Heute vor 70 Jahren geschah das Inferno von Dresden

Oben: Blick vom Turm der Kreuzkirche auf die durch die Luftangriffe zerstörte Innenstadt Dresdens

Luftangriffe auf Dresden: ein Kriegverbrechen?

Wenige Monate vor Beginn des Zweiten Weltkriegs ergab die Volkszählung vom 17. Mai 1939 für Dresden 629.713 Einwohner. Dresden war damit die siebtgrößte deutsche Stadt. Das Stadtgebiet blieb bis zum August 1944 von Luftangriffen verschont, weil es bis dahin außerhalb der Reichweite und damit der Zielplanungen alliierter Bomber lag. Im Herbst 1944 war Dresden neben Breslau der letzte größere unbeschädigte  Verkehrsknotenpunkt, Wirtschafts- und Verwaltungsstandort des Deutschen Reiches. Ab Herbst 1944 unternahmen die Aliierten Luftangriffe auf Dresden – den Großraum der Stadt. Historisch bekannt wurden besonders die vier Angriffswellen vom 13. bis 15. Februar 1945. Große Teile der Innenstadt und der industriellen und militärischen Infrastruktur Dresdens wurden zerstört. Diese Angriffe verstärkten erheblich die Kritik an der Luftkriegsführung der Westalliierten seit 1942, besonders an der britischen Area Bombing Directive. Historiker diskutieren bis heute, ob diese Flächenbombardements militärisch notwendig und zweckmäßig waren und ob sie ethisch und rechtlich als Kriegsverbrechen zu werten sind.

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Chronik des Bombenkriegs:

13./14./15. Februar 1945 – Die Hölle von Dresden

Am heutigen 13. Februar 2015 jährt sich zum 70. Mal das flammende Inferno von Dresden. Die Stadt, die aufgrund ihrer heute wiederhergestellten barocken Pracht von vielen als „Elbflorenz“ verehrt wird, hatte 1944 ungefähr 700.000 Einwohner; im Februar 1945 kamen hunderttausende Flüchtlinge aus den bereits überrannten Ostgebieten sowie Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter hinzu. Man geht für den Schicksalsmonat von etwa einer Million Menschen in der sächsischen Metropole aus, deren Rolle als Knotenpunkt der Reichsbahn und als Stadt der Kriegswirtschaft zu diesem Zeitpunkt, weniger als drei Monate vor dem 8. Mai, längst ausgespielt gewesen war.

Ist es ohnehin bemerkens- und bedenkenswert, daß der Luftkrieg gegen Deutschland um so heftiger wurde, je näher die Kapitulation rückte, erscheint die sinnlose Zerstörung Dresdens als besonders grauenhaftes Kapitel des Zweiten Weltkriegs.

Operation "Donnerschlag"

Dieses Kapitel hat eine Vorgeschichte, die sich über mehrere Monate hinzog. Im August 1944 schlug Winston Churchill dem US-amerikanischen Präsidenten Roosevelt einen Plan für eine Operation „Donnerschlag“ vor. 100 000 Berliner sollten getötet werden. Explizit hieß es, daß die Bombardierung vor allem Wohngebiete treffen müsse – nicht etwa Rüstungsbetriebe. Berlin wurde tatsächlich knapp 300 Mal bombardiert, wobei 50.000 Menschen starben, aber der große Vernichtungsangriff traf nicht die damalige Reichshauptstadt, sondern Dresden.

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Oben: Vergessene deutsche Opfer des Bombenangriffs auf Dresden

Die Stadt war bis zu jenen verhängnisvollen Tagen im Februar 1945 nicht nur siebtgrößte Stadt Deutschlands, sondern auch die einzige deutsche Großstadt, die noch nicht von Bomberstaffeln heimgesucht wurde. So mancher ihrer Bewohner glaubte und hoffte, die alliierten Strategen schätzten das Kleinod der Kunst und Architektur und würden es verschonen; tatsächlich fehlte es den westalliierten Luftstreitkräften in den Vorjahren schlichtweg an der notwendigen Reichweite.

Hoffnung war indes die einzige Option, denn zu verteidigen war Dresden längst nicht mehr. Jedwede Luftabwehr war beizeiten für östlich gelegenere Rüstungsanlagen abgezogen worden, die wenig verbliebenen Wehrmachtsverbände an die bedrohlich näherrückende Ostfront geschickt. Statt einer Festung glich Dresden einer vollkommen überfüllten Lazarettstadt. Ob im Großen Garten oder um die Elbufer, auf den Plätzen, in den Straßen und Gassen – überall bevölkerten der Roten Armee Entkommene die Stadt.

