“Petry heil“ – Wie Medien über den Triumph der neuen AfD-Chefin berichten


Auszug:

“Wie wichtig und richtig die Personalentscheidung in Essen war, kann man an den ausgekotzten Beiträgen der Systempresse erkennen, die mal wieder ihr Lieblingsbegriff „rechts“ den Lesern haufenweise vor die Füße werfen. Zu groß scheint die Enttäuschung unserer linken Journalisten zu sein, dass nicht der von ihnen weichgekochte Lucke als Sieger hervorging, sondern eine Frau, die dem System die Stirn bieten kann. Die Ausnahme bei dieser einheitsbreiigen Berichterstattung bildet, wie schon oft, Günther Lachmanns zurückhaltende, ideologiefreie und respektvolle Analyse in der „Welt“. Die JouWatch-Presseschau zu einem historischen Sieg, der eine Wende in Deutschland einleiten könnte.”

***

Aus: journalistenwatch.com, 5. Juli 2015

“Petry heil“ – die JouWatch-Presseschau zu Luckes Abgang

Lucke ist weg, die AfD könnte jetzt zu einer echten Alternative zu den Systemparteien in Deutschland werden. Wir wünschen Frauke Petry dort oben alles Gute und hoffen, dass sie nicht liberal aufweicht wir ihr Vorgänger. Wichtig ist es jetzt, dass in der AfD Ruhe einkehrt, die politischen Richtungsstreiter, trotz marginaler Unterschiede ihre Kräfte bündeln, dann könnten auch bald die Islamkritiker in den Bundestag marschieren.


Von Akif Pirinçci

Mach’s besser, als der Alte. Und laß dich von der grün-links versifften Lügenpresse nicht in die Enge treiben von wegen Nazi und so. Das sind eh nur Witzfiguren, die bald komplett arbeitslos sind. Gestern sind die neuen Mediendaten veröffentlicht worden, und fast alle staatshörigen Publikationen, wirklich alle haben wieder dramatische Verkaufseinbußen erlitten, ihre Flagschiffe sogar 5 bis 10 Prozent! Gruner + Jahr entläßt 400 Grün-links-Versiffte und SPIEGEL 200. Halleluja und darauf einen Dujardin!

http://der-kleine-akif.de/2015/07/04/gratuliere-frauke-petry/


Wie wichtig und richtig die Personalentscheidung in Essen war, kann man an den ausgekotzten Beiträgen der Systempresse erkennen, die mal wieder ihr Lieblingsbegriff „rechts“ den Lesern haufenweise vor die Füße werfen. Zu groß scheint die Enttäuschung unserer linken Journalisten zu sein, dass nicht der von ihnen weichgekochte Lucke als Sieger hervorging, sondern eine Frau, die dem System die Stirn bieten kann. Die Ausnahme bei dieser einheitsbreiigen Berichterstattung bildet, wie schon oft, Günther Lachmanns zurückhaltende, ideologiefreie und respektvolle Analyse in der „Welt“. Die JouWatch-Presseschau zu einem historischen Sieg, der eine Wende in Deutschland einleiten könnte.

Bild


…Und als die 3502 Mitglieder in der Halle per Televoting in einem Technik-Test darüber abstimmen sollten, was aktuell Deutschlands größtes Problem ist, landete „Ungesteuerte Einwanderung“ mit 29,2 Prozent klar vor Luckes Leib- und Magen-Thema „Eurokrise“ (20,3 Prozent)…

…Am lautesten war das Pfeifkonzert, als Lucke die Dresdner Pegida-Bewegung angriff und für eine faire Betrachtung des Islam warb. Frauke Petry setzte beharrlich dagegen, sie könne „nicht erkennen“, dass die AfD gerade einen Rechtsruck erlebe…

http://www.bild.de/politik/inland/alternative-fuer-deutschland/afd-waehlt-petry-zur-parteivorsitzende-41641372.bild.html


Deutsche Wirtschaftsnachrichten

…Petry steht für den nationalkonservativen Flügel der Partei. Sie hält Lucke und dessen wirtschaftsliberalen Flügel im Kern eine thematische Verengung auf die Ablehnung der Euro-Rettungspolitik vor. Lucke wirft seinen Gegnern wiederum vor, die AfD nicht gegen das rechte Spektrum abzugrenzen.

