Notwendige Antwort auf Sahra Wagenknechts Einschätzung, Stalin sei ein guter Mann gewesen, der u.a. den Hunger beendet habe

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Stalin war neben Hitler einer der großen Verbrecher des 20. Jahrhunderts. Dies wird von keinem ernstzunehmenden Historiker bezweifelt, und selbst russische Historiker sehen in ihm den neben „Iwan dem Schrecklichen“ schlimmsten Regenten der russischen Geschichte. Als Stalin 1953 starb, war es das große Verdienst seines Nachfolgers Chrustschow, auf die unzähligen Morde seines Vorgängers hinzuweisen und den gottähnlichen Stalinkult zu beenden. Doch es gibt immer noch Unverbesserliche, die Stalin wie einen Heiligen verehren. Seine Anhängerschaft wird in Russland auf 20 Millionen geschätzt. Dass er aber auch immer noch Anhänger in Deutschland hat, zeigt die Politikerin der Linkspartei, Sahra Wagenknecht, die Stalin als einen Mann mit historisch großen Verdiensten für den Fortschritt der Sowjetunion und des Kommunismus darstellt. Die Einschätzung darüber, welch Zynismus und welche Menschenverachtung hinter einer solchen Aussage steht, das überlasse ich dem Urteil meiner Leser. Dass aber unsere Medien diese Aussage ignorieren und so tun, als wäre nichts gewesen, und dass die lächerlich „kritischen“ Fragen, die der TV-Moderator Markus Lanz seinem Studiogast Wagenknecht gestellt hatten, zu einem beispiellosen Shitstorm unter Fernsehzuschauern geführt haben (zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikel empörten sich 150.000 Zuschauer und forderten die Absetzung des beliebten Moderators) zeigt, dass die Linken hier bestens aufgestellt sind und wir uns auf direktem Weg in eine DDR2.0 befinden (MM)

***

Von Michael Mannheimer

Unsägliche Geschichtsklitterung durch Sahra Wagenknecht

Als Linker darf man offensichtlich jeden Unsinn abgeben. Schaden tut’s so gut wie nie. Denn als Linker ist man – wie dereinst die mittelalterlichen Kirchenfürsten oder vatikanisch bestellten Inquisitoren  – quasi sakrosankt gegen jede Kritik. Und wird in den Medien herumgereicht wie ein Politstar. Das gilt für den RAF-Terror-Anwalt Ströbele, das gilt für den SPD-Verräter Lafontaine, und das gilt noch mehr für Sahra Wagenknecht. Diese schrieb doch ungeniert in einem Essay „Marxismus und Opportunismus – Kämpfe in der Sozialistischen Bewegung gestern und heute“, eine nur mühsam versteckte Lobeshymne über Stalin, in der sie diesen Massenmörder resümierend als einen guten Mann darstellte, der für „die Überwindung von Elend und Hunger“ (sic!) sorgte.

Nun, da wir in einem Land mit Meinungsfreiheit leben, darf sie dies wohl auch. Man stelle sich aber vor, jemand in Deutschland – und insbesondere ein Spitzenpolitiker der SPD/CDU/CSU etwa –  schriebe Hitler sei im großen und ganzen bei allem, „was immer man – berechtigt oder unberechtigt – gegen die Hitler-Zeit vorbringen mag“ ein guter Mann gewesen. Die ganze Medien-Welt und die Politik würde über ihn herfallen wie eine Meute Hyänen und ihn öffentlich zerfleischen.

Dass dies bei der Links-Politikerin Sahra Wagenknecht durchgeht, verdeutlicht, in welcher Republik wir gelandet sind: Sie ist nicht mehr weit entfernt, mit Fug und Recht als DDR-Light (auch DDR2.0) genannt zu werden.

