Wolfgang Hübner: „Luckes „Weckruf 2015“ ist eine politische Bankrotterklärung“

Auszug:

"Bernd Lucke hat sich große Verdienste um die Gründung und den Aufbau der Partei erworben. Daraus leitet sich aber keinerlei Recht, diese mit Rufmord und Destruktion zu zerstören, weil sich die AfD in eine andere Richtung als von ihm und anderen gewünscht entwickelt. Festzuhalten ist: Diejenigen, die nun den „Weckruf 2015“ posaunen, haben es nicht vermocht, ja noch nicht einmal ernsthaft versucht, den Kampf um die Richtung der Partei mit den Mitteln ihrer Argumente und ihrer Überzeugungsfähigkeit zu führen. Vielmehr setzen sie auf zutiefst autoritäre Methoden sowie Verächtlichmachung vieler Aktivisten. Mit diesem Stil lassen sich sogar die etablierten Parteien nicht mehr führen und lenken, geschweige denn eine sich alternativ zu diesen verstehende Partei. Der „Weckruf 2015“ ist eine politische Bankrotterklärung, nichts anderes."

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Von Wolfgang Hübner, 20. Mai 2015

ENTEIGNET LUCKE!

Der „Weckruf 2015“ ist eine politische Bankrotterklärung

In meinem schon etwas längeren politischen Leben habe ich schon einige Wunderlichkeiten erlebt und manchmal auch erlitten. Doch das Unternehmen „Weckruf 2015“, mit dem Bernd Lucke und andere die AfD zugleich spalten und dominieren wollen, ist unter all diesen Wunderlichkeiten ein ganz besonderer Höhe- resp. Tiefpunkt. Denn damit wird der trostlose Versuch unternommen, das eigene Unvermögen, eine Partei inhaltlich und verantwortlich zu führen, vor aller Augen zu vernebeln. Dafür kann es nur eine Antwort geben: Lucke samt Anhang enteignen und die AfD endlich zu dem machen, was tatsächlich mehr denn je gebraucht wird, nämlich zur parteipolitischen Alternative für Deutschland.

Diese Enteignung ist schon deshalb unausweichlich, weil darum der bisherige Parteiführer mit seinem Verzweiflungsmanöver geradezu bettelt. Wie anders könnte dieser als Notruf von politischen Bankrotteuren maskierte „Weckruf“ charakterisiert werden denn als provokative Erpressung derjenigen, die eine Partei erst zu einer solchen machen, also der Mitglieder?

Doch wer sich dieser Erpressung beugt, das muss und wird auch Lucke wissen, verzichtet ein für alle Mal auf den aufrechten Gang, der für eine glaubwürdige politische Alternative zum Parteienblock unverzichtbar ist. Deshalb kann es keine andere Lösung als den Austritt oder den Rauswurf des Lucke-Henkel-Flügels aus der Partei geben, ganz gleich wie sich das demnächst vollziehen wird.

Dieser Flügel will keine inhaltliche Auseinandersetzung mehr mit all den durchaus heterogenen Kräften in der Partei, die lediglich darauf beharren, dass der Anspruch des Parteinamens auch politisch und geistig eingelöst wird.

Ob dieser nun auch für das gutgläubigste Gemüt zu erkennende Unwille entweder der Unfähigkeit zu dieser Auseinandersetzung geschuldet ist oder gar verwerflichere Motive hat, sollte jetzt nebensächlich sein. Viel wichtiger, ja entscheidend ist es jetzt, das 2013 so hoffnungsvoll begonnene Projekt AfD vor der Zerstörungswut der Initiatoren des „Weckrufs“ zu retten. Dazu sind alle aufgerufen, die aufrichtige Mitglieder in der Partei sind, es waren oder es erst dann werden wollen, wenn die AfD mit dem Mut zur Wahrheit den schweren, mühsamen, aber ungeheuer lohnenden Weg beschreiten wird, den unser Land braucht, um nicht abgeschafft zu werden.

Es ist nun sonnenklar, dass Lucke und sein Anhang diesen Weg nicht beschreiten wollen, höchstwahrscheinlich auch nie beschreiten wollten. Das ist zu respektieren, obwohl das in Anbetracht der schäbigen Denunziation Andersdenkender und Anderswollender als „Rechte“ nicht leicht fallen dürfte.