Die Selbstzerstörung der AfD ist auch ein Schaden für die Demokratie in Deutschland: Die Partei hat alle Hoffnungen betrogen, die liberale Wähler in sie gesetzt haben. Mit dem Machtkampf zerlegte sich die Partei selbst. Das ist wirtschaftlich schlecht, weil die meisten der Kampfhähne mittlerweile vom Steuerzahler leben. Das Geld wäre besser in der Flüchtlingshilfe angelegt…

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/07/04/afd-stuerzt-lucke-als-parteichef/


FAZ

…Die Zustimmung für Petry, die über Stunden in der Essener Grugahalle wahrzunehmen war, entsprach exakt den Mehrheitsverhältnissen. Lucke verlor krachend, holte nicht einmal vierzig Prozent gegen Petry. Die erste und sicher nicht ganz falsche Interpretation war schnell bei der Hand und hieß: Petrys Rechtskurs hat sich gegen den liberalkonservativen von Lucke durchgesetzt. Die Alternative für Deutschland wird nach rechts driften.

Ganz sicher ist das die Erwartung derjenigen, die Petry zu ihrem Triumph verholfen haben. Das waren die, die laut geklatscht haben, wenn die Tonlage gegenüber dem Islam etwas gröber wurde, gegenüber Asylanten oder gegenüber Amerika oder wenn die Sanktionen gegen Russland angeprangert wurden.

Man merkte es diesem rechtspopulistischen Parolen gegenüber aufgeschlossenen Teil der Delegierten an, dass sie sich sogar schwer mit dem kleinen Trick der neuen Vorsitzenden taten, als zweiten Vorsitzenden jemanden wählen zu lassen, der nicht aus ihrem Lager stammt, sondern mindestens eine vermittelnde Position einnimmt. Viele Kandidaten des Petrylagers, die auch aufgefordert wurden, für dieses Amt zu kandidieren, verbanden ihren Verzicht mit dem Beisatz, sie stünden „noch“ nicht bereit. Das Klang nach einer Drohung, so, als wolle man noch eine Schamfrist abwarten, in der ein gemäßigter Vorsitzender auf Platz zwei mitmachen dürfe, dass aber schon bald der rechte Flügel ganz die Flugrichtung bestimmen werde…

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/frauke-petry-mehr-macht-in-der-afd-weniger-mit-ihr-13685444.html


Focus

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat Frauke Petry zur neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Damit dürfte der rechte Flügel der Partei weiter an Gewicht gewinnen. Die bisherige Co-Vorsitzende erhielt beim außerordentlichen Bundesparteitag der AfD am Samstag in Essen 60 Prozent der Stimmen. Parteigründer Bernd Lucke hatte vorher angekündigt, er wolle sich im Falle eines Wahlsieges von Petry nicht um ein anderes Amt im Bundesvorstand bewerben.

Frankfurter Rundschau

Petry heil (!)

…Spätestens am Mittag muss Lucke klar gewesen sein, dass er in Essen untergehen würde. Es war nicht zu überhören, es war nicht zu übersehen. Die AfD ist nicht mehr seine Partei. Als er seine erste Rede hält und Mut zur Wahrheit fordert, brüllt ihn der Saal mit „Lügner“ nieder. „Dieser eitle Fatzke“, schimpft einer in der Gugahalle unüberhörbar. Danach rufen alle „Höcke, Höcke“ – den Namen des thüringischen Landesvorsitzenden Björn Höcke, eines Vertreters der ganz Rechten innerhalb der AFD, die deutlich weniger Berührungsängste mit der rechtsextremen NPD als mit Herrn Lucke haben dürften.

