Islamische Erfindungen: Architektur


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n den vergangene Jahren hat es viele Artikel darüber gegeben, in denen fälschlicherweise Erfindungen islamischen Erfindern zugeschrieben wurden, die entweder schon in vor-islamischen Zeiten existierten, oder von anderen Kulturen erfunden worden waren, oder beides …

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Islamische Erfindungen: Folge 7: Architektur

Die Legende geht folgendermaßen: Der Spitzbogen, der so charakteristisch für die gotischen Kathedralen Europas ist, war eine Erfindung, die der islamischen Architektur entliehen wurde. Der Spitzbogen war deutlich stärker als der Rundbogen, welcher von den Römern und Normannen benutzt wurde.

Somit wurden größere, höhere und viel komplexere und großartigere Gebäude möglich. Andere Leihgaben, die dem muslimischen Genius entnommen wurden, sind die gerippte Wölbung, die Fensterrosette und Techniken des Dombaus. Dazu wurden europäische Schlösser dem Stil der islamischen Welt angepasst: mit Schießscharten, Wachtürmen, Wehrgängen, Mauervorsprüngen, Zinnen sowie Runden Türmen, welche die schwieriger zu schützenden viereckigen ablösten. Der Architekt des Schlosses von Heinrich V. war Muslim. [1]

 

Die Realität:


Wenn man von revolutionären Erfindungen der Architektur spricht, dann gibt es nichts, was wichtiger ist als Beton, ein Material, welches die Römer vollendet haben. Dies befähigte sie Gebäude zu errichten, welche unmöglich mit dem traditionellen Stein-System von Säule und Sturz möglich gewesen wären. Diese Konstruktion ermöglichte den Bau von Amphitheatern, Bädern und Tempeln in Hanglagen. [2] Auch wenn der Spitzbogen erst im 13. Jahrhundert weit verbreitet war, so waren es frühestens die Assyrer, welche diesen ab 722 vor. Chr. benutzten und nicht die Muslime. [3]

Ein Blick auf den beeindruckenden Dom aus dem Inneren des Pantheons in Rom, der fast 500 Jahre vor der Entstehung des Islams zwischen 118 und 135 n. Chr. gebaut wurde.

Bezüglich der islamischen Techniken des Dombaus ist zu sagen, dass das beste Beispiel der antiken Welt hier das Pantheon in Rom ist, das fast 500 Jahre vor der Entstehung des Islams zwischen 118 und 135 n. Chr. von Apollodorus von Damaskus gebaut wurde. Der Bau wurde nur durch die Betonmischung, welche von den Römern perfektioniert wurde, möglich.

Das Pantheon, das ursprünglich ein Tempel für römische Gottheiten war, wurde ab dem 7. Jahrhundert als christliche Kirche benutzt. Es ist ein wichtiges und beeindruckendes Meisterstück des Designs.

Es ist ein Gebäude, dessen Dach, trotz kontinuierlicher Benutzung über fast 2000 Jahre, immer noch intakt ist. Der Dom hat eine Spanne von 43.2 Metern und war der größte Dom der Welt bis zum Bau der Kathedrale von Florenz (1420-36) im 15. Jahrhundert.

Ein in ähnlicher Weise beeindruckender Dom aus vorislamischer Zeit ist die Hagia Sophia (die Kirche der Heiligen Weisheit) in Istanbul in der Türkei. Gebaut unter dem byzantinischen Kaiser Justinian, während der Jahre 532 bis 537, wurde er durch die Eroberung der Muslime, im Jahr 1453 in eine Moschee “umgewandelt”.

Der Dom hat einen Durchmesser von 31 Metern und im Gegensatz zu den Behauptungen des Artikels finden wir hier die Muslime, die sich etwas von der älteren christlichen Architektur entliehen haben. Tatsächlich war es diese byzantinische Kirche aus dem 6.Jahrhundert, die über tausend Jahre später als ein Model für viele osmanische Moscheen verwendet wurde: die Sultan Ahmed Moschee (1616 fertig gestellt) die Sehzade Moschee (1548 fertig gestellt), die Süleymaniye Moschee (1557 fertig gestellt), die Rüstem Pascha Moschee (1563 fertig gestellt) und die Kiliç Ali Pasa Mosque (1580 fertig gestellt). [4]

Der Artikel behauptet auch, dass Fensterrosetten eine islamische Erfindung seien, aber ihr Ursprung kann bis auf das römische Oculus zurückverfolgt werden, das auf der Spitze des Doms des Pantheons gefunden werden kann. Dazu kommt, dass die Erfindung der Fensterrosetten ganz allein vom Glas und der Handwerkskunst abhing.

