Us-Manager: „Deutschland. Ich liebe dich!“




Frank Schmiechen, stellvertretender Chefredakteur der „Welt“-Gruppe, hat die vergangenen vier Monate in Kalifornien gelebt und gearbeitet. Am vergangenen Wochenende schrieb er eine Liebeserklärung an die USA. Darauf antwortet ein Amerikaner.

Liebes Deutschland!

Sie haben, em, sollen wir uns duzen? Also, Clark ist mein Name. Du hast mich vor 16 Jahren einreisen lassen und die Aufenthaltserlaubnis regelkonform verlängert. Du hast mich mit einer unerwarteten Wärme aufgenommen und sogar zum Brunch eingeladen. Klar, hast du nicht gewusst, was ich kann und wer ich bin. Meine Fähigkeiten waren dir absolut egal, du fragtest nach Zeugnissen (Master, Bachelor, Abiturschnitt, Grundschulranzenfarbe, Blutgruppe, Fotos vom ersten Hund).

Deine Türen blieben erst einmal zu, a) weil es sonst ganz furchtbar ziehen würde, und b) damit alle sich ruhig ihrer Arbeit widmen konnten. Das war erst befremdlich, doch als ich langsam, Jahr für Jahr, mehr hinter die Kulissen schauen durfte, wuchs meine Bewunderung für den deutschen Weg. Deutschland, du bist schwer in Ordnung. Meiner Meinung nach sogar ’sehr gut‘ (im Test waren circa 8 OECD- Länder).

Neulich ist die halbe Redaktion von einem schweren Kalifornien-Fieber heimgesucht worden, und ich muss schmunzeln, wenn ich ein „Startup-Kultur-soll-her!“-Plädoyer nach dem anderen wegklicken muss. Als Amerikaner bin ich stolz auf mein Land. Aber liebes Deutschland, Silicon Valley ist nicht alles, und furchtbar nett sein kann jeder, sogar der Kölner zwei Wochen im Februar.

Oh, wie schön sind deine Baumärkte

Deutschland, du hast es in jeder Hinsicht besser. Ich schätze die Tatsache, dass dein Baumarkt-Verkäufer etwas von seinem Handwerk versteht, dass der Technik-Laden-Mann mir ein günstigeres Produkt empfiehlt, wenn es besser zu meinen Bedürfnissen passt. Bitte als Geschenk einpacken, danke.

Freundschaft ist für dich kein Zufallsprodukt, sondern wohl überlegt. Daher sind deine persönlichen Kontakte so wertvoll. Wir Amerikaner kennen das Wort „Sandkastenfreund“ nicht. Unsere Geburtstagspartys sind soziale Momentaufnahmen – Bürokumpels, Mitläufer, Freunde von Freunden; eure sind ein Wiedersehen uralter Freunde, die stundenlange Anreisen in Kauf nehmen, um dabei zu sein.

Man weiß, wo man herkommt. Klar, wir Amis können miteinander gut smalltalken, weil unsere Gesellschaft eine Zweckgemeinschaft ist; wir suchen schnelle Verbündete auf dem Weg nach irgendwo, wo alles besser ist. Deutschland macht es umgekehrt, mit tiefen Wurzeln, Beständigkeit und Weltkunde per TUI.

Helmut Schmidt auf Fox News?

Das höchste Gut ist Wissen und dessen intelligente Anwendung. Daher bewundere ich deine Neugier. Das Land von Gauss, Siemens, Bosch und Humboldt! Und du bist immer noch offen für Neues: Nachrichten aus Bangkok, neue Platten aus Stockholm, Live-Sendungen aus dem Dschungelcamp; Amerikaner interessieren sich viel weniger für das Ausland. Deine Musik-Vielfalt im Radio schlägt jeden Sender in Nashville oder LA. Was sagen die Musiker, die durch Deutschland touren?