Es gab etliche Momente, da dürfte Lucke seine eigene Partei nicht wiedererkannt haben. Was einmal als euroskeptische Bewegung, angeführt von einem Wirtschaftswissenschaftler, begonnen und es dann in die Landtage von Sachsen, Thüringen, Brandenburg und die Rathäuser Bremens und Hamburgs geschafft hat, ist weit nach rechtsaußen abgedriftet. „Es gibt Millionen Muslime mit deutscher Staatsbürgerschaft. Was sollen wir denn mit denen machen?“, ruft Lucke seiner Partei zu und erinnert an Friedrich den Großen und dessen Satz, wonach jeder nach seiner Facon selig werden dürfe in Preußen…

http://www.fr-online.de/politik/frauke-petry-ist-neue-afd-vorsitzende-petry-heil,1472596,31124528.html


Handelsblatt

…Das Friedensangebot der neuen Parteichefin vom nationalkonservativen Flügel an die Wirtschaftsliberalen um Lucke zündete jedoch vor allem in ihrem eigenen Lager nicht: Es wollte seinen Sieg auskosten. Für das Amt des stellvertretenden Parteichefs schlugen Petry-Fans einen Rechtsaußen nach dem anderen vor, während Petry selbst versuchte, Joachim Starbatty vom liberalen Flügel als Stellvertreter-Kandidaten zu gewinnen. Angesichts der Jetzt-geht’s-los-Stimmung des rechten Flügels mochte sich Starbatty nicht zur Kandidatur überwinden.

Das zeigt zum einen: Die AfD ist sehr wohl klar nach rechts gerückt. Und Petry wird in den nächsten Tagen viel tun müssen, den Lucke-Flügel von der Abspaltung abzuhalten. Sein Verein „Weckruf“, in dem er seit Wochen seine im Dauerstreit zermürbten Getreuen sammelte, hat schon jetzt eine Satzung, die sich wie das Gründungsdokument für eine neue Partei liest: Dazu würden wenige redaktionelle Änderungen reichen. Alleine aber dürfte weder eine rechte AfD-Rumpfpartei noch der Weckruf die Fünf-Prozent-Hürde in den nächsten Wahlen nehmen.

Dabei macht es sich zu einfach, wer im liberalen Flügel nun den Verlust der innerparteilichen Macht als Ergebnis einer Intrige der ostdeutschen Landesverbände und des rechten NRW-Verbandes von Markus Pretzell interpretiert. Bernd Lucke jedenfalls hat erheblich zu seiner Niederlage beigetragen: Nachdem er Ende Januar auf dem Bremer Parteitag noch als designierter alleiniger Parteichef der AfD dastand, verspielte er diesen Erfolg in den Wochen danach, indem er gerade nicht auf die Verlierer zuging. Als arrogant und autoritär nahmen durchaus auch Mitstreiter seines eigenen Flügels seinen Führungsstil wahr. Die Zuspitzung auf das Wir oder Die hat Lucke so maßgeblich befördert: Anders als Petry schloss Lucke die Zusammenarbeit mit seiner Kontrahentin seit Wochen aus.

Nach der Entscheidung im Duell der Flügel steht die AfD jetzt näher an der Spaltung denn je. Für Frauke Petry könnte sich ihr fulminanter Sieg noch als Pyrrhus-Sieg erweisen.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/neue-afd-chefin-petrys-schwierige-mission/12011220.html


Junge Freiheit

…Nach der krachenden Niederlage für Lucke wird es morgen spannend werden, wieviele Parteimitglieder geich zu Hause bleiben. Auch Lucke hatte es nach seiner Niederlage offen gelassen, ob er morgen noch am Parteitag teilnimmt. Mit der Wahl des Wirtschaftsliberalen Jörg Meuthen hat das Petry-Lager einen kompletten Durchmarsch der Konservativen vermieden. Meuthen ist das Friedensangebot des Petry-Lagers an den enttäuschten Lucke-Flügel…

