Bahnstreik: Die rituelle Erpressung von 80 Millionen Bürgern durch wenige Privilegierte

 

Der Streik relativ weniger Lokomotivführer ist Erpressung einer ganzen Gesellschaft nach dem Minimax-Prinzip

Der derzeitige Bahnstreik verstößt wieder einmal elementar gegen das von den linken Gewerkschaften ansonsten so hochgelobte Gleichheitsprinzip. Denn mit dem Streik von Lokomotivführern (und auch von Piloten) ist dieser Berufsklientel möglich, was anderen, nicht minder wichtigen Berufsgruppen, versagt bleibt: Durch die Bestreikung einer zentralen Schlüsselposition in unserer hochmobilen Gesellschaft können wenige Streikende eine ganze  Gesellschaft quasi außer Gefecht setzen: Ein paar Tausend Streikende blockieren 80 Millionen Deutsche dadurch, dass sie einen zentralen Nervenstrang unseres Wirtschaftssystems vorübergehend lahmlegen. Minimax: Minimaler Aufwand, maximaler Effekt. Die Streikenden haben nullkommanull dafür getan, dass sie auf diesem Nervenstrang der (schienenfixierten) Mobilität arbeiten. Das taten Generationen von Arbeitern zuvor, und zwar immer und stets mit dem Geld jener, die die Opfer dieser Streiks sind: Die Millionen von Steuerzahlern. Nicht umsonst galt noch bis vor gar nicht allzu langer Zeit, dass Bahnbedienstete, Lokomotivführer zumal, Staatsbeamte zu sein hatten und damit kein Streikrecht besaßen. Fazit: Heere Prinzipien wie das Gleichheitsprinzip gelten offenbar auch bei den linken Gewerkschaften nur dann, wenn sie selbst betroffen sind ...

Michael Mannheimer, 6. Mai 2015

***

Von Wolfgang Prabel, 6. Mai 2015

Eigentlich streikt die Deutsche Bahn immer

Die Hauptmedien regen sich über den Lokführerstreik auf, weil er die Reisepläne und den Berufsverkehr durcheinander bringt. Der Service der Deutschen Bahn ist jedoch nicht so exzellent, daß mich der Ausstand wirklich aufregt.

Daran hat nicht nur die Bahn Schuld, sondern auch die Politik. Denn Entscheidungen über Haltepunkte und Streckenneubauten trifft die Bahn nie alleine.  Immer hängt der Eigentümer Bund seinen Saurüssel mit rein und die Länder kämpfen mit allen Waffen um ihre Haltepunkte.

Um den Service zu testen habe ich einen Selbstversuch gemacht. Meine Bahnreise führte nach Berlin. Schon die Parkplatzsuche in Weimar hat so lange gedauert, daß ich auf den fahrenden Zug aufspringen mußte. Die Bahn läßt die Züge immer dort halten, wo die Parkraumsituation ausgesprochen schwierig ist. In Weimar wurde der Bahnhofsvorplatz statt als Parkplatz mit einem geometrischen Entwurf aus kubisch getrimmten Hecken quasi als Hundefriedhof durchgestaltet.

Zudem hat die Stadt in der Nähe des Bahnhofs vor zwei Jahren eine Berufsschule eingerichtet. Das bringt jeden Schultag etwa 100 Fahrzeuge zusätzlich ins Bahnhofsviertel. Nun könnte die Deutsche Bahn den Halt ja nach Apolda verlegen, wo ausreichend Parkraum zur Verfügung steht. Macht sie aber nicht. Da ist wieder zu wenig Laufkundschaft und die Weimarer Politiker würden Amok laufen.

Bei meiner Rückreise aus Berlin trat ein Grundproblem der Deutschen Bahn zutage. In Berlin hatte die Beratung, wegen der ich die Hauptstadt aufgesucht hatte, solange gedauert, daß der Zug nach Erfurt gerade vor 10 Minuten abgefahren war, als ich den Bahnhof betrat. Es dauerte geschlagene zwei Stunden und 15 Minuten bis der nächste Zug in die thüringische Richtung fuhr. Ein Problem, für das die Deutsche Bahn nichts kann, die Hauptstrecken sind einfach stark überlastet.

Die Kapazität der Strecken ist von der Geschwindigkeit der Züge abhängig. Wenn alle Züge die gleiche Geschwindigkeit hätten, könnte man viel mehr Züge durchbringen, als im Mischverkehr aus Personen- und Güterverkehr. Denn Güterzüge sind viel  langsamer als Personenzüge. Der Mix von Güter- und Personenzügen führt zu Kapazitätsverlusten der Strecke. Um dieses Problem der Streckenauslastung zumindestens im Ansatz zu lösen, bildet die Bahn in den Fahrplänen größere Pakete aus jeweils schnellen und langsamen Zügen. Und deshalb muß der Kunde oft Stunden warten, bis wieder der gewünschte Ankunftsort bedient wird.

Und dann fahren plötzlich zwei Züge in dieselbe Richtung mit fünf Minuten Abstand hintereinander. Im konkreten Fall fuhr einer über Naumburg nach Erfurt und einer fünf Minuten danach über Naumburg nach Nürnberg.

Wenn man über zwei Stunden auf eine Verbindung warten muß, ist es eigentlich egal, wie schnell der Zug fährt, den er hat den Wettlauf mit dem Auto bereits verloren, bevor er in Berlin losgefahren ist. Das Auto braucht nämlich für die Strecke nach dem Süden zwei Stunden und dreißig Minuten.

Ein anderes Mal wollte ich von Hamburg nach Erfurt fahren. Das ist nichts geworden. Ich bin zwar in der stolzen Hansestadt zugestiegen, bin jedoch wegen irgendeiner Verspätung beim Umsteigen nachts um 1 Uhr in Eisenach gestrandet, habe meine Freundin aus dem Bett gebimmelt und die mußte mich mit dem Auto abholen.