2.000 Bomben und Luftminen

Auch nur der kleinsten Gefahr einer Gegenwehr beraubt, hatten es die ersten britischen Flieger am 13. Februar 1945 allzu leicht, in aller Ruhe – und bei wolkenlosem Nachthimmel – die Innenstadt zu markieren und auszuleuchten. Das war gegen 22 Uhr, und nur zehn Minuten später fielen mehr als 2.000 Bomben und Luftminen. Das stufenweise Flächenbombardement war eine ab 1942 sukzessive perfektionierte Technik, Schneisen in Häuserblocks und Siedlungen zu schlagen, um den später folgenden Brandbomben einen freien Weg in die Dachstühle und Wohnungen zu verschaffen. Die erste Angriffswelle, besagte Vorhut, dauerte zwar nur eine Viertelstunde, aber 75 Prozent der historischen Altstadt brannten bereits.

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Dresdner Inferno, Luftaufnahme

Bergungs- und Löscharbeiten dauerten vielerorts an, jedenfalls dort, wo Einsatzkräfte noch verfügbar waren, als nur drei Stunden später kanadische und britische Bomberpiloten 650.000 Stabbrandbomben abwarfen. Nun wurden auch bisher verschont gebliebene Stadtteile mit Bombenteppichen belegt. Die zahlreichen Einzelfeuer verbanden sich zu einem beispiellosen Feuersturm. Tausende Menschenleben wurden ausgelöscht: das Feuer verschlang sie, Explosionen zerfetzten sie, oder aber sie erstickten in einem der »Folterkeller der Moderne«, wie Ernst Jünger Luftschutzbunker nannte.

1.800 Sprengbomben und 136.800 Stabbrandbomben gingen auf die Dresdner Bevölkerung nieder

Die Flammen loderten am 14. Februar in der ganzen Stadt; nun hätte es von außen konzentrierter Hilfe bedurft. Allein: Nach Briten und Kanadiern griffen nun die US-Amerikaner in tödlicher Routinearbeit ins Geschehen ein. Geschätzte 1.800 Sprengbomben und 136.800 Stabbrandbomben gingen auf die schutzlosen Menschen nieder.

Und was heute oft vergessen wird: In den Mittagsstunden des 15. Februar griffen US-Bomber erneut an, trotz der bereits erfolgten Zerstörung, trotz der unzähligen Schwerverletzten und Ermordeten in den Trümmern. Ihre Zahl ist bis heute Gegenstand bisweilen zynisch anmutender Geschichtsfälschung (– als ob die Vernichtung einer von Zivilisten, Flüchtlingen und Gefangenen bewohnten schutzlosen Stadt nicht ungeheuerlich genug wäre). Von 25.000 bis 330.000 Toten ist indes beinahe jede Zahl genannt worden; besonders in den letzten Jahren geht die Tendenz im Zeichen eines ideologisch verfälschten Geschichtsbildes zur massiven Verringerung der Opferzahlen; irgendwann wird man womöglich versuchen, die Zahl 15.000 als „belegt“ durchzusetzen.

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Dresden 1945: Was unsere Geschichtsbücher verschweigen

Adenauer: "250.000 Tote"

Dabei gab das Internationale Rote Kreuz in seinem Report of the Joint Relief Committee aus dem Jahr 1948 noch ca. 275.000 Tote an. Der erste deutsche Bundeskanzler, Konrad Adenauer, nannte 1955 „etwa 250.000 Tote“. Der Neue Brockhaus, 1959, führt die Zahl 300.000 ein, Der Spiegel, 1963, 135.000. Die DDR-Geschichtsschreibung einigte sich auf rund 35.000 tote Dresdner und Flüchtlinge. Die Stadtverwaltung Dresden gab nach der Wende (1992) 202.040 Tote an, wobei die Möglichkeit genannt wurde, über 250.000 würde zutreffen (Auflistung: 35.000 identifizierte Opfer, 50.000 nicht identifizierte, 168.000, bei denen es nichts mehr zu identifizieren gegeben habe). An dieser Aufstellung wurde die kritiklose Übernahme von Zahlen beanstandet, die im April 1945 durch NS-Stellen propagiert wurden.

