Krimkrise zeigt: Alle Macht der Erde kommt aus dem Lauf der Gewehre


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Westliche Friedensbewegte und Totalpazifisten, die  von einer Welt ohne Waffen träumen, sind esoterische Träumer und Westliche Friedensbewegte und Totalpazifisten, die  von einer Welt ohne Waffen träumen, sind esoterische Träumer und gefährliche Realitätsverweigerer. Denn jede Diplomatie zwischen verfeindeten Ländern – auf die sie ja setzen – ist ohne militärisches Rückgrat zum Scheitern verurteilt. Die Bösen der Welt hören auf warnende Worte erfahrungsgemäß nur dann, wenn sie wissen, dass auf Worte schmerzhafte Erfahrungen folgen können. Das zeigt ein Blick in die Geschichte und nun, angesichts der aktuellen Krimkrise, auch in der Gegenwart (MM)

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Von Michael Mannheimer

Wäre es nicht Russland: Keine andere Macht der Welt hätte es sich erlauben können, ein unabhängiges europäisches Land Anfang des 21. Jahrhunderts militärisch zu besetzen, ohne auf militärische Reaktion der NATO zu stoßen. Doch mit seinem atomaren Potential ist Russland selbst für das größte und stärkste Militärbündnis der Weltgeschichte unangreifbar und damit sakrosankt. Denn ein Angriff gegen russische Einheiten auf der Krim könnte einen Krieg aussetzen, der nicht mehr kontrollierbar wäre.

So wird nur mit dem Säbel gerasselt. Und man darf sicher sein, das die Krim wieder zurück kehrt in den russischen Schoß.  Seit dem frühen 18. Jahrhundert “gehört” die Krim zu Russland, davor war sie von wechselnden Kulturen geprägt: Von Kimmeriern und Taurern, dann von Skythen, von Griechen, Venezien und selbst von Mongolen (s.u).

Die politischen Lehren der jetzigen Krimkrise sind heute bereits klar: Am Ende entscheidet allein das militärische Zerstörungspotential

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Sie wird etwa den Iran beflügeln, weiterhin und trotz gegenteiliger Bekundungen an seiner  Atombombe zu bauen – und andere Staaten mit  Großmachtsgelüsten (wie Nordkorea, Pakistan) darin bestärken, ihr Atombomben-Arsenal weiter zu verstärken.

Und es wird auch klar: Westliche Friedensbewegte und Totalpazifisten, die  von einer Welt ohne Waffen träumen, sind esoterische Träumer und gefährliche Realitätsverweigerer. Denn jede Diplomatie zwischen verfeindeten Ländern – auf die sie ja setzen – ist ohne militärisches Rückgrat zum Scheitern verurteilt. Die Bösen der Welt hören auf warnende Worte erfahrungsgemäß nur dann, wenn sie wissen, dass auf Worte schmerzhafte Erfahrungen folgen können.


Das zeigt ein Blick in die Geschichte und nun, angesichts der aktuellen Krimkrise, auch in der Gegenwart. Israel wäre ohne seine militärische Überlegenheit längst vernichtet. Und Europa im “Kalten Krieg” ohne das US-Schutzschild eine Sowjetkolonie geworden.

So darf ich folgende Entwicklung in der Ukraine prophezeien: Die Krim kehrt zurück nach Russland (sie wurde ohnehin erst 1954 von Russland an die Ukraine geschenkt). Und die östlichen, pro-russischen und überwiegend russisch-orthodoxen Bundesländer der Ukraine werden sich von der West-Ukraine per Votum abspalten und zu einem eigenen Staat (alternativ zu einer russischen Teilrepublik). MM

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Infos zur Geschichte der Krim:

Im Altertum war die Krim von Kimmeriern und Taurern, dann von Skythen bewohnt. Daneben existierten griechische Siedlungen, aus denen sich bald das Bosporanische Reich entwickelte. Die Griechen gaben der Halbinsel den Namen Chersónesos Tauriké (Taurische Halbinsel) nach dem dort ansässigen Stamm der Taurer. Die wichtigste Stadt hieß Chersonesos, eine antike Siedlung am Rand des heutigen Sewastopol, für die griechische Kolonisierung s. dort).

Im 1. Jahrhundert v. Chr. geriet die Krim unter römischen Einfluss, wurde aber nicht als römische Provinz organisiert. Das Bosporanische Reich bestand weiterhin, ebenso wie die griechische polis Chersonesos. Im 3. Jahrhundert n. Chr. kamen im Zuge der Völkerwanderung Goten auf die Krim. Die Krimgoten sind zum Teil bis ins 16. Jahrhundert nachweisbar. Noch bis ins 15. Jahrhundert hinein gaben sie der Region ihren Namen, die von den Italienern als Gotia bezeichnet wurde. Ihnen folgten ab dem 5. Jahrhundert zunächst die Hunnen, dann nacheinander die Chasaren, Kumanen und Tataren. Im Mittelalter war daher die Bezeichnung Chasarische Halbinsel oder Gazaria für die Region üblich.