Doch schauen wir uns an, was genau diese telegene Dame so an sozialistischem pseudowissenschaftlichen Mist von sich gibt:

Sahra Wagenknecht:

„Und was immer man – berechtigt oder unberechtigt – gegen die Stalin-Zeit vorbringen mag, ihre Ergebnisse waren jedenfalls nicht Niedergang und Verwesung, sondern die Entwicklung eines um Jahrhunderte zurückgebliebenen Landes in eine moderne Großmacht während eines weltgeschichtlich einzigartigen Zeitraums; damit die Überwindung von Elend, Hunger, Analphabetismus, halbfeudalen Abhängigkeiten und schärfster kapitalistischer Ausbeutung; schließlich der über Hitlers Heere, die Zerschlagung des deutschen und europäischen Faschismus sowie die Ausweitung sozialistischer Gesellschaftsverhältnisse über den halben europäischen Kontinent.“

Die Wahrheit:

Stalin

Was die unsägliche Geschichtsklitterung Wagenknechts hier völlig irreführend über Stalins Politk berichtet, die – so Wagenknecht – eine „Überwindung von Elend, Hunger, Analphabetismus, halbfeudalen Abhängigkeiten und schärfster kapitalistischer Ausbeutung“ gewesen sein soll, stellt sich bei Licht besehen als eine der größten geschichtlichen Massaker am eigenen Volk dar – die in absoluten Zahlen – nur noch von Mao Tse Tung, und – in relativen Zahlen – von Pol Pot übertroffen wurden. Letzter beging den wohl verheerendsten Auto-Genozid (=Genozid am eigenen Volk), bei dem in der kurzen Zeitspanne des Pol Pot’schen Steinzeitkommunismus von 1975-79 über 60 Prozent des kambodschanischen Volkes sein Leben in den hunderten der Killing Fields der „Khmer Rouge“ lassen mussten.

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Bild oben: Stalins Säuberungsaktion ergeben die gleichen Bilder wie wir sie aus Ausschwitz her kennen. Nur spricht kaum einer davon (Quelle)

Nie  war das Elend der russischen Menschen größer als unter der Zeit Lenins und Stalins

Obwohl auch der Zarismus eine brutale Knechtschaft für die Menschen Russlands bedeutete: Nie  war deren Elend größer als unter der Zeit Lenins und Stalins.

„Die sowjetische Volkszählung von 1937 fand acht Millionen Menschen weniger vor als erwartet. Denn die fünfeinhalb Millionen Opfer der gezielt herbeigeführten Hungersnot Anfang der 1930er Jahre – davon allein 3,3 Millionen in der Ukraine – durfte es offiziell nicht geben. Josef Stalin schuf auf seine Weise Abhilfe: Er ließ die Leiter der Volkszählung hinrichten.“ (Quelle)

Millionen Menschen verhungerten angesichts der systematischen Zerstörung jeder Privatwirtschaft. Und dies hieß: Wer auch nur EINE Sau oder Kuh besaß, galt als Kapitalist. Stalin ließ die Ställe von Millionen ukrainischen Kulaken plündern, deren Vieh und die gesamte Ernte einschließlich des wertvollen Saatguts konfiszieren, was zur schlimmsten Hungerkatastrophe der ukrainischen Geschichte führen sollte mit Millionen verhungerter Ukrainer.

„Das Getreide wurde requiriert, den Bauern wurde verboten, ihr Land zu verlassen. Die Verhungernden aßen zunächst ihre Haustiere, dann Gras, schließlich machte sich der Kannibalismus breit. Eltern aßen ihre Kinder, Kinder ihre Eltern. In einem Waisenhaus entdeckte die Erzieherin, dass die Kinder über das schwächste Kind hergefallen waren und an ihm knabberten, während es selbst aus dem eigenen Körper Fleischstücke riss und in den Mund stopfte.“ (Quelle)

Dies alles geschah im Rahmen der Kollektivierung der Landwirtschaft von 1928 bis 1933 unter Josef Stalin. Stalin rief mit seiner Ende 1929 öffentlich formulierten Parole von der „Liquidierung der Kulaken als Klasse“ zu einem Krieg gegen die Bauern auf.*