Wegen der Verkehrsqualität oder Schnelligkeit wird niemand die Bahn benutzen. Wer allerdings interessante Leute kennenlernen will und nicht alleine reisen, ist in einem Massenverkehrsmittel wie der Eisenbahn immer gut aufgehoben.

Der Sitznachbar eines Reisenden studiert gerade den populärwissenschaftlichen Teil einer Zeitung und stößt auf einen Artikel über die Bevölkerungsentwicklung der Welt.  „Jedesmal wenn ich ausatme, stirbt gerade ein Mensch“, referiert er das Gelesene. Der Nebenmann: „Versuchen Sie es doch mal mit Zähneputzen!“

http://www.prabelsblog.de/2015/05/eigentlich-streikt-die-deutsche-bahn-immer/


 

35 Kommentare

  1. Zum Glück fahre ich nicht mehr mit der Bahn.

    Die einzigsten die von den Streiks profitieren, sind doch nur die Gewerkschaften. Die können hier mal ganz ungeniert die Muskeln spielen lassen. Obwohl die Gewerkschaftsbosse mittlerweile genauso versifft und verkommen sind wie die Regierung!

  2. Unflexibel, Dreckig und auch gefährlich.
    ÖPNV & Bahn - nein Danke!
    Ich bin schon als Studentin ungern Bahn gefahren, auch wenn es mich in der Region nichts gekostet hat. Immer musste man auf die Zeit acheten, damit man eben nicht ewig warten muss oder strandet oder eben Unpünktlichkeit und deswegen ist man halt schon eine Stunde früher da, je nach Anbindung. Am heftigsten war eine Strecke, für die ich mit Bahn und Co 2 Stunden gebraucht hätte (mindestens 3 x umsteigen) - mit eigenem Fahrzeug 30 Minuten ohne Stau.
    Dazu noch die latente Bedrohung, wenn es dämmert bzw sehr wenige Leute in der Bahn sind. Andererseits zu wenige Wagons in den Stoßzeiten, wo kaum ein Ein-/Aussteigen möglich ist.

  3. Ein Streik ist nun mal nichts anderes als eine legale Erpressung. Je zentraler und neuralgischer ein bestreikter Punkt ist, umso mehr Gewicht bekommt das "Argument" der Streikenden.

    Am liebsten wird die tiefrote Gewerkschaftskrake, die gelegentlich auch gerne mal ihre Macht demonstriert, dort streiken lassen, wo es die größtmögliche Wirkung auf den zu erpressenden Arbeitgeber hat. Die vielen Bürger, die sich über die Streikerei und ihre unangenehmen Nebenwirkungen ärgern müssen, sind lediglich Kollateralschäden. Wie es im Krieg nun mal so ist. Prinzipien haben bei diesem Kräftemessen keinen Platz; es gilt einzig und alleine das Recht des Stärkeren.

    Und wenn es dann wieder mal ein paar Euros mehr Geld gibt, übersieht der Arbeitnehmer nur allzugerne, mit wem oder was er sich da eigentlich eingelassen hat. <i<Cosa Nostra in nett.....

    „Jedesmal wenn ich ausatme, stirbt gerade ein Mensch“, referiert er das Gelesene. Der Nebenmann: „Versuchen Sie es doch mal mit Zähneputzen!“

    Muahahaha, den muß ich mir merken......

  4. Zitat M.H --
    "blockieren 80 Millionen Deutsche ",

    also der Witz ist gut und aus unserer Landschaft nicht weg_zudenken...

    Ca. 25 Millionen Mohammedaner dürfen schon einmal in's Minus gebracht werden und davon die übrig bleiben meiden den ÖvP wie die Pest,
    es sei denn,
    nicht's Anderes bleibt übrig !

    Laßt die Lokführer streiken, denn andere Berufsgruppen stehen denen nicht nach.

    Nun, jetzt wollen Erzieher von VERDI's Gnaden streiken,
    diese dürfen gern für immer Streiten,
    dann bleibt den Restdeutschen Kinder'n Ideoligie Unterricht im Kindergarten erspart !
    Danke "Verdi" - Zeichen stehen umgekehrt...

  5. Scheinet schwierig zu sein, beim Thema zu bleiben.

    Warum ist denn die Bahn privatisiert worden? Wäre sie staatlich und die Mitarbeiter Beamten, dann wäre das Thema vom Tisch:
    http://www.anderweltonline.com/wirtschaft/wirtschaft-2015/bahnstreik-schon-wieder-oder-recht-so/

    Übrigens, die FAA (US Luftfahrtbehörde) ist staatlich und hat eine der effizientesten und sichersten Luftfahrtsysteme der Welt hervorgebracht! Das lässt nur etwas nach durch die irrsinnigen Kürzungen (Sparen).

  6. E e klä bissl andere Sichtweise:

    Zunächst:

    Ein Streik ist immer nur dann legitim,
    wenn er die eigene Branche,
    eigene Belange betrifft.

    Alles andere ist nicht hilfreich,
    da er der Geldentwertung Tür und Tor öffnet.

    Was die Bahn betrifft:

    Über ein Jahrundert gewachsene Strukturen,
    der gesamte volkswirtschaftliche Vorteil
    zählte nichts,
    man wollte sich die Bahn durch Privatisierung
    unter den Nagel reißen,
    Gewinn privatisieren,
    Verlust verallgemeinern.

    Die Folgen sind sichtbar:
    Stillgelegte Strecken,
    (mich betrifft Derartiges innerhalb einer Metropolregion nicht)
    Abbau von Personal,...

