Koran bestätigt: “Das Heilige Land gehört den Juden”


 „Und Allah hat Macht über alle Dinge. Und da Moses zu seinem Volke sprach: O mein Volk, besinnt euch auf Allahs Huld gegen euch, als Er aus eurer Mitte Propheten erweckte und euch zu Königen machte und euch gab, was er keinem anderen Volk auf der Welt gegeben hat. O mein Volk, betretet das Heilige Land, das Allah für euch bestimmt hat, und kehret (Ihm) nicht den Rücken; denn dann werdet ihr als Verlorene umkehren.“

Sure 5:20

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Von Wilfried Puhl-Schmidt, im Dezember 2014

Der Koran und das Heilige Land

Seit Menschengedenken ist der Nahe Osten mit seinen Ländern zwischen Nil, Euphrat und Jordan ein Schauplatz von Unruhen und kriegerischen Auseinandersetzungen. In der Mitte des 20. Jahrhunderts nun beginnt der sogenannte Palästina-Konflikt eine zentrale Rolle zu spielen. Muslime in der ganzen Welt beanspruchen Palästina als islamisches, heiliges Land, während doch die Juden bereits 2000 Jahre vor dem islamischen Propheten Mohammed (570 bis 632 n. Chr.) dort ihre gottverheißene Heimat sehen. Große Propheten und Könige prägten dort die ju?dische Kultur Religion und Geschichte. Wem gehört nun Palästina?

Angesichts der immer wieder aufflammenden blutigen Auseinandersetzungen zwischen Juden und Muslimen um den Gazastreifen und das Westjordan-Land möge endlich eine 1400 Jahre alte Schrift ins Gespräch gebracht werden: Allahs Offenbarungen im Koran. Wenn dieses Buch nach dem Glauben der Muslime und nach islamtheologischer Gewissheit der schriftliche Niederschlag verpflichtender Offenbarungen Allahs ist, die ewig und überall gültig sind, dann kann man an diesen Texten nicht einfach so vorbeigehen, auch wenn sie nicht ins politische Konzept passen.

Trotz jahrelanger intensiver Koranlektüre habe ich die politische und theologische Brisanz jener Koranverse übersehen, in welchen der islamische Gott Allah den Juden das Heilige Land bestimmt hat. Von Muslimen ist da nicht die Rede! Um es ganz deutlich zu sagen: Nicht nur der jüdische Gott Jahwe verheißt seinem Volk in ihren Heiligen Schriften das Heilige Land. Auch der islamische Gott Allah spricht diese Verheißung in seiner Offenbarung aus. Im Koran heißt es in Sure 5,20f ausdrücklich, dass das Heilige Land (geheiligtes Land) den Juden versprochen (bestimmt) ist:


„Und Allah hat Macht über alle Dinge. Und da Moses zu seinem Volke sprach: O mein Volk, besinnt euch auf Allahs Huld gegen euch, als Er aus eurer Mitte Propheten erweckte und euch zu Königen machte und euch gab, was er keinem anderen Volk auf der Welt gegeben hat. O mein Volk, betretet das Heilige Land, das Allah für euch bestimmt hat, und kehret (Ihm) nicht den Rücken; denn dann werdet ihr als Verlorene umkehren.“

(Übersetzung von Muhammad Ahmad Rassoul, 1989 Köln)

In allen 14 Koranausgaben, die in meinem Bücherregal stehen, lese ich wörtlich oder inhaltlich dieselbe Übersetzung. Gemäß Allahs Offenbarung gehört also das Heilige Land den Juden! Muslime sind logischerweise aufgefordert, das Land Israel als Heimstätte der Juden anzuerkennen! Trotz unzähliger Zerstreuungen und Verfolgungen sowie trotz mehrfacher Zerstörung Jerusalems haben gemäß Allah die Juden ihr Besitz- und Wohnrecht im Heiligen Land niemals verloren. Allah hat in keiner Offenbarung das Heilige Land dem Mohammed und den Muslimen in naher oder ferner Zukunft zugesprochen.

