türkische Premierminister Erdo?an niemals flächendeckende türkische Schulen in Deutschland gefordert habe.

Er  sei kein Fan von Erdo?an. Aber dem Mann seien Worte in den Mund gelegt worden, die er niemals gesagt habe. In Istanbul gibt es die „Deutsche Schule Istanbul“. Das ist eine private Auslandsschule, die von türkischen und deutschen Kinder in Istanbul besucht wird. Auch das Lehrpersonal ist gemischt. „Er hat Schulen nach dem Vorbild des deutschen Gymnasiums in Istanbul gefordert“, sagt Özdemir.

Die Reaktion der deutschen Öffentlichkeit sei „verräterisch“ gewesen. Denn bei anderen „Gruppen hätte es keinen Aufschrei“ gegeben. Fakt sei, dass es in der Migrations-Debatte oder in der Debatte um die doppelte Staatsbürgerschaft um „Türken“ geht.


„Es ist ein Unterschied, ob man Diversity mit einem Schweizer oder Amerikaner macht oder mit einem Türken“, sagt Özdemir. So habe der Vorschlag, das Grundgesetz ins Türkische zu übersetzen, eine regelrechte Hysterie ausgelöst.

„Dieselbe Reaktion hätte es bei Englisch oder Französisch nicht gegeben. Ich erkenne hier eine klare rassistische Komponente der Öffentlichkeit“,

meint Özdemir. Im Zuge der Sarrazin-Debatte sei er erstaunt gewesen. Denn Sarrazins Thesen seien sowohl in der Mitte der Gesellschaft als auch bei den deutschen Eliten auf fruchtbaren Boden gestoßen. Dabei seien Sarrazins Thesen „voraufklärerisch“.

Doch in Deutschland habe sich in den vergangenen Jahrzehnten viel entwickelt. Özdemir selbst war etwas „Besonderes“, als er 1994 in den Bundestag gewählt wurde. Dazu sagt Özdemir:

„Heute bestelle ich mir am Bundestag einen Fahrer und nenne dem Mann meinen Nachnamen. Die Antwort, die ich erhalte ist: `Welcher von den beiden Özdemirs?´. Denn es sitzen zwei Abgeordnete mit dem Nachnamen Özdemir im Bundestag. Das zeigt im Grunde, dass sich auch die öffentliche Wahrnehmung verändert. Menschen mit Migrationshintergrund sind sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft keine Ausnahme mehr. Sie sehen, die Welt dreht sich.“

Die Gesellschaft hat im Bereich der Gleichbehandlung von Migranten, Frauen, Senioren und Homosexuellen, gewaltige Aufgaben zu erfüllen. Die Hürden sind auch dem Grünen-Politiker Cem Özdemir bekannt. Die bringt er offen zur Sprache. Doch insgesamt zeigt er sich optimistisch über die Zukunft des Landes.

 Veröffentlicht: 29.11.13

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