Bernd Lucke hat sich große Verdienste um die Gründung und den Aufbau der Partei erworben. Daraus leitet sich aber keinerlei Recht, diese mit Rufmord und Destruktion zu zerstören, weil sich die AfD in eine andere Richtung als von ihm und anderen gewünscht entwickelt. Festzuhalten ist: Diejenigen, die nun den „Weckruf 2015“ posaunen, haben es nicht vermocht, ja noch nicht einmal ernsthaft versucht, den Kampf um die Richtung der Partei mit den Mitteln ihrer Argumente und ihrer Überzeugungsfähigkeit zu führen. Vielmehr setzen sie auf zutiefst autoritäre Methoden sowie Verächtlichmachung vieler Aktivisten. Mit diesem Stil lassen sich sogar die etablierten Parteien nicht mehr führen und lenken, geschweige denn eine sich alternativ zu diesen verstehende Partei. Der „Weckruf 2015“ ist eine politische Bankrotterklärung, nichts anderes.

Jetzt muss alles getan werden, um die AfD vor denen zu retten, die aus ihrem Bankrott den der Partei machen wollen, ob nun bewusst oder verblendet. Wenn der Lucke-Flügel die AfD verlassen haben wird, ist die sofortige Bestimmung eines neuen Parteivorstands mit erfahrenen, moderaten und verantwortungsbewussten Personen notwendig.

Dessen Hauptaufgabe ist es, binnen eines halben Jahres einen  Programmentwurf zu erarbeiten, der allen Mitgliedern zur Diskussion und Verabschiedung vorgelegt wird. Denn nur ein inhaltlicher Konsens kann die Partei zusammenhalten, das sollte die wesentliche Lehre aus der bisherigen AfD-Geschichte sein. Ferner muss ein politischer Aktionsplan vorgelegt und realisiert werden. Ganz oben auf diesen Aktionsplan gehört das Asyl- und Flüchtlingsproblem, das den Regierenden völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Nur eine Partei, die nicht ausschließlich mit sich selbst beschäftigt ist, sondern an der politischen Front kämpft, ist von Nutzen – auch das lehrt die AfD-Entwicklung. Nach der Verabschiedung des Programms kann dann ein neuer Vorstand gewählt werden mit Personen, die sich nach dem Bruch bewährt und bewiesen haben.

Au keinen Fall darf es nach dem Bruch zu einer Radikalisierung kommen. Diese Gefahr gibt es natürlich, denn nach dem Abgang des Lucke-Henkel-Flügels werden auch allerlei randständige Verschwörungsprediger, irrlichternde Extremisten und gar nicht so klammheimliche Antisemiten ihre Chance wittern. Ein Patentrezept dagegen gibt es nicht, aber die Grenzziehungen sollten schnell, klar, transparent und konsequent gezogen werden. Sicherlich wird eine AfD ohne den Lucke-Henkel-Flügel, also mit weniger Wirtschaftsliberalen und Transatlantikern andere inhaltliche Positionen in wesentlichen Fragen beziehen als das jetzt der Fall ist. Doch die Entwicklung dieser Positionen darf nicht überstürzt erfolgen. Die AfD bekommt nun eine zweite Chance – eine dritte wird es nicht geben.

 Quelle:
http://journalistenwatch.com/cms/enteignet-lucke/


14 Kommentare

  1. Was von außen nicht gelungen ist, die Partei zu zerstören, das schafft innerparteilicher unsinniger Zwist. Die Grundsatzideen der AfD sind weder durch Patrioten noch durch gesellschaftlich Andersdenkende je gefährdet gewesen, im Gegenteil. Auch eine Partei braucht Vielfalt, braucht innerparteiliche Diskussionen, keinen Streit in der Öffentlichkeit. Wer soll denn einen so zerstrittenen Haufen wählen? Innerparteiliche Toleranz - das hält den ,,Verein" zusammen. So viel Hoffnung war mit der AfD verbunden - und jetzt zerfleischt sie sich innerlich. Das ist das ,,Kreuz" der kleinen Parteien, dass irgendwann ihre Vorstände anfangen egozentrisch zu denken. Und dann geht es bergab. Die ,,Großen" freut´s.

