“Junge Freiheit”: Steht die AfD vor ihrem Ende?


Warum die AfD muss am Leben bleiben muss

Bei der Wahlparty der Alternative für Deutschland in Sachsen jubeln die AfD-Politiker Hans-Olaf Henkel (l.) und Bernd Lucke noch. Doch die AfD scheint unmittelbar vor ihrer Spaltung zu sein, vor ihrem Ende gar. In letzter Zeit bildeten sich immer klarer drei politische Flügel aus, die miteinander nicht können: Ein liberal-konservativer Flügel, gruppiert um Bernd Lucke, der seinen Rückhalt in der Partei schwinden sieht. Ein zweiter eher nationalkonservativ-liberaler Flügel sammelt sich um Frauke Petry, die ihre Hausmacht systematisch ausbaut, sowie ein dritter um den Thüringer Landeschef Björn Höcke, der die Partei jedoch noch weiter nach rechtsaußen in eine politische Sackgasse führen möchte. Ist die AfD nach den “Republikanern” und der “Freiheit” und weiteren Versuchen von Parteineugründungen nun eine weitere Partei, die an inneren Querelen – und letzten Endes zu vielen Häuptlingen scheitert? Sehen wir im Moment gar das Werk politischer Infiltration und Unterwanderung seitens AfD-feindlicher Strömungen? Oder ist – wie manche zu Verschwörungstheorien neigende Zeitgenossen spekulieren – das Ganze von “ganz oben” gesteuert, vom Verfassungsschutz (der ja selbst die NSU-gruppe unterwanderte)? Ich persönlich wünsche, dass die AfD sich fängt und konsolidiert, und zwar in einem Programm, das sich für jeden Wähler deutlich von den Einheitsprogrammen der Altparteien abgrenzt.. Deutschland braucht ein politisches Gegengewicht zu den letztgenannten, die ohne AfD ihre zerstörerische Politik noch hemmungsloser betreiben können. Die Geschichte zeigt: “Wo Gefahr ist, wächst manchmal das Rettende auch – vielleicht besinnen sich die Akteure noch ihrer einmaligen historischen Verantwortung, die sie dazu verpflichtet, persönliche Befindlichkeiten, Eitelkeiten und Machtkalkül zurückzustellen und ihre Pflicht zu erfüllen.” (JF)

Michael Mannheimer, 28.4.2015

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Junge Freiheit, 28.April 2015

Merkel stellt den Sekt kalt

von Dieter Stein

Bei der AfD scheint in diesen Tagen die Uhr abzulaufen. Ultimaten kursieren. Den Rücktritt von Hans-Olaf Henkel als stellvertretender AfD-Chef in der vergangenen Woche werden Historiker später als Anfang vom Ende der Partei notieren – wenn nicht noch ein Wunder geschieht. Doch das Beben hatte sich durch tektonische Verschiebungen angekündigt. Nach einem politischen Senkrechtstart ohne Beispiel vor zwei Jahren zerbricht die AfD jetzt an inneren Widersprüchen und personellen Gegensätzen.


Beeindruckte die AfD zu Beginn durch eine kollegiale Führungsmannschaft, so tobt seit Monaten in einem der Partei zunehmend feindlicher gesonnenen medialen Umfeld eine Schlammschlacht, bei der immer neue Tiefpunkte erreicht werden. Die junge Partei fand parallel zum atemberaubenden Wachstum nicht ausreichend Zeit und Energie, programmatische Klarheit zu schaffen und persönliche Bindungen an der Spitze zu festigen. Das rächt sich jetzt.

Drohender Weg in die politische Sackgasse

Ein liberal-konservativer Flügel gruppiert sich um Bernd Lucke, der seinen Rückhalt in der Partei schwinden sieht. Ein zweiter eher nationalkonservativ-liberaler Flügel sammelt sich um Frauke Petry, die ihre Hausmacht systematisch ausbaut, sowie ein dritter um den Thüringer Landeschef Björn Höcke, der die Partei jedoch noch weiter nach rechtsaußen in eine politische Sackgasse führen möchte…

Wo Gefahr ist, wächst manchmal das Rettende auch – vielleicht besinnen sich die Akteure noch ihrer einmaligen historischen Verantwortung, die sie dazu verpflichtet, persönliche Befindlichkeiten, Eitelkeiten und Machtkalkül zurückzustellen und ihre Pflicht zu erfüllen.

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https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/merkel-stellt-den-sekt-kalt/


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