Ex-linker Redakteur: “Die heutige Antifa würde auf den Willy Brandt von 1972 mit Eiern werfen!”


“Der Kontinent, auf welchem die Menschenrechte erfunden wurden, wird womöglich – wahrscheinlich, höchstwahrscheinlich – an ihnen zugrunde gehen. Ein, aus der Ferne betrachtet, amüsanter Gedanke übrigens: Wir nehmen die Zerstörung des tatsächlichen Europa, vor allem des Wunderwerks seiner Städte, in den Kauf, um das (spät)europäische Ideal zu erhalten. Und es gibt kein Mittel dagegen – außer eines. Aber das lernt sich nicht über Nacht, um dorthin zu kommen, muss der Kontinent so leiden, dass er seine Restseele verliert, wobei es dann natürlich zu spät sein könnte” (Kommentar auf PI)
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“Die heutige Antifa würde auf den Willy Brandt von 1972 mit Eiern werfen!”

An diesem Samstag findet die 2. Compact-Konferenz “Für die Zukunft der Familie” statt. Mit Thilo Sarrazin und Frauke Petry (AfD) hat man neben vielen anderen zwei sehr bekannte Referenten eingeladen. Im PI-Interview äußert sich Veranstalter Jürgen Elsässer (Foto) zu den Anfeindungen der Konferenz im Vorfeld, warum er sich für den besonderen Schutz der Familie einsetzt – und warum er gewisse Sympathien für den früheren Bundeskanzler Willy Brandt hegt. Wie bei kontroversen Debatten unvermeidlich und wie unsere Leitlinien zeigen, geht PI nicht mit allem konform, was Elsässer in dem Interview äußert. Dennoch ist es im Sinne der Meinungsfreiheit und der Notwendigkeit, das Thema voranzubringen, auch in unserem Interesse, sie zu führen.

PI: Sie waren früher Journalist und Redakteur in verschiedenen dem linken politischen Spektrum zuzuordnenden Zeitungen und Magazinen, viele sehen Sie heute dem rechten Spektrum zugehörig. Wie beurteilen Sie sich selbst?

Elsässer: Zunächst bedanke ich mich bei Ihnen, dass ich hier die Gelegenheit zum Interview habe, obwohl bekannt ist, dass ich etwa in der Beurteilung von Israel eine ganz andere Meinung vertrete als Sie. Das spricht für die Souveränität von PI und auch dafür, dass auf diesem Blog echte Kontroversen erwünscht sind – in Zeiten allgemeiner Gleichschaltung ist das ein großes Plus! Ich verhehle nicht, dass mir bei einigen Beiträgen, die ich bei PI las, die Fußnägel hochgerollt haben – so wie vermutlich auch umgekehrt. Aber bei aller Unterschiedlichkeit sind wir uns einig, dass die Meinungsfreiheit in diesem Land gegen die politische Korrektheit verteidigt werden muss – nicht zuletzt deswegen, damit wir diese Unterschiede diskutieren können.

Nun zu Ihrer Frage: Links und rechts, das sind Kategorien aus dem letzten Jahrhundert, damit kommen wir nicht mehr weiter, und im schlimmsten Fall spielen wir dadurch im Divide et Impera des Imperiums mit. Ich verteidige immer noch wichtige Prinzipien, die von linken Klassikern entwickelt wurden – das Problem ist aber, dass diese Prinzipien von der sogenannten Neuen Linken vergessen wurden und mittlerweile als rechts gelten. So verstanden sich die Linken vor 1968 immer als Patrioten, egal ob Sozialdemokraten oder Kommunisten. Im kommunistischen Kampflied „Roter Wedding“ von Anfang der 1930er Jahre war die Zeile „…damit Deutschland den Deutschen gehört“. Willy Brandt fuhr 1972 das beste SPD-Wahlergebnis aller Zeiten ein und überflügelte sogar die CDU/CSU – mit dem Wahlslogan „Deutsche, wir können stolz sein auf unser Land“. Solche Slogans würden die meisten heutigen Linken der NPD zu rechnen. Die heutige Antifa würde auf den Willy Brandt von 1972 mit Eiern werfen…