„Die Leute haben uns richtig zugehört! Die interessieren sich!“ Da ist eine gesunde Portion Demut dabei. Deutschland ist nicht das Zentrum des Universums, und das weißt du. Und dennoch sitzt du in der ersten Reihe.

Wir Amis sind bekannt als Macher, und das kann manchmal gut sein. Wenn ein Amerikaner etwas wagt, dann „he goes for it“. Aber ein Deutscher „will es wissen“. George Bush 1 + 2 spielen Golf, aber Helmut Schmidt unterhält uns bis heute mit köstlichen Pointen und Analysen der Zeitläufte. Wäre ein echter Denker aus dem Weißen Haus wie Thomas Jefferson noch am Leben, er würde lieber hier sein als auf Fox News.

Ein deutsches Google

Es gibt keine deutsche Qualität ohne einen Deutschen, der nicht permanent unzufrieden ist, der motzt, meckert, tadelt und kritisiert. Ich finde hohe Standards, die in der Luft liegen, positiv ansteckend. Zum Beispiel ist dieser Artikel, das merke ich mittlerweile, extrem verbesserungsfähig. Unzufriedenheit treibt Innovation.

Ja, ja, die Amis geben uns Google und Facebook etc. (und Pets.com und Jazzercise), aber vor 90 Jahren war Ford die innovativste Firma überhaupt. Die Deutschen brauchen ein bisschen Anlaufzeit, aber wenn sie einmal loslegen, sind sie besser als alle anderen. Nun stehen deutsche Marken-Autos an der Weltspitze, und Ford, naja, kann man fahren. IBM war der Platzhirsch bei IT-Firmen vor 50 Jahren, und heute: Jede Großfirma „runs SAP“ . Pass auf, Google, ich sage voraus: in 70 Jahre werden vier konkurrierende deutsche Suchmaschinen das Internet beherrschen.

Eine der schönsten Sachen, die ich erlebe, ist die deutsche Wartungsliebe. Amerikanische Produkte sind kurzlebig. Keiner repariert seinen HP-Drucker, er kauft einen neuen. Das Astrodome-Football-Stadion ist über 30 Jahre alt? Sprengen! Deutschland, du baust für die Ewigkeit (außer Honecker), und du wartest vorbildlich nicht nur Brücken, Schienen und Straßen, sondern auch Beziehungen, die Demokratie und Bündnisse. Die Eskimos haben angeblich sehr viele Worte für Schnee; du aber für Wartung, Kernsanierung, Renovierung, Generalüberholung, Rundumerneuerung…

Germany, I love you

Manchmal machen wir uns lustig über den deutschen Ordnungswahn. Ich bin aber ein großer Fan von Mülltrennung, Spargelzeit, Samstagsmärkten, dem „Wort zum Sonntag“, cl-Markierung an meinem Bierglas, ordentlichen Mitgliederversammlungen, Zwischenbilanzen, Volksmusik nur samstags, Ruhezonen im ICE, Nummern ziehen im Warteraum, Bambi geht an Furtwängler!, Raab ärgert Rapper und 30 Sorten Brot.

Und nun willst du kalifornische Coolness herbeizaubern, deinen Bart wachsen lassen und offen sein für jeden, der kommt. Aber bist du wirklich bereit? Egal wer kommt (und nicht fliegt): I love you just the way you are.

Der Autor ist Managing Director bei der Berlin School of Creative Leadership. Der Artikel wurde am 26.01.14 in der „WELT“ veröffentlicht

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article124215581/Liebes-Deutschland-du-bist-einfach-great.html

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19 Kommentare

  1. Ich kann diesen Amerikaner verstehen.

    Auch ich liebe Deutschland.

    Und ich danke dem Herrgott, dass ich noch eine

    Zeit ohne Moslems und grimmig dreinschauende

    Moslemweiber kenne.

    +++++

    Ich kenne noch ein sauberes und freundliches

    Deutschland.

    Und nicht so ein heruntergekommenes und auch

    schmutziges Land.