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/afd-beginnt-entscheidungsparteitag/


n-tv

…Petry will die Partei weiter rechts positionieren als Lucke, der bislang in der Öffentlichkeit die bestimmende Figur war. Petry hat zum Beispiel keine Berührungsängste mit der Pegida-Bewegung, empfiehlt die Drei-Kind-Familie als gesellschaftliches Leitbild und fordert strengere Abtreibungsregeln, um „das Überleben des eigenen Volkes“ sicherzustellen…

…Lucke war vor drei Jahren als der Rechtsaußen der deutschen Politik gestartet. Er endet als Linksaußen der AfD…

http://www.n-tv.de/politik/Wie-Bernd-Lucke-ins-Messer-lief-article15444731.html


Spiegel

…Es ist ein denkwürdiger Tag in der Geschichte der jungen Partei. Im Frühjahr 2013 gegründet, kam sie im Herbst desselben Jahres fast in den Bundestag, danach in das Europaparlament und in fünf Landesparlamente.

Doch seitdem der Streit zwischen dem wirtschaftsliberalen und rechtskonservativen Flügel vor einen halben Jahr ausbrach, rutschte die Partei, die einst als eurokritische Stimme gegründet wurde, in bundesweiten Umfragen unter fünf Prozent. Eine bizarre Situation ist entstanden: Just in der Woche, in der die Eurozone mit Griechenland in die tiefste Krise geriet, ist auch die AfD in ihrer tiefsten Krise…

…Einen rechten Kurs aber hatte die AfD schon unter Lucke gefahren. Wohin es künftig gehen könnte, das machte die Rede von Marcus Pretzell deutlich – Landeschef in Nordrhein-Westfalen und Mitstreiter Petrys. Die AfD habe diskutiert, ob sie „Euro-Partei oder Pegida-Partei“ sei. „Wir sind beides und noch viel mehr“, rief das frühere FDP-Mitglied unter Jubel…

…Essen war eine Richtungsentscheidung: Die AfD hat sich mit Petry entschieden, deutlicher als bisher rechts zu blinken. Erneut verteidigte die sächsische Landes- und Fraktionschefin ihre Kontakte zur Anti-Islambewegung Pegida, man müsse nicht alles übernehmen, was von dort komme, aber es seien „diese Bürger, für die wir primär Politik machen wollen.“ Da kam tosender, jubelnder Zuspruch auf, ebenso, als sie den Islam grundsätzlich kritisierte: Das „Staatsverständnis“, das diese Religion transportiere, sei mit den Vorstellungen in Mitteleuropa nicht vereinbar.

Lucke hielt unter lauten Protestrufen dagegen, sprach von „bestimmten Erscheinungsformen“ des Islam, die auch er kritisch sehe, wandte sich aber gegen eine pauschale Ablehnung. Er verwies auf die Millionen deutscher Muslime und fragte: „Wollen wir diese Menschen bewusst ausgrenzen?“

Die Mehrheit in der Halle hörte kaum noch zu, rief dazwischen. „Das letzte Mal, dass ich meinen Satz nicht beenden konnte, war, als ich im sächsischen Wahlkampf aufgetreten bin und mir die Antifa das Wort abgeschnitten hat“, sagte Lucke irgendwann. Es war ein Ausruf, der aufzeigte, wie tief der Graben zwischen Lucke und den Petry-Anhängern ist. In diesem Moment wirkte Lucke wie ein Fremder in der AfD…

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-bernd-luckes-abgang-nach-frauke-petrys-sieg-a-1042123.html


Süddeutsche Zeitung

…Am Ende gab es in der AfD zwei Parteien in einer, nur eine konnte gewinnen. Ein Kompromiss hatte keine Chance mehr im Machtkampf zwischen dem gemäßigt konservativen Flügel um Bernd Lucke und den Rechtskonservativen um Frauke Petry. Die Lager bekämpften einander auf diesem Parteitag in der Essener Grugahalle aggressiv und oft gnadenlos, mit Pfiffen, Pöbeleien und Buh-Rufen. Es traf vor allem Bernd Lucke, der während seiner Rede darauf hinwies, dass er derart feindselig zuletzt von der Antifa beim Wahlkampf ausgepfiffen worden sei. Nicht mal das brachte seine Gegner in der Partei dazu, abzulassen – im Gegenteil. Am Ende wurde dieser Parteitag ein Fiasko für Lucke. Deutlich verloren er und sein Flügel den Streit um die Richtung der AfD. „Aggressiv, teilweise pöbelnd“ nannte er die Atmosphäre.