* Siehe zum stalinistischen Aufruf zur „Liquidierung des Kulakentums“ und „Zerschlagung unserer Klassenfeinde auf dem Lande“ u. a. Oxana Stuppo: Das Feindbild als zentrales Element der Kommunikation im Spätstalinismus. Berlin 2007, S. 33; Ulf Brunnbauer, Michael G. Esch, Holm Sundhaussen: Definitionsmacht, Utopie, Vergeltung: „ethnische Säuberungen“, 2006, S. 124. Zum „Krieg gegen die Kulaken“ siehe u. a. Leonid Luks: Geschichte Russlands und der Sowjetunion. Von Lenin bis Jelzin, Pustet, Regensburg 2000, ISBN 3-7917-1687-5, S. 255; Nicolas Werth: Ein Staat gegen sein Volk. Gewalt, Unterdrückung und Terror in der Sowjetunion. In: Stéphane Courtois, Nicolas Werth, Jean-Louis Panné, Andrzej Paczkowski, Karel Bartosek, Jean-Louis Margolin. Mitarbeit: Rémi Kauffer, Pierre Rigoulot, Pascal Fontaine, Yves Santamaria, Sylvain Boulouque: Das Schwarzbuch des Kommunismus. Unterdrückung, Verbrechen und Terror. Mit einem Kapitel „Die Aufarbeitung der DDR“ von Joachim Gauck und Ehrhard Neubert. Aus dem Französischen von Irmela Arnsperger, Bertold Galli, Enrico Heinemann, Ursel Schäfer, Karin Schulte-Bersch, Thomas Woltermann. Piper. München/Zürich 1998, ISBN 3-492-04053-5, S. 51–295 und 898–911, hier S. 165; Jörg Baberowski: Der rote Terror. Die Geschichte des Stalinismus. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2003, ISBN 3-421-05486-X, S. 122. Robert Gellately schreibt: „Das war eine Kriegserklärung an die dörfliche Gesellschaft“ (Robert Gellately: Lenin, Stalin und Hitler: drei Diktatoren, die Europa in den Abgrund führten. Bergisch-Gladbach 2009, S. 237).

Stalins „Großer Terror“

Im Rahmen einer bolschewistischen Umdeutung des Begriffs „Kulak“ (dieser wurde in der vor-bolschewistischen Zeit eher auf relativ wohlhabende Bauern angewandt) wurde nun „Kulak“ in der Agitation der Bolschewiki mehr und mehr auf alle selbstständigen Bauern ausgedehnt. Diese Personen und ihre Angehörigen wurden im Rahmen der Entkulakisierung der Jahre 1929 bis 1932 als Klassenfeinde in Arbeitslager deportiert oder erschossen. Wenige Jahre später wurden die Kulaken im Zuge des Großen Terrors erneut zu Hunderttausenden erschossen und deportiert, insbesondere mit Hilfe des NKWD-Befehls Nr. 00447 – im NKWD-Jargon auch Kulakenoperation genannt.

Und was nur wenige wissen: Unter Stalin kamen mehr Kommunisten ums Leben als unter Hitler. Jeder Verdächtige kam ins Visier der NKWD – des mächtigen Geheimdienstes Stalins – und wer in dessen Fängen landete, um den war es in der Regel geschehen.

Stalins Terror war zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht der erste – aber der verheerendste. Der erste Genozid geschah in der Türkei: Über 2  Millionen Christen (1,5 Mio Armenier und 500.000 syrische Christen)  wurden auf dem Gebiet der heutigen Türkei auf Befehl der damaligen Jungtürken ermordet – die die in der Türkei lebenden Armenier für die verheerende Niederlage der seitens der Türkei ausgehenden Kaukasus-Offenive gegen Russland (22. Dezember 1914 bis 15. Januar 1915) verantwortlich machten.

Doch Stalins „Großer Terror“ stellte selbst den Genozid an den Armeniern in den Schatten – und war einer der Ursachen des Aufstiegs der NSDAP in Deutschland. Denn die Stalin zugetanen linken Parteien wie die KPD etwa – die in der Weimarer Republik Millionen Wähler hatte – und die aus Deutschland einen sozialistischen Staat wie ihr Vorbild UdSSR machen wollten, war ursächlcih mitverantowrtlich für den Antikommunismus und die Feindschaft Hitlers zu Russland. Dieser stellte dem sowjetischen internationalen Sozialismus sein deutsches Pendant des nationalen Soziailsmus entgegen und war bei den Wählern bekanntermaßen sehr erfolgreich.Es waren die Millionen von SPD und KPD zur NSADP wechselnden Wähler, die Hitler 1933 schließlich an die Macht verhalfen.

