Der DDR-Henker köpfte die Opfer im Kinderzimmer der Hausmeisterwohnung


Die DDR war nach den dem Dritten Reich das totalitärste Staatssystem Deutschlands der Moderne. Offiziell ein Rechtsstaat, herrschte unter Ulbricht, Honecker und Mielke jedoch blanke Staatswillkür. Justiz, Exekutive und Legislative unterstanden dem Kommando des Politbüros und de fakto dem jeweiligen Vorsitzenden dieses Machtgremiums. In der Linkspartei – die juristische Rechtsnachfolgerin der SED und mit dieser rechtsidentisch – hat sich der Kern der DDR-Unrechtsideologie nun in Gesamtdeutschland eingenistet. Deutschland ist nach der “Wende” wesentlich unfreier und undemokratischer – sprich: sozialistischer geworden (MM)

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Von Ralf Dargent, 23.10.13

Der DDR-Henker köpfte die Opfer im Kinderzimmer

Im Kinderzimmer einer Hausmeisterwohnung richtete die DDR Todeskandidaten mit der “Fallschwertmaschine” genannten Guillotine hin. Neben Schwerverbrechern wurden auch politische Häftlinge exekutiert.

Was für die Aufarbeitung der Justizgeschichte der DDR eine Schande ist, war für einen am Dienstagabend im MDR ausgestrahlten 30-minütigen Film ein Vorteil. In der Dokumentation “Streng geheim: die zentrale Hinrichtungsstätte der DDR” wirkten die Bilder so noch bedrückender. Filmemacherin Jutta-Valeska Hinz und Moderator Axel Bulthaupt zogen die Geschichte des ehemaligen Grenzsoldaten Manfred Smolka als roten Faden durch den Film. Eine gute Wahl, weil so der Gedanke über Sinn und Unsinn einer Todesstrafe gar nicht erst aufkommen kann.

Denn anders als etwa auch in Leipzig hingerichtete Kindermörder ist Smolka ein Justizopfer; er wurde 1993 rehabilitiert. Und Smolkas Tod wird bis heute beweint: In dem Film gingen sein Bruder Ronald und seine Schwester Brigitta noch einmal an den Hinrichtungsort und legten dort einen Kranz nieder. “Das lässt uns auch bis heute nicht los, niemanden von uns”, sagte Ronald Smolka.


Todesstrafe aus “erzieherischen Gründen”

1958 hatte sein Bruder seinen Dienst als Grenzsoldat quittiert und war in den Westen geflohen. Manfred Smolka hatte zuletzt in Bayern gelebt. Beim Versuch, seine Familie nachzuholen, tappte er in eine Falle der Stasi.

Smolka beteuerte in seinem Prozess seine Unschuld. Doch Stasi-Chef Erich Mielke selbst erklärte sich 1960 handschriftlich einverstanden, “aus erzieherischen Gründen” gegen Smolka die Todesstrafe zu vollziehen.

Angeblich wussten in der DDR nur ganz wenige, dass die Todesstrafe noch vollzogen wurde – und ebenso wenig war bekannt, dass dies quasi mitten in Leipzig geschah. Dass Leipzig Dresden als Vollstreckungsort ablöste, könnte laut den Filmemachern an einem schlichten Zufall liegen.

Dokumente gibt es demnach nicht. Im Leipziger Gefängnis stand aber ab Mitte der 50er-Jahre die Hausmeisterwohnung leer. Einen Stock unter den Gefängniszellen befand sich die Wohnung, die mit einfachen Umbaumaßnahmen wie dem Zumauern eines Fensters zum Todestrakt wurde.

Guillotine

Mahnmal mit Fallbeil: Eine Guillotine in der Gedenkstätte der Justizvollzugsanstalt Brandenburg, aufgenommen am 9. August 2007, erinnert an die Verbrechen der NS-Zeit. 
Mit einem mobilen Fallbeil wurden auch in der DDR bis in die sechziger Jahre hinein die Todesstrafen vollstreckt – im Bürokraten-Jargon der DDR wurde die Guillotine “Fallschwertmaschine” genannt.

Einmal um den Block fahren zum Köpfen

Rolf Jacob, der Leiter der Justizvollzugsanstalt Leipzig-Meusdorf, beschrieb die Tricks, um die unscheinbare Fassade nicht zu zerstören. So seien die Todeskandidaten fast immer aus anderen Gefängnissen in der DDR gekommen und erst unmittelbar vor der Vollstreckung zur Hinrichtung gebracht worden, damit von den Leipziger Gefangenen niemand etwas von ihrem plötzlichen Verschwinden mitbekam.