Lucke sagte hinterher, dass er seine AfD nicht mehr wieder erkannt habe an diesem Tag in Essen. Dazu muss man feststellen, dass der Parteigründer vorher vielleicht allzu gern und allzu lange über oft extreme, derb nationalistische und auch im Auftreten intolerante Strömungen in seiner AfD hinweg schaute. Er hat die großen Erfolge bei den Wahlen in den ostdeutschen Bundesländern im vergangenen Jahr – erreicht mit rechtspopulistischen Wahlkämpfen – sehr gern gesehen. Erst spät nahm er die Stärke der verschiedenen extremen Strömungen wahr, die ihn längst nicht mehr brauchten. Jetzt kann er in der Konsequenz eigentlich nur die Partei verlassen, die nicht mehr seine ist…

http://www.sueddeutsche.de/politik/lucke-unterliegt-petry-die-afd-rueckt-nach-rechts-1.2551270


Tagesspiegel

…Von vielen wurde Lucke deshalb in Essen wie ein Verräter behandelt. In der Grugahalle lieferten sich „Weckruf“-Mitglieder und die Anhänger des Petry-Lagers den ganzen Tag über hitzige Wortgefechte. Schwer vorstellbar, wie diese beiden Gruppen noch einmal zusammenfinden sollen.

Noch weiter rechts als Petrys Lager steht die Gruppierung „Der Flügel“ des Thüringer Fraktionschefs Björn Höcke. Auch dessen Anhänger machten sich lautstark bemerkbar. Weil dieser ultrarechte Teil der AfD Petry mitgewählt hat, wird die neue Vorsitzende mit dem Ruf leben müssen, die AfD weiter nach rechts verschieben zu wollen. Petry wies das in ihrer Dankesrede schon einmal vorsorglich zurück – in der für sie typischen Art, von der man oft nicht weiß, ob sie naiv oder berechnend ist: „Es ist mir wichtig, dass dies kein Sieg der Konservativen in dieser Partei über die Liberalen ist“, sagte sie…

http://www.tagesspiegel.de/politik/frauke-petry-wird-bundesvorsitzende-der-afd-das-grosse-fest-der-demuetigung-des-bernd-lucke/12011262.html


Welt

Eine Partei findet zu sich selbst. Die AfD bekennt sich als national-konservative Kraft rechts der CDU und emanzipiert sich dabei auf ihrem Bundesparteitag in Essen von demjenigen, dem dieses Wesen zuletzt zunehmend suspekt wurde, von ihrem Gründer und Vorsitzenden Bernd Lucke. Seine Appelle gingen in der Grugahalle immer wieder in Buh-Rufen unter. Zuweilen wirkte er gar wie ein Fremdkörper unter den Mitgliedern der Partei, die er selbst erschaffen hatte.

So wurde dieser Parteitag zu einem lange fälligen Reinigungsprozess. Er beendet einen selbstzerstörerischen Machtkampf, indem er Frauke Petry mit 60 Prozent der Stimmen zur neuen Vorsitzenden wählte. Sie wiederum befreite die Partei von dem schier erdrückenden Minderwertigkeitskomplex, die neuen rechten „Schmuddelkinder“ der Politik zu sein.