Glasherstellung entsprang dem Nahen Osten etwa 2000 Jahre vor Christus. Die ältesten Handwerker drückten Glas in grobe Formen. Ab etwa 1500 v. Chr. wurden in Ägypten feinere Formen hergestellt. Die besten Glashersteller und Exporteure dieser Zeit waren die Phönizier, die große Vorräte an Quarzsand hatten. Die Glasbläserei wurde um das erste Jahrhundert v. Chr. in Palästina entwickelt. [5]

Das erste bekannte bunte Glas ist aus dem 7. Jahrhundert und stammt aus dem sächsischen Jarrow. Seine Herstellung wurde als Geheimnis betrachtet.

Schließlich kommen wir zu den gerippten Wölbungen, welche aus der römischen Architektur von europäischen Baumeistern im Mittelalter [6] entwickelt wurden. Diese wurden zuerst in St. Etienne in Frankreich verwendet. Das älteste noch vorhandene Beispiel der gerippten Wölbung kann in der Kathedrale von Durham in England gefunden werden. [7]

Angesichts all dieser Tatsachen kann man sicherlich annehmen, dass sich die Entwicklung der Architektur in Europa und dem Rest der nichtislamischen Welt auch ohne den so genannten “muslimischen Genius” gut entwickelt hätte und dies tatsächlich auch tat.

1. Paul Vallely –

How Islamic inventors changed the world  The Independent, March 11, 20062. Roman Art and Architecture – MSN Encarta

3. arch – The Columbia Electronic Encyclopedia 2007, Columbia University Press

4. Holly Hayes – Hagia Sophia, Istanbul – Sacred Destinations, September 19, 2009

5.  Jamie Humphrey and Linda Phelps – Stained Glass, Europe, Medieval – Smith College History of Science, Museum of Ancient Inventions

6. Vault (architecture) – The Encyclopædia Britannica, accessed February 8, 2011

7. John Julius Norwich – The World Atlas of Architecture – Publisher: Crescent, pg.202, ISBN 9780517668757

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Video: 1001 angebliche Erfindungen der Muslime?

Islamische Erfindungen? Folge 1: Camera Obscura

Islamische Erfindungen? Folge 1: Der Kaffee

Islamische Erfindungen? Folge 3: Schach

Islamische Erfindungen? Folge 4: Fliegen

Islamische Erfindungen? Folge 5: Baden

Islamische Erfindungen? Folge 6: Destillation

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Posted Oktober 22nd, 2013 by hd
EuropeNews • 22 Oktober 2013, Original: Wikiislam, Übersetzt von Anja Freese
http://europenews.dk/de/node/73204

7 Kommentare

  1. Herr Mannheimer, sie werden sich viel Zeit und Arbeit ersparen, wenn sie einfach nur aufzählen, was diese glorreichen Moslems NICHT erfunden haben…Diese Liste dürfte weeeeeesentlich kürzer ausfallen…

    *Ironie off*

  2. Muslimischer Genius. Naja Haha
    Gestohlen und kopiert ist alles.
    Und dann sagen, wer hats erfunden?
    Das kennen wir ja schon von den Schweizern.

  3. Das Einzige, was Mohammedaner je erfunden haben, ist das systematische Schmarotzen bei den Christen.

    Ansonsten war der Erfinder des Bauens, vor allem in Eigenregie, natürlich ein alter Germane aus dem Schwäbisch-fränkischen Wald, mit Namen Wirste Roth. Später kurz Wüstenrot genannt.

    Der sprach als Erster den Satz : Auf diese Steine können Sie bauen !