Der Unterschied heute verläuft nicht mehr zwischen links und rechts, sondern zwischen demokratisch und imperialistisch. Die Demokratie kann nur im Rahmen des Nationalstaates verteidigt oder wieder aufgebaut werden. Je mehr sich Deutschland in autokratischen Imperien wie der EU auflöst oder ein bloßes Anhängsel des US-amerikanischen Weltpolizisten wird, desto mehr verschwindet die Demokratie. Souveränität ist deswegen die Hauptforderung von COMPACT, unser Untertitel ist ja „Magazin für Souveränität“. Das verstehen viele Leute, die man ansonsten links oder rechts einordnen würde. „Souveränität“ könnte der Fokus für das Entstehen einer neuen Mitte werden, gegen die extremistischen Eurokraten und Verfassungsfeinde in den etablierten Einheitsparteien.

Das COMPACT-Magazin veranstaltet am kommenden Samstag eine Souveränitätskonferenz. Worum geht es dabei genau? Was sind die Themenschwerpunkte?

„Für die Zukunft der Familie!“ ist das Hauptmotto, im Untertitel heißt es „Werden Europas Völker abgeschafft?“. Die Stoßrichtung geht gegen „Familienfeindlichkeit, Geburtenabsturz und sexuelle Umerziehung“, also gegen das Joint Venture aus Raubtierkapitalisten und Achtundsechzigern, die unter der lügnerischen Fahne der „Freiheit“ einen Hyperindividualismus propagieren, wo jeder sich selbst der nächste ist. Die Gemeinschaft von Nation und Familie wird aufgelöst, zurück bleiben einsame Solitronen, die sich nur im blinden Konsumieren wiederfinden. Gender Mainstream, das unverständliche Fremdwort für „sexuelle Umerziehung“, nennt sich das Programm, das uns entgegen der biologischen Realitäten einreden will, es gäbe keine Geschlechter mehr.


Missversteher in der linken Szene und in etablierten Medien haben uns vorgeworfen, wir würden eine Konferenz „gegen Homosexualität“ veranstalten. Das Gegenteil ist der Fall! Wir sind gegen jede Diskriminierung von Sexualität und neuen Lebensformen und begrüßen die erreichte Vielfalt in unserer Gesellschaft. Und dennoch müssen wir – Staat, Gesellschaft, jeder einzelne – die Frage klären, ob der besondere Schutz der Familie, den unser Grundgesetz verlangt, nicht verteidigt und durch gezielte Maßnahmen viel mehr unterstützt werden muss. Nur aus der Verbindung von Mann und Frau kann nämlich neues Leben hervorgehen, nur diese Verbindung gewährleistet also die biologische Fortexistenz der europäischen Völker. Nur wenn die „sexuelle Umerziehung“ gestoppt wird, werden Jungen und Mädchen stabile Charaktere und stabile Liebesbeziehungen bilden können. Das hat nichts mit „homo“ oder „hetero“ zu tun, hier geht es um die Gefahren aus der Pornographisierung und der Gender-Mainstream-Verunsicherung für unsere Kinder. Auch Kinder haben Rechte und Anspruch auf Schutz, nicht nur Minderheiten!

Gerade in einer Zeit, in der Werte schneller verschwinden als die Gelder des ESM, ist es wichtig, jenseits von sexueller Orientierung den Stellenwert der Familie zu diskutieren, und ihn in unser aller Bewusstsein zurück zu holen.

Dauert der Geburtenabsturz an, droht eine Horrorvision: Dann könnte die demographische Lücke nur noch durch Menschenzucht im Labor oder forcierte Einwanderung geschlossen werden. Ist das die Alternative unserer Kritiker?

Wie souverän ist Deutschland Ihrer Meinung nach? In den so genannten Zwei-Plus-Vier-Verträgen wurde die Souveränität Deutschlands ja auf eine neue Stufe gestellt.

