Wer die letzten Tage die Wochenzeitung Junge Freiheit gelesen hat, fand eine gute Zusammenstellung der “Volksvertreter” und ihren Sprüchen zu Dresden. Wir haben bis jetzt nicht über PEDIGA berichtet, weil wir selber eine sinnvolle Einordnung für schwer halten und damit die Bewertung noch viel schwerer fällt. Eines ist aber unabsprechlich: die Menschen gehen endlich auf die Straße, weil sie schlicht und ergreifend die Schnauze voll haben und genug Mut besitzen.

PEGIDA : die erste Stufe zur kritischen Masse der BRD beträgt 15.000 Menschen

Was man allerdings aus Dresden lernt, dass die Politiker ab einer Demo mit 15.000 Teilnehmern ihre Meinungen, Ansichten und vorallem die Bewertungen zu den Demonstranten nicht mehr für sich behalten können.  Wir wollen hier diese Zitate des Demokratieverständnises veröffentlichen um zu belegen, wie schnell doch die “Panik” vor einer Gegenöffentlichkeit und einer politischen Gegenströmung um sich greift.

Das "Wunder von Dresden" ist erst der Anfang

Freilich ist das “Wunder von Dresden” wie es im Internet zu lesen ist erst der Anfang eines beschwerlichen Weges. Doch so hoffen wir, dass die Demonstranten der Multiplikator für viele andere sein werden. Eines hat uns Dresden gelehrt, Massenveranstaltungen sind auch heute noch in Deutschland möglich. Dass die “bürgerliche” Schicht sehr wohl in der Lage ist sich auf die Straße zu trauen und dass der Unmut über die deutsche Politik, die Medien, die EU und Zuwanderung sehr wohl stark genug ist, um die Menschen auf die Straßen zu ziehen.

Hoffentlich ist dieses Aufbegehren endlich als Beginn zu verstehen, dass die hiesige Politik nicht am Volk vorbei gestaltet, sondern durch das Volk und mit dem Volk. Die Signale stehen gut, dass Dresden der Auftakt für die Deutschen ist, sich nicht mehr bevormunden zu lassen und zumindest über diese Bevormundung aufzubegehren.

Politikerzitate über PEGIDA

Folgend die Zitate der gewählten Volksvertreter und ihre Meinungen über Menschen, die mit ihrer Politik nicht zufrieden sind:

Yasmin Fahimi, SPD-Generalsekretärin

„Die Kundgebungen der islamfeindlichen Gruppierung ‘Pegida’ sind Gift für das politische Klima im Land. Diese Demonstrationen schüren Haß! Die Organisatoren dahinter treiben ein gefährliches Spiel mit fremdenfeindlichen Ressentiments und tumben Vorurteilen.“

Burkhard Lischka, innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion

„Diejenigen, die nun bei Pegida auf die Straße gehen, eint eine generelle Wut und Unzufriedenheit auf Medien, Parteien sowie alles und jeden. Viele dieser Menschen sind für rationale Argumente nicht empfänglich und lehnen jeden demokratischen Diskurs ab. Daher ist es mehr denn je angebracht, daß sich eine breite zivilgesellschaftliche Allianz erhebt und sagt: Ihr sprecht nicht für uns. Ihr seid nicht die Mehrheit.“

Michael Frieser, innenpolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag

„Hier werden Sorgen ausgenutzt, um unter dem Deckmantel einer demokratischen Demonstration fremdenfeindliche Ressentiments zu schüren. Islam, Islamismus, Flüchtlinge und Zuwanderung werden undifferenziert durcheinandergebracht. Lösungen können aber nur gefunden und erwartet werden, wenn das Problem klar benannt wird. Diffusen Ängsten kann nur schwer begegnet werden. Ich appelliere insbesondere an die Dresdner Mitbürger, deren Stadt ein Symbol für die Schrecken des Krieges wurde. Die Geschichte verpflichtet uns, Menschen, die vor Kriegsgreueln um ihr Leben fliehen, aufzunehmen.“

Daniel Günther, Fraktionschef der CDU im Landtag von Schleswig-Holstein

„Wer in unserer Demokratie eine Debatte über für die Menschen wichtige Fragen mittels derart schwerer Vorwürfe wie des Fischens am rechten Rand zu ersticken versucht, der spaltet selbst die Gesellschaft.“

Thomas Strobl, stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag

„Wenn 15.000 Menschen in Dresden demonstrieren, läßt sich das nicht mit Vereinfachungen und Klischees beiseite wischen. Wir nehmen die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst. Schwarzweißmalerei hilft nicht weiter, von keiner Seite. Klar ist aber auch: Die Angst vor einer Islamisierung ist nicht begründet. Wir müssen unterscheiden zwischen der überwältigenden Mehrheit von knapp 4 Millionen friedlich in Deutschland lebenden Muslimen und einigen tausend radikalisierten Islamisten. Dort, wo Islamisten sich gegen unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung richten, wo sie mit einer Schariapolizei provozieren, stellt sich unser Rechtsstaat entschieden entgegen.“

 

Volker Beck, Bundestagsabgeordneter der Grünen

„Wenn Nachrichtenagenturen ‘asylkritisches Pegida-Bündnis’ schreiben, meinen sie grundgesetzkritisch (vulgo: verfassungsfeindlich), oder? Artikel 16 Grundgesetz . Von wegen Grundlagen des A wie (christlichen) Abendlandes: Abraham & Sarah sind Migranten, die Brüder Josephs die ersten Wirtschaftsflüchtlinge & Jesus ein Flüchtlingskind.“

Bernd Riexinger, Vorsitzender der Linkspartei

“Es liegt in der Verantwortung aller demokratischen Parteien, gegen die fremdenfeindlichen Demonstrationen der ‘Pegida’-Bewegung klare Signale der Abgrenzung zu setzen. Äußerungen, die Verständnis für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit signalisieren, sind fatal. Insbesondere der CSU-Chef Seehofer und AfD-Chef Lucke dürfen sich mit Fug und Recht als Schirmherren von Pegida bezeichnen.”

Christian Lindner, FDP-Bundesvorsitzender

„Die Angst von Pegida vor angeblicher Islamisierung ist absurd. Ich fordere eine republikanische Kultur, in der Religion keine politische Kategorie ist. Wer die Werte des Grundgesetzes akzeptiert, der hat Respekt verdient. An welchen Gott man auch glaubt. Unsere innere Liberalität ist in Gefahr, wenn man Flüchtlingen in Not ihr Recht auf Asyl abspricht.“

Stefan Körner, Chef der Piratenpartei

„Wofür wir aber kein Verständnis haben dürfen, ist die Verbreitung von vermeintlichen, von rechtsnationalistischen und rechtskonservativen Gruppen befeuerten ‘Wahrheiten’, vor allem die Behauptung, Asylbewerber und Flüchtlinge würden uns irgend etwas wegnehmen.“

Quelle:
http://www.fn-saalfeld.info/pegida-die-erste-stufe-zur-kritischen-masse-der-brd-betraegt-15-000-menschen/