Die etwas andere Meinung: “Deutscher Patriotismus weltweit einzigartig”


Auszug:

“Wir sind uns nämlich darin einig, dass in keinem Land der Welt ein so  pervertierter, übersteigerter Patriotismus herrscht wie bei uns. Hinzu kommt, die größten Patrioten Deutschlands sind ausgerechnet diejenigen, die das vehement bestreiten… Unterschätzen Sie nicht den moralischen Anspruch der Super-Patrioten! Das sind kompromisslose Gesinnungsethiker. Flüchtling ist für sie Flüchtling. Egal, woher er kommt, welche Vergangenheit er hat und was er im Schilde führt. Bei ihnen heißt es, kein Mensch ist illegal. Also wird jeder, der sich hierhin aufmacht, mit offenen Armen empfangen.”

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Von Klaus Barnstedt, 21. Juli 2015

Deutscher Patriotismus weltweit einzigartig

Am vergangenen Wochenende ist in Berlin ein Kongress des Bundesverbandes der Psychiater und Psychologen Deutschlands (BVPPD) zum Thema „Patriotismus“ zu Ende gegangen. Über die Veranstaltung sprach JouWatch mit dem Verbandsvorsitzenden Professor  Wernfried Freudenthal.

Herr Professor Freudenthal, das Tagungsthema „Patriotismus“ ist bundesweit auf großes Interesse gestoßen. Haben Sie damit gerechnet?

Ich muss Sie korrigieren. Es sind die Ergebnisse der Tagung, die für Aufmerksamkeit gesorgt haben. Wir sind uns nämlich darin einig, dass in keinem Land der Welt ein so  pervertierter, übersteigerter Patriotismus herrscht wie bei uns. Hinzu kommt, die größten Patrioten Deutschlands sind ausgerechnet diejenigen, die das vehement bestreiten.


Das klingt äußerst ungewöhnlich!

Nun, was zeichnet einen Patrioten aus? Es ist der berechtigte Stolz auf sein Land, auf dessen Leistungsfähigkeit, der feste Glaube an die eigene Rechtschaffenheit und die Überzeugung, technologisch und kulturell weit über anderen Völkern zu stehen.

Und solche Einstellungen sollen bei uns wieder gesellschaftsfähig und besonders stark verbreitet sein?

Mehr als je zuvor! Ohne staatlicherseits direkt dazu getrieben zu werden, gibt es einflussreiche Kräfte und Mitläufer in unserem Land, Menschen aus aller Welt bei uns willkommen zu heißen.

Was hat das mit Patriotismus zu tun? Das wäre doch genau das Gegenteil!

Weit gefehlt! Deutschland ist für 81 Millionen Einwohner ein flächenmäßig kleines Land mit einer folglich sehr hohen Bevölkerungsdichte.

Wenn Sie dann an 1,1 Milliarden Menschen eines ganzen Erdteils wie Afrika die Aufforderung richten, sich bei uns anzusiedeln, haben Sie ein ungebrochenes Vertrauen in die Leistungsfähigkeit Ihres Heimatlandes. Sie sind absolut überzeugt davon, diese gewaltige Herausforderung bewältigen zu können.

Die Kraft Ihres Landes durch entsprechendes Handeln unbedingt unter Beweis stellen zu wollen – wenn das kein Patriotismus ist!

Wieso sehen sich diese Hyper-Optimisten nicht selbst als exorbitant überengagierte Patrioten, wie Sie eingangs erwähnten?

Sie denken nicht von den Inhalten her, sondern gehen von Begriffen aus, die sie einer eigenen Deutungshoheit unterwerfen. Mit Patriotismus verbinden sie kurzerhand und undifferenziert etwas Negatives wie Chauvinismus, Punkt!

Schon können sie damit auch keine ‚Patrioten’ sein.

Ihr patriotisches Extremverhalten deuten sie dagegen selbstgefällig in ‚Humanität’ um.

Katastrophale Auswirkungen als Folge einer abwegigen Art von ‚Menschenfreundlichkeit’ können nach  ihrem einseitigen Verständnis von Humanität gar nicht existieren. ‚Humanität’ kann doch nichts Zerstörerisches bewirken, denken sie.

Haben die Zuwanderer, Flüchtlinge und Asylanten keinerlei Zweifel an der Durchführbarkeit dieser utopischen Aktion der Weltumarmung?

Sind die Herbeiströmenden also davon überzeugt, auf jeden Fall willkommen zu sein?

Absolut. Über Aufnahmekapazitäten macht sich der einzelne Asylsuchende ja keine Gedanken. Der Tenor des Gastlandes lautet für ihn unmissverständlich: Wir verstehen jeden, der sein Land verlassen möchte. Zögere nicht und komm zu uns!

Die dahinter stehende Botschaft heißt unzweifelhaft: Nirgendwo auf der Welt könnte es euch besser gehen als in Deutschland. Und wir werden alles dafür tun, dass ihr euch hier wohl fühlt.

Der Zuruf „Refugees welcome“ ist also ein hochheiliges Versprechen, eine Art eidesstattliche Erklärung.

Auf jeden Fall! Unterschätzen Sie nicht den moralischen Anspruch der Super-Patrioten! Das sind kompromisslose Gesinnungsethiker. Flüchtling ist für sie Flüchtling. Egal, woher er kommt, welche Vergangenheit er hat und was er im Schilde führt. Bei ihnen heißt es, kein Mensch ist illegal. Also wird jeder, der sich hierhin aufmacht, mit offenen Armen empfangen.