    Nichtsdestototz sind Schreie nach Steuergeldern
    zur Verbesserung logisch folgender maroder Infrastruktur so verlässlich "wie das Amen in der Kirche".

    Hoch das Bein, die Liebe winkt!

  7. Nichtsdestot"r"otz"

    ...is e Frikadell kä Brotworscht,
    ist eine Frikadelle keine Bratwurst,

    Elend

  8. Diese Gewerkschaften gehoren zerschlagen - wie in England. Das sind Gangstervereine geführt von quasi Kriminellen.

  9. Gewerkschaften sind die Weiterführung der SED mit
    den kriminellen Mitteln des habgierigen Kapitalismus!

    Und an der Spitze dieses linken Staates bestimmt der Stasi,
    stimmt's Genossin-Merkel?

    130 Millionen Mordopfer durch den Kommunismus sind DENEN
    scheinbar nicht genug!

  10. "Diese Gewerkschaften gehoren zerschlagen - wie in England. Das sind Gangstervereine geführt von quasi Kriminellen."

    Das sagen vor allem nicht in Abhängigkeit Stehende.
    Und auch solche,
    die eigenes Betroffensein nicht zum Maß aller Dinge,
    zur Basis ihrer Argumentation machen.
    Ausnahmen bestätigen die Regel.
    sie sind selten.

    Dass Gewerkschaften zu Selbstbedienungsläden
    ihrer Funktionäre verkommen sind,
    ist beinahe zwingende Folge unseres Gesellschaftsmodells des "Ich",
    innerhalb dessen nur Macht,
    Vermögen
    (im Sinne von "vermögen", lat. posse,
    "in er Lage sein zu...",
    Geld auf dem Run zu Letzterem ausschlaggebend ist)

    Man schaffe die Gewerkschaften ab.
    Wie sähe die Realität aus?

    P.s.:
    Ich stehe ebenfalls nicht in Abhängigkeit.

    "Das sind Gangstervereine geführt von quasi Kriminellen."

    Auch daran ist mehr als ein "Körnchen Wahrheit".

    Wie auch immer:
    Nur der Streik bezüglich eingenen Betroffenseins
    ist berechtigt.

    Alles andere gehört verboten.

    Die sollen arbeiten, lokführen, die Arschlöcher!

    Und aus der Sicht (beispielsweise) eines Hartz IV-ers gehört j e d e r Streik verboten.

    Das Gleiche gilt auch für Selbständige, Beamte,
    Büttel und sonstige "Wertschaffende".

  11. ...noch´n "d"

    ...in "d"er Lage sein zu...

    P.s.:

    In diesem zusammnehang fältt mir ein,
    dass griechsische Lokführer etwa das doppelte Gehalt im vergleich zu deutschen bezogen.

    Wer hat das wohl bezahlt?
    Die deutsche Steuerkartoffel?

    Es gibt bekanntermaßen auch Rhetorische Fragen.
    Ein wesentliches ihrer Merkmale ist,
    dass sie keiner Antwort bedürfen.

    Hoch das Bein!

  12. In diesem Zusammnehang fällt mir ein,
    dass griechische Lokführer etwa das doppelte Gehalt im Vergleich zu deutschen bezogen.

  13. @

    Achim Beck
    Donnerstag, 7. Mai 2015 7:20
    7

    ........
    Warum ist denn die Bahn privatisiert worden? .....
    --------------------------------------------

    Hallo Achim, der grund ist banal einfach. Durch die privatisierung sind alle deutschen firmen/stadtwerke/etc bereit für die übernahme gemacht worden.

    Nicht nur alle dax 30 firmen gehören im schnitt weit über 50% schon den USA(blackrock), angelsachsen, canada, fance, etc gehören. Auch 90% aller anderen deutschen AG sind so weit. Und die französische staatsfirma Veolia sorgt sich schon rührend um das wassernetz von 15 deutschen städten. Weitere folgen.

    Die engländer finden es gerade total schick, sich unsere eisenbahn unter den nagel zu reissen.

    Den letzten deutschen mädels wird jetzt noch das kindermachen vermiesst, damit die geburtenrate von biodeutschen von 0,5 bald auf 0,1 fällt und dann wird von einem urenkel von morgenthau im bundestag von einem bilderberger oder rothschild das BVK in platin erteilt, während die letzten biodeutschen mit wehenden fahnen mit freudestränen davor stehen 🙂

    Alles kein geheimnis!

  14. Was interessiert der Vergleich mit Löhnen in anderen Ländern? Leben wir hier oder woanders?
    Fakt ist, ein Lokführer bekommt eine bezahlte Ausbildung und benötigt als Zugang lediglich den Hauptschulabschluss.
    Fakt ist auch, man könnte die alle auf die Strasse stellen und die Züge fahren vollautomatisch.
    im Bildungssektor liegen die Lohnkosten im Vergleich unterirdisch niedrig, wobei die Ansprüche sort an das Personal immer weiter steigen und die Ausbildung kostet in diesem Bereich die Auszubildenden. Die verdienen deutlich weniger als die Knöpfledrücker, brauchen aber einen höherwertigeren Abschluss.
    Man kann darüber streiten, ob es Sinn macht die eine Berufsgruppe mit der anderen zu vergleichen. Aber für einen Beruf "nur" für Hauptschüler, verdienen die Lokführer gut.

