Pirinccis „Deutschland von Sinnen“ lässt unsere Links-Medien aufheulen


“Dieses linksliberale Milieu sieht sich – ich verkürze ganz stark – als Deutungs- und Dressurelite. Ihre Legitimation, ihr Bedeutungs- und Überlegenheitsgefühl bezieht sie aus der Überzeugung, mit ihrem Wirken die Nazi-Bestie, die noch immer tief im Deutschen lauere, einzuhegen. Nun kommt Pirinçci, der Empiriker mit der Straßenköter-Perspektive und hält ihnen entgegen: Ätsch, der Deutsche ist in Wahrheit weichlich, wehruntüchtig, debil und schwuchtelig. Das typische Opfer eben.”

***

JUNGE FREIHEIT, 16. April 2014

Über Pirinçci, Ängste und Stutenbissigkeit

Das Buch von Akif Pirinçci hat die von Ignoranz durchsetzten Aggressionen entfacht, die im Tollhaus Deutschland zu erwarten gewesen waren. Überrascht hat mich höchstens, daß der Literatur-Chef der Zeit, Ijoma Mangold, im Mediengeheule einen besonders schrillen Part übernommen hat. Ich hatte Mangold bis dato als einen klugen, differenziert urteilenden und kultivierten Schreiber wahrgenommen. Auf sein Schimpfen und Zetern und auf sein Ziehen der Hitler-Karte – „Deutschland von Sinnen“ erinnere ihn an „Mein Kampf“, behauptet er – will ich nicht eingehen und erwähne ihn nur, weil seine Enthemmung mir beweist, daß Pirinçcis Brachialkritik den Zentralnerv des herrschenden Meinungsmacher-Milieus getroffen hat.

Dieses linksliberale Milieu sieht sich – ich verkürze ganz stark – als Deutungs- und Dressurelite. Ihre Legitimation, ihr Bedeutungs- und Überlegenheitsgefühl bezieht sie aus der Überzeugung, mit ihrem Wirken die Nazi-Bestie, die noch immer tief im Deutschen lauere, einzuhegen. Nun kommt Pirinçci, der Empiriker mit der Straßenköter-Perspektive und hält ihnen entgegen: Ätsch, der Deutsche ist in Wahrheit weichlich, wehruntüchtig, debil und schwuchtelig. Das typische Opfer eben. Das Ausland lacht über ihn. Und die jungen Moslems, die testosterongefüllten Kraftpakete, sehen die Angst in seinen Augen ganz genau.

Pirinçci entzieht der Deutungselite ihre geistig-moralische Grundlage, er demaskiert sie als Fehlfunktion, als Stifter bzw. Propagandist eines falschen Bewußtseins. Sie hat mitgeholfen, eine Realität zu etablieren, die sie selber zu fürchten hat.

Damit muß man erst einmal fertigwerden. Es ist einfacher und psychologisch nachvollziehbar, wenn Mangold den ollen Hitler als Sinnstifter zu retten versucht, indem er ihn in der Person eines anatolischen Beelzebub (ich weiß, ich weiß, Pirinçcis Geburtsstadt Istanbul liegt nicht in Anatolien) zurück ins Spiel bringt.


Die Angst der Qualitätsmedien vor der Realität

Die Aggressionen und Ignoranz in den Medien sind Zeichen der Angst: der Angst vor dem Machtverlust und der sozialen Stellung, doch auch vor der Realität, die man bis dato im Griff seiner politisch korrekten Begrifflichkeit zu haben glaubte.

Der Beweis: Kein einziger Pirinçci-Kritiker geht auf die Bluttat von Kirchweyhe ein, die Pirinçci in dem Aufsatz „Das Schlachten hat begonnen“ thematisiert hatte, der auch im Buch zitiert wird. Im März 2013 hatte in dem Ort bei Bremen ein Migranten-Mob dem 25jährigen Deutschen Daniel S. die Hirnschale und das Rückgrat zertreten – für Pirinçci eine neue Eskalationsstufe im „schleichenden Genozid an einer bestimmten Gruppe von jungen Männern“ – den deutschen. Während der Ermittlungen wurden Zeugen bedroht, der Prozeß endete kürzlich mit lächerlich geringen Strafen – für die deutschen Qualitätsjournalisten war und ist das kein Thema. Ein Muster beginnt sich zu wiederholen, das Margret Boveri 1945 in ihrem Berlin-Tagebuch festhielt, als die deutschen Männer sich vor den russischen Soldaten versteckten. Die „männliche Substanz in Deutschland“, so Boveri, sei „so dezimiert gewesen und in Gefahr, vollends ausgelöscht zu werden, daß die Männer sich notwendigerweise unsichtbar machen mußten, um überhaupt zu überleben“.

Dem Rundfunkredakteur Jochen Grabler von Radio Bremen, ehedem Wahlkampfleiter der hanseatischen Grünen, fiel 2013 nichts Besseres ein, als Pirinçci einen „Haßprediger“ zu nennen und wurde daraufhin von diesem derart vermöbelt, daß er sich, obwohl er in „Deutschland von Sinnen“ als Schandmal des Journalismus aufgeführt wird, nur noch auf dem Medien-Blog von Stefan Niggemeier hervorwagt, in der Kommentarfunktion: „Ihr macht Euch nicht nur lächerlich, ihr verliert obendrein auch noch. Das macht natürlich eine wahnsinnig schlechte Stimmung. Laßt doch mal das pöbelige Rumgemeine und versucht’s doch mal mit Argumenten.“

Haben wir es bei Mangold & Co. mit einer handlungsleitenden Mischung aus inneren Blockaden, Furcht, sozialer und evolutionäre Anpassung zu tun, ist es beim argumentfreien Grabler die pure Dummheit. Er zählt – um im Pirinçci-Jargon zu reden – zur zahlreichen, rotgrün versifften Lumpenintelligenzija. Er spricht ja auch nicht vom hohem Roß herunter, sondern aus der Wärmstube der öffentlich-rechtlichen Medien, von der er hoffen muß, daß sie niemals geschlossen wird, weil er außerhalb mit seinem Nichttalent schwer vermittelbar wäre.

