Großartige Kubitschek-Rede in Dresden – 15 Minuten, die unter die Haut gehen

kubitschek_media02

Während seines Germanistik-, Geographie- und Philosophiestudiums an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg war Kubitschek Redakteur der Jungen Freiheit und Mitglied in der Deutschen Gildenschaft (DG), einer bündischen Studentenorganisation. 1996 beteiligte er sich mit der von ihm gegründeten „Aktionsgemeinschaft Paulskirche“ an den Protesten gegen die Wehrmachtsausstellung. Zwei Jahre später war er als Leutnant der Reserve in Sarajevo stationiert und führte dort einen Einsatzzug des Bataillons für Operative Information 950. Über seinen Einsatz schrieb er zusammen mit Peter Felser das Buch Raki am Igman. Kubitschek gründete im Jahr 2000 zusammen mit Karlheinz Weißmann das Institut für Staatspolitik (IfS), das die ideelle und finanzielle Förderung rechtskonservativer Ideen und Personen zum Ziel hat. Diesem Zweck dient auch die Zeitschrift Sezession, ein zweimonatlich erscheinendes Magazin, das seit April 2003 herausgegeben wird und dessen verantwortlicher Redakteur Kubitschek ist. Seit 2002 ist er Geschäftsführer des Verlages Edition Antaios, der mit dem Institut für Staatspolitik verbunden ist.

***

 

Kubitschek-Rede in Dresden – 15 Minuten, die unter die Haut gehen

Am 9. Februar fand auf dem Dresdener Neumarkt die erste Pegida-Kundgebung vor knapp 5000 Teilnehmern nach dem Zerwürfnis des Orga-Teams statt. Einer der Höhepunkte des denkwürdigen Abends war die Rede von Götz Kubitschek vom konservativen Magazin Sezession, die viele Zuhörer wegen ihrer eindringlichen Worte sehr beeindruckte und von der wir bereits ein kurzes Video gezeigt haben. Jetzt liegt das Video seiner gesamten Rede vor, wie immer stimmungsvoll vertont und geschnitten von Aufbruch-Videos, das wir hier im Anschluss an den deutschen Redetext und vor der englischen Übersetzung präsentieren. 15 Minuten, die unter die Haut gehen:

Guten Abend Dresden!

Ich freue mich, daß ich heute hier sprechen kann. Für die Leipziger LEGIDA konnte ich zwei Mal zum Mikrofon greifen, und ich muß sagen: Die Rahmenbedingungen dort sind ein wenig – speziell: Ich war fünf Mal als ganz normaler Spaziergänger hier in Dresden dabei, meine Frau war mit, einige meiner Kinder auch: Das war friedlich, das war eine bürgerliche, ernste Unmutsäußerung über den Problemstau in unserem Land und über unsere berechtigte Zukunftssorge.

Das bißchen Gegendemonstration, das bißchen linkes Krakeelen: Das ist so etwas wie der Verkehrslärm an einer belebten Straße – es ist lästig, es gehört irgendwie zur Stadt dazu, und man gewöhnt sich daran.

In Leipzig ist das anders: An diesen linken Haß auf das eigene Volk, diesen Haß auf das eigene Land, diesen Haß auf die eigenen Vorfahren, die eigene Kultur und die eigene Haut kann man sich nicht gewöhnen. Der Gang zur Demonstration ist ein Spießrutenlaufen und der Heimweg ist ein Spießrutenlaufen. Polizisten und LEGIDA-Teilnehmer werden angegriffen und verletzt, Gleisanlagen werden beschädigt, Kontainer brennen, Schaufenster werden entglast und Autos demoliert. „Nie wieder Deutschland“ hallt es aus jeder Gasse.

Es sind nicht die Einwanderer, die da stehen und toben – es sind unsere eigenen Landsleute. Soviel Selbsthaß! Soviel maßlose Verachtung des Eigenen! – So also sind die Leipziger Rahmenbedingungen, und wir alle wissen, daß die Politik in Gestalt des Leipziger Oberbürgermeisters Burkhart Jung diese Rahmenbedingungen nun auf verblüffend freche Art und Weise geändert hat:

LEGIDA darf heute nicht spazierengehen. LEGIDA darf noch nicht einmal eine stationäre Kundgebung abhalten. Nein: Die linken Schlägertrupps haben den polizeilichen Notstand herbeigeprügelt. Der Staat ist nicht mehr Willens oder in der Lage, das Demonstrationsrecht durchzusetzen.