    Allerdings geht es bei diesem Streik schon lange nicht mehr um das Gehalt (zahlt am Ende sowieso der Kunde bzw. der Steuerzahler): Es ist ein Machkampf GDL vs. EVG

    Streik und Gewerkschaften sind ok, solange sich der Schaden nicht gegen die gesamte Nation richtet, wie in diesem Fall. Dadurch sind wir alle von diesem Streik betroffen, auch wenn wir nicht die Bahn nutzen.
    Bei den KiTas sehe ich das zwiespältig, es gibt wirklich Frauen/Familien, die darauf angewiesen sind, weil der Staat / die Gesellschaft sie in die Arbeit zwingt und die könnten deswegen ihre Stelle verlieren, weil auch immer mehr von ihnen wegen der Arbeit umziehen, und somit nicht mehr auf das gewachsene soziale Netz (gute Freunde, denen man das Kind anvertrauen würde; eigene Eltern / Verwande etc.) zurückgreifen können. Man hat sie desozialisiert und das Konstrukt Großfamilie weiter destabilisiert, damit die Menschen und insbesondere die Familien noch weiter in Abhängigkeiten rutschen.

  15. Warum Israels Kork bei Nacht hergestellt wird

    ...Elend!

    Die »Israelische Kork GmbH«, erst vor wenigen Jahren gegründet, zählt heute zu den erfolgreichsten Unternehmungen unseres prosperierenden Wirtschaftslebens. Sie deckt nicht nur den heimischen Korkbedarf, sondern hat beispielsweise auch in Zypern Fuß gefasst und den dortigen Markt erobert. Gewiss, die Firma erfreut sich besonderen Entgegenkommens seitens der israelischen Behörden und erhält für jeden Export-Dollar eine Subvention von 165 %›. Aber man muss bedenken, dass die von ihr verwendeten Rohmaterialien aus der Schweizkommen und die von ihr beschäftigten Arbeiter aus der Gewerkschaft. Jedenfalls gilt die »Israeli Kork« als ein hervorragend geführtes und höchst rentables Unternehmen, dessen Gewinne sich noch ganz gewaltig steigern werden, wenn wir erst einmal den lang ersehnten Anschluss an die Europäische Wirtschafts-Gemeinschaft gefunden haben. Der Beginn der Krise steht auf den Tag genau fest.
    Es war der 27. September.

    An diesem Tag ließ Herr Steiner, der Gründer der Gesellschaft und Vorsitzender des Verwaltungsrats, den von der Gewerkschaft eingesetzten Betriebsobmann rufen, einen gewissen Joseph Ginzberg, und sprach zu ihm wie folgt:
    »Die Fabrikanlage ist in der Nacht vollkommen unbeaufsichtigt, Ginzberg. Eigentlich ein Wunder, dass sie noch nicht ausgeraubt wurde. Es fällt zwar nicht in Ihre Kompetenz, aber der Ordnung halber teile ich Ihnen mit, dass wir beschlossen haben, einen Nachtwächter anzustellen.«

    »Wieso fällt das nicht in meine Kompetenz?« fragte Joseph Ginzberg.
    »Natürlich fällt das in meine Kompetenz, Steiner. Der Betriebsrat muss ja eine solche Maßnahme erst bewilligen.«
    »Ich brauche keine Bewilligung von Ihnen, Ginzberg«, sag-te Steiner. »Aber wenn Sie Wert darauf legen – bitte sehr.«
    Die Kontroverse erwies sich als überflüssig. Der Betriebsratbewilligte ohne Gegenstimme die Einstellung eines älteren Fabrikarbeiters namens Trebitsch als Nachtwächter, vorausgesetzt, dass er eine angemessene Nachtzulage bekäme und ein Drittel seines Gehalts steuerfrei, da sollen die Zeitungen schreiben, was sie wollen. Der Verwaltungsrat ging auf diese Bedingungen ein, und der alte Trebitsch begann seine Nachtwache. Am nächsten Tag erschien er beim Betriebsobmann: »Ginzberg«, sagte er, »ich habe Angst. Wenn ich die ganze Nacht so allein bin, habe ich Angst.« Der Betriebsobmann verständigte unverzüglich den Fir-meninhaber, der prompt einen neuen Beweis seiner arbeiterfeindlichen Haltung lieferte: er verlangte, dass Trebitsch, wenn er für den Posten eines Nachtwächters zu alt, zu feig oder aus anderen Gründen ungeeignet sei, wieder auf seinen früheren Posten zurückkehre. Daraufhin bekam er aber von Joseph Ginzberg einiges zu hören:»Was glauben Sie eigentlich, Steiner? Mit einem Menschen können Sie nicht herumwerfen wie mit einem Stück Kork!
    Außerdem haben wir für Trebitsch bereits einen neuen Mann eingestellt – und den werden wir nicht wieder wegschicken, nur weil Sie unsozial sind. Im Interesse Ihrer guten Beziehungen zu den Arbeitnehmern lege ich Ihnen dringend nahe, den alten Mann in der Nacht nicht allein zu lassen und einen zweiten Nachtwächter anzustellen.«
    Steiners Produktionskosten waren verhältnismäßig niedrig,
    etwa 30 Piaster pro Kork, und er hatte kein Interesse an einer Verschlechterung des Arbeitsklimas. In der folgenden Nachtsaßen in dem kleinen Vorraum, der bei Tag zur Ablage versandbereiter Detaillieferungen diente, zwei Nachtwächter. Ginzberg erkundigte sich bei Trebitsch, ob jetzt alles in Ordnung wäre.»So weit, so gut«, antwortete Trebitsch. »Aber wenn wir die ganze Nacht dasitzen, bekommen wir natürlich Hunger. Wir brauchen ein Büffet.« Diesmal erreichte der Zusammenstoß zwischen Steiner und seinem Betriebsobmann größere Ausmaße. Zur Anstellung einer Köchin und zur Versorgung der beiden Nachtwächter mit Kaffee und heißer Suppe wäre der Verwaltungsrat nochbereit gewesen. Aber dass Ginzberg obendrein die Anstellung eines Elektrikers verlangte, der das Licht am Abend andrehen und bei Morgengrauen abdrehen sollte – das war zuviel.»Was denn noch alles?!« ereiferte sich Steiner. »Können die beiden Nachtwächter nicht mit einem Lichtschalter umgehen?!« »Erstens, Steiner, schreien Sie nicht mit mir, weil mich das kalt lässt«, erwiderte Ginzberg mit der für ihn typischen Gelassenheit. »Und zweitens können die beiden Nachtwächter natürlich sehr gut mit einem Lichtschalter umgehen, denn sie sind keine kleinen Kinder. Jedoch! Die In- und Außerbetriebsetzung elektrischer Schaltvorrichtungen stellt eine zusätzliche Arbeitsleistung dar und erscheint geeignet, einer hierfür geschulten Arbeitskraft die Arbeitsstelle vorzuenthalten, Steiner. Wenn die Direktion zwei Nachtwächter beschäftigen will, hat der Betriebsrat nichts dagegen einzuwenden. Aber ein Nachtwächter ist nicht verpflichtet, auch noch als Elektriker zu arbeiten.«
    »Ginzberg«, sagte Steiner,» darüber zu entscheiden, ist ausschließlich Sache der Direktion.«