Seit 1990 ist Deutschland de jure, aber nicht de facto souverän. De facto sind wir immer noch ein besetztes Land. Unsere Regierung ist eine Quisling-Regierung der USA, wie sich auch im Umgang mit der NSA-Affäre zeigt. Dass es anders ginge, hat Willy Brandt demonstriert: Obwohl zu seiner Regierungszeit die alliierten Vorbehaltsrechte noch in Kraft waren, verbot er 1973 während des Yom-Kippur-Krieges den US-Amerikanern, Nachschublieferungen für Israel über deutsche Häfen zu verschiffen. Sein Argument: Das ist mit der deutschen Souveränität nicht vereinbar, denn der Krieg Israels ist durch den NATO-Vertrag nicht gedeckt. Das heißt, bei der Verteidigung der deutschen Souveränität geht es nicht um Juristerei, es geht um Politik. Jetzt ein halbes Dutzend US-Diplomaten, die in die NSA-Schnüffelei verwickelt waren, auszuweisen, eine unserer Überwachungsdrohnen über der US-Botschaft in Berlin zu stationieren, damit wir herausbekommen, was in diesem Spionagenest vor sich geht, und einige NSA-Stationen in Deutschland zu schließen – das wäre das Gebot der Stunde. Aber natürlich ist Merkel, die „amerikanische Kanzlerin“ (COMPACT 9/2013), zu feige dafür.

Im Vorfeld der Compact-Konferenz ist es zu Drohungen gegen einzelne Ihrer Referenten gekommen. Wie lief das ab?

Da ist, wie auch anderswo, eine militante linksradikale Szene mit Rückendeckung aus dem Establishment am Werke – mit Methoden, wie man sie von der SA aus den frühen 1930er Jahren kennt. Zunächst wurde versucht, Druck auf den Vermieter auszuüben, um ihn zur Kündigung der Konferenzräumlichkeiten zu bringen. Dies konnten wir juristisch abwehren.

Dann ging es mit medialem Kesseltreiben und Verleumdungen unserer Referenten weiter. In der letzten Woche kamen persönliche Anfeindungen und Drohungen hinzu, besonders auch gegen Eva Herman. Die Situation wurde für sie so unerträglich, dass sie ihre Teilnahme abgesagt hat. In einer audio-visuellen Erklärung an COMPACT, die wir auf der Konferenz einspielen werden und in der Frau Herman sich auch mit dem Zustand der Meinungsfreiheit in unserem Land beschäftigt, begründet die Autorin ihre Entscheidung: „An allerster Stelle steht der Schutz meiner eigenen Familie. Zuviel haben wir alle in den zurückliegenden Jahren mitgemacht.“ Und weiter: »Durch die letzten einseitigen und hetzenden Presseveröffentlichungen melden sich immer wieder politische Gegenspieler in Leipzig an, die mir dies auch mitteilen. Sie drohen vor allem mit Eskalation. Ich lehne Gewalt ab, ich lehne Vorverurteilungen ab, und ich weigere mich, mich den öffentlichen Medienvertretern ein weiteres Mal zum Fraße vorzuwerfen.«

Zu unseren wichtigsten Referenten gehören Thilo Sarrazin, Frauke Petry von der AfD, Béatrice Borges von der französischen Volksbewegung gegen die Homosexuellen-Ehe und Jelena Misulina, die Vorsitzende des familienpolitisches Ausschusses der Duma. Eine genaue Übersicht über alle Referenten und den Ablauf findet sich hier. Wir haben übrigens, da wir für die offene Debatte sind, auch unsere Kritiker auf das Podium der Konferenz eingeladen, zunächst einen „Schwuso“ (Eigenbezeichnung) vom SPD-Vorstand, dann den Chefredakteur von queer.de. Der erste hat nicht einmal geantwortet, der zweite abgelehnt.

Trotz der Drohungen gehen wir von einem ruhigen Verlauf der Konferenz aus. Die Polizei hat uns garantiert, dass sie das Gelände samt Zu- und Abgängen gegen Störungen sichern wird. In den Konferenz-Räumlichkeiten selbst sorgt unsere umsichtige Security für das Wohlergehen unserer Gäste. Wir gehen vom derzeitigen Anmeldestand von etwa 600 Besuchern aus. Es gibt aber mit Sicherheit auch noch Karten an der Tageskasse.

Wir danken für das Gespräch.

http://www.pi-news.net/2013/11/die-heutige-antifa-wurde-auf-den-willy-brandt-von-1972-mit-eiern-werfen/| , 21. Nov 2013 |

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