    MM: hahahaha…köstlich Herr Napp. Ich konnte mich vor Lachen nicht mehr halten. Witze beleben unser todernstes Thema. Weiter so. Ihr MM

  4. E R funden haben die Inzuchtsgeplagten natürlich nix,
    aber G E funden haben sie schon was – nämlich den
    Weg zum Sozialamt der ‘Ungläubigen’! Und zwar zu
    Millionen! (DAS ist doch auch schonmal was, oder?)
    Allahs “bevorzugte Gemeinde” braucht zum Plündern
    nichtmal einen Kompaß. (DEN haben sie natürlich
    auch erfunden……oder war’s der Doppelpaß??)
    …grübel…grübel…kopfkratz…!

  5. @ KAMMERJÄGER #4

    MIMAR SINAN

    Der größte Baumeister der Osmanen, Mimar Sinan(„Architekt Sinan“), war usprünglich(!) ein Christ, BIS ER VON DEN TURK-MOSLEMS GERAUBT WURDE

    Sinan wuchs als Sohn griechisch-orthodoxer Christen,[10] die möglicherweise türkisch-sprachig waren,[11][12] im kappadokischen Dorf Agirnas bei Kayseri auf und wurde vermutlich auf den Namen Joseph … getauft.
    Dies muß unter großem Herumgeeiere auch das linksversiffte Wikipedia einräumen.

    Er kam als junger Mann 1512/13/14 durch eine ungewöhnlich späte KNABENLESE/Knabenzins* nach Istanbul und wurde zum Zimmermannsmeister

    sowie in der Rekrutentruppe (acemi ocagi) militärisch ausgebildet.

    In den folgenden Jahrzehnten nahm er an den meisten Feldzügen unter den Sultanen Selim I. und Süleyman I. teil (Caldiran, Damaskus, Kairo, Belgrad, Rhodos, Mohács, Wien, Täbris, Bagdad, Korfu, Apulien, Moldawien usw.) und lernte somit die verschiedensten Architekturtraditionen kennen…
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sinan

    DIE MUSELMANEN LEUGNEN TOTAL, DASS MIMAR SINAN ursprünglich CHRIST WAR:
    http://www.enfal.de/grund48.htm

    *KNABENLESE/KNABENZINS = TÜRKISCHES VERBRECHEN
    bezeichnet man das System der im Osmanischen Reich seit dem späten 14. bis ins frühe 18. Jahrhundert praktizierten Aushebung bzw. Zwangsrekrutierung und -islamisierung, bei der christliche, vorwiegend männliche Jugendliche aus ihren Familien verschleppt und islamisiert wurden,

    um sie anschließend zum Teil an hervorgehobener Stelle im Militär- und Verwaltungsdienst des Reiches einzusetzen; vor allem die Infanterie der Osmanen, die Elitetruppe der Janitscharen, rekrutierte sich zeitweise überwiegend aus der Knabenlese, „einer der eigenartigsten Erscheinungen der türkischen Geschichte“.[2]…
    http://de.wikipedia.org/wiki/Knabenlese

  6. BvK (5) …

    “einer der eigenartigsten Erscheinungen der türkischen
    Geschichte”!

    Eigenartig?…Keinesfalls! “N o t g e d r u n g e n”
    wäre wohl passender – weil die eigene Nachzucht
    vor lauter Inzuchts-Defekten zu NICHTS mehr zu
    gebrauchen war! Und wie wir feststellen können,
    hat sich daran bis Heute nicht viel geändert!

  7. 1001 islamische Geschichtsmärchen
    http://www.youtube.com/watch?v=nB09EKlLntY

    Ist der Koran ein Wunder? (Samuel Green) – apologia.de
    http://www.youtube.com/watch?v=CejrFkz-ccM

    Vortrag von Samuel Green zum Thema : Ist der Koran ein Wunder?
    Eröffnungsrede einer Debatte in Revesby, Australien, Dezember 2011

    Wunder im Koran! Koran widerlegt Naturwissenschaften!! – apologia
    http://www.youtube.com/watch?v=NSF08Yf5VO4
    ————————————————-

    9 Wunderzeichen im Johannesevangelium (Ein Hörbuch von Norbert Lieth
    http://www.youtube.com/watch?v=93IQpnG86ZU

    Das Johannesevangelium berichtet ausdrücklich von neun Wunderzeichen, die Jesus während seines Lebens tat.
    Andreas Klinner liest für Sie Norbert Lieths anschauliche Auslegung zu diesen neun Wunderzeichen.
    Dieses Hörbuch beleuchtet auf einzigartige Weise deren prophetische und messianische Dimensionen.

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