    »Steiner«, sagte Ginzberg, »dann müssen wir den Fall vor die Schlichtungskommission bringen.«Das geschah. Wie zu erwarten, beriefen sich beide Teile auf § 27 Abs. 1 des Kollektivvertrags, der da lautet:»… dem Arbeitgeber steht das Recht zu, innerhalb des Be-triebes alle technischen Maßnahmen zu treffen, soweit dadurch keine Veränderung in den Arbeitsbedingungen eintritt.«»Da haben Sie’s«, sagte Ginzberg. »Es tritt
    eine Verände-rung ein, Steiner.«
    »Es tritt keine Veränderung ein, Ginzberg.«
    »Es tritt!«
    »Es tritt nicht!«
    Nachdem die abwechslungsreiche Auseinandersetzung 36 Stunden gedauert hatte, schlug der Sekretär der zuständigen Gewerkschaft einen Kompromiss vor, der dem Standpunkt der Arbeiterschaft Rechnung trug und zugleich der »Israeli Kork«die Möglichkeit gab, ihr Gesicht zu wahren. Mit anderen Worten: es wurden sowohl eine Köchin für das Nachtbuffet als auch ein hochqualifizierter Elektriker für die Beleuchtung angestellt, aber in Wahrheit würde nicht der Elektriker das Licht an- und abdrehen, sondern die Köchin, wobei dem Elektriker lediglich die technische Oberaufsicht vorbehalten bliebe.»Es ist«, erklärte der Sekretär nach der feierlichen Unterzeichnung der Vertragsdokumente, »meine aufrichtige Hoffnung und Überzeugung, dass es fortan auf diesem wichtigen Sektor unserer heimischen Industrie zu keinen Missverständnissen mehr kommen wird, so dass alle aufbauwilligen Kräfte sich künftighin den großen Zielen unserer neuen Wirtschaftspolitik widmen können, der Wachstumsrate unserer Produktion, dem Einfrieren der Gehälter –« An dieser Stelle wurde er von Ginzberg unterbrochen, und die Zeremonie war beendet. Die nächsten zwei Tage verliefen ohne Störung. Am dritten Tag wurde der Obmann des Betriebsrats neuerlich zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats gerufen, der ihm ein großes Blatt Papier entgegenschwenkte:»Was ist das schon wieder?!« zischte er. »Was bedeutet das?!«»Ein Ultimatum«, antwortete Ginzberg. »Warum?«Das Papier in Steiners Hand enthielt die Forderung der vier Nachtarbeiter, die den rangältesten Nachtwächter Trebitsch zu ihrem Vertreter gewählt hatten. Die wichtigsten Punkte waren:
    1. Einstellung eines qualifizierten Portiers, der für dieNachtbelegschaft das Tor zu öffnen und zu schließen hätte;
    2. 15 %ige Erhöhung jenes Teils der Gehälter, der nicht zur Kenntnis der Steuerbehörde gelangt, wobei die Bilanzverschleierung der Direktion überlassen bliebe;
    3. Ankauf eines jungen, kräftigen Wachhundes;
    4. Pensionen und Versicherungen;
    5. Anschaffung einer ausreichenden Menge von Decken und Matratzen.

    Diese Forderungen wurden von ihren Urhebern als »absolutes Minimum« bezeichnet. Für den Fall einer unbefriedigenden Antwort wurden scharfe Gegenmaßnahmen in Aussicht gestellt.»Ginzberg«, röchelte Steiner, »auf diese Unverschämtheiten gehe ich nicht ein. Lieber schließe ich die Fabrik, mein Ehrenwort.«»Das wäre eine Aussperrung der kollektivvertraglich geschützten Arbeiter. Das würde die Gewerkschaft nie zulassen. Und wer sind Sie überhaupt, Steiner, dass Sie uns immer drohen?«»Wer ich bin?! Der Inhaber dieser Firma bin ich! Ihr Gründer! Ihr Leiter!«

    »Über so kindische Bemerkungen kann ich nicht einmal lachen. Die Fabrik gehört denen, die hier arbeiten.«»Wer arbeitet denn hier?
    Das nennen Sie arbeiten? Wo uns die Herstellung eines einzigen Flaschenkorks schon 55 Piaster kostet?« Joseph Ginzberg ging eine Weile im Zimmer auf und ab, ehe er vor Steiner stehen blieb:»Steiner«, sagte er traurig, »Sie sind entlassen. Holen Sie sich Ihr letztes Monatsgehalt ab und verschwinden Sie …«