Dies alles wird von der bekennenden Stalinistin Sahra Wagenknecht elegant umschifft – und dies nicht zu erkennen, macht sie zu einer potentiell großen politischen Gefahr für die freie Zukunft Deutschlands.

Stalins sozialistische und als „notwendig“ begründete  Säuberungen kosteten bis zu 20 Millionen Menschenleben

Stalinsche Säuberungen ist die Bezeichnung für eine Periode der sowjetischen Geschichte während der Herrschaft von Josef Stalin, die durch massive Verfolgung und Tötung von aus stalinistischer Sicht politisch „unzuverlässigen“ und oppositionellen Personen gekennzeichnet war. Die Gesamtzahl der Opfer aus dieser Zeit ist nicht bekannt und schwer zu verifizieren, Schätzungen von Historikern reichen von mindestens etwa 3 Millionen Toten bis hin zu weit über 20 Millionen.

Bereits in den 1920er Jahren begann Stalin, echte oder vermeintliche politische Gegner aus der Kommunistischen Partei (KPdSU) ausschließen zu lassen. Später wurden die Betroffenen zunehmend mit gefälschten Vorwürfen in Schau- und Geheimprozessen zum Tod oder zu Lagerhaft und Zwangsarbeit im Gulag verurteilt, entsprechende Geständnisse wurden regelmäßig unter Folter erpresst. Diese „politischen Säuberungen“ erreichten ihren Höhepunkt im so genannten Großen Terror von 1936 bis 1938, der auch als „Große Säuberung“ bezeichnet wird. In dieser Zeit wurden jeden Tag etwa 1.000 Menschen ermordet. Dieser stetige Verlust an Funktionsträgern begann die elementaren Funktionen von Partei, Verwaltung und Armee zu gefährden. So waren in manchen Gebieten sämtliche Parteifunktionäre der KPdSU verhaftet worden. Daher wurde die Intensität der Verfolgung 1938 auf Befehl Stalins reduziert, ohne jedoch eingestellt zu werden.

Eine zweite Säuberungswelle setzte zu Beginn des Jahres 1948 ein. Sie war hauptsächlich gegen Juden gerichtet, die als „Wurzellose Kosmopoliten“ denunziert wurden. Die Kampagne führte zunächst zur Auflösung des Jüdischen Antifaschistischen Komitees, erreichte ihren Höhepunkt in der so genannten Ärzteverschwörung und endete abrupt mit Stalins Tod im März 1953. Zu den Hintergründen und Motiven dieses politisch motivierten Massenmords gibt es in der Forschung zum Teil sehr unterschiedliche Erklärungsansätze, die kontrovers diskutiert werden.

Außerdem wurde ein Großteil der militärischen Führungsspitze um Marschall Michail Tuchatschewski einer Verschwörung bezichtigt und umgebracht. Auch viele Kommunisten anderer Herkunft, die in die Sowjetunion emigriert waren, fielen den Verfolgungen zum Opfer. Im Jahre 1940 wurde der Hauptverantwortliche für die Durchführung der Säuberungen Nikolai Jeschow (nach ihm wird die Periode auch Jeschowschtschina genannt), der von 1936 bis 1938 Chef des NKWD (Volkskommissariat für innere Angelegenheiten) und Kandidat des Politbüros der KPDSU(B) gewesen war, ebenso wie bereits sein Vorgänger Genrich Jagoda selbst zum Opfer des stalinistischen Terrors. Sein Nachfolger wurde am 24. November 1938 Lawrenti Beria, der die Säuberungen gemeinsam mit Iwan Serow fortsetzte. Er wurde 1953 hingerichtet.