Die Politik hat sich damit dem linksradikalen Straßenterror ergeben. Es gibt – glücklicherweise – genügend offizielle Stimmen, die dieses Einknicken vor dem Mob für einen schweren Fehler halten. Die kommenden Tage werden zeigen, ob der Staat sein Gewaltmonopol verteidigen möchte oder nicht.

Was ich aber seit Wochen vermisse: ein klares Wort gegen diejenigen, die dem linken Pöbel den Rücken stärken. Viele halten diese linke Gewalt noch immer für etwas moralisch Legitimes, für einen notwendigen und guten Kampf gegen irgendetwas Böses in uns Deutschen. Diese stillen oder weniger stillen Unterstützer der linksradikalen Schläger versammeln sich in Kirchen oder auf Mahnwachen, sitzen in Redaktionsstuben und Parlamenten. Sie verdrehen die Tatsachen, verdrehen das, was jeder sehen kann, der auch nur ein einziges Mal auf einem Spaziergang der LEGIDA oder der PEGIDA dabei war.

Ich will genau dieses Offensichtliche heute unmißverständlich klarstellen: Für die Absicherung unserer Spaziergänge in Dresden oder Leipzig könnten zwei Dutzend Verkehrspolizisten ausreichen! Denn von uns geht keine Gewalt aus. Das war von Anfang an das Bekenntnis der PEGIDA, und das war von Anfang an auch das Bekenntnis der LEGIDA.

Daß wir nun aber 1000, 2000 oder noch mehr Polizisten auf den Straßen sehen, liegt einzig und allein an der linken Gewalt. Die Polizei muß zu unserem Schutz mit vereinten Kräften antreten. Die Polizisten stehen dabei mit dem Rücken zu uns, weil sie wissen, daß wir ihnen nicht in den Rücken fallen. Die Polizei muß denjenigen die Stirn bieten, die uns hassen. Das zeigt jeder Filmbericht und das zeigt jedes Foto.

Es ist für uns alle hier nicht besonders tröstlich, daß wir die mäßigende Kraft des Lebens kennen: Fast alle, die uns grölend und pöbelnd gegenüberstehen, führen in zehn Jahren ein ziemlich normales, meist sogar ziemlich bürgerliches Leben.

Warum ist das kein Trost? Es ist kein Trost, weil diese Leute eine bestimmte Ideologie in ihren Beruf und in unsere Gesellschaft hineintragen. Diese Ideologie ist im Kern das, wogegen PEGIDA und LEGIDA und alle anderen protestierenden Städte seit Monaten auf die Straße gehen. Diese Ideologie lautet: „Der Mensch, wie wir ihn kennen, gefällt uns nicht. Wir wollen einen neuen Menschen.“

Wenn wir gründlich darüber nachdenken, weswegen wir heute auf dem Neumarkt stehen, dann fallen uns viele einzelne Punkte ein. Diese einzelnen Punkte kann man aber zusammenfassen in einem scharfen Gegensatz zur linken Ideologie vom neuen Menschen. Wir setzen folgenden Grundsatz dagegen:

„Wir wollen keinen neuen Menschen. Wir wissen, daß jede Suche nach einem neuen Menschen ein rücksichtsloses Experiment ist. Wir wissen, daß diese Experimente immer verheerende Folgen haben.“

Ich muß hier nun nicht die großen Katastrophen zitieren: das kommunistische, das sozialistische und das nationalsozialistische Experiment an einem neuen Menschen. Diese Experimente endeten allesamt verheerend, endeten allesamt in Blutbädern und Knochenmühlen, und welche Stadt wüßte das besser als das zerstörte Dresden?

Für heute soll es genügen, die heutigen Katastrophen aufzuzählen:

• Die Ideologie unserer Zeit möchte keinen Unterschied mehr zwischen Mann und Frau anerkennen. Es gibt also nicht nur zwei Geschlechter, sondern fünfzehn oder zwanzig. Was für ein schäbiges Experiment, was für ein teures Hirngespinst! Wollen wir das?

• Die Ideologie unserer Zeit hält Erziehung und Bildung für überflüssig. Erziehung ist Unterdrückung, Bildung ist Quälerei. Wohin soll das führen? Es führt in die Oberflächlichkeit ganzer Schülergenerationen, es führt in eine völlige Unkenntnis über die Geschichte und die Identität unseres Heimat. Wollen wir das?