    Indessen wartete auf Ginzberg ein harter Rückschlag: die Fachgruppe Korkarbeiter der Gewerkschaft erklärte sich mit Steiners Entlassung nicht einverstanden.»Genosse Ginzberg«, sagten die Vertrauensmänner gleich zu Beginn der improvisierten Sitzung, »einen Mann, der über eine fünfzehnjährige Erfahrung als Chef verfügt, kann man nicht hinauswerfen, ohne ihm eine größere Abfindung zu zahlen. Deshalb würden wir dir nahelegen, auf den einen oder anderen Punkt des Ultimatums zu verzichten. Wozu, beispielsweise, brauchst du einen jungen Wachhund?«»Genossen«, antwortete Ginzberg trocken, »ihr seid Knechte des Monopolkapitalismus, Lakaien der herrschenden Klasse und Verräter an den Interessen der Arbeiterschaft. Bei den nächsten Wahlen werdet ihr die Quittung bekommen, Genos-sen!« Und er warf dröhnend die Türe hinter sich zu. Die Gruppe Trebitsch befand sich nun schon seit drei Tagen in passiver Resistenz. Die beiden Nachtwächter machten ihre Runde mit langsamen, schleppenden Schritten, die Köchin kochte die Suppe auf kleiner Flamme und servierte sie mit Teelöffeln. Als es zu Sympathiekundgebungen verwandter Fachgruppen kam und die Brauerei- und Nachtklubarbeiter einen zwei Minuten langen Warnstreik veranstalteten, griff das Zentralkomitee der Gewerkschaft ein. Der Großkapitalist, der diese ganze Entwicklung verursacht hatte, wurde zu einer Besprechung ins Gewerkschaftshaus geladen, wo man ihm zusprach:»Im Grunde geht es ja nur um eine Lappalie, Genosse Steiner. Haben Sie doch ein Herz für den alten Genossen Trebitsch! Erhöhen Sie einen Teil seines Gehalts, ohne dass es die Genossen von der Einkommensteuer erfahren. Matratzen und Decken können Sie aus unserem Ferienfonds haben, für den Portier und den Hund lassen Sie vielleicht Gelder aus dem Entwicklungsbudget flüssigmachen. Und was die Pensionen betrifft – bevor die Mitglieder der Gruppe Trebitsch pension-reif werden, haben Sie sowieso schon alle Eigentumsrechte an Ihrer Fabrik verloren, und das Ganze geht Sie nichts mehr an. Seien Sie vernünftig.«Steiner blieb hart:»Nichts zu machen, meine Herren. Schaffen Sie mir die Trebitsch-Bande vom Hals, dann reden wir weiter.«»Ein letzter Vorschlag zur Güte, Genosse Steiner. Wir erlassen Ihnen den Ankauf eines Wachhundes, wenn Sie einwandfrei nachweisen, daaa er überflüssig ist. Aber dazu müssten Sie Ihre gesamte Produktion auf Nachtschicht umstellen.«

    So kam es, daß die »Israelische Kork GmbH« zur Nachtarbeit überging. Die Belegschaft bestand aus einer einzigen Schicht und umfasste alle sechs Arbeiter, die Sekretärin und Herrn Steiner selbst. Anfangs ergaben sich Überschneidungen mit bestimmten Abendkursen der Volkshochschule oder mitkulturellen Ereignissen, aber die Schwierigkeiten wurden mit Hilfe technischer Verbesserungen und eines langfristigen Regierungsdarlehens überwunden. Es gelang dem Unternehmen sogar, den Preis exportfähiger Korke auf 1 Pfund pro Stück zufixieren. Die Gemüter beruhigten sich, die Produktion normalisierte sich. Eines Nachts ließ der Vorsitzende des Verwaltungsrats den Obmann des Betriebsrats kommen und sprach zu ihm wie folgt: »Die Fabrikanlage ist den ganzen Tag unbeaufsichtigt, Ginzberg. Es fällt zwar nicht in Ihre Kompetenz, aber der Ordnung halber teile ich Ihnen mit, dass wir beschlossen haben, einen Wächter anzustellen …«

    (Ephraim Kishon)

  16. "Fakt ist auch, man könnte die alle auf die Strasse stellen und die Züge fahren vollautomatisch."

    Wenn dies Fakt wäre, würde man es tun.

    "Fakt ist, ein Lokführer bekommt eine bezahlte Ausbildung und benötigt als Zugang lediglich den Hauptschulabschluss."

    Nun weiß ich auch,
    warum der gestern die Kupplung so hart kommen ließ,
    keine Bildung im Kopp.

    Enrst beiseite.

    "...Bildungssektor liegen die Lohnkosten im Vergleich unterirdisch niedrig, wobei die Ansprüche sort an das Personal immer weiter steigen und die Ausbildung kostet in diesem Bereich die Auszubildenden. Die verdienen deutlich weniger als die Knöpfledrücker, brauchen aber einen höherwertigeren Abschluss.
    Man kann darüber streiten, ob es Sinn macht die eine Berufsgruppe mit der anderen zu vergleichen. Aber für einen Beruf "nur" für Hauptschüler, verdienen die Lokführer gut."

    Da ich gerade bei Kishon bin:

    Das liegt wohl daran,
    dass viele Staatsschauspieler und nur wenige Kulissenschieber sein wollen.

  17. "Streik und Gewerkschaften sind ok, solange sich der Schaden nicht gegen die gesamte Nation richtet, wie in diesem Fall. Dadurch sind wir alle von diesem Streik betroffen, auch wenn wir nicht die Bahn nutzen."

    Die Gewerkschaften sind "angepasst".
    "Angepasst" an unser System.
    Nicht Ideale,
    Moral,...
    ...oder sonstiger Blödsinn zählt.
    sondern Macht, Machbares.

    "Machbar" durch "unsere"
    ...meine sind es nicht...
    "Politiker" sind beispielsweise auch die deutschen Flaschensammler.