Falls doch mal ein Leipziger Gefangener hingerichtet werden sollte, sei dieser in einen Kleinbus vom Typ Barkas gesteckt worden und “aus Geheimhaltungsgründen” einmal um den Block gefahren worden. Durch ein Tor sei er dann wieder ins Gefängnis und mit ein paar Schritten in die alte Hausmeisterwohnung gebracht worden.

Wo heute nur noch die allmählich verfallenen Räume vorhanden sind, hatte damals jeder Raum seinen Zweck. Im früheren Wohnzimmer des Hausmeisters befand sich das Büro des Henkers, ausgestattet mit Telefon und Schreibmaschine. Vom Flur ab ging die vergitterte Wartezelle der Delinquenten. In einem kleinen Raum daneben stand schon ein Kiefernsarg bereit – die Tür wurde aber geschlossen gehalten, damit die Todeskandidaten nicht in Panik gerieten.

Mehrere Opfer starben qualvoll langsam

Und dann gab es noch das alte Kinderzimmer des Hausmeisters: Das war das Hinrichtungszimmer. 2,32 Meter hoch und 500 Kilo schwer war die in der DDR als “Fallschwertmaschine” bezeichnete Guillotine. Bedient wurde sie von Walter Böttcher, der aus Berlin nach Leipzig pendelte und pro Hinrichtung 100 Mark kassierte.

34 Menschen sollen in dem alten Kinderzimmer mit der Guillotine hingerichtet worden sein. Als immer mehr Pannen geschahen und mehrere Hinrichtungsopfer qualvoll langsam starben, wechselte die DDR Ende der 60er-Jahre auf Tod durch Erschießen.

Bis zum letzten Hinrichtungsfall in Deutschland – dem des ehemaligen Stasi-Offiziers Werner Teske 1981 – erschoss der neue Henker Hermann Lorenz 29 Todeskandidaten. 1987 wurde die Todesstrafe als Geste der Menschlichkeit vor dem Besuch von Erich Honecker in Westdeutschland abgeschafft.

Zehn Mark für den letzten Wunsch

Doch die DDR praktizierte nicht einfach die in der BRD bereits 1949 mit der Verabschiedung des Grundgesetzes abgeschaffte Todesstrafe. Sie zeigte auch durch den Umgang mit den bereits Hingerichteten Unmenschlichkeit. Jeder Todeskandidat bekam einen letzten Wunsch zugebilligt – aber nur, solange er einen Warenwert von zehn Mark nicht überstieg.

Der ehemalige Grenzsoldat Smolka wollte kein Abschiedsmahl: Er entschied sich als letzten Wunsch für einen Abschiedsbrief. “Wenn es euch möglich ist, möchte ich eine Erdbestattung”, schrieb er darin an seine Familie. Doch die Verantwortlichen stellten den Brief der Familie nicht mal zu. Smolka wurde verbrannt und an einem unbekannten Ort beigesetzt.

Erst nach der Wende tauchte der Brief wieder auf. Im Totenschein trugen seine Häscher noch fälschlich als Todesursache Herzinfarkt ein.

Familie konnte Hinrichtung nie verwinden

Ihre mittlerweile verstorbene Mutter habe sich nie mehr von dem Fall erholt, erzählten die Geschwister Smolkas. Es habe in der Familie kein Weihnachten und keine Feiertage mehr gegeben; an den Geburtstagen sei in der Familie nur geweint worden.

Dieselbe Verzweiflung, die seine Angehörigen bis heute zeigen, war auch in einem Tonmitschnitt aus dem Prozess gegen den jungen Mann 1960 zu hören. “Das ist nicht wahr, das ist nicht wahr”, rief er da immer wieder zu den Vorwürfen, den USA geheimes Material geliefert zu haben.

Auch sein letzter Wunsch ist zu hören: “Ich bitte auch im Interesse meines Kindes und im Interesse meiner Frau, von diesem harten Urteil abzusehen.”

http://www.welt.de/vermischtes/article121127723/Der-DDR-Henker-koepfte-die-Opfer-im-Kinderzimmer.html

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13 Kommentare

  1. Es war das perfide System des roten Faschismus, aus dem Merkel&Co hervorging, ebenso Gauck.
    Von solchn Ratten, lässt sich der deutsche Kartoffel becircen und wählt wiederholt und protegiert nun den Islam.