Stalins Propaganda, die oft auch von kommunistischen Parteien im Ausland vertreten wurde, rechtfertigte später die Säuberungen als vorbeugende Beseitigung politischer Gegner, die sonst mit den Nationalsozialisten, mit Japan, mit Polen, mit Finnland oder weiteren angenommenen äußeren Feinden kollaboriert hätten oder als „Klassenfeinde“ gefährlich geworden wären. Einige der Verbrechen Stalins wurden 1956 – gut drei Jahre nach Stalins Tod – auf dem XX. Parteitag der KPdSU enthüllt und verurteilt. Im Zuge der Entstalinisierung wurden zudem Opfer teilweise rehabilitiert. (Wikipedia). Eine Sciht, der sich vermutliuch auch Sahra Wagenknecht anschließen würde, würde man sie zu diesem Thema befragen. Denn merke: Massenmord seitens der Kommunisten ist stets ein „historisch notwendiges“ Mittel zur Beseitigung des inneren, feudalen und antikommunistischen Feindes und damit hinzunehmende Kollateralschäden der Menschheit auf ihrem Weg zum ewig strahlenden Weltkommunismus, bei dem die „Ausbeutung des Menschen durch den Menschen“ ein für alle Mal beseitigt und die Menschheit in ewigem Frieden und Glück leben würde. Während Massenmorde des politischen Gegners stets Großverbrechen an der Menschheit, selbst dann, wenn sie zhalenmäßig nicht annähernd an die der Sozialisten herankommen.

Parallen zwischen Sozialismus und Islam

Hierin offenbart sich auf eine Neues eine deutliche Paralle der beiden monokausalen Terror-Ideologien Sozialismus und Islam. Beide Ideologien propagieren die völlige Vernichtung ihres gegner (Sozialismus: Feudalistisches Bürgertum/Kapitalisten; Islam: „Ungläubige“ aller Coleur) als Voraussetzung des Heilsversprechens von Frieden: Im Sozialismus der kommunistische Weltenstaat, im Islam der islamische dar-Al-Isalm (Weltkalifat des Islam, wo nur und einzig der Islam als Religion und alles beherrschendes Prinzip gilt.

Einer der heute noch lebenden Stalinopfer, der zum Zeitpunkt des SPIEGEL-Interviews von 2010 86jährige Nikolai Galkin, der seine langjährige Verbannung in einen sowjetischen Gulag nur durch Selbstverstümmelung überlebte, berichtete über die Stalin’sche Säuberung folgendes:

„Im Gebiet Twer wurden unter Stalin rund 40.000 Bürger repressiert, die meisten verbannt, 8500 erschossen. Das Erschießungskommando bestand aus acht Männern, einer hat sich später selbst umgebracht, auch die anderen sind lange tot. Die Männer exekutierten in einer solchen Geschwindigkeit, dass die sowjetischen Pistolen heißliefen und versagten. Die NKWD-Führung ersetzte sie mit Pistolen der Marke Walther, die im Ausland gekauft werden mussten.“ (Quelle)

Das alles scheint Sahra Wagenknecht nicht davon abzuhalten, auch heute noch Lobeshymnen auf den Sozialismus Stalins zu singen:

Sahra Wagenknecht:

„Die beeindruckenden Leistungen bei der Industrialisierung des Landes wären ohne Stützung und Bejahung dieser Politik seitens größerer Teile des Volkes nie erreichbar gewesen. (Es ist lächerlich und dumm, diese im Nachhinein als bloße Auswirkungen der Diktatur, der Angst und der Arbeitslager darstellen zu wollen.)

Und was immer man – berechtigt oder unberechtigt – gegen die Stalin-Zeit vorbringen mag, ihre Ergebnisse waren jedenfalls nicht Niedergang und Verwesung, sondern die Entwicklung eines um Jahrhunderte zurückgebliebenen Landes in eine moderne Großmacht während eines weltgeschichtlich einzigartigen Zeitraums; damit die Überwindung von Elend, Hunger, Analphabetismus, halbfeudalen Abhängigkeiten und schärfster kapitalistischer Ausbeutung; schließlich der über Hitlers Heere, die Zerschlagung des deutschen und europäischen Faschismus sowie die Ausweitung sozialistischer Gesellschaftsverhältnisse über den halben europäischen Kontinent.“

Die Wahrheit:

Bis zum letzten Rotarmisten!!

 

 

 

Die „beeindruckenden Leistungen bei der Industrialisierung des Landes“ beruhten allesamt auf geschönten Statistiken. Für die Industrialisierung Russlands wurden Millionen Menschen nzu Sklavenarbeit herangezogen, Millionen starben unter Kälte, Hunger oder durch unmenschliche Arbeitsbedingungen. Bei minus 30 Grad – in extremen Wintern oft bei minus 50 Grad – mussten sie im Freien schuften. In ihren Baracken gab’s ebenfalls Minusgrade.