    P.s.:
    Den Kishon habe ich gerne eingestellt,
    weil auch darin "ein Körnchen" Wahrheit steckt.

  18. "Fakt ist auch, man könnte die alle auf die Strasse stellen und die Züge fahren vollautomatisch."

    Dass es technisch machbar ist,
    wer wollte das bestreiten?
    Hierzu bedürfte es absolut keines weiteren
    "know how"s.

    Zwischen "machbar",
    jetzt, sofort, von jetzt auf nachher
    und technisch machbar,
    (irgendwann wird es so sein)
    besteht eben ein Unterschied.

    Die Gegenwart zählt.
    "Nach mir die Sintflut".
    Das ist Anpassung pur.
    Die Volksver...
    ...treter...
    und andere machen es vor.

    Andere werden Flaschensammler.

  19. "Bei den KiTas sehe ich das zwiespältig, es gibt wirklich Frauen/Familien, die darauf angewiesen sind, weil der Staat / die Gesellschaft sie in die Arbeit zwingt und die könnten deswegen ihre Stelle verlieren, weil auch immer mehr von ihnen wegen der Arbeit umziehen, und somit nicht mehr auf das gewachsene soziale Netz (gute Freunde, denen man das Kind anvertrauen würde; eigene Eltern / Verwande etc.) zurückgreifen können. Man hat sie desozialisiert und das Konstrukt Großfamilie weiter destabilisiert, damit die Menschen und insbesondere die Familien noch weiter in Abhängigkeiten rutschen."

    Sie sind rentabler.

    Gewinnmaximierung steht über dem "Menschen",
    dem "Menschen" als "Melk- und Arbeitsvieh",
    dem "Menschen" als Jagd- und Weidegrund,
    v o r dem ""big" bang".

  20. Na, ich hoffe, niemand lässt sich von der regierungsnahen BILD-Propaganda gegen die GdL manipulieren...

    Obwohl mich Streiks nicht freuen, aber was sollen Arbeitnehmer denn sonst machen?
    Sie haben doch nur das Streikrecht.

  21. @

    bine
    Donnerstag, 7. Mai 2015 15:19
    25

    ..................Wenn ihr euch über Blackrock (googeln) informiert, seht ihr das mit der Bahn etc. als Peanuts an................

    -------------------------------------------

    Hallo Bine, wenn Du magst gebe ich Dir die adr um die grundperversion in zeitgeschichtlich-schneller zeit zu verstehen.. 🙂

  22. @ bine

    kleines unbedeutendes leckerli gleich:

    Deutsche bank gehört ->

    Zu 99% privatpeersonen. Lediglich das grundkaapital ist zu 50% in deutschland gemeldet

    75 % sind institutionnelle investoren (fremdsprache für USA oder angelsächhhsische, oder katar banken)
    Großaktionnnäre gemäß § 21 Abs. 1 WpHG -
    25. September 2014:
    BlackRock, Inc., New York, hält 6,62% Deutsche Bank-Aktien.

    25. Juni 2014:
    Paramount Serviices Holdiings Ltd., British Virgin Islands(königin=COL=city of london), hält 5,83% Deutsche Bank Aktien.
    Sprich: allein einer amerikanischen jidischen bank und den briten gehören 12,4 % der deutschen bank.

    Das die deutsche bank gerade knapp 10 Mrd nur an strafe in die welt zahlen muss und sich der schicke Boy Anschu dabei sich vor lachen in die bücks macht, wen interessiert das wenn man sich darauf konzenbtriert dass flintenuschi kriegschiffe ins mittelmeer schickt um fachkräfte zu erhaschen, bevor es die anderen tun ....lachh gröhlll...

  23. Hi profamilia,

    ja, bitte gib mir die Adresse.

    Dieser widerwärtige Blackrock-Drecksack Larry Fink ist doch sicher ein Jude? Der geht ohne mit der Wimper zu zucken über Leichen - gelinde ausgedrückt.

    Der hat ja wahrlich JEDEN in seinen Schmierfingern und schreckt vor nix zurück.

    Ich wünsche ihm inständig, daß er sein Fett noch zur Lebenszeit abkriegt.

  24. DIE DEUTSCHLAND-ZERSTÖRER

    ""Jour Fixe Gewerkschaftslinke Hamburg

    UNSERE DEVISE: DIE UNTERSTÜTZUNG EIGENSTÄNDIGER KÄMPFE!

    Wir sind ein Forum für Gewerkschaftsmitglieder, Ausgetretene und Nichtmitglieder. Wir wenden uns an Vollzeitbeschäftigte, prekär Beschäftigte, MigrantInnen, Auszubildende in Betrieben und Hochschulen, Erwerbslose und RentnerInnen. Weiteres findest Du in unserem Selbstverständnispapier. Wir treffen uns in der Regel jeden 1. Mittwoch im Monat. Siehe dazu die jeweilige Einladung!

    Jour Fixe: Wer wir sind und was wir wollen archiv.labournet.de/GewLinke/profile/hamburg.pdf.