Wolfgang Schaarschmidt, mit einer soliden Studie über Dresden 1945 hervorgetreten (2005), kommt in seiner Analyse der Geschehnisse auf mindestens 100.000, vermutlich aber eher 135.000 bis 150.000 Tote. Schaarschmidt gegenüber steht in der Forschung beispielsweise Richard Overy, aber auch Jörg Friedrich, der die Konsequenzen der Barbarei des Bombenkriegs mit zwei Werken überhaupt ins Bewußtsein zahlreicher Deutscher rückte. Friedrichs Standardwerk Der Brand nennt 40.000 Opfer. Erst danach setzt – zeitlich gesehen – die bewußte oder unbewußte Verhöhnung der Bombenopfer ein:

Offiziell nur 25.000 Tote

Die „Korrektur“ der Opferzahlen durch zeitgeistkonforme Geschichtswissenschaft, Politik und weite Teile der Medienlandschaft. Spiegel online („Ende der Legenden“, 2008) berichtet von maximal 25.000 Toten („wahrscheinlich weniger“), kurz darauf, im Jahre 2010, gibt eine offiziöse „Historikerkommission“ unter medialem wie politischem Kopfnicken dieselbe Zahl an. Diese Schätzung der Kommission überrascht nicht, waren verschiedene Mitglieder doch bereits im Vorfeld wiederholt mit dieser Hypothese hervorgetreten.

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Dresden: Ganze Straßenzüge waren von Leichen gesäumt

Während Kritiker der apodiktisch festgelegten 25.000 Bombenopfer (man erinnere sich: bei über 1.000.000 Menschen, die sich während des Feuersturmes in Dresden aufhielten) reflexhaft und künstlich empört des Geschichtsrevisionismus geziehen werden, während die bloße (und ohne weiteres begründbare) Annahme höherer Opferzahlen bereits als unstatthaft und extremistisch diffamiert wird, können zum Teil Bundes- und Landtagsparteien nahestehende Jugendorganisationen in trauter Gemeinschaft mit linken Gewalttätern das Loblied der Massenmörder singen.

Das vom bloßen Ressentiment in regelrechten »Selbsthaß« umgeschlagene Empfinden entlädt sich in Dresden und anderswo in Vernichtungsphantasien, deren zutiefst menschenverachtender Slogan »Bomber Harris, do it again!« im Februar 2014 gar zum »Bomber-Gate« der Piratenpartei führte.

Dresden-Bombing

Brachten Tod und Vernichtung: Die Bomber der Aliierten

Gemeint ist ebenjener Sir Arthur Harris, der im Herbst 1944 die sächsischen Großstädte Chemnitz, Leipzig und Dresden für »unbedingt zerstörungsbedürftig« befand – und sie in der Folge tatsächlich weitgehend zerstören ließ. Daß er sich mit keinem Geringerem als Winston Churchill dabei einig war, beweist nicht zuletzt dessen Forderung (vor dem deutsch-sowjetischen Waffengang und seinen genozidalen Folgen) nach dem »absolut verwüstenden, vernichtenden Angriff gegen das Nazi-Heimatgebiet«. Dieser Wunsch der auch von vielen Konservativen bewunderten Persönlichkeit ging bekanntlich in Erfüllung; zehntausende Menschen verloren ihr Leben. Alleine auf dem Dresdner Heidefriedhof liegen mindestens 20.000 begraben.

Dort stehen auf einem Gedenkstein für die Opfer der Luftschläge die Zeilen des jüdischen Dresdners Max Zimmerings:

Wieviele starben? Wer kennt die Zahl? / An Deinen Wunden sieht man die Qual / Der Namenlosen, die hier verbrannt / Im Höllenfeuer aus Menschenhand

Heute wird auf dem Heidefriedhof, ausgerechnet am 70. Jahrestag der vorsätzlich herbeigeführten Katastrophe, keine offizielle Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung stattfinden. Aus Anlaß des Besuches von Joachim Gauck wolle man andere Wege der Erinnerung finden. Wie solche andere Wege im Deutschland des Jahres 2015 aussehen sollten, verrät ein grüner Politiker:

Schön wäre es, wenn ein Fest wie ‘Dresden ist bunt’ ein jährlich wiederkehrendes Ereignis würde, für ein weltoffenes und demokratisches Dresden.