Auch in Sure 17 Vers 103 offenbart Allah, dass das Heilige Land – je nach Übersetzung – bis zum Tag der Auferstehung bzw. Verheißung des Jenseits den Juden geho?rt:

„ Da beschloss er (Pharao), sie (Juden) aus dem Land zu vertreiben; doch Wir ertränkten ihn und diejenigen, die mit ihm waren, allesamt. Und Wir sprachen nach ihm zu den Kindern Israels: Wohnt in dem Lande; und wenn die Zeit der zweiten Verheißung kommt, dann werden Wir euch als eine gesammelte Schar herbeibringen.“

(Muhammad Ahmad Rassoul)

Es würde Seiten füllen, wenn ich hier die Ausführungen muslimischer Korangelehrter vom 9. Jahrhundert bis heute zitieren wollte. Manche Koranexegeten sehen im „Heiligen Land“ der Juden nicht nur das heutige Pala?stina, sondern auch Syrien, Jordanien und Ägypten. Nach Untersuchungen mir persönlich bekannter Islamwissenschaftler beruht diese Auslegung der hier zitierten Offenbarungen Allahs im Koran auf der Übereinstimmung islamischer Koran-Ausleger sowie islamischer Gelehrter der islamischen Geschichtswissenschaft.

  • Wieso eigentlich werden Allahs Offenbarungen und somit die ewig gültige Lehre und Glaubensgewissheit der Muslime nicht in die politische Diskussion um Palästina einbezogen ?
  • Nehmen muslimische Politiker den Koran erst dann ernst, wenn er ihren ganz irdischen Machtinteressen dient sowie dem politisch korrekten und nützlichen Zeitgeist entspricht ?
  • Stört da der Gott Allah plo?tzlich, vor dem sie sich doch 5 mal am Tag niederwerfen?
  • Wer hat in Gaza die Deutungshoheit daru?ber, ob man Allahs Offenbarungen im Koran ernst nehmen darf oder nicht ?
  • Gilt nur Mohammeds Aufruf, den die palästinensische Hamas in §7 der Pra?ambel ihrer Charta verkündet: „Ihr werdet die Juden bekämpfen, bis einer Zuflucht hinter einem Stein sucht. Und dieser Stein wird rufen: Kommt herbei! Ein Jude hat sich hinter mir versteckt. Tötet ihn!“ ?
  • Verschweigen Imame bei uns in Europa sowie in den Moscheen von Gaza judenfreundliche Offenbarungen Allahs ?
  • Müssen etwa die Theologieprofessoren an der Universita?t in Gaza-Stadt ihren wissenschaftlichen Anspruch bezu?glich der Koranexegese dem Judenhass der Hamas opfern ?
  • Liegt die Betonung ihrer Vorlesungen ausschließlich auf dem genannten Mohammed-Zitat sowie auf jenen Offenbarungen, in denen Allah tatsächlich die Juden beschimpft, verflucht, Feindschaft und Hass über sie streut wie es in den Suren 2,65 und 5,64 sowie 9,30 und 7,166 nachzulesen ist ?

Nicht nur nebenbei sei gefragt, ob nicht in den völlig unterschiedlichen Offenbarungsinhalten möglicherweise Grundfragen an den Islam, an den Koran und an Gott Allah verborgen sind. Müsste man nämlich nicht endlich offen und ohne Bedrohungsszenarien fragen dürfen, wie diese und andere offensichtliche Widersprüche in ein Buch „göttlichen„ Ursprungs gelangten ? Fragen über Fragen, welche aus Angst oder kirchlich-politischer Korrektheit bei Dialogveranstaltungen ausgeklammert werden.

Fakt bleibt jedenfalls: Der Koran sichert Israel sein eigenes Heiliges Land zu ! Insbesondere Israels palästinensische Gesprächspartner, aber auch alle gläubige Muslime der ganzen Welt, sollte diese Tatsache nachdenklich machen !


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