Vor 100 Jahren löste das verhängnisvollste Attentat der Weltgeschichte den Ersten Weltkrieg der Geschichte aus


 

Beim Attentat von Sarajevo am 28. Juni 1914 wurden der Thronfolger Österreich-Ungarns, Erzherzog Franz Ferdinand, und seine Gemahlin Sophie Chotek, Herzogin von Hohenberg bei ihrem Besuch in Sarajevo von Gavrilo Princip, einem Mitglied der serbisch-nationalistischen Bewegung Mlada Bosna, ermordet. Das Attentat in der bosnischen Hauptstadt löste die Julikrise aus, die schließlich zum Ersten Weltkrieg führte.

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Von Michael Mannheimer, 28. Juni 2014

Was wäre,  wenn das Attentat in Sarajewo (1914) nicht stattgefunden hätte. Ein Gedankenspiel ohne Beweiskraft, das sich dennoch lohnt.

Hätte es dieses Attentat nicht gegeben:

  • wäre der Erste Weltkrieg (der unsinnigste und verhinderbarste  Krieg der Neuzeit) niemals ausgebrochen
  • dann wäre ein Lenin nicht nach Russland zurückgekehrt (dies geschah in einem verplombten Zug des deutschen Militärs)
  • und dann wäre auch der Bolschwismus in Russland nicht mit Milliarden Reichsmark unterstützt worden, um die Menschewiki und Zarentreuen (Gegner Deutschlands im Ersten Weltkrieg), zu besiegen. Diese Rechnung der Deutschen ging auf und mündete im Separat-Friedensvertag von Brest-Litowsk 1917 mit den Russen, der das Ende des Zweifrontenkriegs bedeutete
  • dann hätte es vmtl. niemals des Siegeszug des Kommunismus gegeben
  • und damit auch keinen Sieg Maos gegen die Truppen Tschiang Kai Cheks, der dies ohne die massive finanzielle und materielle Hilfe Stalins nie geschafft hätte
  • es hätte keinen Stalin-Terror
  • und kein kommunistisches China gegeben
  • und damit auch keine 130 Millionen Toten, weltweit verursacht von den Sozialisten binnen neun Jahrzehnten
  • es hätte den blutigen Bürgerkrieg in Spanien nicht gegeben, der durch die Sowjetunion und die Sozialistische Internationale materiell, personell  und propagandistisch massiv unterstützt wurde
  • es hätte keinen Versailler Vertrag gegeben, der die Schuld am WK I allein den Deutschen gab (was falsch ist, wie wir heute wissen)
  • diesen eine finanzielle Wiedergutmachung aufbürdete, die geschichtlich ohne Beispiel war (die letzten Zahlungen endeten erst vor wenigen Jahren, was wenige wissen)
  • seit Urzeiten von Deutschen besiedelte und zum Kaiserreich (Zweites Deutsches Reich) zählende Gebiete (Ostpreußen, Schlesien, aber auch Elsaß Lothringen) den Siegermächten zugeteilt
  • es hätte keine Massenarbeitslosigkeit in Folge der Kriegszahlungen gegeben
  • und damit auch keinen Nährboden für das Aufkommen des Antisemitismus (bei dem man die Juden verantwortlich für das ganze Desaster)
  • und es hätte auch keinen Nährboden gegeben für das Erstarken des Nationalsozialismus, der seine Kraft aus dem Versailler Unrechts-Vertrag, aus den daraus entstehenden Gebietsverlusten für Deutschlands, aus der daraus folgenden Massenarbeitslosigkeit in Deutschland, aus der Bolschewisierung der deutschen Innenpolitik (Spartakusbund, subversive Agitation der KPD etc) und vor allem (auch dies wissen wenige) aus den Gräueln der Sowjets in der Ukraine nährte, was Millionen von KPD-Wählern zur NSDAP trieb
  • es hätte kein Drittes Reich gegeben
  • damit keine Rassengesetze von 1936
  • keinen Angriff auf Polen 1939
  • keinen Holocaust
  • keinen Zweiten Weltkrieg mit 55 Mio Toten
  • aber auch keinen Staat Israel
  • keinen zweiten Unrechtsstaat DDR
  • keinen Kalten Krieg
  • keinen Koreakrieg mit Hunderttausenden Toten
  • keinen Vietnamkrieg (dieser wäre ohne die massive Unterstützung Chinas und später der UdSSR niemals möglich gewesen)
  • dann hätte es auch keine 68er Revolution gegeben
  • keinen Marsch von deutschen Kommunisten durch die Instanzen
  • keine de-facto-Übernahme Deutschlands durch Linke
  • keinen deutschen und westeuropäischen Auto/Rassismus mit Ziel der Zerstörung der Nationalstaaten
  • keine EU
  • und damit hätte es auch keine Islamisierung Deutschlands und Europas gegeben

Wie die Welt heute – ohne die Schüsse am 28. Juni 1914 in Sarajewo  – aussähe, kann jedoch kein Mensch wissen. Und mir ist auch bewusst, dass meine oben genannten Szenarien hypothetisch sind. Doch der 100ste Jahrestag des Auslösers der Ur-Katasdtrophe des 20. Jahrhunderts ist es allemal wert, die neuere Geschichte in ihren diversen Ausprägungen, in ihren Chancen und Tragödien, an sich vorbeilaufen zu lassen. Eine Möglichkeit dazu bietet das von mir gewählte “Was-wäre-wenn”-Szenario allemal. Mögen die Millionen Opfer dieser Krieg nicht umsonst gefallen sein

Michael Mannheimer


 

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