    Erstellt: 07.05.2015 20:46 | Letzte Änderung: 07.05.2015 20:46
    JFI 26-15 ++ KITA-Streiks. Bahn-Streik ++ Murat vor Arbeitsgericht erfolgreich ++ Pressekonferenz gegen 761 Abmahnungen in HB ++ LKA gegen Bahnaktivisten! ++ Atos HH ++ DGB: Zwei Lager? ++ Blitzlicht ins Proletariat

    Jour Fixe Info 26-2015 - 11. Jahrgang – 7.5.2015

    Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg

    01 Termine: KITA-Streiks in Hamburg und Bahnstreik in Hamburg
    02 BR-Vorsitzender Murat Günes von Neupack gewinnt vor Arbeitsgericht
    03 Ungewöhnliche Pressekonferenz für 761 Abgemahnte von Mercedes in HB
    04 Große Mehrheit von KITA-KollegInnen für Streik!
    05 Bahnstreik: Kämpfen oder Kuschen!
    06 Vorladung beim LKA Hamburg an Bahnaktivisten Joachim Holstein
    07 ATOS Hamburg: IT´ler gehen auf die Straße
    08 Deutsche Gewerkschaften – Gespalten in zwei Lager
    09 Buko-Kongreß vom 14.5. bis 17.5 in Münster
    10 Blitzlicht ins Proletariat
    http://www.jourfixe.hamburger-netzwerk.de/

  25. ""Verliert GDL-Chef Claus Weselsky im Tarifkonflikt mit der Bahn nach und nach an Macht? Das behauptet zumindest der Gewerk­schafts­experte Claus Schnabel.

    Er erwartet in nächster Zeit den Sturz des Vor­sitzenden der Lokführergewerkschaft. „Weselsky kämpft längst um seinen eigenen Posten“, sagte der Wirtschaftswissenschaftler dem Nachrichtenmagazin "Focus".

    "Die Solidarität wird bald einbrechen"

    Wenn dieser Streik nicht zum gewünschten Ergebnis führe, „kann er sich er als Vorsitzender der GDL wohl nicht mehr lange halten“.

    +++Eine schweigende Mehrheit folge Weselsky offenbar nur noch widerwillig.

    +++Viele „wären schon mit dem Angebot der Bahn vor dem Streik einverstanden“.

    Schnabel: „Die Solidarität wird bald einbrechen.“

    Weselsky reite sich mit seinem Verhandlungsstil immer tiefer in den Schlamassel. „Er wüsste wohl selbst gern, wie er da wieder heraus kommt“, so der Tarifexperte. Die Alles-oder-Nichts-Taktik führe in die Sackgasse. Schnabel: „Die Deutsche Bahn sitzt wahrscheinlich am längeren Hebel.“

    Zu der Analyse von Experte Schnabel passen Zahlen, über die die "Bild"-Zeitung am Freitag berichtet. Nach Angaben der Zeitung haben sich nur rund 6000 der 20.000 Lokomotivführer an den Bahnstreiks beteiligt.

    Bei den Lokrangierführern, die Weselsky ebenfalls vertrete, hätten weniger als fünf Prozent der Belegschaft mit der GDL gestreikt.""
    (huffingtonpost.de, 08/05/2015)

  26. @

    bine
    Donnerstag, 7. Mai 2015 19:40
    29

    Profamilia, wer ist Boy Anschu ?

    --------------------------------------------

    Anshu Jain, seit 2009, Vorstandsvorsitzender der deutschen bank.

    auch einer der nachfolger von alfred herrhausen 😉

  27. @

    bine
    Donnerstag, 7. Mai 2015 19:39
    28

    Hi profamilia,

    ja, bitte gib mir die Adresse.

    --------------------------------------------

    Abgesehen von der flüchtlingsüberflutung, islamisierung und der kontinuierlich gesteuert sinkenden deutschen geburtenrate(0,5 bei michaels. Notwendig sind mind. 2) sollte man das geldsytem begreifen.

    Ich empfehle dazu die überall zu findenden filme:
    1. den trickfilm "goldschmied fabian".

    2. dann prof. bernd senf, tiefere ursachen der weltfinanzkrise (ich finde die version auf dailymotion sehr gut, da auch sehr humorvoll)

    3. andreas popp - danistakratie

    Sind ein paar minuten, aber es lohnt sich 🙂

  28. Die Forderungen sind gerecht !
    Lokführer haben in mehrfacher Hinsicht einen erschwerten Beruf. Ihre Verantwortung für Sachwerte und Menschenleben ist -des Umfanges wegen- kaum mit anderen Berufen oder Tätigkeiten im friedlichen Bereich vergleichbar! 3 Schichten, Rollende Woche, Überstunden, 8 und mehr Stunden VOLLSTE KONZENTRATION.Die Gehälter der Lokführer jedoch entsprechen nur einem Bruchteil dessen, was sich die Vorstände der Bahn (Brauchen wir die überhaupt als Bezieher leistungslosen Einkommens???) jeden Monat selbst überweisen.
    Die Diskussionen über den Streik machen mich wütend, denn diese beweisen einmal mehr, dass das Deutsche Volk bereits abgrundtief entsolidarisiert ist und es andererseits aufgehört hat, die wahren Ursachen zu erkennen und zu benennen. Natürlich schürt die Lügen... da kräftig mit. Der Filz ist sowieso untereinander verflochten!
    Wenn ich bedenke, dass Einwanderer das als Tachengeld bekommen - neben kostenloser Unterkunft mit Strom, Heizung, Wasser, Handy, eigerichtete Wohnungen, Betreuung, Strafnachlass, usw.,- wovon arbeitende Deutsche ihren gesamten Lebensunterhalt mit Kind(ern) bestreiten müssen, dann wäre das normalerweise ein öffentlicher Diskussionsgrund!
    Und die Weglassungen um den 8. Mai herum! Die USA haben von 1945 bis 2000 über 200 Kriege weltweit geführt. Der Westen durfte nichtmal gegen den Vietnamkrieg protestieren, geschweige denn gegen den 30 Jahre andauernden Krieg in Laos, in dem endemisch lebende Bergvölker ausgerottet wurden.

  29. Die Bahn:
    Nichts geht mehr!

    Nun fehlt nur noch der durch Linke abgefackelte Kabelschacht.

    Oder der gezielte Schuss der Wehrsportgruppe
    in den Verteilerkasten.

    Eine Bahnfahrt zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist etwas für praktizierende Masochisten.

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