Sahra Wagenknecht:

„Richtig ist: Das in der Sowjetunion während der Stalinzeit entstandene und später von den osteuropäischen Ländern in den Grundzügen übernommene Gesellschaftsmodell ist die auf Grundlage unterentwickelter beziehungsweise zerstörter Produktivkräfte, allgemeiner Not und existentieller Gefährdung der Grundfesten des neuen Systems historisch notwendige und – soll eine bürgerliche Gegenrevolution wirksam verhindert werden – einzig mögliche Form eines realisierten Sozialismus.“

Die Wahrheit:

Die Formulierungen Wagenknechts wie „historisch notwendig“ oder „einzig mögliche Form eines realisierten Sozialismus“ sind in typischer Diktion kommunistischer Texte verfasst, wie man sie zu tausenden in den Reihen sozialistischer Vordenker und Ideologen her kennt (auch Mao, Pol Pot oder Kim Yung Il schrieben so) – und verdeutlicht den Wahn, dass es sich beim Kommunismus um eine objektive Wissenschaft und die einzig wahre Heilslehre der Menschheit handele.

Zitate von und über Stalin:

„Der Staat ist eine Maschine in den Händen der herrschenden Klasse zur Unterdrückung des Widerstands ihrer Klassengegner. In dieser Hinsicht unterscheidet sich die Diktatur des Proletariats im Grunde genommen durch nichts von der Diktatur jeder anderen Klasse, denn der proletarische Staat ist eine Maschine zur Niederhaltung der Bourgeoisie.“ 
Stalin in: Werke Band 6, „Über die Grundlagen des Leninismus, IV. Die Diktatur des Proletariats“

„Stalin ist zu grob, und dieser Fehler, der in unserer Mitte und im Verkehr zwischen uns Kommunisten erträglich ist, kann in der Funktion des Generalsekretärs nicht geduldet werden. Deshalb schlage ich den Genossen vor, sich zu überlegen, wie man Stalin ablösen könnte, und jemand anderen an diese Stelle zu setzen, der sich in jeder Hinsicht von dem Genossen Stalin nur durch einen Vorzug unterscheidet, nämlich dadurch, daß er toleranter, loyaler, höflicher und den Genossen gegenüber aufmerksamer, weniger launenhaft usw. ist.“ Lenin, Brief an den XII. Parteitag – Nachschrift vom 4. Januar 1923

„Der Tod eines einzelnen Mannes ist eine Tragödie, aber der Tod von Millionen nur eine Statistik.“ (Joseph Stalin)

„Bei Stalin war jedes Verbrechen möglich, denn es gibt kein einziges, das er nicht begangen hätte […] ihm wird jedenfalls […] der Ruhm zufallen, der größte Verbrecher der Geschichte zu sein.“ Josip Broz Tito,

„Gedanken sind mächtiger als Waffen. Wir erlauben es unseren Bürgern nicht, Waffen zu führen – warum sollten wir es ihnen erlauben, selbständig zu denken?“ (Jospeh Stalin)

„Gemessen an ihren Verbrechen waren Hitler und Stalin auf gleicher Augenhöhe, nur dass der eine den Krieg gewonnen hat. Das NS-Regime ist nicht an seinen Verbrechen, sondern an seiner Dummheit gescheitert.“Wolfgang Dvorak-Stocker, Interview mit Colette M. Schmidt, Der Standard, 20. Mai 2005,

„So grob er [Stalin] anderen gegenüber sein kann, so leicht fühlt er sich selbst beleidigt und, so überraschend das erscheinen mag, so launenhaft ist er. Seine Reaktionen sind primitiv. Sobald er sich übergangen glaubt, neigt er dazu, Menschen sowohl als Ereignissen den Rücken zu kehren, mürrisch seine Pfeife zu schmauchen und von Rache zu träumen.“ – Trotzki, „Stalin – Eine Biografie“, S. 91, Arbeiterpresse Verlag, Essen, 2. Auflage, 2006

