Die Griechen halten sich nicht an Recht und Gesetz

Die griechische Regierung hat erstmals eine konkrete Zahl für Reparationen genannt. Laut übereinstimmenden Medienberichten verlangt Griechenland von Deutschland sagenhafte 278,7 Milliarden Euro. Das steht im Widerspruch zu allen EU-Verträgen mit Griechenland und zu internationalen Verträgen und Abmachungen, die die Zahlungen Deutschlands für das vom Dritten Reich begangenes Unrecht juristisch ein für alle Mal erledigt hat.

Tsipras ist ein Wortbrecher. Damit ist er als Staatsmann unglaubwürdig geworden

Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern. Das ist wohl das Motto des griechischen Präsidenten Alexis Tsipras, Kommunist und Wortbrecher. Denn bei  seinem vergangenen Besuch im Berlin versprach dieser, die Forderung nach Reparationen für immer ad acta zu legen. Einen Neuanfang wollte er. Im Umgang mit der EU, der Troika und mit Deutschland. Nun wissen wir, was der Kommunist Tsipras darunter versteht.

Als Kommunist tut er das, was Kommunisten tun: Fordern. Auch wenn's nichts zu fordern gibt. Denn Wirtschaften konnte bislang noch kein kommunistisches Regime. Von Kuba bis Nordkorea: Wo immer der Kommunismus/Sozialismus herrscht(e), da war Not, Elend und wirtschaftliche Misere.

Die Misere Griechenlands ist hausgemacht. Nun will das Land sein Geld bei den Deutschen holen

Griechenland ist dafür das beste Beispiel. Es war zwar nicht immer von Sozialisten regiert - doch die Wirtschaftsform Griechenlands war sozialistisch durch und durch. Die diversen Regierungen gaben soziale Versprechungen, die keiner halten konnte.  Und in den zurückliegenden Jahren wurden so gut wie keine Steuern gezahlt. Vetternwirtschaft und Korruption waren an der Tagesordnung. In Athen gab's etwa nur arme Ärzte. Laut deren Steuererklärung. Alle an bzw. sogar unter der Armutsgrenze.

Bis die Troika kam und der Sache auf den Grund ging. Ergebnis: Viele Ärzte wohnten in Athener vielen, fuhren Mercedes oder Porsche und hatten einen Swimmingpool im Garten. Abertausende Rentner bezogen auch Jahre nach ihrem Tod Rente, weil die Familie den Tod nicht angab und sich Familienmitglieder als der Verstorbene ausgaben. In Lesbos, einer griechischen Insel, waren die meisten Taxifahrer blind. Offiziell. Inoffiziell nutzen Taxifahrer eine Sondersteuer, die au dieser Insel (aus historischen gründen) für Blinde bezahlt wurde. Die Liste solcher und ähnlicher Absurditäten ließe sich schier endlos weiterspinnen.

Schuld an der Misere waren Politiker und Wähler. Erstere versprachen immer abstruse Sozial- und Steuergeschenke, letztere wählten die Partei, die im Bieten am besten war. So schaukelte sich Griechenland in puncto Frühberentung (ab 50 Jahre) und Renteneinkommen (bis 2 Jahresrenten pro Rentner) in solch desaströse Höhen, dass der Zusammenbruch nur noch eine Frage der Zeit war.

Als Griechenland in die Europazone kommen sollten, wurden den EU-Behörden gefälschte Statistiken und frisierte Haushaltsbücher vorgelegt. Als der ersehnte Euro da war, genehmigte sich Griechenland dann eine Erhöhung des jährlichen Durchschnittseinkommens, das man nur als abenteuerlich bezeichnen kann. Dieses wuchs binnen 15 Jahren von 10.000 Euro pro Griechen auf über 30.000 Euro. Und lag damit über dem der deutschen. Wunderbar.

Nach seiner Zahlungsunfähigkeit, die die Europazone an den Rand des Zusammenbruchs brachte und den Außenwert des Euro dramatisch einbrechen ließ, erhielt Griechenland, um seine Beamten und seine laufenden Staatsausgaben bezahlen zu können, bereits mehr als 300 Mrd. Euro von der EU - das meiste von Deutschland, dem größten EU-Nettozahler.

Ob die von Griechenland an Deutschland gestellte Forderung von 287,7 Mrd Euro damit zusammenhängt, wird das Geheimnis der Tsipras-Regierung belieben. Doch der Zusammenhang ist auffällig.

Athen öffnet mit seinen absurden Reparationsforderungen die Büchse der Pandora

Die Reparationen-Schuld Deutschlands an Griechenland für den Zweiten Weltkrieg betrage 278,7 Milliarden Euro. Diese Summe nannte der griechische Finanzminister Dimitris Mardas laut "Spiegel Online" und "Bild" am Montagabend bei einer Sitzung des parlamentarischen Komitees. Dieses soll eigentlich untersuchen, warum Griechenland so hoch verschuldet ist.

Die 278,7 Milliarden Euro würden sich aus verschiedenen Teilen zusammensetzen. 10,3 Milliarden Euro seien Zwangsanleihen, die Griechenland den Deutschen während des Zweiten Weltkriegs bezahlen mussten. Dazu würden Entschädigungszahlungen an die Angehörigen der Opfer sowie Schadensersatz für die damals zerstörte Infrastruktur kommen.


Die Büchse der Pandora enthielt, wie die griechische Mythologie überliefert, alle der Menschheit bis dahin unbekannten Übel wie Arbeit, Krankheit und Tod. Sie entwichen in die Welt, als Pandora die Büchse öffnete.


Mardas erklärte, über 50.000 Dokumente seien geprüft worden: "Die Akten sind vollständig." Eine Reaktion der deutschen Regierung auf die griechische Reparationen-Forderung steht noch aus.

Nun, da knapp 100 Jahre nach dem Versailler Vertrag, der damals Deutschland die Alleinschuld am Ersten Weltkrieg gegeben hatte, bewiesen ist, dass die Schuld nicht allein, und schon gar nicht überwiegend, bei den Deutschen lag, könnte Deutschland diesen Vertrag ebenfalls anfechten. Im Gegensatz zu Griechenland hat Deutschland nicht nur eine unvorstellbar hohe Summe bezahlen müssen (die letzte Rate für die Versailler Verträge wurde erst vor wenigen Jahren getilgt), sondern hat ein Drittel seines Staatsgebietes abtreten müssen. Will Athen wirklich, dass Deutschland die Büchse der Pandora öffnet?