Revolution im Vatikan: Papst Franziskus befürwortet Militäreinsatz im Nordirak


Es ist ein kleines Wunder. Was bis vor wenigen Tagen noch als undenkbar galt, ist heute  es heute nicht mehr. Ausgerechnet Papst Franziskus, dem der Ruf eines Radikalpazifisten vorausgeht, hat seine bis dato zurückhaltende und diplomatische Politik gegenüber dem Islam aufgegeben und befürwortet nun sogar einen Miliäreinsatz (unter UN-Mandat) zum Schutz der religiösen Minderheiten vor den barbarischen sunnitischen IS-truppen im Irak. Damit wird klar, dass überall, selbst in der Kirche, bislang als axiomatisch geltende Grundeinstellungen unter einer Neubewertung der Realität über Nacht aufgegeben werden können. Das lässt hoffen – und zeigt im Fall der Kirche, dass sich im Vatikan, was die Einstellung zum Islam als angebliche Friedensreligion, mehr getan hat als man es für möglich gehalten hat. Es zeigt darüber hinaus, dass auch die Kirche für militärische Maßnahmen ist, wenn nur durch solche noch größeres menschliches Leid abgewendet werden kann. Für Christen bedeutet dies, dass eben nicht nur gilt, die andere Wange hinhalten zu müssen, wenn man auf die eine geschlagen wurde. Doch die neue Haltung des Vatikan  bedeutet nicht unbedingt einen Paradigmawechsel der Kirche. Denn auch Jesus schritt zur Gewalt, als er die Händler aus dem Tempelberg hinauswarf. Viele Christen übersehen, dass auch sie zur Gegenwehr berechtigt sind, besonders dann, wenn es um das nackte Überleben geht. Jede andere Option wäre selbstmörderisch und würde jede Religion und Institution (nicht nur das Christentum ) zum leichten Fraß einer aggressiven und genozidalen Ideologie wie der des Islam machen. (MM)

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FAZ, 19.08.2014

Vatikan vollzieht Kurswechsel: Papst befürwortet Einsatz im Nordirak

Bisher hat sich Papst Franziskus stets gegen militärische Interventionen ausgesprochen und sich stets für rein diplomatische Wege der Krisenbewältigung eingesetzt. Jetzt aber vollzieht er angesichts der sektiererischen Gewalt durch die Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) und die Vertreibung von vielen zehntausend Menschen in Nordirak und Syrien, von Muslimen, Christen und Yeziden gleichermaßen, den Kurswechsel und billigt eine Militärintervention zur Verteidigung gegen die IS-Terrorgruppe.


Auf dem Rückflug von Südkorea sagte er mitreisenden Journalisten:

„In Fällen, in denen es eine ungerechte Aggression gibt, ist es legitim, den Angreifer zu stoppen“. Aber er unterstreiche „das Verb stoppen; nicht bombardieren oder Krieg führen“. So ein „Anhalten“ dürfe auch nicht von einzelnen Staaten ausgehen; hier müssten die Vereinten Nationen eine gemeinsame Lösung finden; denn „man sollte im Kopf behalten, wie oft mit der Entschuldigung, einen Angreifer zu stoppen, ein Eroberungskrieg begonnen wurde.“

Damit geht der Papst auch auf die Wünsche der Gesprächspartner in der Region ein, die sein Sondergesandter Kardinal Fernando Filoni dieser Tage aufgesucht hat. Die von den Dschihadisten besetzten Orte im Nordirak müssten nicht nur befreit, sondern die Bevölkerung müsse nach ihrer Rückkehr vor neuerlichen Angriffen der Terrormiliz geschützt werden, stellte Filoni am Dienstag in einem gemeinsamen Aufruf mit Patriarch Louis Raphael I. Sako fest, dem Oberhaupt der in ihrer Heimat schon fast ausgelöschten chaldäisch-katholischen Kirche. …


Vatikan will Dialog mit Muslimen überdenken

… Kardinal Jean-Louis Tauran, Chef des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog und Leiter der Kommission für die Beziehungen zu den Muslimen, machte kürzlich in einer amtlichen Erklärung die Fortsetzung des Dialogs von der eindeutigen Verurteilung der „unsäglichen kriminelle Handlungen” abhängig, durch die „die Glaubwürdigkeit der Religionen, ihrer Anhänger und Oberhäupter auf dem Spiel“ stehe. „Kein Grund”, erst recht kein religiöser, könne „eine solche Barbarei rechtfertigen”, schrieb Tauran laut Radio Vatikan.

Unverblümt listete Tauran die Verbrechen des „IS” auf:

Massaker an Menschen wegen ihrer Religionszugehörigkeit; die „grauenhafte Praxis der Enthauptung, der Kreuzigung und des Aufhängens von Leichen an öffentlichen Plätzen”; die erzwungene Wahl für Christen und Yeziden, zu konvertieren, eine bestimmte Steuer zu zahlen oder zu flüchten; und damit die Vertreibung „vieler zehntausend Menschen”; die Entführung christlicher und yezidischer Frauen „als Kriegsbeute”; die „barbarische Praxis” der Genitalverstümmelung an Frauen; die Zerstörung christlicher und muslimischer Kultorte; die Besetzung und Entweihung von Kirchen und Klöstern; die Zerstörung christlicher und anderer religiöser Symbole; und die „niederträchtige Gewalt mit dem Ziel, die Menschen zu terrorisieren und sie zu zwingen, sich auszuliefern oder zu flüchten”.

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