• Die Ideologie unserer Zeit hat einen Narren gefressen an der Bereicherung Deutschlands durch ungebremste Masseneinwanderung: jeder Ankömmling ist ein potentieller Facharbeiter, jeder Ausländer macht unser graues Land bunter und fröhlicher. Was für ein schrecklicher Irrtum!

Bautzen, Hameln, Lüneburg – das sind nur drei Ortsnamen aus den letzten Wochen: Dort ist das fröhliche Experiment umgeschlagen in einen Alptraum für die Deutschen, und die Beispiele aus den vergangenen Jahren gehen in die hunderte. Wollen wir das?

• Die Ideologie unserer Zeit wird – dies als letztes Beispiel – ausgebrütet und getragen von einer politischen Klasse, die meilenweit von der Lebenswirklichkeit der Bürger entfernt ist.

Es ist unser gutes Recht, uns nicht mehr vertreten zu sehen von Leuten, die in ihrem Leben nie etwas anderes getrieben haben als das ziemlich schmutzige Geschäft der Parteipolitik: Schachern um Posten, Diffamierung des Gegners, ein Denken in Wahlperioden: Wollen wir das?

Nein, wir wollen das alles nicht. Eine Orientierung am Volkswohl und am Staatswohl sieht anders aus! Eine gute Politik experimentiert nicht. Eine gute Politik darf uns nicht überfordern. Eine gute Politik muß den langsamen Wandel unseres Landes im Griff haben. Das große Experiment vom neuen, globalisierten, jederzeit austauschbaren Menschen ohne Heimat ist unseren Politikern über den Kopf gewachsen.

Offene Grenzen, europäische Schuldenlast, Überfremdung: Unsere Politiker haben unser Land nicht mehr im Griff. Das mindeste, das wir fordern lautet also: Schluß mit allem rasanten Umbau, Schluß mit dieser rasenden Beschleunigung ins Auswegslose, Schluß mit diesem Experiment, dessen Versuchskaninchen wir sind:

Wir alle brauchen Zeit, um uns vom neuen Menschen zu erholen. Wir brauchen Zeit, um in diesem Irrenhaus aufzuräumen. Wir brauchen Zeit, um zu uns selbst zu kommen. Denn unser Volk hat das Eigene beinahe vergessen. Diese Verachtung des Eigenen muß ein Ende haben. Wir müssen die Verteidigung des Eigenen auf unsere Fahnen schreiben. Wir alle hier sind bereit, als der immer gleiche, gute alte Mensch unser Bestes zu geben!


 

Englische Übersetzung:

Good evening Dresden!

I´m glad to speak to you today. For two times I was speaking in Leipzig at „LEGIDA“ and I must say: The conditions there are a little bit – special. For five times I was here in Dresden as a common walker. I was here with my wife and some of my children, too. It was friendly, a civil and serious complaint about the problems in our country and the legitimate concerns about our future.

This little bit of counter-demonstration, this little bit of left wing screaming: That´s like the noise from the traffic on a busy road – it´s annoying, it´s a part of the city and you get used to it.

In Leipzig, it is quit different: The left wing hate for their own people, their own country, their own ancestors, their own culture and their own skin – you´ll never get used to it. The way to the demonstration and the way home is like running the gauntlet. Police man and LEGIDA participants will be attacked and violated, railway tracks will be damaged, containers are burning, shop windows will be devitrified and cars demolished. „Germany never again!“ it echoes from every alley.

But not the immigrants are those who stand and scream there – There are our own countrymen. So much self-hatred! So much boundless contempt for their own! Well, now you know the conditions in Leipzig. But now, the conditions are changed by the policy, in person of mayor Burkhard Jung, in a stunning cheeky way:

LEGIDA is not allowed to walk today. They´re even not allowed to stage a stationary rally. No: The police emergency was caused by the action of left wing thugs. The state isn´t willing or unable to enforce the right to demonstrate.

The policy has capitulated for the radical left wing terror on the streets. But there are – fortunately – a lot of public voices which identify this bowing to the mob as a big mistake. The following days will show whether or not the state wants to defend his monopoly of power.

Anyway, what I´m missing since a couple of weeks is a clear statements against those who support the left wing rabble in every way. For a lot of people there is still something ethical within this left acts of violence, like a necessary and „good“ fight against something evil in all of us Germans. Those more or less quiet supporter of the left perpetrators meet at churches or vigils, they sit at the editorial offices and parliaments. They give a false colour to everything and everybody who has ever joined just one walk of LEGIDA or PEGIDA knows that.