Dann ist da ja sogar auch noch die Einladung an sämtliche Völker des Nahen Ostens. Für diese Menschen werden lautstark sichere Zugangswege und unbürokratische Hilfen gefordert.

Selbst um Einzelne, die in ihren Herkunftsländern dringend gebraucht werden, als Arzt oder Ingenieur zum Beispiel, wird gebuhlt.

Niemand soll sich gezwungen fühlen, in seinem Heimatland bleiben zu müssen.

Das muss unsere Regierung ja nicht mitmachen!

Die derzeitige Regierung tut alles, um ihre Wählerklientel nicht zu verprellen. Selbst wenn deren Forderungen noch so unrealistisch sind und den finanziellen Ruin des Landes bedeuten oder sogar den inneren Frieden gefährden!

Bedenken Sie, die Einladung an alle Völker der Welt erfolgt nicht nur mit Unterstützung aller im Bundestag vertretenen Parteien, sondern auch über Verbände und Organisationen wie den DGB, die Kirchen sowie natürlich durch diverse Menschenrechtsorganisationen. Das bildet eine nicht zu unterschätzende Macht.

Einmal ganz ketzerisch gefragt: Gereicht das geschlossene Auftreten solch einer Solidargemeinschaft nicht zur Ehre unseres Landes, besonders bei unserer Vergangenheit?

Keineswegs. Diese Form des Patriotismus ist schlimmer als Nationalismus, obwohl Letzterer grundsätzlich die negativere Erscheinungsform ist.

Im vorliegenden Fall wäre Nationalismus jedoch ein Segen. Der hier praktizierte Patriotismus entspricht der emotionalen Haltung eines stark suizidgefährdeten Menschen. Was rede ich! Diese Haltung gleicht dem Vorhaben, einen Massenselbstmord zu propagieren.

Solch eine deformierte Form der Vaterlandsliebe und derartig naives Vertrauen in die unbegrenzte Leistungsfähigkeit des eigenen Landes tragen schwerste pathologische Züge.

Für ein solchermaßen auffälliges Verhaltensmuster muss es ja ein ganzes Syndrom von Ursachen geben!

Es liegt eindeutig eine reflexartige Reaktion auf den Schuldkomplex zugrunde, den unsere ranghöchsten Politiker, Bundespräsident Gauck und Kanzlerin Merkel, immer wieder aktivieren.

Bis in unsere Tage hinein wird allen Generationen, vergleichbar einer Erbsünde, ein untilgbares Schuldbewusstsein für die Zeit des Nationalsozialismus eingeimpft. Dieses politische Ritual ist ein populistischer Exzess, der nicht ohne Folgen bleibt.

Er verursacht eine Überkompensation des eingeredeten schlechten Gewissens und führt zu diesem wahnwitzig extremen Helfersyndrom, der ganzen Welt als Wiedergutmachung einen Liebesdienst erweisen zu wollen. Wie gesagt, als zeitlich unbegrenzten Ausgleich für die Schandtaten des Nationalsozialismus.

Das Zerstörerische und Gemeingefährliche solch einer Überreaktion für unser Land und seine Bevölkerung liegt auf der Hand.

Man hat den Eindruck, inzwischen leben wir in einem riesigen Irrenhaus. Der Unterschied zu einer geschlossen Anstalt besteht darin, dass hier alle Erkrankten in großer Zahl frei herumlaufen.

Schwer zu glauben, dass diejenigen, die Verantwortung tragen, nicht allmählich einlenken. Auf diese Weise kommen wir doch an unsere Grenze, in finanzieller Hinsicht und was die Zumutungen für die Bevölkerung angeht!

Die Grenze ist längst überschritten und das Land gehört auf die Couch. Leute an den Schalthebeln der Macht mitsamt ihren Unterstützern geben die Marschrichtung vor und eine resignierende Bevölkerungsmehrheit ist anscheinend zu ihrer Selbstaufgabe bereit.

Da ist jener einschüchternde, lautstarke Anteil von Überpatrioten, die gar nicht davon genug bekommen, sich zu schämen und der Welt, stellvertretend für alle Deutschen, ihre Betroffenheit zu demonstrieren und sich bei anderen Nationen mit unrealistischen Hilfsmaßnahmen anzubiedern.

Dabei sind wir schon Weltmeister im Aufarbeiten der Vergangenheit, so dass manche Länder froh sind, wenn sie ihre Leichen im Keller lassen können!

Im letzten Jahr sind wir zum vierten Mal Fußballweltmeister geworden. Aber das reicht einigen noch lange nicht.

Gegenwärtig will man unbedingt auch noch Weltmeister im Aufnehmen von Flüchtlingen und Asylsuchenden werden. So eine Einstellung ist klinisch behandlungsbedürftig.

Rein technisch lässt sich das therapeutisch allerdings gar nicht mehr in den Griff kriegen.

Sie meinen, es ist schon zu spät? Aber wenn ich Sie recht verstehe, sind doch längst nicht alle verrückt!

Wie gesagt, bei einem maßgeblichen, vor allen Dingen einflussreichen Teil der Bevölkerung ist Hopfen und Malz verloren. Etwa 50 Prozent der Deutschen hingegen zeigen ihren stillen Protest, indem sie nicht mehr zur Wahl gehen.

Man kann nur hoffen, dass diese Form von Widerstand ausbaufähig wird und sich in eine Gegenbewegung kanalisieren lässt, der sich dann weitere Bevölkerungsteile anschließen.

Herr Professor Freudenthal, herzlichen Dank für das Gespräch!

Quelle:
http://journalistenwatch.com/cms/deutscher-patriotismus-weltweit-einzigartig/


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