    +++++

    Und wir waren früher stolz Deutsche zu sein.

    Wohin ist dies alles entflohen ???

    +++++

    Wir opferten viel für den Wohlstand weniger.

    +++++

    Jeder ist in unserem Land als Gast willkommen.

    Ich will aber nicht die halbe Welt durchfüttern

    und auch noch beschimpft werden.

    +++++

    Ich will mein Land zurück.

    Ali go Home. Fatima verpiss Dich.

  2. @ Klabautermann 1.
    Meine vollste Zustimmung!
    Ich erzähle meinen Kindern, mit einer Träne im Auge, wie früher war, es ist ein gewaltiger Unterschied und weit mehr als nur eine Träne wert.
    .
    .
    Ich denke mal, der L-Brief ist 20-30 Jahre alt (vom Gefühl her) und nur von einem „Manager“ zu schreiben.

    MM: Der Artikel wurde am 26.01.14 in der „WELT“ veröffentlicht. Der Brief der US-Managers ist also topaktuell

  3. Pi-News-Kommentar von #19 AleCon (15. Feb 2014 15:10)

    OT?

    In Beirut werden Syrien-Flüchtlinge auf ein Leben in Deutschland vorbereitet.

    Höhepunkt des Kurses ist der Moment, an dem Artel laminierte Fotos austeilt. Die Auswanderer müssen anhand der Bilder raten, was erlaubt, was verboten ist. Vieles erklärt sich von selbst: Diebstahl, Drogen, Gewalt gegen Frauen, das wird zu Hause in Syrien auch geahndet.

    Doch dann wird es schon knifflig: Ein Bild zeigt ein Schaf, dem gerade die Kehle durchgeschnitten wird. “Weder in der Wohnung, auf dem Balkon noch auf der Straße dürfen Tiere geschlachtet werden”, erklärt Artel. “Aber wie soll das denn gehen? Wenn geheiratet wird, muss man doch ein Schaf schlachten”, wundert sich Murhaf Kasuha, der vor dem Krieg in der Stadt Kusair drei Kleidergeschäfte betrieb.

    Seine Kinder sind elf und sieben Jahre alt, Kasuhas Läden und sein Haus liegen in Trümmern. In der Pause zeigt er Fotos herum. “Wir können nicht zurück, ich sehe uns in Deutschland alt werden”, sagt der 42-Jährige, seine 38-jährige Frau nickt. Für sie ist es deshalb sinnvoll, schon jetzt an zukünftige syrische Hochzeiten ihrer Kinder in Deutschland zu denken. “Bring das Schaf zum Schlachter, schächte es da”, rät die Lehrerin.

    Das nächste Bild zeigt einen Mann mit drei Frauen im Arm: “Die islamische Mehrehe ist verboten”, erklärt Artel und hält dann ein Piktogramm hoch, das zwei händchenhaltende Männer mit einem Liebesherz zeigt. “Schwul sein ist verboten!”, ruft ein Mann. “Falsch!”, sagt Artel und löst damit ungläubiges Gelächter aus. Homosexualität sei Teil der persönlichen Freiheit, die in Deutschland jeder genieße. “Wenn ihr im Café zwei Männer zusammen seht, dürft ihr eure Abscheu nicht zeigen”, sagt sie.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/beirut-deutschland-kurs-fuer-fluechtlinge-aus-syrien-a-951604.html

  4. Geht doch. Wer sich integrieren will, der schafft das auch.

    OT
    Spanische Grenzpolizisten schießen mit Gummigeschossen auf afrikanische Migranten, die schwimmend versuchten, die Küste zu erreichen. Mindestens 12 ertranken. http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/02/15/spanische-grenzpolizei-erschiesst-fluechtlinge-aus-afrika/
    Ist dies auch das letzte Mittel und wird es womöglich auch Schule machen: Seit Woolwich hält sich mein Mitleid in Grenzen.
    Wer sich auf illegalem Wege Zutritt zu einem Land verschaffen will, darf sich nicht wundern, abgeknallt zu werden. Erschwerend kommt hinzu, dass es sich dabei nicht um Flüchtlinge handelt, sondern um Invasoren; was einen erheblichen Unterschied darstellt.