  2. Habe das Video gesehen und war ebenso geschockt wie die meisten hier wohl auch!

    Aber wenn ein Herr Smolka, ein sich herauf gedienter Grenzsoldat zum Truppenführer an der innerdeutschen Grenze Dienst tut, weiß er auch was ihn erwartet wenn er durch sein tun die politische Führung verärgert !

    An dieser Grenze wurde ich zu dieser Zeit durch Schüsse verletzt und so hält sich mein Mitleid für dieses Opfer in Grenzen!

    Noch die provokative Dummheit zu besitzen und in diese DDR zurück zukommen unter diesen Umständen ist schon spektakulär!

    Kein Mensch in der DDR hatte diesen Herrn Manfred Smolka gezwungen sich als Wärter mit der Waffe in der Hand seine eigenen Landsleute zu bewachen !

  3. Nachfolgend möchte ich einmal davon unabhängig von
    Beitrag # 2 bemerken dürfen.
    Ja dieses Objekt müßte schon längst eine Gedenkstätte sein, aber wie berichtet wird dafür von diesen rotfaschistischen Banditen im Leipziger Rathaus kein Geld zur Verfügung gestellt!

    Vielmehr ist man damit beschäftigt den Leipziger Bürgern ihre zukünftigen neuen Henker und Mörder schmackhaft zu machen, indem man ihnen eine neue islamische Propaganda Stätte, eine Moschee versucht schmackhaft zu machen !

    http://www.pi-news.net/2013/12/video-moschee-protest-eines-mutigen-leipzigers/

  4. Ein großer Nachteil der Deutschen ist, dass sie

    nicht zuerst Deutsche sind, sondern sich anders

    als andere Nationalitäten zuallererst als Linke

    oder Rechte fühlen.

    Ich fühle mich als Deutscher.

    Und alles andere kommt später.

    +++++

    Mein Onkel Harry starb in 60 – ern in dem Gefängnis

    Waldheim ( da war auch K. May inhaftiert ) nach 3

    Versuchen den Antifaschistischen Schutzwall zu

    überwinden.

    Auf Nachfrage. Er starb mit 53 Jahren eines

    natürlichen Todes.

    Meine Familei hat einen hohen Preis für die

    Freiheit bezahlen müssen.

  5. ohje, ich wusste bis eben gar nicht das es bis 87 todesstrafen hier gab! ich bin 88 geboren, nur zur info. dennoch übel.

    das muss ich mal sacken lassen

  6. Der Bundespräsident Gauck machte ja die Stasiaufarbeitung nicht schlecht oder.Die letzte Weihnachtsansprache war eine totale Lüge.Werden nicht auf Politiker Druck von linken Medien ausgeübt.Ich denke die ganzen Politiker auch Merkel haben Angst vor der Faschismuskeule und Nazivergleiche und den Linksextremisten ihre Drohungen.Ein schwieriges Terrain wenn jemand Migranten und Ausländerkriminalität,den Islam aus Angst vor Repressalien nicht ansprechen will. Das KZ Buchenwald wurde ja auch von der NS-Diktatur übernommen und als KZ von den Kommunisten weitergeführt.Und wieder hocken die Schergen der DDR-Diktatur heute mit an den Hebeln der Macht

  7. Manchmal lüftet das Staatsfernsehen den Vorhang. Es gab auch einen Film, wo wegen des Dopings kinderlos gebliebene Sportlerinnen der DDR anklagten. Die haben ihre Pillen als Vitamintabletten schlucken müssen, ohne zu wissen, was man ihnen antat. Sportminister Manfred Ewald bekam 22 Monate auf Bewährung. Davon wurde auch nie wieder etwas gebracht. Der Anschluß der DDR an die BRD hat das Leben schlechter gemacht. Es beginnt schon mit der Lügerei in den Medien und dem Verschweigen der DDR Verbrechen.

  8. Die Herren, falls sie hoch unter den Lebenden weilen, bekommen alle eine ordentliche Rente vom Deutschen Staat. Soviel “Gerechtigkeit” muss sein. Das haben sie sich hart verdient.

  9. 1. Wir müssen hier unterscheiden zwischen Todesstrafe für Kriminelle, was es in vielen Ländern gibt (wie USA, China) und gab und in der BRD auch noch bis 1949 in Einzelfällen, und ungerechten brutalsten Terrorurteilen aus politischen Gründen!