Im 13. Jahrhundert verfügten die Mongolen der Goldenen Horde, zu deren Einflussbereich die Krim zu diesem Zeitpunkt gehörte, über weitreichende Handelsbeziehungen. Besonders der Handel über die Krim nach Ägypten war ausgeprägt und kann nur noch mit den Handelsbeziehungen der Mongolen zu den Italienern, hier vor allem Genua und Venedig, verglichen werden.

Die politische Geschichte der Krim im späten Mittelalter ist geprägt von den Auseinandersetzungen und Konkurrenzkämpfen der verschiedenen christlichen Mächte (Genua, Venedig, Byzanz) untereinander, sowie den oft problematischen Beziehungen zwischen diesen und der Goldenen Horde, respektive dem expandierenden Osmanischen Reich, in dessen Hände die Krim im Verlauf des 15. Jahrhunderts schließlich vollständig fiel. Die bis dahin den Handel dominierenden Italiener wurden nach Konstantinopel und Pera deportiert.

Khanat der Krimtataren

Im Zuge von Auflösungserscheinungen der Goldenen Horde entstand um 1430 auf der Krim das Krim-Khanat unter der Herrschaft einer Nebenlinie der Mongolenkhane mit der Hauptstadt Bachtschyssaraj, das weite Teile der heutigen Ukraine unter seine Kontrolle brachte. Bereits 1475 fiel es zwar unter osmanische Kontrolle, behielt jedoch ein gewisses Maß an Autonomie. 1502 besiegten die Krimtataren den letzten Khan der Goldenen Horde, was die russische Eroberung Kasans (1552) und Astrachans (1556) förderte. Die Krimtataren unternahmen häufige Raubzüge in das ukrainische Binnenland und nach Russland und machten viele Gefangene, die sie als Sklaven in den Orient verkauften. 1571 drangen sie bis nach Moskau vor und setzten es in Brand, wurden aber im folgenden Jahr in der Schlacht von Molodi vernichtend geschlagen.

Russische Herrschaft

1774 wurde die Krim vom Osmanischen Reich unabhängig und zunehmend vom Russischen Reich abhängig. Der von Russland veranlasste Auszug der christlichen Bevölkerung (Ukrainer, Griechen, Armenier) aus der Krim führte zum wirtschaftlichen Kollaps und zum Bürgerkrieg zwischen Khanen. Nachdem die Krim unter Grigori Potjomkin von Russland annektiert worden war, wurde sie von Katharina II. am 8. April 1783 „von nun an und für alle Zeiten“ als russisch deklariert. Administrativ unterstand die Krim dem Gouvernement Taurien, zu dem auch ein Teil der östlichen Festlandküste bis zum unteren Dnepr gehörte. „Taurien“ sollte als neuer Name der Krim etabliert werden, setzte sich jedoch nicht durch.

Nach der offiziellen Eingliederung der Krim in das Russische Reich begann dieses eine Politik der „Enttatarisierung“ und Besiedlung durch andere Ethnien wie Deutsche, Griechen, Bulgaren, Balten und mit Russen. Letztere waren vorwiegend entlassene Soldaten oder Saporoger Kosaken. Die tatarischen Bauern, die 96 % der tatarischen Bevölkerung ausmachten, wurden in die unfruchtbaren Gebiete im Inneren der Krim zurückgedrängt. Große Teile der fruchtbaren Gebiete wurden ab 1784 unter der Führung von Potjomkin an russische Adlige verteilt. Als Folge dieser Politik kam es zu einer Massenflucht der tatarischen Bevölkerung, bei der mehr als 100.000 Menschen die Krim verließen. Viele von ihnen flohen in die Türkei, wo deren Nachkommen noch heute einen Teil der Bevölkerung ausmachen.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert wurde unter der Leitung des Admirals Michail Lasarew Sewastopol zum Hauptstützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte ausgebaut. 1853 bis 1856 war die Krim und vor allem Sewastopol Schauplatz des Krimkriegs. Teile der Halbinsel wurden während dieser Zeit vorübergehend von alliierten Truppen (Frankreich und Großbritannien an der Seite des Osmanischen Reiches, ab 1855 noch das Königreich Sardinien) besetzt. Während und nach dem Krimkrieg kam es zu einer erneuten Massenflucht. Viele Tataren sympathisierten mit dem Osmanischen Reich und fürchteten sich vor Repressalien der Russen. In den 1870er und 1880er Jahren folgten weitere Emigrationsbewegungen, so dass die Tataren Ende des 19. Jahrhunderts auf der Krim nur noch eine Minderheit von etwa 187.000 Menschen darstellten.

1917 wurde nach der Oktoberrevolution auf der Krim die Taurische Sowjetische Sozialistische Republik gegründet, gleich danach jedoch wurde die Volksrepublik Krim wieder als unabhängige krimtatarische Republik ausgerufen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Krim#Altertum_und_Mittelalter

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