  2. Er hat geschafft die Partei zu gründen, jetzt schafft er es die Partei zu vernichten. Manchmal fragt man sich ob diese Vernichter nicht gezielt gekauft werden.

  3. Das "System" weiß ganz genau, daß die AFD, solange sie existiert, eine latente Gefahr darstellt. Und eine entschlackte, von Altlasten befreite, patriotisch-konservative AFD ist noch erheblich gefährlicher. Es besteht nämlich durchaus die Möglichkeit, daß eben diese Version der AFD genau das darstellen würde, worauf eine ungewisse Anzahl von bisherigen Nichtwählern jahrzehntelang gewartet haben.

    Da kann es schon mal passieren, daß der berühmt-berüchtigte Geldkoffer zum Einsatz kommt. Natürlich wollen wir das von der AFD nicht hoffen. Trotzdem darf der wachsame Bürger nie vergessen, daß viele der sog. Gegegenbewegungen nur deshalb gegründet worden sind, um sie im richtigen Moment, wenn sie ordentlich an "Marktwert" gewonnen hat, an das System zu veräußern. Auch ein Geschäftsmodell.....

  4. Auch in dieser Stellungnahme wird mit Ausgrenzung von anständigen Patrioten und dem Eingrenzen auf politische Themen argumentiert.
    Das Beispiel FPÖ zeigt aber wie es gehen kann. Klares Profil zeigen, in der Auseinandersetzung nicht zimperlich sein, nicht fein (aber klein) sein wollen.
    Sogar der große Haider hat versucht die FPÖ zu spalten und ist grandios gescheitert. Heute ist die FPÖ auf Augenhöhe mit SPÖ und ÖVP.
    https://rundertischdgf.wordpress.com/2015/05/21/rotschwarz-in-osterreich-oder-schwarzrot-in-deutschland-kriecherei-vor-den-amis/

  5. Was ist das bloss.....so ein Wirbel um eine solche zweite FDP,ich fasse das einfach nicht mehr.Kapiert echt niemand das uns genau das von den Etablierten aufs Auge gedrückt worden ist?
    Die AFD ist ein echtes linken und etabliertes Schurkenstück,ein bolschewistisches,typisches Elaborat,,nämlich ein Wahlparameter um auszutesten wie lange das Regime seine Verbrechen an der deutschen Nation noch so ausüben kann.
    Eigentlich unterstellte man das ja der NPD,ist aber genau hier,im Falle der AFD zustande gekommt.
    Ihr glaubt doch selbst nicht das es eine reale Partei(mit einer Ausnahme)gibt,die zum einen eurokritisch und zum anderen auch noch islamkritisch ist.Genau,kaum erfunden,und sieh an,unter spannend,abenteuerlichen Kriterien schon über die 5%Hürde.Das ich nicht lache,auffälliger gings echt net.Im Gegenteil,die AFD zeigt sich als Weichspüler gegen den Islam.Und das unter den Zuständen,so als hätten wir noch reichlich Zeit.Wer fällt darauf noch herein,anstatt nun endlich der Nation die grauenhafte,bolschewistische Fratze,diese linke Leichenblässe abzunehmen,diskutiert man über ein solches Schmierenstück.Und ich weiss das,und besonders wie der Linke lacht,seine Lache ist etwas grauenhaftes,und er lacht nur wenn er töten kann.In ungefähr 80Jahren 130Millionen Tote,der Islam bringt es in 1400Jahren mal eben auf 300Millionen.Nicht dazu gerechnet die Enteigneten und Verstümmelten,und die Verletzten.
    Naja wir haben ja noch Zeit,bei dem bisschen und den paar Toten,können wir ausspannen und lange Diskussionen über linke Tricks und Vernichtungsprozessen an Deutschen führen.
    Die Lebensuhr der Nation tickt jedoch,hört genau hin.....hört und seht.

    Lucke zum Islam verhört.Toll

  6. @5 monika richter

    Vollste Zustimmung!
    Der islam/gender/etc. Wahn greift immer mehr um sich und kaum einen Politiker interessiert sich dafür ausser den Underdogs" !

