Ethnische Säuberung: ISIS vertreibt alle Christen aus Mossul. Wer nicht geht, “muß mit dem Tod” rechnen”


Ethnische Säuberungen werden von der UN als Genozid gewertet. Nichts anderes ist das, was derzeit in Mossul – vor den Augen der westlichen Welt und vor den Toren Europas – geschieht. Mossul ist mit 2.882.442 Einwohnern (Berechnung 2010) nach Bagdad die zweitgrößte Stadt des Landes und größenmäßig in etwa mit Berlin zu vergleichen. Man stelle sich vor, den Berliner 200.000 Türken würden über Lautsprecher, die auf den Türmen der Berliner Kirchen angebracht worden waren, angekündigt, sie hätten Berlin sofort zu verlassen oder müssten mit ihrem Tod rechnen. Sie könnten wahlweise aber auch zum Christentum konvertieren, dann blieb ihnen der Tod erspart. Genau solches geschieht gerade, just in dem Moment, wo Sie diesen Text lesen, in  Mossul: Die Aufforderungen zum Verlassen der Stadt ertönen über die Lautsprecher der Minarette an den hunderten Moscheen der Stadt. Und jeder Christ weiß, was es bedeutet, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Auf ihrem Weg in die Hauptstadt Bagdad haben ISIS-Rebellen hunderte, wenn nicht tausende “Ungläubige” hingerichtet. Oft unter besonders demütigenden Situationen wurde ihnen in aller Öffentlichkeit der Kopf langsam abgeschnitten, um den Todeskampf der Opfer hinauszuzögern. Oft wurde dies gefilmt und anschließend ins Netz gestellt.Wer nun dies alles dem Westen, vor allem den USA, anlastet, hat zwar eine starke Meinung, aber absolut keine Ahnung über das, was sich (nicht nur) im Irak abspielt:

Denn ISIS verhält sich absolut islamkonform: Nichts anderes hat Mohammed zu Lebzeiten mit “Ungläubigen” getan. Sie wurden aufgefordert, Saudi-Arabien zu verlassen, oder zum Islam zu konvertieren. Wenn sie beides ablehnten, würden sie getötet  werden. Bei ihren Morden an “Ungläubigen” lesen ISIS-Leute oft laut aus dem Koran vor, um die religiöse Legitimierung ihrer Massaker zu demonstrieren. MM

“Der Islam ist ein organisiertes Verbrechen wider die Menschlichkeit!”
Younus Shaikh, pakistanischer Arzt und Menschenrechtler

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19.07.2014

Christen im Irak werden vertrieben. “Ethnische Säuberung in Mossul”

Aus der irakischen Stadt Mossul sind Tausende Christen vor den ISIS-Kämpfern geflohen. Die Extremisten hatten zuvor ein Ultimatum gestellt und die Christen bedroht. Wer die Stadt nicht verlasse, müsse mit dem Tod rechnen, hatten die Islamisten angekündigt. Wahlweise hätten die Christen auch zum Islam konvertieren und eine besondere Steuer zahlen können. In Mossul lebten zuletzt etwa 5000 Christen.

Augenzeugen berichteten, die Christen seien über die Lautsprecher der Moscheen aufgefordert worden, die Stadt bis zum Mittag zu verlassen. Einwohner berichteten, Flüchtlingen seien an Kontrollposten all ihr Geld und ihr Schmuck abgenommen worden.


Flucht ins Kurdengebiet

Viele Flüchtlinge suchten im kurdischen Autonomiegebiet Schutz. “Christliche Familien sind auf dem Weg nach Dohuk und Erbil”, sagte der Patriarch der chaldäisch-katholischen Kirche. Er warnte vor einer menschlichen, kulturellen und historischen Katastrophe. In den vergangenen Tagen seien bereits Häuser von Christen in Mossul von außen gekennzeichnet worden, zitierte ihn ein Nachrichtenportal. Irakische Medien hatten in den vergangenen Tagen berichtet, dass ISIS-Kämpfer von den Kirchen der Stadt die Kreuze entfernt hätten. Auch Häuser der Christen und deren Besitz hätten die Islamisten in Beschlag genommen.

“Dies ist ethnische Säuberung, aber niemand spricht darüber”, sagte der christliche Politiker Jonadam Kanna. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch warnte, ISIS scheine entschlossen, “alle Spuren von Minderheitsgruppen in den Gebieten unter seiner Kontrolle im Irak zu tilgen”.

Statt 1,5 Millionen nur noch 300.000 Christen im Irak

Seit Anfang Juni halten die ISIS-Kämpfer Mossul unter ihrer Kontrolle. Seitdem haben Tausende Christen und andere religiöse Minderheiten die Stadt verlassen.

Im Jahr 2000 lebten noch eineinhalb Millionen Christen im Irak. Im Dezember 2013 waren es nur noch 300.000. Die christliche Minderheit, die seit der Frühzeit des Christentums im Irak lebt, war in den vergangenen Jahren immer wieder Bedrohungen und Angriffen ausgesetzt.

Quelle:
http://meta.tagesschau.de/id/87752/tausende-christen-werden-aus-mossul-vertrieben

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Nachtrag von MM:

Ein gewisser W_W hat zu dieser Meldung einen Kommentar geschieben, der so voll von Realitätsverweigerung und unmenschlicher Verachtung für die Opfer der ISIS ist, dass ich ihn hier zitieren will. In meinen augen kann es sich beim Kommentator nur um einen typisch linken Realitätsverweiger handeln. Ein Moslem scheidet wegen der perfekten Rechtschreibung und des perfekten Deutsch nahezu aus:

Die Räuberpistolen über die ISIS

Die Räuberpistolen über die ISIS werden immer abenteuerlicher, von Tag zu Tag. Einer religiösen Gruppe, die aus Gläubigen besteht und moralische Werte vertritt, wird alles Böse dieser Welt angehängt. Man sollte misstrauisch werden, denn wenn diese Gruppe nicht massiven Rückhalt in der Bevölkerung hätte, dann wäre ihr großer Machtbereich nicht zu halten. Und diesen Rückhalt genießt sie nur, weil sie hohe Anerkennung erhält und sich vorbildlich verhält. Die Menschen erleben die ISIS als Befreier, weil sie sich genau so verhalten und der Religion den ihr zustehenden Platz gewähren. Alles andere kann man getrost in das Reich der Märchen schieben.

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