Literaturhinweise:
Wolfgang Schaarschmidt: Dresden 1945. Daten – Fakten – Opfer, 272 S., 19,90 € hier bestellen
Günter Zemella: Warum mußten Deutschlands Städte sterben? Eine chronologische Dokumentation des Luftkrieges gegen Deutschland 1940-1945, 648 S., 24,90 €  hier bestellen
Jörg Friedrich: Brandstätten.
Der Anblick des Bombenkriegs, 240 S., 25 € – hier bestellen
Jörg Friedrich: Der Brand. Deutschland im Bombenkrieg 1940-1945, 589 S., 10,95 € – hier bestellen
Benedikt Kaiser: „Die letzten Tage der Zerstörung – Bombenkrieg 1944/45“, in: Sezession 63, Dezember 2014, S. 30-35 – hier bestellen
Björn Schumacher: Die Zerstörung deutscher Städte im Luftkrieg, 344 S., 24,90 € hier bestellen

 

Quelle:
http://www.sezession.de/48399/chronik-des-bombenkriegs-13-14-februar-1945-die-hoelle-von-dresden.html#more-48399

Fotos und Zwischenüberschriften von Michael Mannheimer


14 Kommentare

  1. Es gibt meines Wissens in der Geschichte der Menschheit kein Ereignis, bei dem mehr unschuldige Zivilisten an einem Tag ermordet wurden als in Dresden am 13. Februar 1945.

    Und wir wollen uns auch immer an die Tiefflieger erinnern, die an den darauffolgenden Tagen bei den Elbwiesen Jagd auf die Überlebenden des Bombenholocausts gemacht haben.
    Es ging den Angelsachsen NUR um Zivilisten; alles war darauf ausgerichtet, möglichst viele Menschen zu ermorden!
    https://killerbeesagt.wordpress.com/2015/02/13/bombenholocaust-in-dresden-1945/#comments

  2. Danke für diesen wichtigen Beitrag. Ich habe mich dank solcher Artikel längst von den Systemmedien abgewandt und vermisse nicht nur nichts, sondern muss mich nicht täglich über linke Lügenartikel ärgern.

    Heute gedenke ich den Dresdnder Opfern im Kreise meiner Familie. Ich habe den Artikel meinen Kindern vorgelesen, die von dieser Episode nichts wussten.

  3. Guter und informativer Artikel. Ich sehe heute, dass wir dieses Inferno deutschen Sozialisten zu verdanken hatten.

    Denn Hitler und die NSDAP waren Linke - und keinesfalls Rechte, wie uns weiszumachen versucht wird.

    Heute haben seine Nachfolger zum Todesstoß gegen Deutschland ausgeholt. Deutschland soll vernichtet werden.

    Wir müssen alles tun, diesen Paln in letzter Sekunde zu vereiteln.

  4. am besten war heute in der kirchenansage für dresden das betroffenheitsgesicht von fatima roth die ganz vorn und neben mazyek sass.

    das die grössten deutschenhasser so heucheln ist wirklich ekelerregend.
    Wie krank müsen die sein.
    Ich habe ja schon in der unteren politikebene gearbeitet und fand die leute extrem schlimm. Aber in der oberen ebene müssen die wirklich völlig "mir fällt dazu kein wort ein" sein.
    Selbst das wort psychopathisch scheint da harmlos.

    Und ich glaube die bilderbeger müssen aliens sein. Wesen die nichts ggü einem menschen fühlen 😉

  5. @

    Peter Cellibi
    Freitag, 13. Februar 2015 19:56
    3
    ........
    Denn Hitler und die NSDAP waren Linke .......

    ++++++++++++++++++++++++++++++++
    das ist ein problem. Auch ich habe jahre(nach beginn das ich mich damit beschäftige) gebraucht und eine besondere begegnung mit linken, um das zu verstehen.

    Leider besitzen schülerlinke nicht das gehirn um das jemals zu begreifen.
    Genau dafür liegt das lernmonopol gleich nach dem gewaltmonopol in einer diktatur immer beim staat. Vll steht ja bald in den geschichtsbüchern das christel columbus schwul war. Würde mich nicht wundern. Ben Hurs kumpel messala war ja auch schwul. In 5 jahren auch Ben :-))

  6. Es werden jede Menge Filme und Dokumentationen gedreht über die "Titanic" . ca. 1500 Frauen und Kinder , auch ein paar Männer , kamen 1912 beim Untergang ums Leben . 🙁

    1945 wurden drei Passagierschiffe , die Gustloff - die Steuben - und die Goya , von russischen U-Booten in der Ostsee versenkt . Mit Torpedos abgeschossen ! Auf diesen Schiffen befanden sich nur Flüchtlinge aus dem Osten . Fast nur Frauen , Kinder und alte Menschen .

    RUND 20.000 MENSCHEN FANDEN DAMALS DEN TOD ! ERMORDET ! ! ! !

    Aber am Fernseher habe ich noch NIE etwas davon gesehen oder gehört !

    AUCH DAS HABEN WIR UNSEREN "BEFREIERN" ZU VERDANKEN !

