Philosoph Rüdiger Safranski: “Es herrscht in der Politik eine moralistische Infanti­lisierung.”


 

Unsere Gesellschaft krankt nicht an zu wenig, sondern an zu viel Toleranz

Die Gedanken des Philosophen Safranski über die Infantilisierung der Moralvorstellung deutschen Politik ist im Prinzip nichts anderes als das, was wir Islamkritiker seit Jahren verkünden. Wir warnen in diesem Zusammenhang vor einer grenzenlosen Toleranz, da bei einer solchen stets die Intoleranz der Sieger sein wird. Bereits Aristoteles wusste von diesem als “Paradoxon der Toleranz” bekannten Prinzip, dem sich nahezu alle bedeutenden Philosophen der Weltgeschichte, insofern sie sich zu diesem Thema befassten, anschlossen. Es darf eben nicht heißen “grenzenlose Toleranz”, sondern  es muss heißen: “Keine Toleranz der Intoleranz”.

Dieser fundamentalen Erkenntnis haben sich die deutschen Polit-Eliten, zusammen mit den meisten Medien und den Kirchen, bislang – nach dem Zivilisationsbruch im Dritten Reich – so gut wie total verschlossen. Als Lehre gegenüber diesem hatte man den fatalen Schluss einer grenzenlosen Toleranz gegenüber anderen gezogen. Anstelle zur Erkenntnis genau des Gegenteils gekommen zu sein: Es war nämlich nicht mangelnde, sondern zu viel Toleranz gegenüber gefährlichen Gruppierungen wie der NSDAP, der KPD und dem aufkeimenden Antisemitismus, die letztendlich dazu geführt haben, dass die damals intoleranteste und radikalste Gruppierung, die NSDAP, an die Macht gelangte. 

Michael Mannheimer, 6.1.2016

***

Aus: PI, 30. Dez 2015

Philosoph Rüdiger Safranski über Merkels infantile Asylmoral


Philosoph Rüdiger Safranski über Merkels infantile AsylmoralDie aktuelle WELTWOCHE hat ein Interview mit dem Philosophen und Schriftsteller Rüdiger Safranski, das es in sich hat und eine Ausnahme bei unseren Intellektuellen ist. Er nennt Merkels Asylmoral und das, was in Deutschland abgeht, eine moralistische Infanti­lisierung!

Herr Safranski, niemand hat das Wesen des Deutschen so genau analysiert wie Sie. Was ist in Deutschland los?

Um es knapp auszudrücken: “Es herrscht in der Politik eine moralistische Infanti­lisierung.”

Und weniger knapp?

Deutschland hat nach 1945 als besiegte ­Nation ihre Souveränität verloren. Bis zum Mauerfall 1989 hatte Westdeutschland aussenpolitisch eine bequeme Existenz: Wir standen unter dem Schutzschild der Amerikaner und waren für nichts verantwortlich. Da wir nicht für uns sorgen mussten, wurden wir infantil. Wir wussten nicht mehr, was Aussenpolitik bedeutet. Erst 1989 wurde Deutschland wieder souverän und bewegt sich bis heute sehr unsicher auf dem internationalen Parkett. Wir schwanken zwischen ökonomischem Selbstbewusstsein und einem weltfremden Humanitarismus. Unsere Aussenpolitik wird zu einer moralischen Mission.

Die eigenartige Willkommenskultur, bei der Asylsuchende von einem Jubelchor empfangen werden, ist das Resultat ­davon?

Überall in Europa ausser in Schweden sagt man: «Die Deutschen spinnen.» Das Unreife der deutschen Politik kommt in der Maxime zum Ausdruck, bei Flüchtlingen dürfe man keine Grenzen setzen. Da wird etwas nicht zu Ende gedacht. Denn gemäss ­heutiger Praxis wären, gemessen an den hiesigen demokratischen und ökono­mischen Standards, zwei Drittel der Welt­bevölkerung in Deutschland asylberechtigt. Dass unsere Flüchtlingspolitik einem Denkfehler unterliegt, müsste einem spätestens da auffallen…

Einfach brilliant! Die Fortsetzung kommt hier! Lesen rentiert sich! (Siehe auch Roger Köppels Versuch, Angela Merkel zu verstehen)

Quelle:
http://www.pi-news.net/2015/12/philosoph-ruediger-safranski-ueber-merkels-infantile-asylmoral/


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