    Gaanz pööhse Nahzie..In Bulgarien haben Hunderte Demonstranten eine Moschee angegriffen. http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/bulgarien-hunderte-demonstranten-greifen-moschee-an-12803326.html
    Und bei uns wird wieder das grüne Buch verteilt. Wollte bloß niemand haben – den hätte ich sonst an Ort und Stelle aufgeklärt.

    Und last but not least: Ein detaillierter Artikel, über die Ungerechtigkeiten beim ALG-II-Bezug – Autochthoner versus Ausländer – in Sachen Zwangsarbeit und Sanktionierung, mit abgebildetem Leistungsbescheid (Asylbewerberleistungsgesetz).
    In schonungsloser Offenheit weist der Artikel auf, dass für den Staat seine Erfüllungsgehilfen des Genozids nichts teuer genug ist und der Blut-und-Boden-Deutsche nicht das Schwarze unterm Nagel wert ist.
    http://www.netzplanet.net/4-500-euro-monatlich-hartz-iv-problemlos-moeglich

  5. Der Mann hat recht, da ist viel Wahres dran!

    Ich befürchte nur, dass er typisch deutsches Verhalten beschreibt, einer Restgesellschaft, die langsam vergreist und dann wegsterben wird.

    Der Alltag in Deutschland wird dagegen nicht mehr nur von Deutschen geprägt. Wenn man sich umsieht, da gibt es viele Dönerbuden und Siff.
    Und auch in der Politik und vielen Räten sind Menschen tätig, die eine ganze andere Kultur, andere Wertvorstellungen haben.

  6. Ich liebe mein Land ,darum schreibe ich hier !
    Wir Deutsche sind ein Starkes Volk . Wir reisen gerne ,lieben andere Länder und Völker . Wir Deutsche können gönnen und haben den Drang nach Ordentlichkeit die von anderen Völkern beneidet werden . Chinesen ,Japaner ,Amerikaner lieben unsere Musik ,lieben unsere Landschaft und kommen deshalb auch gerne hier her ,noch ! Aber bald werden sie sehen müssen wie alles Deutsche verschwinden wird ,wenn nicht dagegen gehalten wird . Und nicht nur Deutschland sondern ganz Europa .
    Deutschland wird Pädophil -Homo-Lesbisch-Islamisch-Sodomie-Leichenfledder-und-abartig genannt .

    Noch ist Deutschland und Europa nicht verloren !

  7. Nur Mut! Nur Mut!

    Es wächst etwas von unten ran.

    Eine Art Graswurzelbewegung.

    Lange hält dies nicht mehr. Das Volk murrt jetzt

    schon.

    Hört Ihr nicht das raunen?

  8. DAWA: Der europ. Arbeitslsoe kann in unbraucbaren Maßnahmen, die niemadnen was bringen abfaulen, Kriminelle nicht-EU-Bürger werden hofiert- meine Rede seit langer Zeit!

  9. Wenn es im Topf brodelt und der Deckel ist fest

    verschlossen ( Schnellkochtopf ), und der Druck

    wird abgeleitet, passiert erstmal garnichts.

    +++++

    Dies ist im Moment der Ist – Zustand.

    +++++

    Ich habe Angst, dass der Deckel infolge von

    Überdruck wegfliegt.

    Und dann stehen einige mit blutigen Nasen da

    und schauen auf den Gegenüber, dem der grüne

    Spinat am Hemd klebt.

  10. @Perser10
    Ja, dieser „tiefe“ Osten könnte heute noch als Rückzugsgebiet von moslemgestraften Leuten aus dem Westen dienen. Natürlich müssen sie dann etwas dafür tun, daß es so bleibt wie es noch ist.

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