„Man kann nicht zugleich Mörder und Genius sein. Einerlei, welche Motive Stalin leiteten, die Hinrichtung Tausender war ein fürchterliches Verbrechen.“Nikita Chruschtschow:  „Chruschtschow erinnert sich“, Vorrede

 Daher gilt das, was ich zum Anfang dieser notwendigen Antwort zu Wagneknechts Stalin-Verherrlichung bereits gesagt habe, umso deutliche: Als Linker darf man offensichtlich jeden Unsinn abgeben. Schaden tut’s so gut wie nie. Denn als Linker ist man – wie dereinst die mittelalterlichen Kirchenfürsten oder vatikanisch bestellten Inquisitoren  – quasi sakrosankt gegen jede Kritik. Und wird in den Medien herumgereicht wie ein Politstar. Ja, es steht schlimm um Deutschland.

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Die Äußerungen von Sahra sind aus dem Jahre 1992. (Quelle: Weißenseer Blätter, 4/1992, S. 12-26). Sie war damals 23 Jahre alt. Sie wären kaum der Rede wert, wenn sich Wagenknecht in der Zwischenzeit klar und unmissverständlich von ihnen distanziert hätte. Hat sie jedoch nicht. Abgesehen davon sind es gerade solche Linken, die jedem, der mit 16 für zwei Wochen NPD-Mitglied war, nie wieder eine Chance geben würden!

 

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15 Kommentare

  1. Unsere Sichtweise entspricht genau dem Schema, dasdie Weltführung der USAvon uns wollen.
    Siehe Syrien. Hätte Assaddort wirklich anfangs hart durchgegriffen, so wie man ihm das andichtet, so wäre es nicht zu den jetzigen Massakern gekommen.
    Assad war also nicht zu hart, sondern eher zu weich und naiv gegenüber den Terrroristen.
    Josef Stalin hätte wohl nicht gegen die Hitlerarmee antreten können, wäre er nicht brutal geweseen. Sein Nachruf spricht Nände.

  2. Unzählige Linke (die heute in leitenden Positionen unsere Gesellschaft beeinflussen) bekundeten in vergangenen Jahrzehnten offen ihre Sympathie und Unterstützung für sozialistische Massenmörder. Deren Taten spielten dabei keine Rolle, selbst Millionen an Opfern wurden bestenfalls als Kollateralschaden, oftmals eher als zu eliminierender Feind gerechtfertigt. Für die Linken spielte und spielt es nur eine Rolle, welcher Ideologie man anhängt. Ist es die eigene, wird man unterstützt und handelt „gerecht“, egal wie bösartig und verkommen dieses Handeln auch ist.

    Genau diese Denkweise, die fester Bestandteil vieler Linker ist, ist der Grund für die Massenmorde des 20ten Jahrhunderts und der Repression gegenüber Andersdenkenden im 21ten. Dieser Bereich listet einige der großen Vorbilder der politischen Linken von damals und heute auf. All diese Massenmörder haben lediglich das umgesetzt, was der Sozialismus verlangt und zur Implementierung sowie Aufrechterhaltung auch zwingend benötigt: Massenmord, Folter, Terror, Umerziehung und Freiheitsberaubung in allen Formen. Noch nie hat der Sozialismus (anders) funktioniert und wird es auch nie tun.

    Quelle: http://www.marc-doll.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=64&Itemid=92

  3. Die Überschrift reicht über soviel Dummheit von linker Sau Wagenknecht über einen Massenmörder. . Millionen einheimische Bürger sind unter Stalin umgekommen und dt. Soldaten dazu. Wie untet A.H. und Mao und jezt Nordkorea…In ganz Afrika werden aktruell vor allem Christen ermordet, also demnächst gibt es neue Massenmörder denen SED 2 huldigt und Islam heißt.

  4. Wenn man hört, wie die Wagenknecht redet, kann man dann nicht getrost davon ausgehen, daß, hätte sie die Macht, wie Stalin Millionen Menschen umbringen würde für die Schaffung eines neuen kommunistisch-sozialistischen Großreichs? Natürlich ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen, denn eine Rechtfertigung fiele ihr dann schon ein.
    Eine widerliche Frau.

  5. Ich konnte die Aufmärsche und Paraden anlässlich

    des Todes von dem Lumpen in meiner Heimatstadt

    Halle / Salle miterleben.