„Ich kann keinen Rechtsruck dieser Partei erkennen, also sollten wir ihn auch nicht herbeireden“, rief Petry unter frenetischem Jubel der Mitglieder. Und weiter: „Wer schon mal für die AfD Wahlkampf gemacht hat, der weiß, wie es sich anfühlt, diffamiert und als Nazi beschimpft zu werden.“

Im Grunde sei jeder Politiker, der sich für die AfD in die Öffentlichkeit begebe, Anfeindungen ausgesetzt. Sie beklagte ein gegen die Partei gerichtetes Meinungskartell, in dem etwa die öffentliche Debatte über die Asyl- und Flüchtlingspolitik, über Gender-Mainstreaming oder den Islam gegen Stimmen etwa aus der AfD bereits „totalitäre Züge“ annehme. Minderheitsmeinungen würden „schnell als rechtsextrem oder antisemitisch definiert“. Der Druck, den Petry aus dem Parteikörper nahm, entlud sich mit donnerndem Applaus…

…Die Partei hat sich ehrlich gemacht, das dürfte ihr Selbstbewusstsein geben. Sie hat eine Vorsitzende, die ehrgeizig ist, Machtinstinkt besitzt und zu Netzwerken versteht. Es wird sich zeigen, inwieweit Petry auch in konservativen westdeutschen Wählermilieus vermittelbar ist. In den Landtagswahlkämpfen in Hamburg und Bremen stand Lucke im Mittelpunkt. Wenn demnächst in Baden-Württemberg gewählt wird, muss sie das Ergebnis verantworten.

Vor allem lastet nun die Erwartung der Mitglieder bleischwer auf ihren Schultern, die AfD 2017 in den Bundestag zu führen. Darum tat sie gut daran, nach ihrem Wahlsieg, zur Versöhnung aufzurufen. Denn sie braucht die Unterstützung aller, also auch derjenigen, die bis jetzt in dem von Lucke gegründeten „Weckruf“ mitmachen. Ob ihr das gelingt, hängt wohl davon ab, wie Lucke sich künftig verhält. Geht er in die innerparteiliche Opposition, oder will er den Machtkampf in vertauschten Rollen fortsetzen?

Auch wenn das Wahlergebnis des Parteitages deutlich ausfiel, ist die AfD auf absehbare Zeit eine gespaltene Partei. Ob die Sache letztlich gut ausgeht, wird auch davon abhängen, ob es dem zum Zweiten Vorsitzenden gewählten Volkswirtschafts-Professor Jörg Meuthen gelingt, das Lucke-Lager mit Petry zu versöhnen. Jedenfalls ist die Gefahr des Scheiterns noch lange nicht gebannt…

http://www.welt.de/politik/deutschland/article143540229/Bei-den-Buh-Rufen-rang-Lucke-sichtlich-um-Fassung.html

Quelle:
http://journalistenwatch.com/cms/petry-heil-die-jouwatch-presseschau-zu-luckes-abgang/


 

SPENDEN AN MICHAEL MANNHEIMER

Überweisung an:

OTP direkt Ungarn
 Kontoinhaber: Michael Merkle/Mannheimer
 IBAN: HU61117753795517788700000000
 BIC (SWIFT): OTPVHUHB
 Verwendungszweck: Spende Michael Mannheimer
 Gebühren: Überweisungen innerhalb der EU nach Ungarn sind kostenfrei
Seit Jahren arbeite ich meist unentgeltlich an der Aufklärung über die Islamisierung unseres Landes und Europas. Für meine Vorträge bei Parteien nehme ich prinzipiell kein Honorar: niemand soll mir nachsagen, dass ich im Dienste einer Partei stehe. Ich bin radikal unabhängig und nicht parteigebunden. Doch das hat seinen Preis: meine finanziellen Reserven sind nun aufgebraucht. Ich bin daher für jeden Betrag, ob klein oder größer, dankbar, den Sie spenden. Sie unterstützen damit meine Arbeit an der Aufklärung über die Islamisierung und meinen Kampf gegen das politische Establishment unseres Landes.
33 Comments
Oldest
Newest
Inline Feedbacks
View all comments