Die ganz besorgten Demokraten schreien nach Gericht und Geheimdienst

Ein drittes Element kommt in einem von Caroline Fetscher und Christian Schröder verfaßten Artikel des Berliner Tagesspiegel hinzu: eine exzeptionelle Bösartigkeit, die ihren Höhepunkt in dem Satz erreicht: „Anders als Breivik, der das Ausagieren von Ressentiment, Haß und Paranoia mörderisch zelebrierte, beläßt es dieser Tobende (Pirinçci – Th.H.) offenbar beim Wort; man muß hoffen, daß auch seine Rezipienten so viel Zurückhaltung aufbringen.“ Offenbar!

Fetscher und Schröder freilich, ganz besorgte Demokraten, belassen es nicht bei der Hoffnung. Der Wink an Justiz und Verfassungsschutz ist unübersehbar. Im übrigen gehen sie auf das Buch gar nicht ein, sondern greifen den Verlag an: „Die zwei Dutzend Autoren der zum Manuscriptum-Verlag gehörenden Edition sind ausschließlich Männer – ältere, verbittert bis weinerlich wirkende Männer, deren Wut sich gegen die immergleichen Gegner wendet: die Emanzipation der Frauen, die Moderne, den Westen.“

Normalerweise lese ich aus Hygienegründen über solche Passagen hinweg, doch hier erlaube ich mir einige Anmerkungen, die Journalistin Fetscher betreffend, die mir vor zwei Jahren bereits aufgefallen war und auch bei diesem Artikel die treibende Kraft gewesen sein dürfte. Erstens kenne ich wenigstens die Bücher des Manufactum-Autoren Frank Böckelmann recht gut. Der Mann ist weder weinerlich noch verbittert, sondern sachlich, unsentimental und lehrreich. Zweitens: Wenn eine 57jährige – pardon – Matrone sich über Männer mokiert, weil diese die 60 überschritten haben, ist das zum Brüllen! Die Gründe aufzuzählen erspare ich mir.

Sexualneid einer alternden Matrone gegenüber einer hübschen Jungen

Drittens ist mir Fetschers unsterblicher Artikel „Kein Sex mit Nazis“ vom August 2012 in Erinnerung geblieben, der ihre Perfidie teilweise wohl erklärt. Darin beschäftigte sie sich mit der Olympia-Ruderin Nadja Drygalla, die ins Visier der Qualitätspresse geraten war, weil ihr Freund politisch sehr weit rechts stand. Fetscher fragte: „Nur weil eine sportliche junge Frau mit einem Neonazi schläft, darf sie nicht mehr für Deutschland bei Olympischen Spielen rudern? Ist das nicht übertrieben?“, und fand, das sei ganz und gar nicht der Fall, denn schnell werden Menschen „von Beischläfern zu Mitläufern“. Und wenn dabei von den Medien „in seltenen Fällen übers Ziel hinausgeschossen wird“, ließe sich das „eher verkraften, als daß das Ziel aus den Augen gerät“.

Sind das tatsächlich die Sätze einer politischen Analystin? Oder handelt es sich nicht vielmehr um die Stutenbissigkeit einer älteren gegen eine jüngere und ausnehmend hübsche Frau? Fetscher vereint die Eigenschaften der Politkommissarin mit der einer Unter-und Bettwäschen-Schnüfflerin. Sie ist der bösartige (emanzipatorische?) Gegenentwurf zur Marschallin aus dem „Rosenkavalier“, die den jungen Octavian (und das erotische Erlebnis mit ihm) schmerzlich-weise der jungen Sophie überläßt. Nebenbei widerlegt sie die modische Irrlehre, daß die Welt eine bessere und menschlichere sein würde, kämen nur mehr Frauen an die Schalthebel der Macht – und an die Tastaturen der Zeitungen.

Ach ja, Pirinçci: Ich teile nicht jede seiner Aussagen und Thesen, und sein Stil bereitet mir Schwierigkeiten. Aber: Er macht die Zustände und ihre Protagonisten bis zur Lächerlichkeit kenntlich. Und das macht Spaß bis zum Brüllen!

Quelle:
http://jungefreiheit.de/kolumne/2014/ueber-pirinci-aengste-und-stutenbissigkeit/

SPENDEN AN MICHAEL MANNHEIMER

Überweisung an:

OTP direkt Ungarn
 Kontoinhaber: Michael Merkle/Mannheimer
 IBAN: HU61117753795517788700000000
 BIC (SWIFT): OTPVHUHB
 Verwendungszweck: Spende Michael Mannheimer
 Gebühren: Überweisungen innerhalb der EU nach Ungarn sind kostenfrei
Seit Jahren arbeite ich meist unentgeltlich an der Aufklärung über die Islamisierung unseres Landes und Europas. Für meine Vorträge bei Parteien nehme ich prinzipiell kein Honorar: niemand soll mir nachsagen, dass ich im Dienste einer Partei stehe. Ich bin radikal unabhängig und nicht parteigebunden. Doch das hat seinen Preis: meine finanziellen Reserven sind nun aufgebraucht. Ich bin daher für jeden Betrag, ob klein oder größer, dankbar, den Sie spenden. Sie unterstützen damit meine Arbeit an der Aufklärung über die Islamisierung und meinen Kampf gegen das politische Establishment unseres Landes.
43 Comments
Oldest
Newest
Inline Feedbacks
View all comments