    +++++

    Sarah Wagenknecht ist vom Kommunismus derart

    verblendet, dass sie die Realität einfach mal

    so ausblendet.

    Diese Aussage ist genau so pervers, wie wenn

    ein Überlebender von Auschwitz den Adolf Hitler

    als Ehrenmann hinstellen würde.

    Beides waren Mörder.

    Und da kann auch das blöde Gerede von der Sarah

    Wagenknecht nichts ändern.

    Hummer- Else ist doof

  6. Vielen Dank, Michael Mannheimer, für diesen tollen Artikel!
    In einem Punkt hat die Horror-Schnepfe tatsächlich Recht:
    „Und was immer man … gegen die Stalin-Zeit vorbringen mag, ihre Ergebnisse waren … die Entwicklung eines um Jahrhunderte zurückgebliebenen Landes in eine moderne Großmacht …; damit die Überwindung von Elend, Hunger, Analphabetismus, …“

    Was die Bolschewikenschlampe richtig erkennt, da jede Hungerkatastrophe überwunden ist, sobald ihr letzter Teilnehmer krepiert.
    Karl, Fritz und Vladi, die Väter der organisierten Hirnfäule, geben Aufschluss:

  7. @Klabautermann: „Hummer- Else ist doof“

    Im Gegenteil, Klabautermann, Hummer-Else ist weder doof, noch intelligent. Stattdessen ist sie HOCHINTELLIGENT, desgleichen hochkrimminell, da sie das Instrumentarium der Demagogie perfekt zu spielen weiß.
    Würde das Sarah vor meiner Haustür aufgehängt, so wollte ich selbstverständlich nicht zögern, … .
    Was denn sonst? Humanität geht vor!

  8. Hallo GG

    Natürlich ist die nicht in unserem Sinne doof.

    Sie dient Oskas. Das qualifiziert sie alleine

    schon zu so doofen Sprüchen.

    Das ist eine gesteuerte.

    Wie kann ich Menschen – Vernichtung für gut

    befinden.

    Leibeszustand : misserabel

    Unterleibeszustand: Lafontainisch

  9. Kreationist74
    Dienstag, 18. Februar 2014 12:28
    10

    Immerhin hat Stalin fast alle Moscheen schließen lassen. Auch wenn er sonst brutal war, ohne Frage.

    ———-

    STimmt! … und deshalb sollte man sich hier auf dem Islamdreck konzentrieren. Als Halb-Iranerin steht sie, wie überhaupt die ganze „Linke“, für eine endlose Mohammedaner-Invasion, was als Konsequenz nicht eine DDR zur Folge hat, sondern einen primtiven und blutigen Islamostaat.

  10. Es ist immer wieder festzustellen, dass bei der

    Heirat von einer Deutschen Frau mit einem Moslem

    die Deutsche Frau nur als „Durchlauferhitzer“ für

    die Moslems dient.

    Siehe hier :

    Unseren Freund Kaiman Masyek ( Mutter Deutsche )

    Und die liebe Muse von Oskar ( Mutter Deutsche )

    Und viele andere auch.

    Und die Kinder sind meistens noch radikaler wie

    der Vater.

  11. Ich habe damals gleich gesagt, wir sollten die Mauer bis zum Himmeel hochziehen.Diese linken …
    warn mir von Anfang an nicht geheuer.Ich erinnere an das Begrüßungsgeld, welches manche bauernschlau 2x oder 3x kassierten. Oder den blöden Ausspruch “ Wie wollen auch unseren Teil vom Kuchen ab bekommen“.Typisch neidische DDR.Warum beließen wir es nicht bei den doofen Care- Paketen?Hätte doch gereicht!

  12. Klabautermann (12) …
    Über europ./islam. Hybriden (Bastarde) hatte ich
    Hier schon einiges an Wissenswertem abgeliefert.
    Grundtenor war immer: „Charakterliche Minderwertigkeit
    ist genetisch verankert u.somit erblich“ – und davon
    bin ich (u.viele Wissenschaftler) überzeugt. Selbst
    Gregor Mendel würde DAS bestätigen, wenn Er noch
    leben würde.
    Alleine Bushido u.Mazyek sind die besten Beispiele dafür.

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