    Roosevelt - Churchill - Lenin und Stalin . . . . . die größten Verbrecher aller Zeiten !

  7. Zu Komm. 6

    ....sie wussten daß sich an Bord dieser Schiffe nur Flüchtlinge aus den Ostgebieten befanden . Und trozdem hat man sie versenkt !

    ERMORDET......es waren ja nur Deutsche .

  8. Von 25.000 Opfern wurde gerade im Heute-Journal im ZDF gesprochen.... Dann wundern sich die GEZ-bezahlten, das sie mit "Lügenpresse" bedacht werden....

  9. Man könnte nur kotzen, bei solch einer Selbstbekinkelung, die von den Linken, Grünen und sonstigen Politikschweinen betrieben wird. Dieses Kriegsverbrechen, ein Massaker mit 300000 Zivilen Opfern wurde nie bestraft. Bomber wie Harris noch heute als Helden gefeiert. Und Deutschland duckt sich hündisch und schämt sich seiner "Ewigen" Schuld. Krank ist das und dieses Land verkommt mehr und mehr zu einer Kloake!

  10. "besonders grauenhaftes Kapitel des 2.WKR."
    Lass dieses blödsinnige Rating. Was war dann Warschau für ein Kapitel? Die Lustige Einlage? Und Stalingrad? Eine Keilerei? Natürlich sind 25.000 tote Zivilisten eine Tragödie. Aber Dresden ohne WK2 Kontext und den millionenfachen Naziverbrechen zu bewerten ist verblendet.

  11. @ Leonidas #11

    Wer rechnet denn jetzt die Opfer gegeneinander auf?
    Das sind doch Sie!

    Wollen Sie eine angebl. Kollektivschuld aufwärmen? Gibt es für Sie gute und schlechte, richtige und falsche Opfer?

    Außerdem war nicht nur Dresden betroffen. Sondern die Alliierten überzogen ganz Deutschland mit Bombenteppichen.

    Dürfen denn die Deutschen nicht um ihre Opfer trauern?

  12. "Dürfen denn die Deutschen nicht um ihre Opfer trauern?"

    Ich möchte es mal so erklären.
    Dem Deutschen sagt man "Nein" und er fügt sich, einem anderen Volk würde man erst gar nicht "Nein" sagen.

    Wie hieß der Deutsche, der nur mit Polizeischutz beerdigt werden konnte???
    Sowas gibt es halt nur bei den Deutschen in Deutschland.
    Wenn die heiligste Zeremonie der Deutschen in Deutschland nicht mehr möglich ist, dann sind die Deutschen daran Schuld, WEIL SIE NICHTS DAGEGEN UNTERNEHMEN und nicht die Paar Täter (noch), die rausgeworfen gehören.

  13. Kokomiko
    Freitag, 13. Februar 2015 19:50

    "Es gibt meines Wissens in der Geschichte der Menschheit kein Ereignis, bei dem mehr unschuldige Zivilisten an einem Tag ermordet wurden als in Dresden am 13. Februar 1945."

    Doch! Hiroshima und Nagasaki. Das waren auch keine militärischen Ziele.

    Man muß nicht darüber diskutieren, daß 1933 - 1945 unglaubliche Verbrechen begangen wurden - von allen Beteiligten. Hier kann man nur sagen, wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein.
    Offenbar werfen einige mit Steinen. Und uns wird kurzerhand das Recht abgesprochen, auf die Verbrechen gegen Deutsche auch nur hinzuweisen, auch wenn es etwas besser zu werden scheint. Immer ist dann von Relativierung die Rede, doch würde man das bei einem Mörder akzeptieren, der darauf hinweist, es gäbe doch Leute, die zwei Menschen getötet hätten? Wohl kaum.

    Für mich ist es ganz einfach: Allein die Wahrheit zählt. Wer das nicht erträgt, ist ein Lügner.

    In Dresden wird also erinnert. In den Nachrichten habe ich den Eindruck gewonnen, daß das dort geschehene Verbrechen nicht thematisiert wurde. Stattdessen wurde für Toleranz geworben. Verstanden habe ich die Logik nicht. Toleranz gegenüber nichtdeutschen Kriegsverbrechern? Ausländern? Muslimen? Was hat die Zerstörung Dresdens bitteschön mit einem Mangel an Toleranz zu tun?
    Dann sagt der Gauck auch noch, man dürfe das Geschehen nicht für seine Zwecke instrumentalisieren. Aha, und die Politiker tun das nicht? Augenwischerei.

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