    Diese Gesellschaft ist krank!

  7. Nächtliche Schüsse?

    Mysteriöser Überfall auf zwei Männer am Gleisdreieck

    Zwei junge Männer wurden am Gleisdreieck von mehreren anderen Männern bedroht und geschlagen. Einer der Angreifer zückte eine Waffe. Es fielen Schüsse.

    http://www.bz-berlin.de/tatort/mysterioeser-ueberfall-auf-jugendliche-am-gleisdreieck

    In der Nacht zu Donnerstag gegen 2.15 Uhr rannten die beiden jungen Männer (28 und 34 Jahre) völlig aufgelöst in das Foyer eines Hotels in der Luckenwalder Straße (Kreuzberg). Einer der beiden blutete stark. Aufgeregt gaben sie an, in der Nähe des Hotels von vier bis fünf Männern bedroht und geschlagen worden zu sein.

    Die Männer hätten zunächst nach Tabak gefragt. Dann sei der 28-Jährige aufgefordert worden, seine Geldbörse auszuhändigen. Weil er aber kein Bargeld dabeihatte, sei er verprügelt worden, berichtete der 28-Jährige später der Polizei.

    Anschließend seien die beiden Männer getrennt worden. Ein Man aus der Gruppe habe ihn mit einer Waffe bedroht und ihm diese auf den Kopf geschlagen, so das 28-jährige Opfer weiter. Dem Duo gelang die Flucht. Dabei sollen die Angreifer zwei Schüsse abgefeuert haben.

    Alarmierte Polizeibeamte ließen sich von dem unverletzten Jugendlichen zeigen, wo der Überfall stattgefunden haben soll. Die Einsatzkräfte suchten die Umgebung nach Patronenhülsen ab, wurden aber nicht fündig. Der verletzte Jugendliche wurde inzwischen im Rettungswagen untersucht. Wie sich herausstellte, hatte er “nur” eine Platzwunde am Kopf erlitten.

    Die Hintergründe des angeblichen Überfalls auf das Duo sind noch völlig unklar. Bisher steht noch nicht einmal fest, ob die vermeintlichen Täter etwas erbeuteten.

    ____________________________________________

    das hat rein gar nichts mit dem islam verbrechen gegen christen zu tun, die deutschen opfer sind schuld das sie sich trauen nachts in kreuzberg um her zu laufen?

  8. 1. Eine sog. "Demokratie", die zur Enteignung und Vernichtung eines Volkes führt.
    2. Eine sog. "Diktatur", die dem Wohl und der Erhaltung eines Volkes dient.

    Als "randständiger Verschwörungsprediger, irrlichternder Extremist und gar nicht so klammheimlicher Antisemit usw. usf.", was wir ohnehin für alle edlen, wunderbaren "Demokraten=Linken" sind, kurz: als logisch und wieder leidlich normal denkender und fühlender Mensch wähle ich Variante 2.

  9. @ 7

    Kettenraucher

    "Die Gesellschaft ist krank."

    Das haben sie voll und richtig erkannt.
    Nur.....sie ist nicht etwa krank geworden,nein sie ist gewollt und induziert krank gemacht worden.

    Das ist das perverse und perfide.

  10. @ 10

    exguti

    Und sie waren echt mal ein Gutmensch?
    Da haben sie aber ein gutes und gesundes Heilfleisch.
    Tja,wenn das mal in der gesamten Gesellschaft so funktionieren .....
    Und recht haben sie mit "Variante 2"auch noch.
    Das ist die letzte Scheissmöglichkeit die wir in diesem Elend noch haben.

  11. Monika, okay, tief drinnen habe ich den ganzen Gutimüll nie so richtig geglaubt. Aber richtig wütend bin ich dann geworden, als ich begriff, dass die ganzen Gutlumpen tatsächlich mich meinen, wenn sie vom bösen N faseln, vollkommen unangesehen meiner Person, Vorfahren usw. Es sind wirklich Rassisten, und zwar der untersten Art.

  12. P.S. Und wenn man langsam begreift, dass man jahrelang verarscht wurde, von Gesocks obendrein, dann kippt das besonders heftig.

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