Journalistenlegende Peter Scholl-Latour tot. Er starb mit 90 Jahren


Das Bild zeigt den Scholl-Latour auf dem berühmt-berüchtigten Flug von Paris nach Teheran im Jahre 1979. Scholl-Latour war einer der wenigen westlichen Journalisten, die Khomeini auf diesem historischen Flug mitnahm. Er begriff genau, mit wem er da im Flieger saß und was dieser Flug für die Welt bedeuten würde: Die Ablösung des Zeitalters der Vernunft durch die Wiederkehr des Zeitalters des Glaubens.  Und er hat recht behalten.

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Ein Nachruf von Michael Mannheimer

Peter Scholl-Latour ist tot. Er starb mit 90 Jahren

Der deutsche Journalist und Autor Peter Scholl-Latour ist am 16. August 2014  im Alter von 90 Jahren gestorben. Scholl-Latour wurde mit Reportagen über ferne Länder weltbekannt und schrieb Bestseller wie «Der Tod im Reisfeld».

Der Nahost-Experte starb im Alter von 90 Jahren nach schwerer Krankheit in Rhöndorf am Rhein, wie der Ullstein-Verlag in Berlin heute mitteilte. Viele seiner mehr als 30 Bücher erzählen von Krisen, Konflikten und Kriegen. Scholl-Latour prägte wie kaum ein anderer das Bild der Deutschen von der arabischen Welt, von Asien und von Afrika.

Im Dritten Reich verfolgt

Scholl-Latours Mutter war getaufte Christin, stammte aber aus einer jüdischen Familie. Fast Ihr gesamtes Leben lang waren nur enge Freunde und Bekannte darüber informiert, dass Sie und Ihre Familie im 3. Reich Verfolgungen ausgesetzt waren, über die er aber nicht gerne sprach. Er wollte sich nicht nach dem Ende der Naziherrschaft wie so viele als Widerstandskämpfer präsentieren.

Scholl-Latour war sicherlich ein Experte für islamische Länder, wenngleich ich überzeugt bin, dass er den Islam nie richtig verstanden hatte. Ob er den Koran gelesen und dessen Botschaft begriffen hat, darüber gibt es keine eindeutigen Aussagen. In gewisser Weise sympathisierte Scholl-Latour sogar mit dem wilden und nach Macht strebenden Wesen der Muslime, die sich von der Gesättigtheit des Westens in seinen Augen so wohltuend abhoben.


Jedenfalls pflegte Scholl-Latour enge Freundschaften zu diversen Moslemführern in aller Welt sowie zu einigen Warlords wie etwa dem afghanischen Hekmatyar, einem der fundamentalsten “Islamisten” der Region, der schon als junger Mann Säureattentate gegen nicht verhüllte Frauen und Mädchen in Kabul durchführte. Ohne solch oft fragwürdige Freundschaften hätte die Journalisten-Legende Scholl-Latour nie an die Geschichten herangekonnt, über die der dann berichtet hatte.

Harte Kritik am heruntergekommenen Niveau des deutschen Journalismus

Am Ende seines Lebens kritisierte er vor allem das miserable Niveau der deutschen Medien.

” Wir leben in einem Zeitalter der Massenverblödung, besonders der medialen Massenverblödung…Wenn Sie sich einmal anschauen, wie einseitig die hiesigen Medien, von TAZ bis Welt, über die Ereignisse in der Ukraine berichten, dann kann man wirklich von einer Desinformation im großen Stil berichten, flankiert von den technischen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters, dann kann man nur feststellen, die Globalisierung hat in der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt. Ähnliches fand und findet ja bezüglich Syrien und anderen Krisenherden statt.” (Quelle)

Diese Entwicklung hält Scholl-Latour für extrem gefährlich – besonders für Europa:

“Ich frage mich, was sich die EU von einer Annäherung der Ukraine erhofft. In Brüssel sollte man sich besser auf eine Konzentration und Konsolidierung ausrichten, statt die Ausweitung nach Osten voranzutreiben. Schon mit der Aufnahme Rumäniens und Bulgariens haben sich die Kommissare in Brüssel übernommen. Käme nun noch die Republik von Kiew hinzu, wo von den Tataren die Wurzeln des heutigen Russlands gelegt wurden und die Bekehrung zum Christentum stattfand, dann würde das aufgeblähte Territorium der fragilen Europäischen Union bis rund dreihundert Kilometer an jenes Schlachtfeld heranrücken, das unter dem Namen Stalingrad berühmt wurde. Haben die Deutschen jedes Gespür für die Tragik der eigenen Geschichte verloren?…” Quelle

Mit Peter Scholl-Latour hat Deutschland eine Reporter-Legende und einen der letzten Weltenerklärer verloren.

 

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