Henryk M. Broder: “Unsere Gesellschaft unterscheidet nicht mehr zwischen Gut und Böse.”


Der absurde Kult von der persönlichen Unschuld

Der Werterelativismus der Linken hat jedwede persönliche Schuld quasi ausradiert. Schuld trägt, so die Werterelativisten, nicht der einzelne, der eine Strafftat oder ein Verbrechen begeht. Schuld hat auch keine Ideologie, wie verbrecherisch sie auch aussehen mag. Schuld ist immer die Gesellschaft. So sind auch islamische  Terroristen, die den Tod mehr als das Leben lieben, keine  Terroristen, sondern Opfer der Gesellschaft, die sie hervorgebracht hat. Besonders dann, wenn es sich um eine westliche Gesellschaft handelt. Doch spätestens seit dem 11. September 2001 wissen wir, dass diese Rechtfertigung Unsinn ist. Mohammed Atta und seine Freunde kamen nicht aus Slums, sie waren Kinder aus guten und wohlhabenden Familien. Und nach allem, was wir über den Piloten aus Montabaur wissen, hatte auch er keine unglückliche Jugend. Das erkannte auch Solschenizyn:”Ein marxistisches System erkennt man daran, daß es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert”

Michael Mannheimer, 9.4.2015

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Henryk M. Broder, 30.03.15

Die Gesellschaft verzeiht fast alles

…In einer Gesellschaft, in der niemand “zurückgelassen” wird, in der jeder eine “zweite Chance” bekommt, egal, was er angestellt hat, in der Noten und Zensuren abgeschafft werden, damit keiner bevorzugt oder benachteiligt wird, in der das Leistungsprinzip praktisch nur noch im Fußball und im Rennsport gilt, in einer solchen Gesellschaft verlieren immer mehr Menschen den Sinn für Realitäten und suchen ihr Heil in der Selbstüberschätzung.


Passiert das bei Dieter Bohlens “DSDS” oder Heidi Klums “GNTM”, kann es unterhaltsam sein. In anderen Bereichen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Versuch fatal endet.

Es kommt noch etwas hinzu. Diese Gesellschaft hat nicht nur den Unterschied von tauglich und untauglich, begabt und unbegabt weitgehend aufgehoben, sie unterscheidet auch nicht mehr zwischen Gut und Böse.

Das Böse als eine Kategorie des Menschlichen gibt es nicht mehr, es ist nur noch eine Variante des Guten, das sich nicht entfalten konnte. Der Terrorismus, so hören wir es immer wieder, sei doch nur ein Schrei nach Liebe, nach Anerkennung, nach Zugehörigkeit. Deswegen sollten wir mit den Taliban beten und mit den Jungs vom Islamischen Staat verhandeln.

Und nun wird darüber diskutiert, ob der Pilot, der den Airbus abstürzen ließ, ein Terrorist war. Denn auch der Begriff “Terror” ist entkernt worden. Es gibt den Konsumterror, den Leistungsterror, den Schlankheitsterror. Nur die Terroristen, die den Tod mehr als das Leben lieben, sind keine echten Terroristen, sondern Opfer der Gesellschaft, die sie hervorgebracht hat.

Spätestens seit dem 11. September 2001 wissen wir, dass diese Rechtfertigung Unsinn ist. Mohammed Atta und seine Freunde kamen nicht aus Slums, sie waren Kinder aus guten und wohlhabenden Familien. Und nach allem, was wir über den Piloten aus Montabaur wissen, hatte auch er keine unglückliche Jugend.

Warum er sich umgebracht und 149 Menschen mitgenommen hat, die gerne weitergelebt hätten? Weil er es wollte und konnte. Das ist die Botschaft vom 24. März 2015.

http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article138924001/Die-Botschaft-vom-24-Maerz-2015.html


 

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