This is exactly what I want to point out as clear as possible today: To guard our walks in Leipzig or Dresden you don´t need more than 2 dozens of policemen to regulate the traffic! The reason: There is no violence going out from us. This was, from the very first day on, the commitment from PEGIDA and LEGIDA, too.

The only reason you can see 1.000, 2.000 or even more policemen on the streets is the violence from left. To protect us, the police has to act with all their power. They had their backs turned to us because they know we´ll never stab them in the back. They have to defy those who hate us. This is shown on every picture and every film contribution.

To know the moderating power of life is not very comforting: Almost all of them, who facing us blaring and swearing today, will lead an ordinary, almost even a very bourgeois life.

Why it isn´t a comfort? It isn´t comforting because this people will place a certain ideology to their jobs and in our society. Against this ideology PEGIDA, LEGIDA and all the other cities protest since months. This ideology says: „The human being as we know him, we just dislike him. We prefer a new one.“

If we reflect carefully why we´re here at the „Neumarkt“ today, we´ll find a lot of single reasons. But you can summarize all this single points to one clear statement against the left ideology of the new human being. We´re here to counter them the following principle: „We don´t want a new human being. We know, every search after a new human being is a ruthless experiment. We know, this experiments always will have disastrous consequences.“

I don´t need to point out all the big disasters: The communistic, socialistic and the national-socialistic experiment to build a new human being. All of those experiments were ended up disastrous in a bloodbath and bone mill and which city does know it better than the destroyed Dresden?

For today it should be enough to list the present disasters:

• The ideology of our time doesn´t want to accept the difference between man and woman anymore. They say there are not only 2 but 15 or 20 different genders. What a shabby experiment, what an expensive phantasm! Do we want this?

• The ideology of our time means education and upbringing is unnecessary. Upbringing is oppression and education is torture. Where does it leads to? It leads to superficially of entire generations of pupils, it leads to a deep lack of knowledge about the history of our country and its identification. Do we want this?

• The ideology of our time is crazy about the enrichment of Germany through unrelenting mass immigration: Every arrival is a potential skilled worker, every foreigner makes our grey and sad country more colored and happier. What a terrible error!

Bautzen, Hameln, Lüneburg – These are only three names of cities you´ve heard often during the last weeks: The happy experiment is changed there into a nightmare for the Germans and the examples over the last few years count a three-digit number. Do we want this?

• The last example: The ideology of our time is hatched and carried by a political class which is mails away from the everyday reality of their citizens.

We have every right to complain that we don´t feel represented by persons who has never done something different as the quite dirty business of party politics: Haggling about party positions, deformation of the enemy, thinking in election periods. Do we want this?

No, we don´t want this at all. We prefer a policy which is orientated towards the welfare of the people and the state. This is something quite different. A good policy doesn´t make experiments. A good policy must not overcharge us. A good policy has to handle the slowly change of our country in a responsible manner. The big experiment of new globalized, always replaceable human being without a home is no longer to handle for our politicians.

Open borders, european debt burden, foreign infiltration: Our politicians are not able to cope the problems of our country anymore. The least we demand: End the rapid conversation of everything, end the rapidly speed-up into the hopelessness, end this experiment what we have to suffer like a guinea pig!

We all need time to recover from this „new human being“. We need time to clean up this madhouse. We need time to find the way back to ourselves because our people has almost forgot their own. This contempt has to come to an end. The defence of the own has to be our declared goal. All of us are prepared to give our very best as the same, good old human being!


3 Kommentare

  1. Der Mann hat 6 (in Worten: sechs) Kinder mit einer (!) Frau! Wahnsinn! Hochachtung!

  2. Götz Kubitschek ist in zweiter Ehe verheiratet und hat 7 Kinder. Er ist nach Wiki wohl als Rechtskonservativer zu beschreiben, hat sich aber vehement von der NPD distanziert und sich mit einem gewissen Molau angelegt. Er ist Publizist und Verleger der Neuen Rechten und schreibt für die Junge Freiheit.

    Der heutige Zeitgeist würde ihn als Rechten oder Rechtsextremen hinstellen, für Ralf Jäger wäre er ein Nazi.

    Ich habe seine Rede genau gelesen und finde nicht ein i-Tüpfelchen, den Mann als Rechten zu diffamieren. Er artikuliert voll und ganz meine Meinung und bekommt dafür einen herzlichen Applaus.

Kommentare sind deaktiviert.