    2. Wieviele der Todeskandidaten der DDR/SBZ waren gewöhnliche Kriminelle wie schwerste Triebtäter, wieviele politische ??!

    3. Daß die DDR/SBZ besonders in den ersten 15 Jahren ein übelstes Unterdrückungsregime mit etlichen Mordtaten war, ist unbestritten. Umsomehr empört das frech-verlogene Auftreten

    (menschelndes Getue gegen Kapitalismus, USA, NS, aber betretenes Schweigen bis dreister Apologetik zu DDR, Rote Armee 1945, SU)

    der heutigen DDR-Epigonen um Gysi, Wagenknecht, Pau, Lösch, Kahane usw. !!

    4. Aber auch hier fällt auf wie zu den GRÜNEN die feige Zurück- bis Stillhaltung der etablierten BRD-Kreise, insbesondere bei den einst strikte anti-kommunistischen CDU-CSU, die diese ekelhaften Gruppen und ihre gleich üblen Führungsfiguren ungestört agieren und reden lassen!!

    Mit ein bißchen Mut und Anstand könnte man insbesondere die PDS von allen politischen und parlamentraischen Privilegien abschneiden, wo es legal möglich ist!! Aber lieber kämpft man gegen die 1%-Partei NPD und gegen erfundene Neonazi-Taten, als ob man von der DDR-1 den dunkelroten Antifaschismus übernommen hätte!

  10. Auf ihrem nächsten Parteitag wird die mehrfach umbenannte SED ganz sicher eine Grußbotschaft an unseren lieben Führer_In Genoss_In Kim Jong Un nach Nordkorea schicken und zur erfolgreichen Liquidierung von Feind_Innen des Sozialismus in Nordkorea gratulieren wie dem Onkel_In von Genoss_In Kim Jong Un, dem Verbrecher_In Chang Song Tach, der nach Presseberichten an Hund_Innen als gerechte Strafe verfüttert wurde.
    Durch dieses hervorragende Beispiel angespornt werden in vielen Ländern junge Mensch_Innen sich zu glühenden Kämpfer_Innen für die Sache des Sozialismus entwickeln.
    Vorwärts immer, rückwärts nimmer!

  11. “Fallschwertmaschine”? Das war doch der reinste Spaziergang! Hat schon jemand von den hier Lesenden Videos gesehen, die zeigen wie einem Menschen mit einem – vermutlich nicht chirurgisch scharfen – Messer der Kopf abgetrennt wird, während im Hintergrund jemand Koransuren (oder was immer) grölt.
    Das, liebe Freunde, ist,was uns am Bein hochkriecht.Was herrschte in der SBZ doch für ein humanes Klima!

  12. Wir werden islamisiert und eine Frau mit 7 Kindern wird Verteidigungsministerin. Alles hat noch eine Steigerungsform, um dem deutschen Wähler klarzumachen, dass er wieder die A….karte gezogen hat.
    Und für die Migration, das heißt die nächste Türkeninvasion ist eine Türkin jetzt im Ministerium der BRD zuständig. Was wollen wir mehr? Jedem das, was er gewählt hat.

  13. – Die Akte Gysi –
    https://www.youtube.com/watch?v=RXw4bjpNqX4

    “Die Akte Gysi” zeigt, wie aus einem willigen Helfer des DDR-Systems ein populärer, gesamtdeutscher Politiker wurde. Und wie er trotz aller Stasi-Vorwürfe immer noch als Stimme der Benachteiligten und Unterdrückten hofiert wird. ..

    DDR-Knast: Wo die Stasi ihre Feinde quälte – SPIEGEL TV
    https://www.youtube.com/watch?v=PTrOKaxUCmw

    In der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen zeigen Historiker und ehemalige Häftlinge, wie der DDR-Geheimdienst politische Gegner einsperrte.
    Sie führen den Besucher durch Gummizellen, berichten von psychischer Folter durch Schlafentzug und erklären die perfiden Verhörmethoden der Staatssicherheit.

    Hölle im Stasi-Knast Hoheneck
    https://www.youtube.com/watch?v=dFQInRrNyrI

    Interview mit der Autorin Manuela Polaszczyk (Spuren der DDR-Vergangenheit, ISBN 978-3-941122-35-2), welche im DDR-Frauengefängnis Hoheneck durch die Hölle ging. Verraten vom eigenen Vater

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